Bei uns ist Twirling Sport!
Archiv2010
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© 2011 Bei uns ist Twirling Sport!

Der Blick von der Tribüne

... oder die Gefühle einer Mutter

Antje Hedrich TSG Niedergirmes

Eigentlich sollte man annehmen, dass man nach so vielen Jahren nationalen und internationalen Meisterschaften keinen Grund mehr hat, bei verschiedenen Tänzen und ganz besonders bei seinem eigenen Kind, große Emotionen zu zeigen. Schon gar nicht, wenn das eigene Kind inzwischen erwachsen geworden ist und schon selbst den Nachwuchs trainiert. Aber weit gefehlt. Immer wieder erwische ich mich, wenn ich mir ein Tränchen verkneife oder ein kleiner bis mittelgroßer Kloß im Hals steckt. Wenn man auf der Tribüne sitzt, wird es immer wieder richtig spannend. Da hört man die Musik, die man vielleicht im Training schon hundert Mal gehört hat plötzlich ganz anders, da ist auf einmal eine Ausstrahlung beim Tanz, die man im Training überhaupt nicht gesehen hat, dann fällt bei dieser Übung auch kein Stab, der im Training immer gefallen ist. Und dann steigt die Spannung, denn jetzt kommt das eigene Kind. Wie wird es klappen, wie viele Drops sind es heute – und dann: die große Freude oder die Enttäuschung. Man sitzt da oben und fiebert mit, man freut sich, wenn alles gut gegangen ist und man überlegt, was soll ich tun, wenn der Tanz schief gelaufen ist.

Besonders an der EM in Genf ging es mir so. Musiktest – das Team ist dran. Bei Dominique klappte gar nichts. Hatte sie sich so hineingesteigert oder woran lag es. Sie selbst war fix und alle und am Boden zerstört. Da sitzt man dann als Mutter am Rand, schluckt und schluckt und möchte eigentlich sofort irgendwie helfen. Aber ich habe es mir verkniffen, habe es runtergeschluckt und auch später nichts dazu gesagt. Ich habe mir gedacht, das ist nicht deine Aufgabe, dafür sind die Trainer und vielleicht auch die Teamkolleginnen zuständig. Ich habe nur gehofft, dass es am Wettkampftag klappt – und es hat geklappt. Wir haben alle zusammen auf der Tribüne die Daumen gedrückt; die Musik fing an; die Schauer kamen über mich; wir haben uns riesig gefreut und ich habe ein paar Tränchen verdrückt. So ist das halt – und wer noch nicht dabei war, kann überhaupt nicht mitreden.

So fiebern wir Mütter alle wieder den kommenden Meisterschaften entgegen und werden sicher auch im nächsten Jahr unsere Gefühle .......

 

Twirling ist mein Leben

Name: Katharina Kling
Geburtstag: 03.12.1986
Beruf: Gymnastiklehrerin
Homepage: kath1986.skyblog.com
Sternzeichen: Schütze
Hobby: TWIRLING
Weitere Freizeitbeschäftigungen: E-Mails schreiben,Chatten, Musik hören,Tanzen
Lieblingsgetränk: Bananenmilch, Bitter Lemon
Lieblingsgericht: Nudeln, Salat, Pizza


Wer ist/sind dein/e Vorbild/er? Shuichi Kawazu aus Japan

Mit wie vielen Jahren hast du Twirling angefangen? Mit 4 Jahren

Wie oft trainierst du in der Woche?
Meine Ausbildung nimmt mir sehr viel Zeit weg, somit nur noch 2mal die Woche + das Wochenende.

Wer ist dein Trainer? Stephanie Paulus-Reschke

Warum hast du mit Twirling angefangen?
Twirlingsport sah ich das erste Mal bei meiner Freundin Maria. Ich war so begeistert, sodass ich sofort mit dem Twirling begann.

Was gefällt dir am Twirling?
Die Flexibilität und das Tanzen. Schwierige komplizierte Flips, Rollen wie z.B. Pops, Monster Rolls, Schwierigkeiten

Was sind deine wichtigsten Erfolge?
Teilnahme an der WM 2000 in Hertogenbosch (Holland) Junior Freestyle. Teilnahme an der WM 2001 in Paris Junior Freestyle und Junior Duo (Finale) Teilnahme an der WM 2002 in Canada Senior Freestyle (schönstes Erlebnis) Teilnahme an der WM 2003 in Barcelona Senior Freestyle, Senior Duo,Team

Was ist dein größter Wunsch?
Einmal richtig gut zu werden.Mich weiter- hin so gut wie möglich zu entwickeln.Und an den weiteren Weltmeisterschaften gut anzukommen. Mein nächstes Ziel ist erst einmal die WM 2006 in Rom. Ich wünsche mir weiterhin so viele Kontakte mit Twirlern aus anderen Ländern zu bekommen.

Wie bereitest du dich auf die Wettkämpfe vor?
Ich ernähre mich möglichst gesund und versuche ein strukturiertes Training durchzuführen.Mentale Stärke ist für diesen Sport sehr wichtig!

Was denkst du kurz vor deinem Auftritt?
Das wird gut.Ansonsten gar nichts völlig leer im Kopf.

Wie motivierst du dich?
Durch meine Ziele.

Was möchtest du anderen Twirlern sagen?
Ich möchte ihnen sagen, dass sie niemals die Lust verlieren sollen. Verliert euren Weg nicht und trainiert hart. Setzt euch Ziele, um besser zu werden. Nach jedem kleinen Erfolg könnt ihr zufrieden sein. Jedoch erst nach einer langen Zeit von hartem Training werdet ihr sehen, was es so Schönes noch im Twirling- sport gibt. Eine Teilnahme an einer WM ist kurz gesagt einfach: Gigantisch! Das Erlebnis auf der Fläche stehen zu dürfen und allen zeigen zu dürfen, dass du gerne Twirling machst. Das Feeling in der Halle spüren. Neue Kontakte zu anderen Twirlern aus verschiedenen Ländern entwickeln sich. Das harte Training ist es wert. Ihr werdet es NIE bereuen. Lasst euch nicht hängen, wenn es mal abwärts geht. Versucht euch immer wieder an den schönen Erlebnissen festzuhalten und motiviert euch durch eure Ziele. So bekommt ihr auch wieder viel Spaß am Twirling und werdet auch sicherlich einiges erreichen. Ich wünsche euch alles Gute. Und denkt daran, ihr werdet niemals etwas umsonst tun. Ich liebe Twirling und könnte mir ein Leben ohne Twirling nicht mehr vorstellen.
Ich möchte versuchen, solange wie möglich dabei zu bleiben, als Athlet wie auch als Trainer! Auch möchte ich mich sehr bei meiner tollen Trainerin Ste bedanken, die mich soweit gebracht hat und hoffentlich noch viel weiter…!!! Sie versucht immer wieder etwas ganz besonderes mit mir zu entwickeln. Auch wenn es manchmal nicht ganz so einfach mit mir ist, ist sie sehr geduldig :) Das schätze ich so an ihr. Ich freue mich noch auf eine weitere lange und sehr schöne Zeit mit ihr und hoffe, dass sie weiterhin Spaß daran haben wird - so wie ich es habe

Larissa Werlein - 10 Jahre Freestyle

Und wie war es?
„Als wir an der DM im Anschluss an die Siegerehrung, die Ehrung von Dominique und Nena für 10 Jahre Duo abgeschlossen hatten, begann plötzlich meine Dance- Musik von 1998 und ein kleines Mädchen in meinem ersten Kostüm und einem Luftballon erschien. Sie musste einmal um die Athleten herum laufen und schließlich mich abholen und mit nach hinten neh- men. Dabei hat sie sich zwar etwas ge- schämt, war aber richtig süß. Dort stand meine frühere Trainerin Sandra Schwindt und übereichte mir ein Video mit meinem ersten Tanz im Jahr 1990. Später überreichte mir Ste dann noch eine Urkunde für 15 jährige Teilnahme an Meisterschaften (es war zwar schon mein 16. Jahr , aber wer stört sich schon an solchen Details J) und ein Video mit all meinen Tänzen, die sie auftreiben konnten. An dieser Stelle möchte ich mich auch bei Susanne bedan- ken, die sich die Mühe gemacht hat die Tänze aus den Videos rauszusuchen und sie zusammen zu schneiden.“

Warst du überrascht? „Ja“

Hast du etwas geahnt?
„Meine Mutter war etwas auffällig, ich wusste aber nicht was kommt.“

Wer ist/sind dein/e Vorbild/er? „Holly“

Mit wie vielen Jahren hast du Twirling angefangen?
„mit 5“ Wie oft trainierst du in der Woche? „zur zeit 2-3 mal“

Wer ist /war dein Trainer?
„zuerst Sandy, dann Anette, dann wieder Sandy, dann Ste, dann wieder Sandy und jetzt Ste“

Warum hast du mit Twirling angefangen?
„Keine Ahnung, meine Mutter hat mich in den Verein gesteckt.“

Was gefällt dir am Twirling?
„Am Besten gefällt mir, dass man eine Gemeinschaft ist und immer zusammen hält. Außerdem entwickeln sich gute Freundschaften.“

Was sind deine wichtigsten in Erfolge Jahren?
„1997 deutscher Meister, 1998 EM Halbfinale, WM 17.Platz, 2000 —deutscher Meister und Finale Nationalteam“

Was ist dein größter Wunsch?
„3.Platz im Team an der EM bzw. 6.an der WM. 4.Platz im Duo an der EM bzw.7. an der WM wäre auch nicht verkehrt. 3. wär natürlich noch besser, aber sehr unreali- stisch.“

Wie bereitest du dich auf die Wettkämpfe vor?
„Mit Training natürlich und ich höre meine Musik.“

Was denkst du kurz vor deinem Auftritt?
„Jetzt noch mal kurz konzentrieren und zusammenreißen und dann ist es vorbei!“

Wie motivierst du dich nach all den Jahren weiter zu machen?
„Es ergibt sich einfach, ich habe eigentlich nicht den Wunsch aufzuhören, da es immer wieder Spaß macht, außerdem tanze ich sehr gerne in dem Team und würde die anderen nicht hängenlassen.“

Was möchtest du anderen Twirlern sagen damit sie so lange wie Du durchhalten?
„Es lohnt sich! Das mit der Ehrung war ein schönes Erlebnis und es hat mich wirklich gefreut, dass Sandy dabei war, da ich vielleicht nie so lange durchgehalten hätte, wenn sie damals nicht meine Trainerin gewesen wäre. An dieser Stelle möchte ich mich bei all meinen Trainern für die Arbeit bedanken, die sie in mich investiert haben und noch investieren. DANKE!“

Der D.T.S.V. ehrt Sandra Schwindt für besondere sportliche Leistungen - 18 Jahre

Name: Sandra Schwindt
Geburtstag: 27.10.1975
Sternzeichen: Skorpion
Beruf: Erzieherin
Hobby: war mal Twirling
Weitere Freizeitbeschäftigungen: mein Hund Scooby und meine Schildkröte Emmely
Lieblingsgetränk: Coca Cola Lieblingsgericht: Pasta, Pizza, Geflügel

Warst Du überrascht?

„Klar war ich überrascht. Ich habe in keinster Weise damit gerechnet. Ich wollte eigentlich nur an Larissa`s Ehrung aktiv teilnehmen. Auf einmal standen eine menge Menschen um mich herum. Ganz vorn Anette Runkel, eine meiner ersten Trainerinnen. Sie hatte einen Blumenstrauß und übergab ihn mir . Mir war eigentlich nach weglaufen, aber zum einen ging das nicht weil der Weg versperrt war und zum anderen versuch mal wegzulaufen wenn alle Menschen in der Halle plötzlich von ihren Bänken aufstehen. Ab da hoffte ich auf eine Falltür, doch die war auch nicht da. Stephanie überreichte mir dann noch eine Kassette mit meinen Tänzen und Bilder aus meiner aktiven Twirlingzeit. Jörg las meine größten Erfolge vor, von dem habe ich vor lauter Aufregung nichts mitbekommen. Es hat schon ein paar Stunden gedauert, bis ich überhaupt begriffen hatte was eigentlich passiert war. Als ich zu Hause war, habe ich den Blumenstrauß für 18 Jahre aktiven Wett- kampfsport, meinen größten Fans gebracht. Sie waren fast bei allen Wett- kämpfen dabei und hatten immer mitgefiebert. Meine Mama und mein Papa.“

Wer ist/sind dein/e Vorbilder?
„In Sachen Twirling fand ich immer Angela Kolter aus den USA und Sheryl Holliday aus Kanada klasse.“

Mit wie vielen Jahren hast du Twirling angefangen?
„Im zarten alter von 3 Jahren habe ich angefangen den Stab zu werfen.“

Wie oft hast du in der Woche trainiert?
„Montag, Mittwoch, Freitag, wenn ich Team getanzt habe auch samstags und eigentlich jeden Sonntag.“

Wer waren deine Trainer?
„Das waren viele! Ich hoffe ich vergesse jetzt niemanden. Also, Sylvia Schad, Anette Runkel, Sabine Runkel, Sascha Strupp und Stephanie Paulus-Reschke. Tanya Mouland aus Kanada zähle ich auch zu meinen ehemaligen Trainern.“

Warum hast du mit Twirling angefangen?
„Kann ich so genau nicht sagen, da ich ja erst 3 Jahre alt war. Ich glaube ich wollte auch das machen was meine Schwester gemacht hatte, denn sie machte auch Twirling.“

Was gefällt dir am Twirling?
„Für mich ist es die schönste Sportart die ich kenne. Ich kann nicht sagen, was mir da am Besten gefällt.“

Was sind deine wichtigsten Erfolge in den Jahren?
„Mein größter Erfolg war das Erreichen des Semifinals 1996 in Genua. Das war ein super Gefühl. 1996 war überhaupt ein sehr erfolgreiches Jahr für mich. In diesem Jahr gewann ich als erste Freestylerin den Pokal des Ranglistensiegers und die Disziplin Dance. Im Jahre 1995 überreichte man mir einen Pokal für fair play, was für mich eine Ehre war.“

Was denkst du, wenn du heute die Turniere besuchst?
„Ich freue mich immer auf die Turniere. Mindestens einmal im Jahr besuchte ich ein Turnier. Ich ertappte mich jedes Mal, dass ich mächtig mitfieberte wenn ein Mädel auf der Fläche stand, dass ich mal trainierte. Ich genieße schöne Tänze, die mit viel Spaß und Leidenschaft vorgeführt werden.Mir ist natürlich nicht entgangen, dass die heutigen Twirler „sauberer“ twirlen.“

Was hat dich motiviert all die Jahre weiter zu machen?
„Ich glaube die Menschen die Twirling machten.Wir waren fast täglich zusam- men in der Trainingshalle. Eben wie eine kleine Twirlingfamilie.“

Ramona Schneider – TLSV Herxheim

Zum Training lange unterwegs


„Twirling mache ich erst, seit ich bei Dir bin. Davor das zähle ich nicht.“ Dies berichtete Ramona Schneider wärend des EM-Kadertrainings, als sei es etwas selbstverständliches.
Ramona wollte unbedingt richtig twirlen lernen. Glücklicherweise unterstützten die Eltern, Friedhelm und Lucia Schneider, Ramona bei diesem Unternehmen mit vollen Kräften. Leider mußten sie dadurch auch die Erfahrung machen, dass einige dachten, sie – die Eltern – wollten mehr, als Ramona. Sei’s drum, da standen sie einfach über den Dingen. Irgendwann kamen sie wohl auf die Idee, Stephanie Paulus-Reschke 1996 für die Tochter zu engagieren, damit sie endlich mal ein Einzeltanz am Turnier zeigen konnte. (1997)
Am Anfang glaubte Ste nicht daran, Ramona – damals 15 Jahre – mehr als 2-3 mal im Training sehen. Tanz einstudieren und fertig. Da kannte sie die Familie Schneider noch nicht :-) Als Ramona – damals total schüchtern, samt Eltern, Sonntag nachmittags in die Langenselbolder Trainingshalle einlief, sahen sie zum ersten mal, was Twirlingsport in UNvollendung ist. Friedhelm war wie vom Donner gerührt, bewunderte er doch die gekonnten Bewegungen und seiner Ansicht nach „Perfekten Übungen“. Er konnte es nicht fassen, dass seine „perfekten“  Twirlingstars zu Beginn der neuen Tänze, wie alle anderen auch, unkontrolliert herumfielen und das Stäbchen ständig fallen ließen...

Nun ja, so schwand sofort die Hoffnung, ein Tanz von Ste könne alles richten. Üben war – das erkannten sie sofort – unumgänglich. Nach 2 Crashwochenenden hatte Ramona sich vor lauter üben eine Sehnenscheidenentzündung zugezogen, was sie, wie wir heute alle wissen, nicht in die Flucht schlug. Begeistert saßen die Eltern bis Ramona 18 Jahre war! in jedem Training in einer oft eiskalten Halle und machten ihren wöchentlichen Sonntagsausflug nach Langenselbold. Sie freuten sich über jeden Fortschritt von Ramona, die alles neu erlernen musste.
Da sie alles ganz genau wissen wollten, besuchte die gesamte Familie die D.T.S.V. Ausbildungskurse und mauserten sich zu richtigen Twirling-Profis. Ramona kämpfte in den ersten beiden Jahren mit den obligatorischen Hürden eines Twirlinganfängers. Im Training klappte alles, aber an den Turnieren wollten die Schwierigkeiten einfach nicht gefangen werden. Ramona war einfach zu aufgeregt.
Irgendwann im Training meinte Ste ratlos: „Sag mal brauchst Du eine Brille? Der Stab ist da, doch Du greifst immer daneben.“ Ein Hoffnungsschimmer, daraufhin wurde sofort ein entsprechender Arzt konsultiert… und tatsächlich Hornhautverkrümmung.
Die Drops wurden mit Brille weniger, wenn auch die Nerven Ramona im Ernstfall noch immer verließen. Ste dachte ernsthaft darüber nach, ob es Ramona wohl nie lernen würde. Aber auch Ste ist  bekanntlich zäh und sie kämpften stetig weiter. 1999 wurde Ramona in die Nationalgruppe 2000 nominiert und tanzte an der EM in Rüsselsheim. Das war ein echtes Highlight und gab ihr einen richtigen Schub.
Ramona, ehrgeizig und strebsam, arbeitete sich langsam nach vorne und schaffte ab 2000 auch in den Einzeltänzen die Qualifikation zur Endrunde. Lucia, die eine Ausbildung zur Wertungsrichterin absolvierte, gab Ramona beim Training zuhause immer wieder den Mut mehr aus sich heraus zugehen. Die beiden sind ein perfektes Team. 2003 tanzt sie beim MMC Villingen im Team zur Verstärkung mit. Zur Abwechslung fährt sie nun nach unten. Belohnt wird Ihr Einsatz mit dem Start beim Cup of Club in Irland. Mit Ihrem Dance „Fever“ haut sie dann nicht nur Trainerin Ste vom Hocker. Souverän tanzte sie Ihr Dance, total Cool. Ramona hatte sich wohl damit abgefunden, dass es nicht immer perfekt laufen kann. Sie überspielte „Fehler“ einfach, dass für jeden so aussah, als ob es so sein müsste. Echt klasse, ist das noch zu toppen?
Beim MMC festes Mitglied im Team, für  die Nationalgruppe nominiert. Zur Abwechslung geht es nun öfters mal nach Wetzlar. 2004 eine Woche vor dem Sichtungswettkampf. Ste im Training, ernsthaft an sich zweifelnd, dachte sie sich: „Mein Gott, das wird im Leben nichts. So kann sie nicht auf die Fläche gehen…“ Es war wirklich furchtbar. Und dann am Turnier – aufs schlimmste eingestellt, konnte Ste es kaum fassen wie Ramona abgroovte... und das beim 1. Turnier. Es hat auch dem Publikum Spaß gemacht zuzuschauen. Ste wurde von einer Zuschauerin angesprochen, ob sie den Tanz gemacht hätte, er sei ja ganz toll geworden. Ste war richtig stolz, Ramona hat’s wirklich drauf, den Zuschauern gefällt es auch :-)

Ramonas Geheimrezept:
Sie hört sich 1 Woche vor dem Turnier in jeder freien Minute (auch in der Mittagspause oder wenn sie allein im Büro ist)

Ihre Musik an und setzt sich vorallem theoretisch mit jedem Ton/Takt der Musik auseinander. Offensichtlich funktioniert es und es ist kein Zufall. Im Training werden die Akzente dann ganz genau geübt so lange, bis es klappt. Da sie ihre Musik wirklich kennt, ist sie nicht so im Streß, da sie das Timing total im Griff hat, auch wenn mal etwas nicht so klappt wie geplant. So hat Ramona gelernt, mit Ihren Nerven umzugehen. Wenn es nicht so läuft, wie sie es gerne hätte, läßt sie sich nicht aus der Ruhe bringen. Dann wird der Stab einfach weggelassen. Frei nach dem Motto – Manchmal ist weniger mehr.
Im Jahr 2004, 2006 und 2007 war Ramona in der Nationalgruppe und erreichte an der EM in Genf/Schweiz den vierten Platz.

Wie heißt ein altbekannter Spruch:Zähigkeit siegt!

Freunde wie diese - Stephanie Wagner - TV Langenselbold

Katharina Kling: „Herbst 1999 wurden wir in die Nationalgruppe/Team nominiert. Von da an veränderte sich einiges in meinem Leben. Wochenendweise durfte ich mit den bekannten Sportlern aus Langenselbold etc. trainieren und da warst DU, Stephi, dabei. Ich habe es sehr bewundert, dass jemand, der genauso alt war wie ich soo gut sein kann. Im Jahr 2000 qualifizierten wir uns beide für die Europameisterschaft in Rüs - selsheim. In den Monaten zuvor während der Trai nings - einheiten lernten wir uns immer besser kennen. An der EM verbrachten wir auch ausserhalb des Turniers viel Zeit miteinander. Wir hatten eine Menge Spass und Freude zusammen. Die EM war vorbei und wir hatten uns glük- klicherweise im Freestyle für die Weltmeisterschaft 2000 qualifiziert. Wir beide fuhren nach Holland. Uns konnte keiner trennen. Wir joggten ein paar Mal um unser Hotel oder standen abends draußen mit unserem Stab.
Danach kam für mich das Beste: ein Trainerwechsel. Ich durfte bei Ste trainieren, die auch deine Trainerin ist. Ab da kam ich nun immer montags, mittwochs + sonntags zu euch nach Selbold ins Training :-) Wir haben viel Zeit miteinander verbracht, hatten unendlich viele verrueckte Ideen. Ich sage nur – Duo-, erinnerst du dich?! Unsere Telefonrechnungen stiegen… aber das war es wert. Unsere Freundschaft intensiver. Wir sahen uns nicht nur im Twirling Training, auch unsere private Freizeit wurde miteinbezogen. 2001 durften wir zwei zusammen auf die WM nach Paris. Dort hattest du mit deinem „Grease“ Free einen tollen Erfolg – richtig klasse!

 
Im Jahr 2002 tanzten wir zusammen im „Metallica“ Team, womit wir uns auf die EM in Frankreich qualifizierten. Für deutsche Verhältnisse waren wir richtig gut. Auch dieses Jahr war nicht langweilig. Freund in Wetzlar… naja war irgendwann wieder vor bei, verbrachten viel Zeit miteinander. Höhen und Tiefen trafen uns in unserer Freundschaft. Wir halfen uns immer wieder gegenseitig, egal in welcher Situation. Und dann kam da noch die WM in Canada. Wir zwei alleine flogen mit Ste, Joerg und meiner Mutter dort hin und gingen für Deutschland an den Start. Das war eine tolle Woche. Wir hatten jede Menge Spass. Du, Stephi hast dir einen Spass daraus gemacht immer wieder die Heuschrecken auf mich zu scheuchen. Lustig war’s. Und dann war da noch die Aktion mit Shuichi. Erinnerst du dich? Ich war wirklich von der Rolle und du hast mich so tapfer getröstet :-))))
Das Jahr 2003 begann und die WM stand für mich unter keinem guten Stern. Denn nach der Saison der nationalen Turniere hörst du mit dem Twirlingsport auf. Es tat sehr weh, denn ohne dich, Step, fühlte sich alles sinnlos an. Ich konnte mich nicht wirklich auf dieses Event freuen. Du hast einfach gefehlt. Auf einmal lag alles an mir, ich hatte nun die Favoritenrolle und kam damit nicht zurecht. Alle 3 Tänze liefen nicht, ich konnte es nicht fassen. Nach der WM musste mir erst einmal alles klar werden. Ich hatte die WM in Sand gesetzt und fühlte mich allein gelassen. Wir gingen nun getrennte Wege. Ich lernte damit klar zukommen. Im Jahr 2004 war dir Handball wichtiger und du setzt ein Jahr mit Twirling aus. Bei der EM in der Schweiz verliefen meine Tänze ganz gut. Schöne Erinnerungen blieben.
Im Jahr 2005 bist du wieder im Freestyle eingestiegen. Wir kamen zögerlich in Kontakt, aber es war erst nicht mehr so wie früher. Ich war anfangs eher misstrauisch. Denn auch in diesem Jahr stand eine EM in Slowenien an. Ich wusste nicht, kann ich dir vertrauen oder lässt du mich wieder im Stich? Auch wenn es zwischenzeitlich nicht gut lief, so wollte ich gerne wieder mit dir unsere Freundschaft leben. Und ja- du bist mitgefahren zur EM! In Maribor hast du dich an etwas Neuem versucht. Wolltest dich mehr mit Bewegungen auseinander setzen. In der Vorrunde legst du wirklich einen guten Tanz hin, aber im Finale springt eher die Angst mit dir herum. Nicht schlimm – du bist wieder meine Step. In diesem Jahr versuchst du dich wieder ein Stück wei- ter zu entwickeln mit der abgedrehten „Nigel Kennedy“ Musik. In diesem Jahr findet die WM in Rom statt und du bist voll bereit. Ich freue mich, mit dir zusammen wie- der auf eine WM zu fahren. Unsere Freundschaft hat sich verändert, wie auch wir uns verändert haben aber wir werden es packen. Mit dir war es immer etwas anderes – etwas besonderes. Ich bin unheimlich froh, dich kennen gelernt zu haben und hoffe, dass wir in den nächsten Jahren noch viel Gutes mit- einander erleben werden. Ich bin froh, dass ich dich habe. Uns kann keiner trennen!“

Nie wieder ohne Steffi

Annemarie Schulz:
„Schon als ich in meinem ersten Training Stephi beim Trainieren zu sah, fand ich sie einfach toll. Mir war klar, dass ich EINMAL so twirlen wollte wie sie. Deswegen habe ich mich total gefreut und war natürlich auch aufgeregt, als ich sie in meinem zweiten Jahr als Trainerin bekam. Von da an war sie wirklich in meinem Leben und damit fing auch unsre Freundschaft an. Wir verbrachten viel Zeit in der Halle und hatten immer Spaß beim trainieren (also ich zumindest J). Sie hat mir wirklich viel bei- gebracht und mir viele Tipps gegeben. „Mama, Mama. DIE Stephanie Wagner kommt zu mir!“ Ich konnte mein Glück nicht fassen, als sie das erste Mal zu mir kam. Wir verstanden uns immer besser und machten auch immer öfters was zusammen, was ich nicht verstand, da sie ja viel älter ist als ich. Irgendwann dachten die Nachbarn sogar, sie wäre meine Schwester ;-) Und sie IST wie eine Schwester für mich. Sie ist immer für mich da, versucht mir bei Problemen zu helfen, egal ob es was mit der Schule zu tun hat, mit Freunden oder Twirling. Ich weiß, dass ich immer zu ihr kommen kann, egal mit was und wann. Deswegen ist für mich auch eine Welt zusammen gebrochen als sie mit Twirling aufhörte. Ich konnte es nicht glauben.
Meine erste WM und die, ohne Step...
„Sie weiß ganz genau, dass ich sie brauch und trotzdem hört sie auf. Warum? Sind wir ihr wirklich alle so egal?“ Ich hatte so viele Fragen, die mir aber bis zur WM nicht beantwortet wurden. Trotz allem war’s eine tolle WM x) 2004- Mein erstes Jahr ohne Stephi. Ich hab mir so viele Gedanken gemacht, wie es wird. Nicht nur im Twirling, sondern auch Privat, denn ich verlor sie nicht nur als Trainerin, sondern auch als Freundin. Wir zwei hatten kaum noch was mit ein- ander zu tun, was mich sehr bedrückte. Ich hatte aber auch nicht den Mut einfach zu ihr zu gehen, mit ihr zu reden und so zu tun als wäre alles normal. Umso mehr freute ich mich, als sie 2004 nach Wetzlar zur Meisterschaft kam. Gab es vielleicht doch noch eine Hoffnung, dass sie wieder anfängt?
Oohja J Noch im selben Jahr tanzte sie in der Nationalgruppe mit und führte die Disziplin Speed vor. Oh Gott war ich glücklich. Meine kleine zerstörte Welt wurde langsam wieder heil ^.^ Auch mit unsrer Freundschaft ging’s berg auf. Wir hatten wie früher jede Menge Spaß im Training und machten zusammen Urlaub in Spanien. 2005 hatte ich dann endlich wieder jemanden, der mich schminkt J Step war wieder da. An ihrer ersten Meisterschaft 2005 brachte sie mich schon zum heulen, bevor sie überhaupt auf die Fläche ging. Ich war so froh. Ich hatte meine Stephi < wieder . Ich bin ihr so dankbar, denn ich habe so viel von ihr gelernt und dass nicht nur im Twirling. Und so nebenbei bemerkt: Sie ist die einzigste die mich IMMER dazu motivieren kann meine Schwierigkeiten zu üben. Ich verliere zwar immer unsre Battles, aber ich hab die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass ich vielleicht irgendwann doch noch eines gewinne ;-) Ach genau- Den Traum einmal so zu twirlen wie sie, hab ich auch noch nicht aufge- geben ;-) Aber ich komm ihm schon ein bisschen näher.
Ich darf an der Ehrung Stephis „Grease Free“ tanzen J Wir lachen und weinen zusammen. (also, eigentlich wein nur ich, weil ich wegen ihr öfters mal emotional werde x) Und haben gemeinsam schon so viel erlebt. Sie ist ein Teil meines Lebens und ich weiß, dass ich auch wegen ihr so bin, wie ich jetzt bin. Ich brauch sie einfach und will sie nie wieder missen.
Danke für alles Stephi! Ich lieb dich <3

Mama, wann fahren wir?

Im zarten Alter von 4 Jahren kam Katharina durch eine Freundin zum Twirlingsport. Die ersten 5 Jahre einmal in der Woche freitags von 15–16 Uhr Training. Von Anfang an total begeistert, war ihr Bestreben immer pünktlich zum Training zu kommen. Spätestens um 14:30 Uhr stand sie in kompletter Ausrüstung, gestiefelt und gespornt, vor mir und fragte:“ Können wir jetzt fahren?“ Anfahrzeit zur Halle ca. 2 Minuten! Die Begeisterung, die ihr eigen war, deckte sich allerdings nicht unbedingt mit der ihrer Trainerin.
Beim Abholen von einem Training fiel mir auf, dass sie, nur mit einem Schuh bekleidet, durch die Halle wackelte. Auf meine Nachfrage hin, sagte mir ihre Trainierin, dass sie es vielleicht so besser lernen würde links und rechts zu unterscheiden. Beim Marschieren wurde immer mit dem linken Fuß begonnen! Nur ein Blick auf ihre Füße genügte nun und der richtige Fuß begann – davon ganz abgesehen, war sie anfangs immer zu spät.
Später, als sie es bemerkte, dann immer zu früh. Sie war das einzigste Kind mit nur einem Schuh – was sie aber überhaupt nicht störte. Hauptsache sie durfte mitmachen. Nach 5 Jahren das erste Team und sie war dabei! Große Freude zuhause, die Trainingszeit erhöhte sich auf 2x die Woche 1 Stunde. Wie man sich denken kann, hat sie auch diesen Trainer manchmal zur Verzweiflung gebracht. Sie wußte genau wo sie hin mußte, wie der Ablauf war – aber wann? Die Musik war einfach immer zu schnell für sie. Ihre Begeisterung ließ nicht nach. „Können wir jetzt fahren“ wurde zum geflügelten Wort. In ihrem Zimmer , auf der Straße überall wurde geübt, immer und immer wieder. Wenn sie es dann nach 50 Wieder holungen vielleicht einmal geschafft hatte, eine Übung hinzubekommen war sie total glücklich. Beim nächsten Mal brauchte sie dann nur noch 40 Versuche usw…
Es dauerte halt immer etwas länger als bei ihren Teamkollegen bis sie eine Übung konnte. Sie ließ sich dadurch aber nie entmutigen – irgendwann schaffe ich es schon. Geduld und Fleiß waren und sind bis heute die Eigenschaften, die sie voran bringen. Dann kamen in Niedergirmes die ersten Einzel tänze & Duos. Wie sich nun jeder vorstellen kann, haben die Trainer keinen Gedanken daran verschwendet Katharina einen Einzeltanz zu geben oder sie in ein Duo zu stellen. Aber im Team war sie dabei. Im nächsten Jahr dann: Darf ich auch einen Einzeltanz haben? Rücksprache mit der Trainerin: „Wenn du das Geld ausgeben willst, ok.“
Es war in Niedergirmes so, dass die Einzeltänze privat bezahlt werden mußten. Die Trainigszeit erhöhte sich auf 4 Stunden in der Woche. Anke, ihre damalige Trainerin kam auf die Idee, dass sie zusammen mit Svenja ein Duo machen könne. Es würde vielleicht ganz gut har mo nieren die flippige Svenja mit der lang samen, aber strebsamen Katharina zusam men zu tun. Und es hat harmoniert! Die zwei haben sich zusammen gerauft und es hat geklappt. Dann das Jahr in dem sie ihren ersten Schub nach vorne machte. Sie wurde für die Nationalgruppe 2000 nominiert. Keiner hatte je gedacht, dass sie soweit kommen würde. Das damit verbundene Training hat ihr einen Kick nach vorne gegeben. Die Basistechniken verbesserten sich – immer noch weit davon entfernt gut zu sein, aber viel besser als vorher.
Anke Mankel hat Engelsgeduld bewiesen diesem Kind etwas beizubringen. Bei einem dieser Trainingseinheiten hatte Katha rina den ersten Kontakt mit Stephanie Paulus-Reschke. Er verlief, wie man sich vorstellen kann, nicht wirklich erfolgreich. Höchste Konzentration von Katharina, äußerte sich bei ihr immer, in einem etwas belämmerten Gesichtsausdruck. Ste beim Versuch Katharina eine Übung zu erklären: „Warum schaust Du mich an wie ein Mondkalb?“ Sie dachte wohl auch, aus der wird nie etwas. Da kannte sie aber noch nicht Katharina’s Sturheit. Sie hat diese blöde Übung (Illusion mit anderem Abwurf) so lange geübt, bis das Ding saß.
In dem Jahr schaffte sie erstmals die Qualifikation zu EM und dann zur Überraschung aller, auch zur WM nach Holland. Ab da war sie außer Rand und Band. Solche Twirler hatte sie ja noch nie gesehen - dass so etwas geht – sie will es auch einmal so hinkriegen. Nach Holland dann der Trainerwechsel zu Stephanie Paulus-Reschke. Sie wollte es wirklich mit diesem Kind versuchen.
Training nun ca 12 Stunden in der Woche. Nach der Schule Mittagessen, Schul auf - gaben im Schnelldurchgang, umziehen: „Können wir jetzt fahren?“ Katharina war Feuer und Flamme, hatte sie schon jahrelang beobachtet, dass die ihrer Ansicht nach schönsten Tänze von Ste kamen.
Außerdem hatte sie sich während des Nationaltrainings mit Step angefreundet…und sie durfte bei der selben Trainerin wie Stephanie Wagner (Step) twirlen, cool!
Der Trainerwechsel hat ihr in ihrem Heimat verein nicht nur Zustimmung gebracht, aber wie man sich vorstellen kann war ihr der Twirlingsport wichtiger . Die Aufgabenstellungen für Katharina wurden viel anspruchsvoller, und...sie wurde tatsächlich schneller.

Das Ziel: WM in Paris und es klappte. Freude pur. In Paris dann wollte sie es so gut, wie im Jahr zuvor machen. Sooo viel hatte sie sich vorgenommen. Es kam, wie es kommen musste. Durch die Übermotivation, folgte ein Verriß. So manch einer hat diese Erfahrung schon machen müssen. Aber sie wollte doch eigentlich darauf verzichten. Dafür im letzten Duojahr mit Svenja der 6.Platz. Sie konnte sich nicht wirklich darüber freuen, hatte sie ihr gestecktes Ziel (Semifinale im Freestyle) nicht erreicht. Das Training in Langenselbold trug langsam (wie sollte es auch anders sein) Früchte.
Sie trainierte mit Begeisterung doppelte Sachen, auch die Flips wurden zu Favoritübungen. Das Nothing else matters Team im Jahr 2002 und Fade to black als Free. Nun war ihr Fortschritt deutlich zu sehen. Aus dem kleinen Einbeschuhten Kind hatte sich eine richtige Twirlerin entwickelt! Im Nationalteam schaffen sie einen genialen Teamtanz an der EM und sie darf nach Kanada zur WM. Zusammen mit Step! Das Free klappte richtig gut – sie hatte sich einfach gefreut, dass sie zur WM durfte. Es lief Klasse 5er Wertungen für eine Deutsche, dass gabs noch nie. Klasse gemacht.

Als Trainerin bekommt sie 2 Kinder anvertraut, der sie ihr Wissen weitergibt. 2003 Aidafreestyle, Duo mit Lara, Team. Nun geht es an die Ausdruck-Interpretation. Ste möchte ein en kom pletten(!) Twirler aus ihr machen. Kath bemüht sich, zieht mit: Wenn man sie nach Zielen fragt kommt immer: „Auf der WM tanzen dür- fen und einmal richtig gut werden!“ Am ersten Turnier schafft sie Step und gewinnt den Titel, sie rafft es erst nicht und dachte, man hatte sie vergessen, wollte sie doch wie gewohnt aufstehen, wenn der zweite Platz aufgerufen wird. Riesen Freude!
WM Barcelona – im Vorfeld scheidet Step aus dem Twirlingsport aus. Katharina wie vom Donner gerührt, versteht es nicht und kann nur schwer damit umgehen. Ihre Step, ihr Vorbild gibt auf. Barcelona stand unter keinem guten Stern für sie. Die Favoritenrolle kam etwas plötzlich für sie. Freestyle, Duo und Team kein Tanz wollte klappen. Die totale Enttäuschung für sie, wo sie es doch so gut machen wollte und bereit war ihr Bestes zu geben. Danach ... zum ersten Mal wird der Stab in die Ecke gestellt. Zwei Wochen mit Nichtachtung gestraft. Bei Trainingsbeginn beschäftigt sie sich nur mit ihren Kindern. Alle merken – sie ist anders als sonst. Langsam (wie soll es auch anders sein) nimmt sie ihr Training wieder auf. Merkt, der Spaß und die Freude ist noch da. Twirling gehört zu ihrem Leben, so oder so.

2004, das neue Free Cirque du Soleil, so viel Stab und soo schnell. Zunächst etwas zögerlich, aberdann mit Eifer fightet sie sich durch den Tanz, spricht sich mit Lara aus und im Januar 2004 bastelt Ste schnell noch ein neues Duo mit Lara zusammen. Ach, ... und das Team. Im Hintergrund arbeiten Kath, Lara und Carina an der Wiederauferstehung des Barcelonateams. Sie wollen es noch einmal wissen. Klasse! Seit Oktober 2004 macht sie eine Ausbildung zur Sport- und Gymnastiklehrerin in Frankfurt. Der Twirlingsport hat ihr bei ihrem Berufswunsch geholfen. Für sie bedeutet das – morgens um 5:00 Uhr aufstehen mit dem Zug nach Frankfurt fahren, Unterricht und wieder nach Hause. Dann schnell etwas essen, umziehen und... „können wir jetzt fahren?“

„Das ist vollkommen utopisch!"

Meine Schwester ist die Beste

Caroline Mitschke - TV Langenselbold

„Das kriege ich nie hin!“,
„Ich kann das nicht!“

Das sind wohl eine der häufigsten Aussagen von meiner Schwester, wenn sie mal wieder von einer ihrer Trainerinnen (Sandra, Ste oder Susanne) vor eine neue Aufgabe gestellt wurde. Doch heißt das noch lange nicht, dass die Übung oder der Tanzstil dann boykottiert wurde. Nein, Carina zog es vor, sich solan- ge mit der Übung, dem Tanz zu beschäftigen, sich daran fest zu beißen, bis sie es dann doch hinkriegte.

Diese pessimistische Denkweise ist wahrscheinlich ziemlich kennzeichnend für sie und oft steht ihr der Pessimismus förmlich auf der Stirn geschrieben, aber mittlerweile ist Gott sei Dank in der Trainerschaft all weit bekannt, dass das in der Familie liegt und auch ich damit infiziert wurde. Diesen grundsätzlichen Pessimismus zu bekämpfen ist so gut wie zwecklos und deshalb lautet das generelle Rezept:

Nehmt es mit Humor und Ironie!

Im Laufe der Jahre gelang es ihr dann, durch die Zusammenarbeit mit vielen verschiedenen Trainern und anderen wichtigen Menschen diese pessimistische Ein stellung durch mehr Selbstvertrauen und vor allem auch durch Selbstkritik auszutauschen. Das Training und das Selbsterkennen eigener “Fehler“ bei Übungen machte sie zu einer tollen Twirlerin und zu einer herausragenden Tänzerin. So kann man an Carinas Mimik und Gestik sofort erkennen, wann sie mit sich nicht zufrieden ist. Wer sie gut kennt, kann ihre versteckten selbstkritischen Blicke auch während dem Tanzen erkennen. Doch führt das ganz und gar nicht zum Abriss ihrer tänzerischen Fähigkeiten. Ihre Liebe und ihr Spaß am Tanzen ist vergleichbar mit dem Lesen. Ohne ihre Bücher wäre Carina nur ein halber Mensch; genauso wenig fühlt sie sich “komplett“ wenn sie nicht tanzen und twirlen kann. So treten gelegentlich Entzugserscheinungen auf, wenn sie längere Zeit, z.B. aufgrund von Unistress, nicht trainieren kann. Denn das Tanzen braucht sie als Ausgleich für den Alltag, als Stressabbau und ganz banal gesagt: weil’s ihr einfach Spaß macht!

Besonders die Disziplinen Duo und Team bereiten ihr viel Freude und so ist sie mit viel Begeisterung, Motivation und Leidenschaft dabei. Mit genauso viel Hingabe studiert sie konzentriert und sehr gewissen- haft Tänze ein. Das wurde mir besonders bewusst, als ich sie beim Einstudieren von Lisas Dance beobachtete. Es machte ihr unheimlich viel Spaß mit ihr zu arbeiten, ging dabei völlig auf und erweiterte nicht nur den Horizont von Lisa, sondern auch ihren eigenen. Für viele mag das alles zu pathetisch oder aufgesetzt klingen, aber für Menschen, wie mich, die sie kennen und lieben, ist das alles ehrlich und echt. Sie ist halt einfach meine Schwester, meine Nana. Und deshalb stellt sie für mich auch nicht im geringsten eine Konkurrentin dar. Wenn sie tanzt, sterbe ich 1000 Tode, vermutlich bin ich aufgeregter als sie, weil ich ihr so sehr wünsche, dass sie mit sich und ihrem Tanz zufrieden ist. Sich als selbstkritischer Mensch, so wie Carina einer ist, mit seiner Leistung zufrieden zu geben, ist meist eine größere Herausforderung, als den Anforderungen von Dritten gerecht zu werden. Deshalb wünsche ich ihr umso mehr , dass sie mit sich zufrieden ist und dass sie den Tanz fühlen konnte. Carina ist zwar für mich keine Konkurrentin, aber dafür eine umso größere Motivation.

Wäre meine Schwester nicht mehr dabei, würde auch mein Halt am Twirling an Kraft verlieren. Ich denke, das Twirling ist für uns beide ein starkes Band, was uns eng miteinander verbindet und das im Laufe unserer gemeinsamen „Twirler-Zeit“ immer mehr an Stärke gewonnen hat. Zusammen haben wir viele nationale wie internationale Wettkämpfe erlebt, bei denen wir nicht nur in Bezug aufs Twirling selbst, sondern auch in Bezug auf uns beide wichtige Erfahrungen machen durften. So haben wir beispielsweise gelernt, wie wir unter dem Druck internationaler Wettkämpfe miteinander umzugehen haben oder wie wir uns dann gegenseitig Halt geben können. Wir haben uns immer den nötigen Respekt gezollt und den anderen mit seinen Macken akzeptiert. Ich glaube das hat viel dazu beigetragen, dass das Band nie zerreißen konnte. Carina ist im Solo-Dancetwirl eine wunderbare Bereicherung Seit Jahren im Nationalteam ein wichtiges Mitglied.

Unsere Leo - immer für uns da

Liebe Leo,
wir dachten es wäre angebracht, dir endlich ma zu zeigen,was du uns bedeutest.
Du bist nicht nur eine Trainerin für uns, sondern eine Freundin, die uns in jeder Lebenssituation zur Seite steht. Angefangen mit den heute, für uns, eher geringeren Problemchen wie Streit mit Freundinnen oder Stress in der Schule bis zu den Problemen mit Männern und den persönlichen Dingen.
Durch deine fröhliche Art macht es und Spaß ins Training zu gehen, um auch mal vom Alltag abschalten zu können. Außerdem ist es schön, die Tänze mit allen zusammen einzustudieren und wir finden es toll dass du, wenn auch manchmal widerwillig, auf unsere "Wünsche" eingehst.
Auch Training ,wo es anfangs scheint, als gäbe es keinen Sinn wie der Britney-Dance-Crashkurs, stärkt das Team und erweitert unseren "Tanz-Horizont". Was wir dieses Jahr geschafft haben, hätten wir nie für möglich gehalten und dies haben wir größtenteils dir zu verdanken.
Durch deinen Glauben an uns, konnte wir (Six Pack&Co) beim 3. Tunier zeigen was wir gemeinsam drauf haben und konnten uns sehr freuen, als wir die Punktevergebung sahen und damit wussten dass wir uns für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert haben. Als die Gruppe nach dem Tanz in der Kabine saß und sich freute, kamst du mit Tränen in den Augen hinein , um uns zu sagen, dass wir es auf den Cup geschafft haben.

*Dann erstmal eine Runde Sekt =) *

Es war ein so schönes Gefühl für uns in deinen Augen zu sehen wie stolz du auf uns bist und den ganzen Tanz über mitgefiebert hast .

Der Cup war für uns etwas sehr besonderes, eine emotionale Achterbahn.

In einem Moment hatten wir Spaß und waren gut drauf , im anderen Moment liefen uns die Tränen vor Glück, da wir einen so starken Teamgeist bekamen. Auch das ist dir zu verdanken, denn durch deine Ideen, wie zB die Zeitungsmodenschau konnten wir die Zeit miteinander genießen und haben unser Lampenfieber vor dem großen Tag vorerst verloren.
Den Abend vor dem Tanz war es schön nocheinmal die Zeit gemeinsam zu verbingen, indem jeder Einzelne seinen Teil zur Gruppe beitragen konnte, und du es geschafft hast mit den Worten dass du stolz auf uns bist ALLE emotional sehr zu erwischen und uns dennoch zum Ende hin sehr gestärkt hast .

Zu guter letzt solltest du noch wissen:
ES IST DEIN VERDIENST, DASS WIR SOLANGE SCHON IM VEREIN SIND UND AUCH NICHT VORHABEN, IN NÄCHSTER ZEIT ZU GEHEN !!!

...es fällt uns schwer unsere ganzen Gefühle in Worte zu fassen, hoffen aber, dass es hiermit geklappt hat.

Du bist eine besondere Person,eine tolle Trainerin&eine gute Freundin.


DANKE Sally&Jana


Mit Disziplin & Herz immer bei der Sache

Es war glaube ich das Jahr 1999, als ich mit einer Twirling-Mama sprach. Ihre Tochter rutschte in die damals erstmalig gebildete Nationalgruppe. Die Mutter fragte mich, was sie den tun könne, damit ihre Tochter es in der Nationalgruppe schaffen könne. Ich versuchte ddiese Mutter zu motivieren...ihre Tochter schon einmal regelmäßig ins Training zu bringen, sei ein toller Zug. Auch das Kind zu motivieren die Nationalgruppe fließig zu üben... Ich fand es schon mal interessant, das eine "Mutter" so etwas Interesse am - noch nicht ganz so sichtbaren - Sport der Tochter zeigte.
Zurückhaltend wie die "Mama" war, ließ sie nicht erahnen, dass allein ihre Kenntnisse einmal den gesamten Verband ein neues Gesicht geben würde. Sie blieb weiterhin unauffällig. Ich unterhielt mich ab und zu mal mit ihr - wie mit jemand der nichts weiß - Mich wundert es, das sie sich nie darüber nicht kaputt gelacht hat - wundert mich noch heute.
Am Sichtungswettkampf zeigte sie plötzlich ein von ihr auffällig hübsch gestelltes Modern. Interessant, aber so richtig habe ich es noch nicht gerafft. Die Tipps zur weiteren Verbesserungen Ihrer Moderns setzte sie von einem zum anderen Turnier um. Als zunächst engagierte Mutter entlarvt, wurde sie auch gleich für die EM 2000 (Eröffnungs-/Abschlussfeier) eingesetzt. Selbstverständlich erledigte Sie ihre Aufgabe souverän - wenn man die paar Kilo, die sie während der Woche verlor mal absieht.

Ihre Tochter - die von mir anfangs den Spitznamen "....die mit den Kuhblick" hatte - hatte sich inzwischen gemausert und tanzte an der erfolgreich EM. Sie schaffte es mit dem 1. Nationalteam, Stephanie Wagner und Larissa Werlein sich  für die WM 2000 in Holland zu qualifizieren. Die Mama fuhr mit. Noch immer war mir nicht bewußt, was diese Frau so drauf hat.

Noch ausgebrannt von der EM, der Aktion Nationalteam, der bevorstehenden Hochzeit, machte diese WM mir persönlich klar, dass ich es wohl nie schaffen würde, die Mädels so auf Vordermann zu bringen. Irgendwie raffte "die Mama" wohl meine Unzufriedenheit und unterhielt sich mit mir vor der Halle. Als wir das Thema mit der der Körperhaltung hatte, fing sie auf einmal an sich sehr qualifiziert zu äußern. Wie das??? "Ach, ich habe jahrelang Ballett gemacht und bin ausgebildete Gymnastiklehrerin." - "Was, du kannst das?" fragte ich sichtlich erschüttert. "joo" meinte sie nur und baute sich mal kurz - völlig entspannt - vor mir auf der GANZEN Spitze auf.
Da hatte sie sich verraten:-) Sie konnte wohl auch nicht mehr meinen einsamen Kampf gegen die Windmühlen ertragen. "Du brauchst Unterstützung" --- Danke gerne. Die ersten Pläne wurden auf der Stelle geschmiedet. Sie gab mir Hoffnung. Wohl ohne dass sie es wusste - geschweige denn ahnte - was noch alles in Zukunft auf sie zukommen würde.

Es begann alles beim TV Langenselbold, die Tochter kam inzwischen jeden Sonntag zu mir ins Training. Der Deal, ich helfe der Tochter und sie hilft mir... :-) Guter Deal. Ich gab ihr schweren Herzens Trainingszeit nur für den Körper. Sie konnte machen was sie wollte. Für mich war es damals ein waghalsiges Experiment. Ich vertraute darauf das es die einzige Chance für eine bessere Zukunft im Twirling sei. Vorallem ich konnte ihr vertrauen, dass da mehr als heiße Wort kam. Bei einem Auftritt, nach 4 Wochen ihres Trainings, war ich vollkommen von den Socken. Ich rief sie sofort an: "Es funktioniert. Sie haben schon nach so kurzer Zeit eine bessere Haltung. Zumindest in einigen Phasen - unglaublich. Sie werden besser"
Die "Ballett-Mama" wollte es kaum glauben. Aber es war wahr. Auch beim Einstudieren ging es nach kurzer Zeit viel schneller. Die Basis wurde besser und so musste ich nicht während des einstudierens ständig alles neu im Detail erklären. Die Mädchen verbesserten sich - die anderen Vereine sahen es und so entwickelte sich ganz langsam beim D.T.S.V. die Erkenntnis, das man an einem Körper genausoviel arbeiten muss, wie an der Batontechnik.
Sie wurde immer mutiger. Sie versuchte sich an einen Dance an ihrer Tochter. "Da kann ich nichts kaputt machen." Es war sehr schön, tolle Musik, tolle Bewegungen. Auch wenn sie betont, dass sie ja keine Ahnung vom Stab hat. Ist dies nicht wahr. Sie hört immer bei den Erklärungen genau zu, wie was geht oder vermutlich gehen könnte. DEs weiteren machte ein paar D.T.S.V. Lehrgänge mit, wie man einen Tanz stellt... Nach 2 Jahren wollte sie Ihrer Tochter kein Dance mehr machen. Alle Mütter können das sicher nachvollziehen. Um sie in Langenselbold und auch ihre Kreativität nicht zu verlieren, gab ich Ihr die Dancetwirls vom TVL ab. Sie macht einen wirklich guten Job und bringt die Mädchen - nur wenn sie wollen - nicht nur körperlich weiter. Die Bewegungen wurden vielfältiger, die Tänze interessanter. Beim D.T.S.V. tat sich etwas. Sehr schön.

Daniela Rotweiler zog sich mehr und mehr vom Twirling zurück. So übernahm sie, laut eigener Aussage: "als Interimslösung" den Job des D.T.S.V. Sportwartes. ICh glaube es ist nun schon seit 2004 (?). Wenn es vorher nicht schon erkannt hat: Ich rede von Susanne Henkel. Immer um gerechte Lösungen bemüht, hat sie es sich zum Ziel gesetzt den Deutschen Twirlingsport eine sportliche Richtung zu geben. Nicht immer macht es ihr spaß, die vielen Emails mit den verschiedensten Fragen, Telefonate - leider - zur jeder Tages- und Nachtzeit zu beantworten. Konstant zieht sie alles durch, was sie sich vorgenommen hat. Wenn ich mal einen Hänger habe, motiviert sie mich durch ihren unnachahmlichen Tatendrang. Nimmt mir Arbeit ab, wo es nur geht. Auf Susanne ist verlass - IMMER. Seit 2005 sitzt sie auch in der Jury, Organisiert die Nationalmannschaft, macht ihr Training unaufhörlich weiter.

So ist im Laufe der Jahre eine Freundschaft gewachsen, die weit über die Twirlingwelt hinaus geht. Wir feiern, wie trauern gemeinsam. Nun schon seit 2000. Dafür wollte ich dir - liebe Susanne - vom Herzen danken. Denn ohne dich hätte ich schon 2000 aufgegeben und wenn nicht da, dann sicher bei einigen anderen Gelegenheiten im ewigen hoch und tief des Twirlingsports. Du spürst es wenn es mir nicht gut geht. Ohne viel Worte und ohne großes Aufhebens bist du immer einfach da. Auch ich profitiere nun schon seit Jahren von ihrem Wissen. Im Training unterhalten wir uns fast nie. Dafür telefonieren wir um so mehr. Gott sei Dank gibt es eine Flatrate. Wir beobachten uns, das motiviert uns beide. Ich kann es manchmal nicht glauben mit welch einer Freundlichkeit sie mit den Twirlern arbeitet. Ich versuche es ihr gleich zutun. Wenn ich genervt bin, schaue ich sie im Training kurz an und dann weiß ich wieder, was ich zu tun habe.

Wie sie sich mit freut, wenn sich ein Kind freut, wenn sich ein Twirler in seinem Rahmen verbessert. Diszipliniert und beharrlich arbeitet sie immer wieder von vorne an der Basis. Die Kinder welchseln, doch sie ist weiterhin dabei und kämpft mit mir gemeinsam den ewigen Kampf, diesen doch recht vielfältig interessanten Sport weiter zubringen.

Für dich liebe Susanne auch mal ein Spruch:
Eine Blume, die sich erschließt, macht keinen Lärm dabei.
Auf leisen Sohlen wandelt die Schönheit,
das wahre Glück und das echte Heldentum.
Unbemerkt kommt alles, was Dauer haben wird.
(Wilhelm Raabe)

Ohne dein Mitwirken, wäre der D.T.S.V. nicht das was er heute ist.
So bleibt es zu Hoffen, dass der D.T.S.V. noch lange auf deine Hilfe zählen kann.

 

Stephanie

Wir bleiben immer dabei - Larissa & Sabrina

Ihren letzten internationalen Auftritt hatte Sabrina Irion und Larissa Werlein beim Cup of Club 2008 in Rüsselsheim. Sie startete in der Gruppe des TV Langenselbolds. Als sie die für die „Deutschen“ magischen 50 Punkte sahen, freuten sich diese beiden besonders. Bina: „Das ich das noch einmal erleben darf.“ Lara: „Jetzt können wir zufrieden abtreten!“ Nicht ohne Tränen feierten Sie ihren Abschied und zugleich Neubeginn ihres neuen Twirlinglebens.

Schon seit Jahren als nationale Wertungsrichter aktiv, machten sich die beiden sympatischen Twirlingfreaks im August 2008 auf nach Irland, um die Prüfung als internationale Wertungsrichter abzulegen. Gespannt auf die bevorstehende internationale Jury-Ausbildung, fanden es beide sehr interessant eine Weltmeisterschaft von einer völlig neuen Seite kennenzulernen. Sehr erfreut war der Deutsche Twirlingsport Verband über das Ergebnis. Beide haben die Prüfung erfolgreich bestanden und sind stolz darauf in Zukunft international für den D.T.S.V. werten zu dürfen.

Sabrina Irion - 3-malige Deutsche Meisterin und Ranglisternsiegerin 1999, 7-mal Deutsche Meisterin im Duo und blickt auf eine erfolgreiche Karriere zurück. 1996 war Sie die erste Deutsche Freestylerin, die an einer Europameisterschaft den 9. Platz schaffte. „Wir dachten zunächst, es sei ein versehen und freuten uns schon das wir es zum ersten Mal ins Semifinale gepackt hatten.“ Erinnert sich Trainerin Stephanie Paulus-Reschke gerne zurück. „Als im Semifinale dann wieder der 9. Platz heraus kam, waren wir völlig aus dem Häuschen.“ Auch an der WM könnte die damalige Junior-Freestylerin den 16. Platz für sich ertanzen. Mit diesem Ergebnis, dokumentierte Sabrina ohne es zu wissen einen Umbruch im Deutschen Twirlingsport.
Sabrina hatte immer weniger Zeit. Abitur, Gesangskarriere (die dann wieder, wie sie bereits vorab vermutete, im Sande verlief) Studium... Doch versuchte sie immer mit dabei zu bleiben. So waren Sabrina und Larissa bis 2007 ständige Mitglieder im Deutschen Nationalteam. Als Sabrina ein Auslandsemster auf Hawaii machte, zeichnete das Team kurzer Hand alles auf Video auf und schickten es auf die schöne Insel. Vor dem Fernseher lernte Sabrina dann die Choreografie in der Hitze nach.

Larissa Werlein - 2-malige Deutsche Meisterin, hat 2006 an der WM in Rom das letzte mal international Freestyle getanzt. Die Entscheidung fiel ihr nicht leicht. Schon vor Jahren wurde Ihr geraten mit dem Sport aufzuhören. Sie hatte daher in den letzten Jahren rückenschonende Tänze, um das Risiko einer Verletzung zu minimieren. Was ihr als ehrgeizige Twirlerin nicht immer leicht fiel zu akzeptieren. Später absolvierte Larissa erfolgreich eine Trainerausbildung und hält für den D.T.S.V. Lehrgänge für den Twirlingnachwuchs. Kaum zu glauben, was aus einem so schüchternen Kind werden kann. Mit 7 sagte sie kein Wort. Als "Klein" Larissa den Namen der damaligen Trainerin vergessen hatte, traute sie sich nicht mehr danach zu fragen. Heute ist Larissa eine junge selbstbewußte Frau, ständig – auch im Ausland – unterwegs. Dieses Selbstbewußsein hat sie auch dem Twirlingsport zu verdanken. Die Zeit, um an den Turnieren zu werten nimmt sie sich und die Termine werden haarscharf koordiniert.

Beruflich sind Larissa und Sabrina quer in Deutschland verteilt und haben sich die Liebe zum Twirlingsport weiterhin behalten. Kein Weg ist zu weit. An der Deutschen Meisterschaft 2009 wurde Sabrina Irion für ihr 20-jähriges Jubliläum als aktive Sportlerin geehrt. Zur Erinnerung, wurden noch einmal alle auffindbaren und erhaltene Kostüme vorgeführt. Obwohl viele "weg" waren, waren es noch immer 36 Kostüme. Selbstverständlich war es Larissa, die Sabrinas ersten Tanz 1989 live zum Besten gegeben hat. Als Highlight präsentierte Katharina Kling das "La luna" orginalgetreu. 
Sabrina ist wieder einmal mehr die "Erste, die die 20 Jahre aktives Twirling voll gemacht hat. Ob sie in Ihrer nationalen Lieblings-Disziplin Solo-Dance-Twirl 2010 nocheinmal antreten wird wissen wir nicht. Auch wenn Sie Ihren Abschied von der aktiven Twirlinglaufbahn feiert, bleibt Sabrina uns doch als engagierte Wertungsrichterin erhalten.

Der D.T.S.V. ist stolz darauf, solche menschlich als auch sportlich tolle Twirlerinnen hervorgebracht zu haben. Wir sind froh darüber, dass sie den Deutschen Twirlingsport auch weiterhin treu bleiben und dem Sport auf einer neuen Ebene weiter bringen.

Als Trainerin möchte ich folgendes hinzufügen: Ich bin froh, das ich euch über viele Jahre im Twirlingsport begleiten durfte. Wir haben schon echt schöne Erlebnisse zwischen Himmel und Hölle.Ich möchte keine Minute davon missen und freue mich noch auf die die folgen werden.

Stephanie Paulus-Reschke

Unsere "Mamis" sind die tollsten! - Julia Marksteiner, TTSG Niedereschach

ja, das sind sie… unsere Trainings-Mamis.
Im richtigen Leben heißen unsere „Trainings-Mamis“ anette ( Heidt), Sabine ( Metzger) und Petra (Eisenzapf) Auch wenn sie eigentlich keine richtigen Trainer sind, sind sie echt toll und stellen sich jedes Training mit uns in die Halle und unterstützen uns beim Training, verbessern uns so weit sie können und geben. immer 100%, sind immer für uns da, üben mit uns Team, Duo, Free… und sind bei Verletzungen immer sofort zur Stelle!;)

Eine echt tolle Sache.. wenn man bedenkt, dass sie das alles freiwillig machen!!! Und darauf können wir echt stolz sein, denn auch mit uns ist es vielleicht nicht immer ganz so einfach.:) Auch an Meisterschaften fiebern sie und die anderen Mütter immer total mit, stehen immer hinter uns, selbst wenn ein Tanz mal in die Hose geht und man eig. überhaupt keine Lust mehr hat noch mal zu Tanzen, rappeln sie uns immer wieder auf und machen uns neuen Mut! Und das bekommen sie wirklich jedes Mal toll hin!

Wir können echt super stolz auf euch sein, dass wir euch im Verein haben…denn ohne euch hätten wir all das nicht!!

Aber nicht nur die "Mamis" sind klasse, denn dann hätten wir da noch unsere DANY!

Doch bevor die Mamis nach den Tänzen schauen, müssen sie einstudiert werden. Und das macht meistens Dany.

Wir können echt froh sein jemand wie dich zu haben, denn, ohne dich hätten wir erst gar keine Tänze!! Und wir wollen dir ein super fettes DANKE sagen, dass du jedes Jahr neue für uns machst und sie wirklich ausnahmslos einfach nur super werden!;) Du bekommst das echt immer toll hin und es ist ein riesen Spaß sie mit dir einzustudieren.

Nicht nur unsere "Mamis" und die Dani sind die tollsten. Wir hätten da als "letzte" die liebe Vera!
Sie unterstützt uns zwar nicht beim Trainieren aber sie kümmert sich um alles „drumrum“. Egal, ob es um Wettkämpfe, Startkosten, Auftritte, Organisation von Meisterschaften hier in Niedereschach, oder sonst irgendwas geht, du bist immer zur Stelle und hältst den ganzen Verein auf dem Laufenden!! Nach jeder Meisterschaft erscheint ein Bericht in der Zeitung den du für uns jedes Mal schreibst und das machst du echt toll! ;)

Ich will mir gar nicht vorstellen wie es wäre, wenn wir euch nicht hätten.
Keiner der die Tänze macht, Keiner der sie anschaut und Keiner der alles Organisiert!!!

Wir sind froh, dass wir euch haben!!! :)

DANKE von uns allen - die, die Euch manchmal leider auch etwas quälen (selbstverständlich unabsichtlich:).
Das wollen wir eigentlich zwar nicht, aber irgendwie bekommen wir es nicht immer so sichtbar hin.
Deshalb wollten wir das mal schriftlich tun.... und wenn wir euch mal wieder nerven, dann lest ihn einfach nochmal durch;-)

Juli Marksteiner -TTSG

Eltern am Turnier Fluch oder Segen?

Brauchen die Sportler elterliche Unterstützung am Turnier, oder ist sie aus sportlicher Sicht eher hinderlich? Ein guter Trainer wird alles tun, um seinen Sportler auf ein Turnier vorzubereiten. Dazu gehört, neben dem rein sportlichen Aspekt – körperliche Vorbereitung, Einstudieren des Tanzes, Überarbeitung des Tanzes – auch die mentale Vorbereitung auf ein solches Ereignis.

  • Was passiert da an dem Turnier?
  • Was ist anders als bei einem normalen Training, an dem der Tanz mit Musik geübt wird?

Ein Trainer wird versuchen seinem Schützling die dort vorherrschende Situation zu schildern, ohne ihn zu beunruhigen. Plötzlich sind da Zuschauer – Fremde! auf der Tribüne. Die Halle ist mehr oder weniger geschmückt. Da sitzen eine ganze Reihe Juroren, die sich darauf freuen den Tanz anzuschauen und zu bewerten. Alle Sportler sehen im Kostüm und geschminkt plötzlich ganz anders aus. All das sind Punkte, die einen Sportler, vor allem wenn es das erste Turnier ist, oder er noch sehr jung ist (kann aber auch bei „alten Hasen“ passieren), so beeindrucken kann, dass er seine Trainingsleistung am Turnier nicht abrufen kann.

Das Resultat: Der Tanz ist verpatzt!

              

Wie sollten die Eltern reagieren , wenn sie erfahren,
dass ihr Kind an einem Turnier starten darf?

  • Freuen sie sich darüber.
  • Machen sie ihrem Kind Mut.

Oder projizieren Sie ihre Ängste oder Erwartungen in ihr Kind? So kann es passieren, dass ein Kind, obwohl es seinen Tanz aus Trainersicht ganz gut hinbekommen hat, völlig verzweifelt ist, da es den elterlichen Erwartungen nicht gerecht geworden ist. Die Eltern hatten doch gesagt: “Aber diese Übung musst du auf jeden Fall hinbekommen…“ oder: „Wenn du mit 0 Drops tanzt bekommst du… geschenkt.“ Nun hat es nicht mit 0 Drops getanzt und ist dementsprechend enttäuscht. Das sind die Momente, wo man als Trainer ziemlich hilflos vor der Situation steht. Sieht man die Weiterentwicklung des Sportlers durch übergroße Erwartungshaltungen oder den Perfektionismus der Eltern gefährdet.

Schlimm ist es auch, wenn nach dem „verpatzten Tanz“ – das Kind ist ohnehin am Boden – ein Elternteil sich so nette Bemerkungen wie: „Na das war wohl mal nichts“ nicht verkneifen kann. Anstatt zu sagen: „Ich bin stolz auf dich, dass Du alles versucht hast, den Tanz hinzubekommen und diese + diese Übung hast du ganz prima hingekriegt.“ Wenn man das als Elternteil in der Stresssituation – Turnier – nicht hinbekommt, ist es besser, sein Kind einfach nur in den Arm zu nehmen und nichts zu sagen.

 

Eltern sind aus Trainersicht manchmal recht komische Wesen.

Während der Trainingssaison sieht man sie recht selten, manchmal nie in der Halle. Am Turnier, da wird die elterliche Fürsorge geballt wirksam. „Hast Du dein Haargummi? Wie sieht denn deine Strumpfhose aus, Du hast da einen Fleck auf dem Kostüm – Du musst noch etwas essen – Wann bist Du denn dran … Die Reihe ließe sich unendlich fortsetzen. Der Trainer hat genau erklärt, wann und von wem es Haare gemacht bekommt, wann das Kostüm endgültig angezogen werden muss – den Fleck kann man ohnehin nicht mehr ändern, also wird er ignoriert.

Am tollsten sind die Eltern, die ihrem Kind bis fast auf die Fläche folgen. Dort ist eigentlich die Zone – kurz vor dem Start – in der der Trainer oder Betreuer den Sportler nochmals mental auf seinen Tanz einstellt – das geht natürlich nicht, wenn die Mutter/ Vater, um ihr Kindchen herumturnen. Das Kind ist in dem Moment hin und hergerissen und kann sich nicht wirklich auf seinen Tanz vorbereiten. Wissen wir doch das dies alles nur in bester Absicht geschieht… Aber manchmal ist weniger mehr.

 

Oder die Eltern sind überhaupt nicht da!

Manchmal beruflich bedingt, oft einfach aus Desinteresse an dem, was das Kind in seiner Freizeit macht. Was geht denn in euerm Kind vor, wenn es sieht, wie viele Eltern am Turniergeschehen teilnehmen? Und für sie ist niemand da. Es ist wichtig, dass eine Betreuungsperson (Vater, Mutter, Onkel, Cousine etc.) an dem Turnier auf der Tribüne sitzt. Das gibt dem Kind eine gewisse Sicherheit. Da oben sitzt jemand, der mich gerne hat, der mich unterstützt…sich mit mir freut oder auch mit mir traurig ist… der mich tröstet – der mich auffängt! Eltern decken einen ganz andern mentalen Bereich ab. Diese Dinge kann kein Trainer auffangen.

Auch Sportler eines gewissen Alters – Pubertät! im Vorfeld völlig cool, ich kann das alles alleine – ihr braucht da nicht mitfahren, sieht man als Trainer kurz vor dem Tanz mit suchenden Blicken die Tribüne auszuspähen. Und wie erleichtert sie ist, wenn er dort ihre Mutter/ Vater erspäht. Selbstverständlich kann und wird sie das nie zugeben.

                              

Trainer und Eltern müssen zusammen arbeiten!

Am besten schon im Vorfeld sollten die Eltern sich ab und an in der Trainingshalle sehen lassen. Dort können sie in Ruhe ihr Kind beobachten, sich an Fortschritten erfreuen, sehen wie sehr sich das Kind an der einen oder anderen Übung abmüht, einfach Anteil nehmen an der sportlichen Entwicklung. Der Trainer wird gerne mit dem Elternteil spezifische Ziele, was will ich dieses Jahr mit dem Kind erreichen- das kann eine verbesserte Technik sein- größere Bewegungsvielfalt, Stabilisierung des bis jetzt Erreichten- Haltungsverbesserung – mehr Spaß am Turnier etc. sein, erläutern.

Nun, da die Eltern wissen woran gearbeitet wird, können sie ihr Kind dementsprechend fördern. Sie sind in der sportlichen Entwicklung integriert, verstehen so auch besser wovon das Kind da spricht, wenn es vom Training erzählt.

 

Und am Turnier …..?

Eltern habt Vertrauen zu dem Trainer und zu euerm Kind. Ein Trainer wird alles tun, damit der Sportler seinen Tanz gut darbieten kann- auch dafür steht er nämlich Woche für Woche in der Halle. Eltern und Trainer haben doch das gleiche Ziel – den Sportler/ Kind weiterzuentwickeln und dadurch die vom Kind heiß geliebte Sportart Twirling weiter voranzubringen.

Und wie schön ist es doch, wenn nach dem Tanz ob verpatzt oder gelungen der Sportler auf die Tribüne wackeln und sich einfach in die weit geöffneten Arme werfen kann. Alles ist gut!

Ohne Dehnung geht nichts!

Twirlingsport besticht durch eine Vielfalt des Körpers und des Stabes. Die Entwicklung geht immer weiter, neue Übungen werden konzipiert, der tänzerische, körperliche Bereich – nicht nur zur Freude der Zuschauer – separat immer deut- licher in den Blickpunkt.
Es ist nicht weiter verwunderlich, dass Sportler, die ihren Körper in allen Be- reichen bearbeitet haben: Kräftigung, Mobilisierung + Dehnung gerade beim Twirlingsport viel schneller Erfolge erzielen können. Wie schön kann z.B. ein Illusion aussehen, aber wie oft sehen wir es? Meist wird sich todesmutig mit dem Oberkörper nach unten geworfen, der Rücken anmutig gerundet, das Standbein zur besseren Fixierung eingeknickt und das Spielbein befindet sich, im optimalen Fall, gerade einmal in Höhe des unteren Rückens, der Fuß des Spielbeins bildet im 90 Grad Winkel den Abschluss dieser wunderschön anzuschauenden Illusion. Und warum????

Ganz einfach: Die Muskulatur des Sport- lers ist einfach nicht in der Lage sich dementsprechend zu dehnen. Die Rückenmuskeln sind verkürzt.Vielen Sportlern ist ein nicht möglich aufrecht mit gestreckten Beinen auf dem Boden zu sitzen. Der Beinbiceps – hinterer 2 köpfiger Beinmuskel ist verkürzt – die Sportler können im Stehen mit gestreckten Beinen nicht die Hände flach auf dem Boden aufsetzen. Die Hüftmuskulatur wird vom Sportler überhaupt nicht wahrgenommen:“ wie ??? Da ist auch ein Muskel??“ Genau so ist es, werden nun viele sagen aber… was soll ich dagegen tun? Nun, eigentlich ganz einfach in jedem Training Dehnungsübungen einbauen. Es nützt allerdings überhaupt nichts und ist in diesem Fall auch schädlich sich im Training mit voller Kraft 1–2 Mal in eine Dehnung hereinzupressen.

Der Muskel ist mit einem Gummiband vergleichbar – langsam in die Dehnung hineingehen – an der Stelle wo es nicht mehr weitergeht – halten !!!! nicht nur 2 Sekunden – sich selbst den Befehl geben weich zu werden mit der Dehnung mitgehen, nicht dagegen arbeiten.Wenn man es geschafft hat, einige Zeit in dieser Stellung zu bleiben,wird es möglich sein ein Stückchen weiterzukommen. Genauso langsam muss aus dem Dehnungszustand wieder herausgegangen werden.Unterbricht man abrupt eine Dehnungsübung – schnellt das Gummiband zurück das tut weh und ist auch gefährlich. Dehnung ist zeitaufwändig!!!! Schafft man es jedoch kontinuierlich an der Dehnung zu arbeiten, wird man in kürzester Zeit Erfolge bei sich feststellen können.
Einige Übungsbeispiele: Auf dem Boden mit gestreckten Beinen sitzend die Hände flach neben die Beine aufsetzen. Der eine kommt vielleicht mit den Händen nur in Kniehöhe der andere bewegt sich schon in Richtung Fußknöchel – Trainingsziel ist erreicht, wenn die Hände flach neben den gestreckten Fußspitzen – der Oberkörper auf dem Oberschenkel und das Kinn auf dem Schienbein liegt. Dies kann in kontinuierlicher Arbeit bei 2–3 maligem wöchentlichen Training in ca. 8 Wochen erreicht werden !!!! Auf dem Boden mit gespreitzten, gestrek- keten, Knie nach außen gedrehten – Beinen sitzen. Hände wieder, so weit es möglich ist, nach vorne flach auflegen. Rücken lang machen, warten bis der Schmerz etwas nachlässt, dann mit den Händen ein Stück weiter nach vorne rutschen, warten bis der Schmerz nachlässt usw. Ziel: der Oberkörper liegt flach auf dem Boden auf – die Beine sind fast zum Männerspagat gespreizt, die Schnürsenkel zeigen nach oben außen. Man glaubt es nicht jeder (!!) kann es schaffen. Zähigkeit siegt Keine Brachialgewalt – lieber langsam aber kontinuierlich arbeiten. Ausfallschritt nach vorne beide Hände setzen neben dem Fuß auf, nun wird das hintere, gestreckte Bein langsam immer weiter zurück geschoben. Immer zwischendurch halten, Dehnung wirken lassen und dann weiter. Langsam aus der Dehnung zurückkommen und mit dem anderen Bein beginnen. Nach ca. 4-8 Wochen konsequenten Übens führt diese Übung zum Erfolg – Spagat! Man kann diese Übung auch mit tiefem Ausfallschritt zur Seite ausführen.

Der D.T.S.V möchte die körperliche Entwicklung weiter fördern und hat neue Gradübungen entwickelt. Der Spagat z.B muss nun für Grad 1 gezeigt werden! Also los, fangt an die Dehnungsübungen in euer Programm aufzunehmen. Dann sind die neuen Grade körperlich kein Problem für euch und wir sehen beim Turnier ein Illusion,wie es sein soll – Oberkörper flächig am Oberschenkel und die Beine zum Spagat gespreizt.

Trainingskonzept von CHIARA STEFANAZZI (ITA)

Das generelle Standardtraining setzt sich aus verschiedenen Teilen zusammen, wobei vor allem die Körpertechnik eine große Rolle spielt:


a) Körpertechnik:
Kräftigung, Geschicklichkeit, Flexibilität, das Wiederholen von akrobatischen Bewegungen unter dem Stab

b) Stabtechnik und Freestyle-Training

c) Pflicht: Schwerpunkt bei der Körpertechnik und der Geschwindigkeit um mehr Körperkontrolle zu bekommen

  1. Während der Schulzeit waren 4 Trainingseinheiten in der Woche geplant, aber wenn internationale Wettkämpfe anstanden, wurde das Training auf 6-mal in der Woche (außer Sonntags) erhöht.
  2. Während der Schulzeit dauerte das Training 3,5 Stunden und vor internationalen Wettkämpfen 4 Stunden. Seit 1993 kamen zu dem normalen Training mit Ivana Vaccaroli 3 weitere Trainingseinheiten von je 2-2,5 Stunden hinzu, in denen vor allem der Körper mit einem “rhythmic gymnastic trainer“ trainiert wurde.
  3. Der Anfang eines Wettkampfjahres basierte hauptsächlich auf der physischen Vorbereitung und dem Erlernen der neuen Bewegungen. Die physische Vorbereitung braucht sehr viel Zeit, bis sich der Körper zum Besten entwickelt hat. Dieser Moment war immer sehr wichtig für den Erfolg bei den Wettkämpfen: wenn der Körper gut vorbereitet ist und auf das trainiert ist, was der Athlet gebraucht hat, dann hat der Athlet weniger Mühe mit seinem Tanz und es können Verletzungen vermieden werden, die den Athleten in seiner Vorbereitung stören und ihn wieder an den Anfang seiner Vorbreitungen und Mühen katapultieren würden.
  4. Das Standardtraining vor Wettkämpfen basiert immer auf Wiederholungen. Wir fangen zunächst an den Körper mit einem unspezifischen, aber kompletten und effizienten Warm-up zu formen. Dieses Aufwärmen endet immer mit den Wiederholungen von grundsätzlichen akrobatischen Bewegungen, die aber nicht zu den Freestyle-Übungen gehören.

Schließlich folgt das Wiederholen des Freestyles mit Musik, aber ohne den Stab, damit man sich auf die Details konzentrieren kann.

Darauf folgt das Stab-Warm-up, bei dem fünfmal alle Übungen des Freestyles wiederholt werden. Dann werden alle Parts (Körper, Stab) nochmals fünfmal wiederholt und anschließend das ganze Freestyle dreimal.

Im letzten Teil wird die Pflicht, mit besonderem Augenmerk auf die Verbesserung der Geschwindigkeit und spezifische Bewegungen, geübt.


  1. Das Körpertraining setzt sich aus einem unspezifischen Warm-up (rennen, springen…) und einer spezifischen Kräftigung zusammen. Diese Kräftigung basiert nicht nur auf Armen und Beinen, sondern auch auf den Bauch und den Rücken. Dafür benutzen wir Instrumente wie Sprungbretter, Trampoline, etc. An diesem Punkt kommen die generelle Dehnung und Übungen für die Flexibilität der Beine und des Rücken hinzu. Meiner Meinung nach ist es ziemlich einfach, wenn man sich eine Liste mit den Aufgaben/Übungen erstellt, weil man somit einen Überblick darüber hat, mit welchem Athlet wie trainiert werden muss, damit er sein Bestes erreicht. Was den Stab betrifft, fangen wir mit Figur Acht, Pretzeln und dann den Flips (vw, rw, li, re, lateral, frontal) an. Darauf folgt eine kurze Sequenz mit Kontaktmaterial. Alles wird in einer bestimmten Zeit und zu einer bestimmten Musik ausgeführt, um die Geschwindigkeit zu verbessern. Nach diesem Part üben wir die Abwürfe (horizontal, vertikal, im Stehen und auf den Knien) sowie mit unterschiedlichen Fangvarianten, um diese in das Freestyle zu integrieren.
  2. Das mentale Training basiert auf der Visualisation des Freestyles und seinen Bewegungen. Während dem Aufwärmen fangen wir an, uns unser eigenes Freestyle auf die Musik perfekt vor zu stellen (Stab, Körper, Interpretation). Aber das war noch nicht alles: ehe wir das Freestyle performen, versuchen wir während der Vorstellung von unseren richtigen Bewegungen unseren Körper zu fühlen, damit wir später beim Tanzen unsere Fehler bemerken.
  3. Die ganzen Jahre über hatte ich im Training immer ein Notebook dabei, in das ich mit Ivana meine Fehler, mein Können, ihre Verbesserungsvorschläge, meine Gefühle und Kommentare eintrug! Bis heute habe ich dieses Notebook und wenn ich lese was ich damals schrieb, erlebe ich nochmals unvergessliche Momente.

Trainingskonzept von IVANA VACCAROLI (ITA)

Ich werde nun meine 10/11 –jährige Arbeit mit Athleten beschreiben, die im Alter von 6 Jahren das Twirling begonnen haben.

Das wöchentliche Training umfasst drei verschiedene Aufgabenbereiche:

    • körperliche Vorbereitung

    • technische Vorbereitung ohne Stab (Freestyle-Übungen)

    • technische Vorbereitungen mit Stab


Die körperliche Vorbereitung dient dazu, die körperlichen Fähigkeiten und Talente eines jeden Athleten auf allen Levels so gut wie möglich zu entwickeln und wachsen zu lassen: Geschwindigkeit, Kraft, resistance (Widerstandsfähigkeit?), generelle Koordination “and the special one“ (?)

Die technische Vorbereitung ohne Stab basiert auf schrittweise aufgebauten Übungen um die notwendigen Elemente zu realisieren. Diese sind:

    • choreographische Vorbereitung (Übungen an der Stange, in der Mitte der Halle...)

    • technische Vorbereitung ohne Stab (Sprünge, Spins,...)


Die technische Vorbereitung mit Stab beinhaltet das Üben von Basiselementen, Fangvarianten und die Genauigkeit der Bewegungen.


  1. Die Athleten haben 4 bis 5 mal die Woche Training.

  2. Jedes Training umfasst 2 bis 3 Stunden.

  3. In den letzten 10/15 Minuten eines Trainings werden die Muskeln durch ein leichtes Rennen und Dehnen gelockert und entspannt. Wenn danach noch genügend Zeit vorhanden ist, legen sich die Athleten mit geschlossenen Augen auf den Boden und hören ruhige Musik zur psychischen Entspannung.

  4. Die Wettkampfzeit (agonistic time?) beginnt im September, aber oft auch schon Ende August.

  5. Ich plane immer einen Monat vor den Wettkämpfen zu kommen, um mit meinem Athleten jene Bewegungen zu ändern , die er noch nicht kann. Zu diesem Zeitpunkt ist der Athlet schon zu 90% vorbereitet.

Die Zeit vor den Wettkämpfen besteht hauptsächlich daraus, sich ausgiebig mit dem Freestyle zu beschäftigen, damit sich der Athlet sicher fühlt, wenn er den Tanz performt.

  1. Das Körper- und Stabaufwärmen vor einem Wettkampf beginnt immer mit einigen Minuten Laufen um den Blutkreislauf anzuregen. Dann folgen einige Übungen für die Geschicklichkeit. Was den Stab betrifft, fängt der Athlet immer mit dem Aufwärmen des Handgelenks an: zunächst Flips, dann Schleudern. An diesem Punkt kann der Athlet mit den Wiederholungen seiner Freestylebewegungen beginnen.

  2. Ich stufe die mentale Vorbereitung eines Athleten als sehr wichtig ein, da meiner Meinung nach der Athlet nicht nur im sportlichen sondern genauso gut im menschlichen Bereich wachsen muss. Mit jüngeren Athleten ist es schwieriger solche mentalen Techniken an zu wenden, deshalb suche ich den Dialog mit ihnen, basierend auf Ansporn und Aufmunterung, um ihr Selbstwertgefühl zu festigen und es als ihre Stärke einzusetzen. Meinen Athleten sage ich immer, dass ihnen kein Jurymitglied Glauben schenken kann, wenn sie nicht selbst an ihre Fähigkeiten glauben. Dieser Glaube an ihr Können darf auch nicht aufhören, wenn sie einen Fehler gemacht haben. Es ist wichtig, die Einstellung „Jeder darf einen Fehler machen... auch die Besten!“ auf die Athleten zu übertragen. Diese Aussage ermöglicht, die Angst beim Tanzen zu kontrollieren. Dieses Angstgefühl ist auch meist vom Level und von den Übungen beeinflusst. Je höher im Level und schwieriger die Übungen, desto größer wird die Angst und deshalb verlange ich von meinen Athleten auch nie Unmögliches.

Das ist meine Methode, um ihnen dabei zu helfen eine natürliche, mentale Balance zu finden. Dadurch ist es ihnen möglich, sich vor dem Freestyle mit Atemtechniken (u.a.) zu konzentrieren, um die Nervosität und die Anspannung zu bekämpfen. Diese Techniken helfen ihnen auch, sich das Freestyle bildlich vorzustellen. Somit wächst ihre Konzentration und sie performen ihren Tanz automatisch.

  1. Twirling hat mir viele Momente großer Zufriedenheit gegeben, ob nun aus sportlicher oder menschlicher Sicht. Aber es gab natürlich auch Momente großer Enttäuschung. Aber ich glaube, meine eigene Fehleranalyse und diese Enttäuschungen haben mir dabei geholfen zu wachsen sowie neuen Ansporn und Energie zu finden, um weiter zu machen.

Die Drops müssen weg - Ab 2010 gibt es 5 Punkte Belohnung für jeden

An den Turnieren des D.T.S.V. werden Drops (fallenlassen des Sportgerätes) mit einem Punkt Abzug geahndet. Es ist für alle Twirler akzeptabel, die Qualifikationspunkte aufgrund der zu hohen Anzahl der Drops vielleicht nicht zu erreichen.

... der es schafft seinen Tanz mit 0 Drops zu zeigen

Die Listen mit den Noten werden regelmäßig studiert, die Konkurenz genau kontrolliert und nicht wenige kommen zu dem Schluß: „Hätte ich weniger Drops gemacht, dann hätte ich....“ Es stimmt so manchen Twirler optimistisch, da die meisten schon der Ansicht sind, dass sie den ein oder anderen „dummen“ Drop auch hätten weglassen können.

Für die Zuschauer, als auch Sportler gilt die einfache Formel:

viele Drops = nicht gut.

wenig Drops = gut

Ganz so einfach ist leider nicht, denn der Schwierigkeitsgrad und die korrekte Ausführung spielt selbstverständlich auch eine nicht unwesentliche Rolle bei den Wertungsrichtern. Interessant ist es, dass sich besonders bei den Teams und Duos hier und da mal zu überraschenden Platzveränderungen kommt.

Die Twirler müssen ihre Tänze können, besonders, wenn sie international voran kommen wollen. Eine Choreografie kann auf Musik nur ausgetanzt werden, wenn die Übungen wirklich beherrscht werden. Ausdruck kann nur dargeboten werden, wenn der Stab unter Kontrolle ist.  Das wissen die meisten Twirlerinnen. Das Problem scheint jedoch zu sein, selbst nur schwer einschätzen zu können, was man denn "unter Druck" tatsächlich zeigen kann. Der Verzicht auf die eine oder andere Übung fällt nicht nur bei den Aktiven manchmal schwer. Es ist nicht gut sich an der Konkurrenz zu orenitieren, so verliert man gefangen zwischen Ehrgeiz und optimistischen Wunschvorstellungen so hier und da mal den Überblick für die Realität

Wann jemand eine Übung wirklich kann ist einfach zu definieren. Der Choreograf Dale White aus den USA hat einmal gesagt: „Wenn jemand ein Doppelillusion am Turnier mit Musik zeigen kann, dann ist man im Training schon beim Dreifachillusion“ Manche denken, sie können eine Übung, wenn sie sie einmal fangen. Andere sind davon erst überzeugt, wenn sie sie 50x hintereinander fangen. Es hängt viel davon ab, was sich ein Twirler zutraut, wie er sich am Turnier motiveren kann – vor allem, was er/sie unter Streßbedingungen bringen kann.

Jetzt wird das Wagnis - auf eine Schwierigkeit zu verzichten belohnt. Im Zweifel fährt man mit den 5 Punkten Bonus! immer besser. Wenn es irgendwann einmal alle Twirler hinbekommen, gleicht sich das ganze wieder aus.

Nur wenige trauen sich derzeit zu, das sie einen Tanz mit 0 Drops zeigen können. Dies zeigt, dass die Tänze wohl noch immer zu schwer sind, und die Twirler auf keine Schwierigkeiten verzichten wollen. Aber mit einer Belohnung fällt es sicher leichter, denn 5 Punkte + hauen rein, vorallem, wenn die anderen weiterhin fleißig ihre Drops machen. Dann ist leicht ein Punktunterschied von 10 Punkten möglich.... Bei den Teams könnte es noch heftiger werden.

Unser Weg nach England

Am 30. Mai 2009 fand das erste Gruppentraining für die Saison 2010 statt. Aufgerufen waren alle Stöckhäuser Majoretten, die Lust hatten an dem Training für eine Gruppe teilzunehmen, an der regelmäßig mit vollem Einsatz trainiert werden soll. Training sollte jeden Samstag von 10.00-12.00 Uhr in der Tunhalle Braunfels stattfinden. Es meldeten sich zu unserer großen Überraschung 18 Leute. Uhhh... dachten Yvette und ich, das wird ja lustig. Geplant war eigentlich eine Seniorengruppe, da sich aber die Little Ladies kräftig ins Rennen warfen, tendierte das ganze doch zu einer Junioren-Gruppe.
Yvette und ich teilten allen zwei Joker aus, diese beiden waren die beiden einzigen Terminen an denen am Training nicht teilgenommen werden durfte. Jeder durfte seinen Joker einsetzen wann immer er wollte. Yvette kümmerte sich von schwanger bis hochschwanger um die Aufwärmung. Ich um den Stab. Den Tanz kreierten Yvette und ich zusammen. Hat super viel Spass gemacht, weil wir immer wussten, was der andere meinte. Das Training gestaltete sich anfangs fast unmöglich, da unsere jüngeren keinen Plan von Team, Formationen Timing,… hatten. Die liefen kreuz und quer konnten die Übungen noch nicht oder machten sie zum falschen Zeitpunkt, was unseren Six Pack fast zum verzweifeln brachte.

Nach kurzer Lagebesprechung der "Großen", war die Entscheidung da:
"Wir brauchen die Kleinen um Junioren zu tanzen - damit wir überhaupt die Quali schaffen. Also kriegen wir das auch zusammen hin."
Anika übernahm den Partytrupp ohne Stab, Jana widmete sich einzelnen, die mit irgendeiner Übung kämpften. Die Zuversicht war irgendwie nicht sehr groß. Der große "AHA"-Tag war eigentlich das erste Turnier, als die ersten Punkte der Juroren kamen.

Große Augen beim Six Pack: wie? Das hätte ich nicht gedacht, waren wir doch so gut? Ist der Tanz doch gut?
Auf einmal machte die Gruppe Spaß, so viel Spaß, das beim nächsten Turnier 26 Drops rein gezimmert wurden. Entsprechend unten war die Stimmung wieder. Yvette und ich mussten jetzt ein bisschen ackern, um die Qualifikation für die Deutsche noch hin zu bekommen. Bei 16 Leuten auf der Fläche sind 10 Drops nix. Mentales Training, Teamspiele, Stabtraining für eine bessere Basis. Wir gaben alles um die Mädels fit zu machen. Als hätte ich es geahnt, fragte ich 2 Wochen vor dem Turnier Luisa, ob sie nicht Lust hätte, die Gruppe noch zu lernen. Sie hatte sich nicht gemeldet und war die einzige, die vom Alter und vom Können her noch dazu gepasst hätte. Luisa war sofort begeistert und brauchte auch nur ein Training um fit zu sein. Ihr großer Einsatz folgte direkt das Wochenende darauf. Ksenia hatte Pfeiferisches Drüsenfieber und konnte nicht mit.

Yvette und ich nähten jedem am Abend vor dem entscheidenden Turnier in Langenselbold einen kleinen Glücksbringer ins Kostüm. Ein kleines Puzzleteil. Alle Teile zusammen ergaben dann das Foto der ganzen Gruppe. „ Du bist ein Teil des Ganzen, Du bist Majoretten Stockhausen“ haben wir dazu geschrieben! Die Kostüme wurden zunächst auch belächelt. Mit dem komischen Kratzding am Hals wurde natürlich erstmal gemeckert. Nachdem jedoch die ersten Leute auf uns zu kamen, wie schön das Kostüm sei, fanden die Mädels es dann doch gar nicht mehr so schlecht ...bis hin zu bockstark! Dann kam der große Moment, wir atmeten nochmal alle zusammen und alle streichelten dem Glücksbaby Theresa über das Köpfchen.

 Dann konnte es losgehen, doch die Musik ging nicht an,…. Aahhhh, die Halle tobte, ganz große Unterstützung der anderen Vereine. Die Eltern waren auch extra gekommen… und dann ging es los. Kurz vor Ende des Tanzes sah ich schon drei "der Alten" Six Pack Mädels auf der Fläche weinen. Während die kleinen sich noch munter über den Tanz freuten, heulten die großen schon, weil sie wussten wir sind auf dem Cup! Zum Glück schafte auch Niedergirmes die Quali, wir freuten uns total auf das was noch vor uns lag!

Woher das Geld nehmen?
Doch die Freude hielt nicht lange an. Wir machten eine Vorstandssitzung, die man auch Kriesensitzung nennen konnte. 20 Personen eine Woche in England, zunächst gerechnet mit 500 Euro pro Person, wer sollte das bezahlen? 20.000 Euro. Unser Verein schafft ja viel, aber das ging nicht. Horst wollte die ganze Fahrt am liebsten absagen. Und wenn Horst etwas absagt haben wir keine Chance. Sofort reagierten die Mädels, nahmen ein Video auf und fingen an nach Sponsoren zu suchen. Horst wollte einen Elternabend und gab uns ein Ultimatum. Wenn bis zum Tag x nicht mindestens so viel Geld zusammen ist sagen wir ab. Die Eltern stimmten zu. Jetzt hieß es Gas geben. Es wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt. Die Mädels tanzen mitten in Braunfels auf dem Marktplatz 2 Stunden lang alle ihre Tänze um Geld zu sammeln und Werbung zu machen mit Flugblättern.

 

Wir organisierten einen Tanznachmittag an dem Kaffee und Kuchen verkauft werden sollte, und alle Tänze der Saison nochmal gezeigt werden sollten. In Bissenberg tat sich auch großes auf. Die Band Leerose aus Wiesbaden bat sich an, umsonst zu spielen in Bissenberg im DGH. Jetzt ging das Problem mit den Genehmigungen los. Wir brauchten noch eine zweite Band und jemanden für die Technik, und es war nicht mehr viel Zeit. Doch es fanden sich Sponsoren, mit denen niemand gerechnet hätte und wir bekamen ganz große Unterstützung aus allen Ecken. Die Feuerwehr von Stockhausen veranstaltete ein Public Viewing beim Championsleague Endspiel mit dem Erlös für unsere Fahrt. In dem kleinen Bioladen in Bissenberg wurde ich angesprochen, ob ich das Wechselgeld nicht ins Sparschwein werfen wollte, weil die Majoretten doch nach England fahren wollen. Ich war echt sprachlos. Es entwickelte sich eine Dynamik, die mit Worten kaum zu beschreiben war.
Sämtliche Bürgermeister unterstützten uns, Vereine, Privatleute, Menschen die uns nicht mal kennen und nur davon gehört haben. Lustig war, als wir mit den Stäben in die Firmen maschiert sind und dort nach den Chefs verlangten um unser Problem zu schildern, schon komisch wenn man so betteln geht, aber hat richtig Spass gemacht, weil alle so positiv reagiert haben.

An der Deutschen teilte Horst dann den Mädels mit, dass er eine gute und eine schlechte Nachricht hat. Die Gute: Er ist sehr stolz, dass wir Deutsche Meister 2010 sind. Die ersten Tränen schossen in die Augen. Die schlechte: dass es in den Sommerferien leider nichts gibt… die Tränen wurden mehr, er setzte dann aber nach… nichts anderes, als im Bus nach England zu sitzen und dass sich die Mühen gelohnt haben. Wir haben noch nicht alles Geld, was wir brauchen, aber wir schaffen es wenn wir bis dahin weiter sammeln. Und die Meldung zum Cup wird gemacht! Alle vielen sich in die Arme und Horst hatte Spass :-))

Yvette und ich organisierten ein Traininglager, was auch eine Story für sich war.
Sa, 5.6.2010: Trainingslager, 10.00 Uhr
Die Trainer bereiten die Turnhalle Braunfels vor: Es wird ein Pavillon aufgebaut, der in schwarz/rot/gold dekoriert ein perfektes Ambiente für die Übernachtung und unser bevorstehendes Event in England bietet.
Gegen 12.00 Uhr treffen dick bepackt die Mädels ein. Wir beginnen erstmal ganz harmlos mit einem Fotoshooting bevor erste Schweißperlen auftreten.Wie präsentiere ich mich mit 17 Leuten vor einer Kamera ohne dass jeder tut was er will?

Danach unser monatlicher Leistungstest. Spätestens nach den ersten 2 Runden des 12 minütigen Lauftests bei gefühlten 30-40 Grad in der Halle treten die ersten Schweißperlen dann doch auf. Nach allen Körper und Stabtests ca. 90 Minuten später erstmal Pause und viel trinken.
Gegen 16.30 eine kleine Überraschung: Eis :-) (dankeschön)

 
Um die Sprungkraft in den Beinen ein bißchen zu verbessern und die Kondition zu trainieren jetzt mal etwas ganz anderes: Garde
Es wird mit Iris ein 3 minütiger Tanz einstudiert und tatsächlich nach 1 Stunde ist die Choreografie fertig! Kompliment an alle Beteiligten. Iris ist die Mama einer unserer Tanzmäuse und hat da ein geniales Ding himgezaubert! Vielen Dank Iris für deinen tollen Einsatz! Die Temperatur der Halle vergleichbar mit einer Sauna.
18.00 Uhr: Während die Mädels drin fleißig schwitzen bereiteten  unsere Eltern draußen das Abendessen vor. Steaks, Würstchen, Salate, frisches Obst, sensationell, danke.
Nach dem Essen eine kreative Phase: unser großes Cup Bettlaken für in die Halle ist noch weiß und braucht dringend Farbe, und das Ergebnis sieht "spitze" aus. Danach gegen etwa 20.00 Uhr üben wir nochmal eine Stunde die Exchanges unseres Tanzes und beenden gegen etwa 21.00 Uhr das Training. Während die Mädels mit den kalten Duschen kämpfen, kämpfe ich mit dem Hausmeister, allerdings ohne großen Erfolg. Aufgrund eines Organisations- und Verständnisproblems  müssen wir die Halle gegen 22.00 Uhr spontan verlassen.
Die neue Situation tut der Laune aber keinen Abbruch, da wir es uns in der Ferienwohnung von Marrs in Stockhausen mit 17 Personen ein ebenso kuscheliges Quartier für die Nacht schaffen können.
Nach einer langen DVD-Nacht mit genauer Analyse des eingenen Tanzes geht es dann endlich ins Bett und der erste Tag des Trainingslagers ist zu Ende.

So, 6.6.2010: Trainingslager Tag 2, 7.30 Uhr
Rücktransport von der Ferienwohnung von Horst nach Braunfels in die Halle, wo bereits Eltern mit dem Frühstück zu Gange sind. Mit frisch gekochten Eiern, Erdbeerboden, Joghurt,Brötchen und vielem mehr läßt sich auch ein Tag nach wenig Schlaf gut beginnen.
9.00 Uhr: Besuch aus Bad Homburg von unserem Dirty Dancing- Tänzer Martin.
Er übernimmt das Programm. Zuerst 30 Minuten gut Aufwärmen, dann wieder etwas ganz Neues für uns: Jumpstyle!
Nach etwa 1-2 Stunden ist auch hier wieder eine Choreografie entstanden die nicht nur für Schweiß, sondern auch für jede Menge Spaß und Begeisterung sorgt. Danach wieder viel trinken und erstmal raus an die Luft. Das Programm geht weiter mit Breakdance, Bodyrythm, Akrobatik und Hebefiguren. Ein  kunterbuntes Ausprobieren und Lernen von neuen Dingen was bis weit übers wieder perfekt durchdachte Mittagessen reicht. Bei den Hebungen ist Körperspannung und Vertrauen in die anderen die Grundvoraussetzung. Zum Abschluß noch eine kurze Nachbesprechung des Wochenendes und  Planungen für England. Um 17.00 Uhr beenden wir nach genau 31 Stunden unser Trainingslager. Schön wars oder um unseren kleinen Insider zu benutzen  "spitze".

Unser Tanznachmittag viel leider kurzfristig aus, da das Spiel Deutschland-England genau auf diese Zeit viel. Da wir keine Lust hatten in einer leeren Halle zu sitzen sagten wir spontan alles ab. Das zweite Fußballspiel fiel dann genau auf unser Rock für England Event. Irgendwie hatten wir nicht viel Glück, doch es kamen trotzdem ein paar Leute um uns zu unterstützen. Das ganze war dann zwei Tage bevor es los ging. Montag 17.30 Uhr war Abfahrt. Wir sammelten Niedergrimes ein und so konnte es losgehen. Wir hielten unsere zu hause gebliebenen Eltern über WKW auf dem Laufenden:

 05.07.10, 20:52
Wir sind jetzt schon in Belgien und fahren Bus und fahren Bus. Sitze hier gerade mit Ste. Sie hat keine Lust mehr zu fahren. Die Autobahn ist leer meint der Busfahrer. Er ist alleine mit 49 Frauen))) Die Mädels schauen Mario Barth

06.07.10, 23:24
Nach kurzen Komplikationen an der Grenze durften wir dann doch alle rein. Ste hat als erste die Grenze mit gültigen Ausweis passiert. Das mit der Fähre war lustig für die Mädels. Die Großen haben auf den Sesseln gepennt und die Kleinen waren mehr so das Partydeck. Der Morgen so ab 2 Uhr bis wir um 9.00 Uhr in Sheffield angekommen sind war echt anstrengend für alle Knochen. Der Bus war relativ ruhig. Zum Glück durfen wir schon um zehn statt um zwölf in das Hotel. Schnelle die Zimmer bezogen und erstmal zu Mc Donalds ))) Nur das Beste für unsere Sportler!
Dann haben wir Luisa startklar gemacht für den Kostümcheck.
Ich glaube in der Halle waren unsere Mädels dann zum ersten Mal wirklich aufgeregt. Die Belgier waren vor uns. Auch Tänzer dabei. War gleich spannend! Der Musiktest war leider nicht so gut. Jede Menge Drrops und kaum noch Formationen. "Wird schon" obwohl ich zuerst "Oh je"  gedacht habe. Die Mädels sind absolut k.o. (Ich - Leo auch)
Haben ein Pub gefunden und eben dort zu Abend gegessen, richtig gemütlich. Haben den Fernsehabend für morgen Deutschlnad-Spanien klar gemacht. Wir haben im Pub alle zusammen eine tolle Übertragung. Die Mädels freuen sich!
So, gute Nacht wir haben fertig!!!!!
Bis morgen!
Lg Leona und Yvette


08.07.10, 01:06 Einen wunderschoenen guten Abend!
Na das mit dem Fussball war ja nix sehr schade... haben alles gegeben...
Ich sitze hier gerade im Hotel unten, alle anderen schlafen galube schon.
Haben heute Morgen gegen 10.00 Uhr unser Training absolviert. War super warm, dann kamen allerdings die dicken Regenwolken. Waren in einem Park hier nebenan auf einer grossen Wiese. Haben keine Halle mehr bekommen, aber da sind wir ja flexibel.

 Während wir trainiert haben, waren unsere Muttis im Aldi einkaufen. Natürlich standesgemäß mit dem Bus. Gegen Mittag haben wir dann im Bus kleine Snacks zu uns genommen. Die Mädels und auch "Baby" sind gut drauf. Danach ging es nach Sheffield in die Stadt. Die eine Hälfte war mit Yvette im Schwimmbad. Die andere mit mir und den anderen Muttis zum shoppen. Die Kleinen sind Riesenrad gefahren.
Haben dann in unserem Pub von gestern zu Abend gegessen und uns dann dort zum Fussball bereit gemacht. In voller Montur. Naja, die Stimmung war natürlich nicht so gut nach dem Spiel, sind sind dann direkt nach Hause.:-(
Haben uns überlegt, oder besser die Maedels, dass "wir" dann eben zeigen muessen, wie man ins Finale kommt )))
Also ihr seht, wir haben einen Plan!
Freitag sind wir schon morgens um neun dran, kleine Zeitänderung.
Morgen früh ist um neun die Eröffnungsfeier. Fahren mit der Strassenbahn hin. Wenn wir dieses mal die Richtige erwischen, sind wir sicher auch pünklich da )))) Hatten da am ersten Tag bisschen Spass, aber haben ja zum Glueck Tagestickets ))) - Die braucht man, damit man sooft fahren kann wie man will. Da wir mal eben in die falsche Richtung gestrupselt sind!. Die Engländer machen halt alles anders rum. Nach immerhin 6 Stationen hat Antje mal nebenbei bemerkt, dass wir in dieser Gegend eher noch nicht waren. Nuja, wir zeigen den Maedchen eben Sheffield! Dann eben mal 12 Stationen wieder zurück vorbei an unserer Heimatstation... alles wieder voll im Griff. Die Stimmung ist klasse, alle vorbildlich, macht richtig Spass!

Theresa ist der Knueller! Und ihre Mama auch! Absolut top, wir ziehen den Hut!
Theresa ist immer am lachen mit allen, Yvette macht das absolut klasse! Ach Theresa wird bei Ste ab jetzt immer "Baby" heißen, auch wenn sie irgendwann mal keins mehr sein wird. In so jungen Jahren schon internationale Erfahrung, das kann nur ein Twirler werden...

Mal sehen wenn morgen die ersten 6 Tänze von Deutschland kommen, alles Freestyles.
Ps: Wenn wir ins Finale kommen sind wir Sonntag nochmal dran. Die Maedels sind bereit und wollen kämpfen!
 09.07.2010 Heute war ein toller Tag!
Im Deutschland-Outfit sind wir heute Morgen gegen 8.00 Uhr hier am Hotel losgetigert. Haben die richtige Strassenbahn genommen (gelb) und waren kurz nach der Hallenöffnung da. Nachdem wir uns in der Umkleide fertig gemacht haben sind wir direkt auf die Tribüne um gute Plätze zu sichern. Ihr glaubt gar nicht wie viele wir sind mit Niedereschach Villingen Girmes und Langenselbold zusammen, der Hammer! Ein echtes Fahnenmeer! Dann kam die Aufstellung für die Eröffnung. Chaos ist untertrieben. Kath das hast du bei uns 1000 mal besser gemacht. In einem schmalen Gang viel zu viele Leute! Naja wir waren schon allein 61!
Paddy durfte fuer Deutschland die Fahne tragen. Und ganz spontan hatten wir auch keinen Schildträger, das hat Luisa dann übernommen.

Sandra und ich haben 2 grosse Flaschen Wasser mitgenommen damit uns da niemand umfällt. Das ganze dauerte aber nicht wirklich lange. Die Nationalhymnen wurden gesungen, ein paar Worte gesprochen und dann war es schon fertig. Yvette war mit Theresa"Baby" auf der Tribüne und hat gefilmt. Unsere Muttis hatten sämtliches Proviant dabei. Dann ging es mit den Tänzen los. Alena Heidt (Niedereschach) 0 Drops, Julia Marksteiner (Niedereschach) 0 Drops, Diana Eisenzapf (Niedereschach) 4 Drops, Svenja Schneider (Niedergirmes) 2 Drops, Vanessa metzger glaube 2 Drops und Tini (Langenselbold) 6 Drops schade, nächstes Mal.

08.07.10, 22:49
Nachdem die letzte Deutsche gatanzt hat sind wir aus der Halle, weil wir bei dem schönen Wetter nochmal Training machen wollten. Das Training war super heute, die Formationen waren da und die Drops gehen sicher morgen weg! Sind dann wieder in unserem Pub essen gewesen. Haben da so gute Preise, dass in unserem Budget sogar ein Dessert mit drin ist! Uns geht es richtig gut ))
Sind kurz nach acht eben alle in unser Zimmer und hatten Lagebesprechung. Ich habe die Mädels gefragt wie es ihnen geht ob alle sich wohl fühlen. Eindeutige Antwort ohne zu zögern, die Stimmung ist ganz toll. Dann haben jana schaeufler jana weber und Paddy Gluecksbringer fuer alle gemacht. Nicht irgendwas, sondern fuer jeden etwas persoenliches. Jeder hat eine Karte bekommen auf der drauf Stand, was die Groesste Stärke desjenigen ist in dieser Gruppe. Sehr sehr toll!

Danach habe ich den Maedchen ein kleines Geschenk vorgespielt auf CD, was ich am Sonntag Abend noch mit auf den Weg bekommen habe fuer alle. Ein selbstgedichtetes Lied, mit Klavier begleitet, auf die Melodie "geboren um zu leben". Ein sehr aussagekraeftiger Text z.B. : Ihr seid gefahren um zu siegen oder tanzt Euren Tanz genau und mit Froehlichkeit und zeigt dem Publikum dass ihr die besten seid,.... das war richtig suess. Sie waren richtig Sprachlos! Unser persönlichstes Geschenk. Danke Hannes!
Danach haben wir unser Lied nochmal angehoert und im Kopf die Situation morgen getanzt.
Jetzt sind alle auf den Zimmern und wollen direkt schlafen. Um vier Uhr fangen wir mit den Haaren an, damit um 7.00 Uhr zum Fruehstueck alle fertig sind, harte Nummer! Um haln neun ist warimg up und gegen 9.15 Uhr muesst ihr die daumen druecken! Sie haben alle keine Angst und freuen sich! Ich lege mich jetzt auch! Yvette ist mit der Kleinen schon oben. Die hatte heute einen Lachanfall, das war so genial! Wahrscheinlich die vielen bunten Kostueme hier!

09.07.2010 Yvette Cüsters
Hallo ihr Lieben.
Iris, keine Strumpfhosen ist völlig in Odnung!! Wir haben zwar Paddy nicht gefragt, aber geht klar. Tabak hat die Ina glaube ich genug dabei. Sie hat sich zumindest noch nicht beschwert und denkt sogar über Jury-Arbeit nach...
Leo und ich sitzen hier im Hotel und versuchen unsere Gedanken zu ordnen, um Euch von heute zu berichten. Leo: "Das schlimmste heute war der Wecker um 3.45 Uhr. " Ich konnte zum Glueck liegen bleiben. Die Kleine hat noch geschlafen. Und die wachmachen ist nicht so ne gute Idee... Wenn ihr versteht, was ich meine.
Als die Leo dann um kurz nach 7 Uhr ins Zimmer kam war ich ganz erstaunt, dass schon alle fertig waren. Der Plan, den die "Grossen" auf einer  Serviette im Pub "ausgearbeitet" und von aussen an die Zimmertuer von Jana W und so geklebt haben- ist voll aufgegangen. Super gemacht!
So, dann noch kurz fruehstücken und Abfahrt um halb acht. Kurze Kontrolle, hat auch jeder was gegessen? Alles klar. Los gehts!
In der Halle angekommen, erstmal Sitzplätze sichern, dann in die Kabine. Kostueme an, ganz unbemerkt lief das Gruppenlied im Hintergrund. Sofort kamen die Stäbe in die Hand und volle Konzentration auf den Tanz. Dann ab in die Halle. Stäbe wieder in die Hand und aufwaermen. -Aufwärmen sogar ohne meckern!!!!!- das soll schon was heissen.
Als dann die Franzosen Aufwaermphase hatten, haben wir beschlossen, dass das nicht alle sehen brauchen... Ablenkung muss her. Ich: Koennt ihr mir nochmal zeigen, wie das mit den Händen geht. Zum Glück sind auch gleich genau die Richtigen darauf angesprungen und haben sich Mühe gegeben, mir alles zu erklaeren. Theresa schlaeft wieder. Anweisung an unsere 4 Supermuttis, wenn sie wach wird Bescheid geben und schonmal aus dem Wagen nehmen. Alles klar. Kein Problem. * Immerhin haben die ja selbst schon Kinder gross bekommen*
Nach der Aufwaermphase sind wir alle gemeinsam in den Gang hinter der Flache gegangen. Alle sind am Limit, mit der Aufregung. Denise an Sandra, Mama bist du auch aufgeregt? Noe...!!! Hahaha. Sandra hat die Maedels den ganzen morgen belogen, Sie war so aufgeregt, dass sie selbst sofort angefangen hat zu heulen (wie ein Schlosshund) als die letzte auf die Flaeche ging. Gleich mehr...


09.07.10, 21:46
Dann kam uns nochmal unser Trainingslager zu gute. Elena (mitlerweile zu Eli geworden) fing an, den Jump style zu tanzen. Sara hat sie erstmal kraeftig ausgelacht. Aber dann kurze absprache der Trainer, wir gehen nochmal an die frische Luft. Dann kam doch noch der Jump Style zum Einsatz. Ich hab musikalisch mein Bestes gegeben und gesungen und Leo musste mittanzen. Sandra war drinnen geblieben um uns wieder puenktlich reinzurufen. Solange hat es aber draussen keiner ausgehalten vor lauter Aufregung.
Luisa wurde kurzerhand vom Superersatzmann zum Flaschentraeger.
Sabine: "Ohne unser Gluecksbaby laufe ich nicht ein." Schliesslich war Theresa seit dem ersten Tag mit dabei. Also, kurzer Sprint auf die Tribüne, wo Ina die Kleine auf dem Arm hatte. Sich verteidigte, ist doch alles in Ordnung. Ich kann sie noch nehmen. Alle erstmal die Kleine angefasst.
Kurz vorm Einmarsch siegte die Aufregung dann doch und ein paar Tränen flossen. Doch dann retteten uns die anderen deutschen Vereine mit Humba, Humba, Humba und unsere Maedels natuerlich Toeteroe!!!!! Laut Susanne sind die Maedels ja auch Party-Stockhausen.
Ja... und dann sind sie aufgelaufen ... und wir konnten nichts mehr machen. (Sandra hat wie schon erwaehnt geheult)
Was sollen wir sagen, ... gut eine Minute komplett ohne Drop. Und dann das grrosse "V". "Wie eine !." (Ste fällt fast vom Jurytisch) Leo wirft grade ein, als das alle gefangen hatten gesellte sie sich auch zur heulenden Sandra. Insgesamt waren unsere Mädels prima und wir zwei sind mächtig stolz! Wir bekamen auch nur Lob von den anderen Vereinen. Achso, Drops waren entweder 5 oder 7, wir konnten uns nicht einigen.

Einwurf Ste:"Eindeutig gefühlte 0 und äußerst Günstig gefallen" - Wie klasse das ausgesehen die Formationen (Ich hab den Musiktest ja als letztes gesehen) wie ein Schnur. Die Exchange super, jeder konnte stehen bleiben... sehr geil... dann diese positive Stimmung die bis nach oben gestrahlt hat... ebenfalls sehr geil... ich habe mir nur gewünscht "Schade das das Leo nicht von hier sehen kann" Es war toll... und den anderen Juroren hat es offensichtlich auch gefallen. Allein dafür hat sich die qualvolle cup-werterei gelohnt. Es war da, dieses Teamgefühl und das gleich mit 17 Twirlern. -

Von insgesamt 7 Junior Gruppen haben wir im Moment den 5. Platz und sind damit im Finale. Niedergirmes hat es leider nicht geschafft, wäre toll gewesen mit beiden Gruppen im Finale, schade!
Das bedeutet am Sonntag Nachmittag nochmal die gleiche Aufregung. Denn schliesslich wollen wir den 5. Platz verteidigen!!!
Euer Daumendruecken hat sich gelohnt. Vielen Dank für die lieben Gruesse. Wir gehen davon aus, dass die Maedels schon schlafen, denn ein paar haben schon heute Mittag auf der Tribuene geschlafen. Wir gehen jetzt auch schlafen, es geht nichts mehr. Gute Nacht und liebe Gruesse auch von den Maedels an euch alle!

10.07.10, 23:30 - Unser letzter Abend .
Waren eben wie immer im Pub und haben Fussball geschaut. Villingen war auch da, war natuerlich ner riessen Gaudi. naja und unsere Maedels haben dann noch ein Gruppenfoto mit den Kellnern Ian, Wayne, gerry und keine Ahnung wie der vierte hiess, gemacht ... koennt euch ja vorstellen wie die Huehner drauf waren... Heute sassen wir den ganzen Tag auf der Tribuene, war echt anstrengend, die ganze Sitzerei. - Anmerkung ste: Ihr konntet wenigstens weggehen oder wegschauen....!"

Morgen früh beladen wir gegen 7.30 Uhr unseren Bus und fahren dann mit der Bahn (gelb) zur Halle. um 14.30 Uhr haben wir warm up und dann sind wir Startnummer 4. Unsere Faehre ist zwar ausgefallen, aber wir haben eine andere bekommen, die faehrt dann um 4.40 Uhr, wir muessen also nicht bis 6.00 Uhr warten wie gestern noch befuerchtet. Gegen 18.00 Uhr ist die Siegerehrung fertig und wir fahren mit Niedergirmes zum Italiener und essen noch was bevor es in den Bus geht.
ich sage morgen allen Maedels Bescheid, dass sie ihren Eltern sagen, dass wir in Bissenberg ankommen werden und dort dann mit allen samt Eltern zusammen noch was essen zum Abschluss. Die maedchen freuen sich!
Noch ein Wort zu unserem Busfahrer. Michael faehrt uns jeden Tag immer und immer wieder überall hin, geht mit unseren Muttis einkaufen und schleppt das ganze Zeug, hat alle mit Kuchen versorgt, Kaffe, Löffel, Würstchen, alles was man sich vorstellen kann. Er trägt Yvette den Kinderwagen überall hin, sogar in der Halle auf die Tribüne und unsere Eröffnungsfeier hat er gefilmt für uns.

Und so ne Busparty ist ja auch witzig. Ich sag nur: ein Hoch auf unsern Busfahrer...
So, ich gehe dann jetzt mal KOffer packen, morgen wird denke ich nochmal hart und dann die Heimfahrt, was bin ich froh wenn ich in Bissenberg dann aus dem Bus steigen kann )) Wenn ihr wisst was ich meine! Es war eine wunderschoene Woche, ich bin froh wenn wir alle wieder heil zu Hause sind, es war mir eine Ehre mit Euren Maedles zu fahren, die sind klasse in allen Belangen gewesen!

Der Finaltag war dann auch noch sehr schön. Stockhausen ist was Finale angeht noch nicht wirklich gerüstet, denn es stellte sich raus dass die ganze Schminke weg war. Keine wußte wo, also gingen wir nochmal los in die Stadt, und es hatten zum Glück dort sonntags Läden auf. Unsere Gruppe hat wieder eine solide Leistung abgeliefert und durfte zur Siegerehrung nach vorne um unseren ersten Pokal entgegen zu nehmen.

Zu Hause wurden wir dann nach etwa 20 Stunden Busfahrt jede einzelne mit einer Rose von unserem Horst empfangen, das war sehr süß, er war richtig stolz auf uns. Es war auch jemand von der Zeitung da und machte ein Gruppenfoto. Die Eltern haben drinne dann noch ein Willkommensessen vorbereitet und es gab Nudeln mit Hackfleischsoße und frischen Salaten für alle. Das war richtig gut nach dem Essen in England, wenn ihr wisst was wir meinen :)))
Man kann nicht oft genug danke sagen an so viele Menschen, die hier alles gegeben haben! Ihr seid ein Teil des Ganzen !

12.07.10, 20:37 Yvette Cüsters, ENDLICH zu Hause!
Es war eine wunderschöne Woche, aber jetzt bin ich bzw. sind wir alle froh, wieder zu Hause zu sein. Vielen lieben Dank an alle Mamis, Papis und Marion & Horst für den super Empfang. Und natürlich an Larissa, die ja leider nicht dabei sein konnte. (Wir wissen, du hast zu Hause bestimmt genauso mitgefiebert) Mädels, ich bin wirklich sehr stolz auf euch, nicht nur wegen des Erfolges auf dem Turnier, sondern auch weil ihr mich alle die Woche über so gut unterstützt habt mit der Kleinen. Das ist nicht selbstverständlich! Danke.
Den Muttis und Leo auch vielen Dank für die tolle Unterstützung. Fürs Protokoll, ich bin nicht die Einzige, die nach saurer Milch gestunken (!!!) hat als wir aus dem Bus gestiegen sind. Ich freue mich darauf, nach den Ferien wieder richtig los zulegen, auch wenn ich bloß Leos HiWi bin.
Das Ziel Cup 2012 haben Leo und ich vernommen, und werden alles daran setzen, den Mädels die Chance dafür zu geben.
Liebe Grüße, Yvette.

BW-Meisterschaft 2010 - Schneetreiben behinderte die Anreise

Als in Villingen morgens 6:30 Uhr anfing zu schneien, waren alle zunächst optimistisch. Die Hessen allerdings hatten den Schnee schon etwas früher und die einige robbten sich von Stau zu Stau zwischen quer stehenden Lkws und glatter Fahrbahn rund um Stuttgart bis nach Villingen. Der Rekord war so ca. 7 Stunden Anreise.

Als um 10 Uhr Hallenöffnung für die C-Endrunde war, war noch kein "Hesse" weit und breit zu sehen. Auch bei den Juroren klemmte es, nur 2 von erwarteten 8 waren da. 2 Krank, Sabrina Irion, Wertungsrichterin aus Düsseldorf kommend auf eine abenteuerlichen Irrfahrt in den Süden von 7 Stunden! Geraldine Schulz rief entnervt an, dass ihr Auto in der Nähe von Offenburg schlapp gemacht hat...
Da weder Twirler noch Juroren in genügender Anzahl in der Halle waren, wurde erst einmal alles 1 Stunde nach hinten verschoben. Nach und Nach trudelten alle entnervt ein und waren froh, zunächst lebend angekommen zu sein.

Um so freudiger wurden dann die in letzter Minute ankommenden Juroren begrüßt. Alles gut, es konnte losgehen.
Die C-Endrunde, war wie immer ein tolles Turnier für die Kinder, fast alle konnten ihre Tänze verbessern oder bessere Platzierungen für sich verbuchen. Das tollste war die Siegerehrung, denn die Freude der ermittelten Aufsteiger war nicht selten überrascht, aber dennoch sehr groß. Mit Begeisterung wurden die Urkunden entgegen genommen und die Sieger - hier und da auch mit Freudentränen - gefeiert.

Weiter ging es mit den Pflichtübungen. Diese waren wie so oft beim ersten Turnier des Jahres konsequent nicht optimal dargeboten. Beim Blind fangen wurde, der berühmte "Kasten" umzingelt. Die Abwürfe, der Push-off waren nicht da. Das Fangen wieß sich - besonders bei 2 Spin links - als Hindernis auf. Die Basistechnik hat nicht verbessert und teilweise, sind die Abläufe noch nicht einmal da. Dies liegt wohl auch daran, das in den Vereinen die Pflichtübungen nicht regelmäßig geübt werden. Was bringt denn schon eine korrekte Basistechnik ;-) in einem Freestyle (Ironische Bemerkung) Dabei würde sogar, wenn man nur 1-3x die Pflicht in jedem Training macht... Zeitaufwand ca. 3-5 Minuten! bei jedem eine Verbesserung eintreten. Denn die dann könnte man doch wenigstens den Ablauf der Übungen - falls man am Pflichtlehrgang etwas mitgnommen hat. Naja, auf jeden Fall kann es am nächsten Turnier nur besser werden. Also Mädels - ab sofort - in jedem Training durchmachen... allein.... ;-)

Am Sonntag war der große Tag. Das erste A-Turnier des Jahres. Alle waren gespannt auf die neuen Tänze. Auch spannend war es, was wohl, durch die Bonus-Regelung beim Inhalt der Tänze passieren würde. Es war ganz offensichtlich, das der Schwierigkeitsgrad nach unten gefahren wurde. Dennoch zeigten sich die 0-Drop varianten noch immer recht verhalten. Auch war eine Verbesserung der Grundtechnik, durch den niedrigeren Schwierigkeitsgrad nicht zu erkennen. Auch 2 Spins wurden schlecht ausgeführt, Push-off. Illusion mit "Armwedel" und auch flasch gedreht ist wohl immer noch OK, Überschläge - Schräg, Knie-Füße gebäugt, Arme weiterhin schräg am Boden...schade aber auch. Rollen meist geschummelt, abgebrochen, Flips gecancelt und nicht richtig ausgeführt. So kam es nicht von ungefähr, das die Noten im Freestyle nicht wirklich prikelig hoch waren. In Kombination mit der Pflicht hieß das, eine große B-Vorrunde (99 Tänze) mit vielen EX-A-Freestylern, die die Hürde der 30 Punkte nicht geschafft haben.

Bei den Duos kam es zu Überaschungen. Gekonnt dargeboten wurden die wenigsten. Auch bei den Teams/Gruppen waren die Platzierungen durch die Drops recht durcheinander. Auch hier konnten die meisten Duos durch schlecht platzierte Stäbe bei den Exchanges positiv wirken. So wirken viele Tänze - nicht nur Dops - eher gehetzt und noch weniger souverän gekonnt.

Im Juniorteam konnte sich die TTSG Niedereschach mit erheblichen Vorsprung den BW-Titel vor dem MMC Villingen und TV Langenselbold sichern. Bei den Seniorteams konnte sich das Team vom TVL Langenselbold über den BW-Titel freuen. Mit einer "Chilligen" Darbietung konnte sich das in nur 4 Stunden zusammengestellte - eine Woche vorher - Team über überraschenden Sieg freuen. Sie wirkten entspannt und locker, hatten wenige Drops. So hatte hatten die Inhaltlich besseren Teams - auch aufgrund der mehr Drops - das nachsehen. Der MMC war mit dem letztjährigen Team an den Start gegangen und belegte nur Platz 2 vor der TSG Niedergirmes.

Die Stockhausen-Juniorengruppe ging an den Start mit 16 Twirlern. Mit einer gelungen Choreografie, tollen Kostümen und einheitlich und engagiert wirkenden Twirlerinnen wurde auf Anhieb die Qualipunkte gezeigt. Auch der TVL zeigte sich bei den Senioren in der Gruppe, wobei beim ersten Start noch die Harmonie fehlte. Alle hatten in dieser Disziplin noch zu viele Drops. Aber das war ja auch der erste Versuch - Steigerungspotential nach oben dadurch noch gegeben. Wenn weniger Stäbe fallen, wirken auch die Formationen und die gesamte Choreografie ganz anders.

Insgesamt betrachtet waren die Leistungen wie an jedem ersten Turnier des Jahres ausbaufähig. Ausdruck, Körpertechnik, Rhytmus und Chroeografien könnenen teilweise noch nicht richtig wirken und die technische Ausführungen der einzelnen Übungen sind auch noch nicht ausgereift. Da geht noch was.

Alle blicken mit Freude auf das nächste Turnier am 27./28.03.2010

Qualifikationspunkte B/C Kategorie - wurden angepasst

Hier noch einmal auf einem Blick die neuen Qualifikationspunkte.
Aufgrund der 5 Punkte Bonus, als auch der Reduzierung der Qualifikationspunkte in der B/C Kategroie wurde die Wertungsskala für 0-100 Punkte nach 6 Jahren ein wenig angepasst. Dies betrifft alle Disziplinen die in der B/C Kategroie laufen als auch Duo, Team/Gruppe in der A-Kategorie.

 
Das Ziel ist weiterhin langfristig, die Notengebung nach den internationalen Kriterien anzugleichen.

Solo

  • S1: C-Endrunde: 20 Punkte/B-Endrunde: 30 Punkte
  • S2: C-Endrunde: 35 Punkte/B-Endrunde: 50 Punkte
  • S3: C-Endrunde: 40 Punkte/B-Endrunde: 60 Punkte


D.T.S.V. Strut/2 Baton

  • C-Endrunde: 35 Punkte/ B-Endrunde: 50 Punkte


Modern-Dance-Twirl Teams

  • C-Endrunde: 35 Punkte/ B-Endrunde: 50 Punkte


Solo Dance-Twirl

  • Junioren: C-Endrunde: 35 Punkte/B-Endrunde: 50 Punkte
  • Senioren C-Endrunde: 40 Punkte/B-Endrunde: 60 Punkte


B-Freestyle/B-Duo/B-Team

  • 1x 50 Punkte

Achtung: B-Duo/B-Team: nur1x Rad, 1x Illusion zusammen zeigen


Mini-Freestyle/Mini-Duo/Mini Team

  • C-Endrunde: 25 Punkte/ B-Endrunde: 30 Punkte

Achtung: Nur 1x Rad, 1x Illusion mit Schleudern


A-Kategorie:
Freestyle/Duo/Team/Gruppen

  • National:
    Junioren 35 Punkte
    Senioren 45 Punkte

für EM: Junioren 50 Punkte/ Senioren 60 Punkte

für WM: Junioren 55 Punkte Senioren: 65 Punkte

 

...und schwuppps ist alles wieder vorbei

Der Cup of Clubs in Sheffield war ein schönes Erlebnis. Auch wenn ich - nach ca. 10 Jahren - das erste mal wieder international gewertet habe nicht viel von den tollen Erlebnissen der Vereine mitbekommen habe. Die Busfahrt, auch mit super netten Busfahrer war doch recht lange. Völlig übermüdet kamen wir an. Ein echtes "Schuuuuuuups" (Das war unser Spruch der Woche) Also ich für meinen Teil habe mich erst mal kurz abgelegt.... dann war das große Treffen für den Musiktest. Bis auf einen Verein waren wir alle im selben Hotel. Die Fahrt mit der Straßenbahn und einen etwas überforderten Schaffner, der Leos Trupp kaum zu verwalten wusste... war allein schon klasse. Also zur 6. Station hatten wir es alle geschafft ab kassiert zu werden.
Als erstes habe ich mich am zukünftigen Jurytisch gesetzt und mir alle Tänze angeschaut... Wie immer beim Musiktest, ging hier und da was daneben. Aber am schlimmsten waren die Formationen aller Teams/Gruppen. Wir waren auch größtenteils noch müde. Oh je, wir vermuteten, das es wohl an der Höhe liegt, wo wirklich jeder Zentimeter, der daneben ist brutal auffällt. Also die große Erkenntnis, die Formationen müssen besser werden ist bei jeden angekommen... Ich war begeistert, wenn wir hatten am Hotel eine große Wiese mit "Grastribüne" die ungefähr der Höhe der Jurytische entsprach... Alles wird gut.
Essen war wie befürchtet.... aber ging ja noch...
Am nächsten Tag das erste Meeting der Juroren... Da wurde von "clear" Technik hinten und vorne geredet... Auch die modes... und Spins, und TC, SC... Ich war fast jedes mal mit meiner Probewertung zu hoch... So richtig gewundert hat mich, wenn sie diese Twirler so benoten, müssen sie ja ganz schön viel besser geworden sein... Aber was soll ich sagen. Es war "Wie immer";-) Das Fußballspiel war obwohl wir leider verloren haben besser.
Ich hatte Seniorfreestyle, 36... bei mir ist es wertungstechnisch betrachtet ganz gut gelaufen. Svenja ist mit ihren "minimalistischen" Tanz gut angekommen und landete auf dem 21. Platz. Tiny konnte ihr Freestyle, nicht ganz so gut zeigen, 6 Drops... damit war sie weg. Am Ende schaffte sie trotz 1.2 Punkte Abzug den 23. Auch international werden bei Drops "nur" 0,2 abgezogen werden. Diana strauchelte auch hier und da, konnte sich aber dennoch wacker durch ihr Freestyle kämpfen. Sie schaffte es als einzige von den Senioren ins Semifinale. Sie war auch Zuversichtlich eine Steigerung hinzubekommen. Die Junioren habe ich nur teilweise gesehen, aber bei denen lief es auch ganz gut... mit nur vier Juroren haben es alle ins Semifinale unter die ersten 20 geschafft... Alena hat das Free mal locker mit 0 Drops runtergezwirbelt und lag vorne unter den ersten 10... die anderen habe ich nicht sehen können, weil ich da mit mir und dem Wertungsgeschehen bei den Senioren zu tun hatte.
Insgesamt finde ich, das sich aus meiner Sicht die Technik in Holland und auch bei den Schweden sichtbar verbessert hat. Die anderen haben eigentlich ihre Tänze in gewohnter "individueller" Technik dargeboten. Am Tipp abschleudern, Cross-over bei den Spins... Beim rollen schummeln, schlecht ausgeführte gymnastische Übungen... das komplette Progamm. Gute Choreografien - aus meiner Sicht - Mangelware.
Der zweite Tag war mein persönlicher Horrortag... als erstes 14 Juniorteams... Unsere Juniorenteams haben es super gemacht... Ich war begeistert... Niedereschach waren die ersten von uns... "Don't overreact" ;-) Schwubbs war ich die niedrigste... mmm... Die Juroren wissen was ich meine ;-) Auch das MMC-Team hat seine Sache sehr gut gemacht... die Schwierigkeiten hätten sie noch etwas reduzieren können. Wirkt nicht so gut, wenn ein Stab oder sogar 2 bei einer Übung fallen...
Auch die Niedergirmes Juniorgruppe überraschte mich positiv. Sie haben ihre Sache gut gemacht... Formationen dem Level entsprechend, zwar  etwas klein - aber gut gemacht. So konnten "Doms" Effekte nicht so richtig wirken... Umso besser lief es dann bei Stockhausen... also echt - sehr gut... ich war völlig von den Socken.... Kein Inhalt klasse Formationen, die Twirler berührten mit ihrer Freude das Herz der Juroren... PS: "Ich bin drinne geblieben" Trotz Wallung...:-) 5. Platz klasse. Die Konkurrentinnen die kleinen "Schürtzchen" konnten dies nicht toppen. Schon wieder Finale.... klasse. Es war schon spannend sich die verschiedenen Taktiken, wie man ein Team/Gruppe gestalten zu analysieren. Am besten verstecken die Franzosen ihre "Looserbunnies"! Also Hut hab... Viele Teams agieren mit sog. 1/2 Exchanges... die schreibe ich persönlich nicht auf... da dies kein "Echter" ist. Mit dem Aufschreiben der gemeinsamen Übungen in allen Modes, ob sie von allen gefangen wurden oder nicht. Art der Exchanges... bin ganz gut gefahren. Auch wie die Technik Körper/Stab unter den Startern ist.  Nicht einmal bin aus der Wertung (5 Punkte +/-) geflogen. Ich habe mich bemüht objektive neutrale Noten zu verteilen. Auch das Junior-Pair Alena und Vanessa haben ihr Duo wirklich gut gemacht und schafften es, wie von mir erhofft ins Finale... Sehr fein. Das Senioren-Duo aus Niedereschach konnte ich nur auszugsweise sehen. Sie haben aber auch ihre Sache gut gemacht. Die Semifinale waren an diesem Tag ja auch noch mal dran... oder waren die als erstes? Ich weiß es schon nicht mehr... Für mich war das zu viel... Ich war einfach nur müde und froh als dieser Tag vorbei war. Hätte ich einen Wunsch äußern können hätte ich mir gewünscht: "Schubs, daheim bei Jörg auf der Couch" - Das Endspiel habe ich nur im Wachkoma miterlebt. Aber im Pub mit den Mädels ging es dann wieder. Ich könnte schwören, durch unser hysterisches Geschrei ist jedes mal das Bild verschwommen. Oder war es samstags?
Der Samstag ging auch... ich konnte das Essen inzwischen noch nicht mal mehr riechen... seit Mittwoch genau das gleiche... Zum Glück hat mich Niedergirmes versorgt... nochmal vielen Dank dafür. Zu trinken gab es auch fast nichts... ich habe vom Hotel noch etwas mitgenommen. Mir war es echt zu blöd mich ständig um etwas trinkbares zu kümmern... So etwas hat es bei uns noch an keinem Turnier gegeben.... Kaffee gabs selbstverständlich nur als Pulvervariante (seit Mittwoch) mit heißen Wasser. Wen wundert es, wenn sie dann zu wenig Juroren haben, die sich so etwas antun...
Die Seniorenteams waren auch sehr spannend... der MMC war am Anfang etwas aufgeregt und es lief daher nicht so rund. Dann ging auf einmal ein Ruck durch das Team und dann hatten sie sich gefangen. Die Rollserie wurde auch mit allgemeinen Applaus honoriert. Von den Deutschen Teams folgte dann Niedergirmes. Sie zeigten eine tolle Leistungen, standen leider nicht so gut in den Formationen und die Drops fielen ungünstig. Beide verfehlten im starken Feld nur knapp das Finale und konnten mit sich vollkommen zufrieden sein. Auch die MMC Juniorgruppe konnte mit einer ansprechenden Leistung glänzen verfehlte auch nur knapp das Finale.
Der Finaltag, war auch spannend. So mancher Tanz konnte sich steigern, manche gingen in die Hose. Bei unseren Finaltänzen konnten die Leistungen nicht noch einmal so gut wiederholt werden. Teilweise waren die Twirlerin vielleicht mit der ungewohnten Situation überfordert. Auch das will erst gelernt werden. Schritt für Schritt. Wie im echten Leben, alles normal. Auch Franzosen und Italiener zeigen hier und da mal Nerven. Insgesamt würde ich sagen die Deutschen Twirlerinnen haben sich sehr gut präsentiert. Wenige Drops! So zeigt sich, das unsere Dropregelung seine Auswirkungen zeigt besonders bei den Junioren. Sie zeigten meist was sie konnten... nicht mehr und nicht weniger... gut. Wir sind auf den Weg.... aber an unserer Basistechnik muss sich noch einiges tun. Bei den Senioren sind alle Twirlerinnen recht gut, zeigen zum Teil coole Flipkombis, und auch abwurf und Fangvariationen oder sind körperlich besser und flotter auf den Füßen. So ein sauberes Rollen ist in der Menge der Twirlerinnen, wohlwollend aufgefallen. Bisher ist eine gute Technik noch eine Ausnahmeerscheinung... auch die Franzosen haben hier und da mal ihre Last. Sind aber insgesamt offensichtlich besser, auch in der Auswahl der Übungen die sie zeigen. Auffallend ist auch, das die anderen Länder bei den Exchanges ihre Stäbe einfach besser Platzieren können, sich die Stäbe schneller drehen... und sie den Raum an sich besser - auch nachvollziehbar - nutzen und dadurch dynamischer wirken - auch die Schweden... fand ich jedenfalls. Es geht so langsam nicht nur um das Fangen, sondern auch um das "wie". Auch dieses "rummaschieren" empfinden die Juroren nicht mehr so angesagt. Das beeindruckenste für mich war das Timining. Timing ist bei uns noch in den Kinderschuhen. Timining-exchanges sind bei den besseren Teams ein Bestandteil. Das können wir noch nicht. Wir können erst dann damit beginnen, wenn wir besser und vor allem höher schleudern können. Es gab Teams/Gruppen, die haben mit ihren Exchanges Bilder gemacht. Das fand ich auch klasse. Dafür ist präzises Schleudern, Timining und ein genialer Choreograf am von nöten... von einem stets trainingswilligen Team - welches sich nicht zu gut ist, auch Basis regelmäßig zu üben.
Die Siegerehrung war eine Qual, der Zeitverzug war so schrecklich, das wir am Ende nicht einmal mehr in unser gebuchtes Restaurant gehen konnten. Stattdessen ging es zu Mc Donalds... Ihr werdet es kaum glauben. Aber es war ein echtes Gourmet-Menü. Wenigstens die können Pommes machen. Mitten in der Nacht konnten wir vorzeitig auf die Fähre....und schwuuuuup verloren wir die vor geholte Zeit wieder im Stau. Je näher wir uns unserem Zuhause näherten, desto wärmer wurde es. Ich war froh als mich mein Mann abholte und wir tatsächlich "schwups" zuhause waren.
Mit der gezeigten Leistung kann der Deutsche Twirlingsport Verband mehr als zufrieden sein. Die Teams, Gruppen, Freestyler und Duos haben sich alle gut präsentiert. Die Sportler fühlten sich sichtlich wohl, weil sie merkten, dass die anderen auch nicht sooo viel besser sind. Das konnte man sehen. Es wäre schön, wenn es weiter gehen würde. Wenn jetzt schon mal jeder gelernt hat, das eine gute Basistechnik keine Zeitverschwendung ist und gekonnte Tänze grundsätzlich eine bessere Wertung bekommen hätten wir für uns schon viel geschafft. Jetzt muss es weiter gehen.

Ein weiteres Fazit: Ich will nicht mehr ohne meinen Mann zu so einer Veranstaltung. Nicht nur mein Ruhepool hat gefehlt. Auch vielen anderen ging es so. Irgendwie ungewohnt. Da hilft auch nicht "schwupps, die Woche ging schnell um."

Stephanie Paulus-Reschke

Deutsche Twirlerinnen werden an der WM in Norwegen geehrt

Seit Anfang 2010 hat Sportwart Susanne Henkel dieses Geheimnis gewahrt. Seit die WM nur noch alle zwei Jahre stattfindet, wurden die Ehrungsmodalitäten geändert. Statt 10 Jahre, müssen die Twirlingsportlerinnen nur noch 5x an den Weltmeisterschaften teilnehmen. So war klar das "unsere" Twirlerinnen Stephanie Wagner und Katharina Kling mit dabei sind. Präsident Hansjörg Reschke und Sportwart Susanne Henkel freuten sich schon die ganze Woche "heimlich", wenn Sie sich vorstellten, was für ein Gesicht die Deutschen Twirlerinnen wohl machen werden, wenn Sie mit den "Großen" internationalen Twirlern aufgerufen werden würden. Auch der D.T.S.V. ist mit Recht stolz auf diese jungen Frauen, die mit Ihren jahrelangen Einsatz den Deutschen Twirlingsport mit Ihren tollen Darbietungen geprägt haben.
Sie beide sind Vorbilder für die nachfolgenden Generationen. Ohne Vorbilder, an denen man sich als junger Mensch orientieren kann, stellt sich nur schwer sichtbare Weiterentwicklung ein. So geben Katharina Kling und Stephanie Wagner dem Deutschen Twirlingsport mehr als ein Gesicht. Sie glänzen durch ganz einfach dadruch, weil sie mit dem D.T.S.V. untrennbar verbunden sind. Dies zeigt sich:

  • Weil man sich jedes Jahr, an den Turnieren immer wieder auf ihre Tänze freut.
  • Weil es still wird, wenn sie mit Ihren Tänzen beginnen.
  • Weil man mit ihnen leidet, wenn es mal "nicht so läuft"
  • Weil man sich vereinsübergreifend freut, wenn den Twirlerinnen tolle Übungen gelingen.
  • Weil das gesamt Publikum die tollen freundschaftlichen Kämpfe der beiden mit Spannung verfolgt.
  • Weil man sehen kann, dass sie Twirlingsport lieben
  • Weil sie ganz einfach Leitbild und Orientierung sind.

Dafür dankt nicht nur der Deutsche Twirlingsport Verband, dafür danken alle Vereine, Twirler und Zuschauer.
Also liebe Katharina, liebe Stephanie einen wirklich Herzlichen Glückwunsch von allen.

Interview Katharina Kling:

WM Teilnahmen:

  • 2000 World Championships Hertogenbosh,Netherlands
  • 2001 World Championships Villebon/Paris
  • 2002 World Championships Saskatoon,Canada
  • 2003 World Championships Badalona, Spain
  • 2006 World Championships Rome, Italy
  • 2008 World Championships Limerick, Ireland
  • 2010 World Championships Bergen, Norway

Wie war es für Dich, als Du aufgerufen wurdest?
Als es losging mit den ganzen Ehrungen, dachte ich mir "Na toll- an uns denkt bestimmt wieder keiner" !  Doch dann wurde ich als erste von Deutschland aufgerufen. Es war ein richtig richtig gutes Gefühl, vor allen Zuschauern und Sportlern geehrt zu werden. Auch wenn es nur ein kleiner Moment war, es war ein sehr Besonderer und ich werde es nicht vergessen!

Hat dich das für die Zukunft motiviert?
Diese Anerkennung treibt einen an! Ich habe viele Schlüsse gezogen nach dieser WM und habe neue Ziele. Ich bin motiviert wie schon lange nicht mehr. Auch wenn die WM nicht optimal für mich gelaufen ist, wie ich es mir gewünscht habe, denke ich hat es mir im Nachhinein sehr viel gebracht und war es hilfreich. Ich bin wieder ein Schritt weiter und das ist in dem Sport sehr wichtig.

Was treibt Dich an immer wieder an, weiter zu machen?
Die Eigenmotivation sowie die Unterstützung von anderen! Meine neuen Ziele! Und eben mein manchmal sturrer aber sehr starker Kopf :-)

An was erinnerst Du dich am liebsten, wenn Du an die vielen WM-Teilnahmen denkst?
An das Feeling auf der Tanzfläche und ein Teil des Sports mit vielen anderen Sportlern aus aller Welt zu teilen!

Was machst Du kurz bevor es losgeht?
Ich versuche in meinen Konzentrations- Schiene zu kommen und mich nicht ablenken lassen.

Ein paar Tipps vom "erfahrenen" WM-Teilnehmer, damit die WM ein Erfolg wird:
Wer schweißtreibend sein Ziel richtig verfolgt und es zusätzlich mit seinem Herz macht- macht nichts falsch :-)
Geniesst es!

Interview Stephanie Wagner:

WM Teilnahmen:

  • 1998 Villeurbanne, France
  • 2000 Hertogenbosh, Netherlands
  • 2001 Villebon/Paris, France
  • 2002 Saskatoon/Saskatchewan, Canada
  • 2006 Rome, Italy
  • 2008 Limerick, Ireland
  • 2010 Bergen, Norway

Wie war es für Dich, als Du aufgerufen wurdest?
Leider konnte ich Sanne recht früh durchschauen. ;-) Als die Ehrungen losgingen, hab ich künstlich gelangweilt zu Sanne gesagt: "Was ist das denn schon wieder?" Sanne meinte: "Sind wohl wieder Ehrungen." Das hat sie noch recht gut kaschieren können. Aber als ich dann sagte: "Wir sind ja doch eh wieder nicht dabei." Hab ich im Augenwinkel auf ihre Reaktion geschaut. Ihr verhaltenes Schulterzucken hat alles verraten und die Vorfreude war ihr ins Gesicht geschrieben. :-) Natürlich wusste ich es nicht 100%ig, aber ich dachte es mir. Und als Kath und ich dann aufgerufen wurden. Habe ich mich riesig gefreut und innerlich bestätigt gefühlt, dass ich Sanne durchschaut hatte. :-)) Es ist wirklich eine Ehre für so viele WM-Teilnahmen aufgerufen worden zu sein. Ich hab mich anerkannt gefühlt und war stolz auf meine Leistungen.

Hat dich das für die Zukunft motiviert?
Es hat mich sehr motiviert. Habe mir vorgenommen an meiner 10. WM 2016 in Deutschland , wenn ich 30 Jahre alt bin, teilzunehmen. Natürlich muss ich da fleißig weiter trainieren und gut planen. Es sind bis dahin noch sechs Jahre und der Familienwunsch ist ja auch da.  

Was treibt Dich an immer wieder an, weiter zu machen?
Die Liebe zu dem Sport. Twirling ist wie eine Droge, ich kann einfach nicht ohne.

An was erinnerst Du dich am liebsten, wenn Du an die vielen WM-Teilnahmen denkst?
Am liebsten an die Zeit mit den Mädels. Was wir schon alles in den Hotels erlebt haben. Es ist immerwieder sehr witzig. Dann natürlich an die vielen super Tänze der führenden Länder. Und vor allem an den Erfolg, wenn mein Tanz richtig gut geklappt hat, und ich den vielen Zuschauern und der Jury zeigen konnte, was ich drauf habe. So ein Erlebnis ist wirklich einmalig.

Was machst Du kurz bevor es losgeht?
Ich versuche mich zu beruhigen. Ich bin immer extrem aufgeregt, bevor ich tanze, auch national. Ich sage mir dann immer "Ich kanns" und das ungefähr 100 mal vor dem tanzen. "Ich kanns, ich kanns, ich kanns,...."

Ein paar Tipps vom "erfahrenen" WM-Teilnehmer, damit die WM ein Erfolg wird:

  • Fleißig trainieren. Den Tanz 100%ig können.
  • Auch mentales Training machen, 80% unserer Leistung spielt sich im Kopf ab. Cool bleiben.
  • Den Willen haben, alles zu geben.
  • Und zum Schluss: Schaut euch mal WM-Tänze an, wie kraftvoll deren Bewegungen sind, wie sich der Kopf bewegt und welchen Ausdruck und Präzision die Sportler (vor allem Japan) haben. Da fehlt uns, auch mir, noch einiges.

B-Duo & B-Team ab der Saison 2010

Nachedem die vom D.T.S.V. neu eingeführte Disziplin B-Freestyle 2009 eingeführt wurde. Hat das D.T.S.V. Präsidium die Disziplinen B-Duo und B-Team für die Saison 2010 eingeführt. 

Spannend wird es nicht nur für die Twirler. Auch die Wertungsrichter erwarten mit Spannung ihre Bewertungen nach der Bewertungsmethode vom Mini-Duo/Mini-Team abzugeben. Es wird sicher nicht einfach, die Junioren und Senioren, die in dieser Disziplin gemeinsam starten in eine Reihenfolge zu bringen.
Da die Twirlerinnen recht nah zusammenliegen, wird B-Duo und B-Team wie B-Freestyle wohl immer eine spannende Sache werden. Prgnosen, wer am Ende die Nase vorne hat sind schwierig. So starten in den B-Disziplinen alle Twirler motiviert. Denn alles ist möglich. Nicht zuletzt spielen die Drops in diesem dichten Starterfeld eine wichtige Rolle. In Kann der Tanz als ganzes gekonnt dargeboten durchgebracht werden, wird auch die Note der Wertungsrichter höher.
B-Duo und B-Team wird es wohl eine Vorlaufzeit geben, bis die Vereine ihre Twirler für B-Duo oder B-Team anmelden. Insbesondere wurden diese neuen Disziplinen B-Freestyle, B-Duo, B-Team eingeführt, um den außerordentlichen Vereinen eine Plattform zu bieten weiterhin aktiv am Turniergeschehen teilzunehmen. So hat sich das D.T.S.V. Präsidium für eine Stufen-Regelung entschieden, um allen D.T.S.V. Mitgliedsvereinen die Möglichkeit einer Ordentlichen Mitgliedschaft zu geben.

Ab 2011 werden ausschließlich ordentliche D.T.S.V. Mitgliedsvereine in der A-Kategorie teilnehmen.


  • Außerordentliche Mitglieder dürfen ab 2011 ausschließlich in den B- Kategorie teilnehmen
    (Sichtungsturnier, C- Endrunde, B- Vorrunde, B- Endrunde).
  • 2010 ist eine Teilnahme in der A-Kategorie bis zur DM möglich, aber kein internationaler Start.
  • Am Cup of Clubs 2010 dürfen nur ordentliche Vereine teilnehmen!

Ebenso sollte sich langfristig die B- und C Kategorie als Breitensport- und die A-Kategorie als Leistungsportwettbewerb etablieren. Der Übergang von B zu A sollte jedoch relativ einfach sein. Vor allem, da die Beschreibungen mit einigen Begrenzungen, die für Breitensportler nicht notwendig sind, analog zur betreffenden A – Disziplin sind.

Der Twirling Breitensport

  • hat eine wichtige gesundheitsfördernde und – erhaltende Funktion
  • sollte ein „weiches Wettkampfsystem“ bieten, dessen Grenzen zum Leistungssport fließend sein sollen
  • Junge Twirler werden an den Twirlingsport herangeführt
  • Ältere Twirler können sich lange aktiv am Twirlingsport beteiligen.
  • Neue Vereine finden sich eher in diesem Wettkampfsystem wieder, ohne abgeschreckt zu werden.
  • behält als fröhliche Sache in der Gemeinschaft seinen spielerischen Sinn und macht Spaß
  • holt Kinder von der Straße, integriert Randgruppen und Minderheiten
  • stärkt die Kompetenz der für den Breitensport ausgebildeten Lehrkräfte durch altersbezogene Profilbildung
  • sichert den Nachwuchs durch gezielte Jugendarbeit auch für diejenigen, die weniger leistungsorientiert sind.
  • Stärkt durch Interaktion in der Gruppe die soziale Kompetenz
  • Reduziert vielfach auftretende Bewegungsdefizite
  • Fördert durch das Zusammenwirken von Bewegung und Musik u.a. die Phantasie, die Kreativität sowie die psychische Regeneration- wodurch unter Umständen auch in anderen Bereichen Leistungsverbesserungen zu erzielen sind.


Alle A- Disziplinen finden sich in weniger leistungsorientierter Form in der B- Kategorie wieder.
Ziel: eine Vereinfachung sowie mehr Transparenz des D.T.S.V. Turniersystems.

Folgende Beschlüsse wurden gefasst:

  1. Ordentliche Mitgliedsvereine dürfen am gesamten Turnierbetrieb des D.T.S.V. teilnehmen (A/B/C)
    Die A-Kategorie ist ab 2011 ausschließlich ordentlichen D.T.S.V. Mitgliedsvereine vorbehalten.
  2. Außerordentliche Mitglieder dürfen ab 2011 ausschließlich in den B- Kategorie teilnehmen(Sichtungsturnier, C- Endrunde, B- Vorrunde, B- Endrunde).
  3. Am Cup of Clubs 2010 dürfen nur ordentliche Vereine teilnehmen!

Solo - im ersten Jahr viele Drops und wenig Endrundenteilnehmer

Das 2010 neu eingeführte Solo ist eine Einzeldisziplin mit vorgegebener Musik. Das Ziel ist es, die „handwerklichen Fähigkeiten“ in der Batontechnik, also das schnelle Drehen des Batons korrekt auszubilden. Solo beinhaltet beidhändiges horizontales und vertikales twirlen in einem kontinuierlichen Fluss, um eine breite Basis an Twirlingtechniken zu entwickeln. Der Twirler nutzt die drei Twirlingmodes (Rollen, Schleudern, Kontakt) und entwickelt diese kontinuierliche und kompetent in allen Modes in jedem Level. Durch das unterschiedliche Kombinieren verschiedener Übungen werden Körper, Baton, Fluss und die Fähigkeiten in einem höheren Schwierigkeitsgrad korrekt und schnell zu twirlen weiterentwickelt.
Solo bildet die Basis für alle weiteren Twirlingdisziplinen. Im ersten Jahr hat es als einzige Solo-Twirlerin Fabienne Hofmann vom TV Langenselbold in die Endrunde geschafft. Die elfjährige war über den unerwarteten Erfolg sehr begeistert und freut sich darauf, ihr Solo auf der kompetten Fläche zu präsentieren.  

Der Fokus derWertungsrichter liegt auf:
a) Schwierigkeitsgrad/Technik
b)Welche Übungen in welcher Kombination gezeigt werden
c) Choreographie/Stil Technik: Die korrekte Ausführung von Twirling- und/oder Körperübungen.Nur was korrekt gezeigt werden kann wird den Twirler in ein höheres Leistungslevel bringen.

Präzision: Die Qualität definiert sich durch die Exaktheit der Ausführung.

Inhaltsmöglichkeiten: • Vertikal/horizontale Übungen • Beidhändiges Twirlen • Vw/rw twirlen • Fuß- und Körperarbeit in Kombination mit guterTwirlingtechnik • Beidhändiges Twirlen • Handwechsel • Vertikale u. horizontale Patterns (vert. zu horiz., horiz.zu vert.) • GeschickteWechsel zwischen den 3 Modes • Schnelligkeit • Start und Ende eines schwierigen Elements • Verkaufen der verschiedenen Elemente, um die Schwierigkeit noch mehr aufzuwerten (Ausdruck) • Fluss und Harmonie der Bewegung (Baton/Füße/Körper) • Richtungswechsel • Fluss in den Verbindungsübungen von einem Element zum nächsten, von einem Mode zum nächsten • Interessanter Beginn und weiterführendes Ende für jedes schwierige Element (weniger Pausen) • Optisch ansprechende Darbietung

 MERKE: In eine gute Choreographie gehören nur Übungen, die erfolgreich vomTwirler dargeboten werden können.

Tanzaufbau: Eine gute Choreographie muss zusammenpassen. Sie zeigt eine begrenzte Auswahl von guter Technik und vielfältiger Twirlingübungen, die im Schwierigkeitsgrad zusammenpassen. Die Ausführung ist flüssig und der Twirler wirkt nicht, als ob er mit seiner Choreographie kämpft. Er drückt frei und entspannt seine Fähigkeiten in Geschwindigkeit,Kontrolle über Körper und Baton, Details, Dynamik, Kontraste, etc. aus.Alle Beschreibungen beziehen sich auf die gesamte Twirlingtechnik der drei Modes!
• Schleudern Spins Stationary Complex (SC) Travelling Complex (TC) Vielfältigkeit Abwürfe/Fangen und verbinden
• Rollen (Anfang, Ende, Kontinuität, Kombination)
• Kontaktmaterial (Fullhand twirls, Finger, Flips, Loops)
Diese einfache Reihenfolge ist die Basis für einenTwirler, der mit demTwirlingsport beginnt. Es ist einfach, sich an diesen Aufbau zu erinnern, um ihn sicher ordentlich darzubieten.
Part 1 vertikale Eröffnung/ vert. Fullhands/Aerials,vert. Spins
Part 2 Kontakt und Finger
Part 3 Rollen
Part 4 horizontale Teil – Kontakt/Fullhands/Finger/Aerials
Part 5 vertikales Ende (spektakulärster Trick)

Wie ein korrektes Solo aufgebaut wird und wie man überhaupt anfängt erfahren die Aktiven Twirler am 12. September 2010.

Wer weiß was er tun muss, hat es leichter, gute Noten zu bekommen

Neue Lehrgangssaison startet - Ausbildung für Trainer und Juroren geht weiter!

In diesem Jahr haben sich Annemarie Schulz und Janine Roth für eine Juryausbildung entschlossen. Erste Erfahrungen auf der praktischen Ebene konnten gesammelt werden. Dieses Jahr ist noch Theorie angesagt. Sie freuen sich auch weiter Interessenten. Falls jemand dieses Jahr mit einer Juryausbildung begonnen möchte, meldet sich bitte direkt bei Stephanie Paulus-Reschke zur weiteren Vorgehensweise.

Auch die Ausbildung für Trainer C im fachlichen Bereich startet dieses Jahr. Auch hier können sich interessierte Menschen melden und mit der Ausbildung durchstarten. In diesem Jahr die fachliche Ausbildung und im nächsten Jahr, dann in die überfachliche Trainerausbildung gehen. 
Der Anmeldeschluss ist der 3. September 2010.

Für die Lehrgangsaison 2010/2011 sind für einige Lehrgänge Teilnahmebedingungen angeknüpft. So werden bei Pflichtlehrgängen teilweise Gradlevel als Voraussetzung! So gilt es vielleicht zu beachten einen Gradlehrgang zu besuchen und die Prüfung auch zu bestehen. Nur so macht es Sinn, eine effektive Ausbildung mit echtem Lernerfolg zu erzeugen. Also, nicht jeder darf an jedem Lehrgang mitmachen. Die Lehrgangsteilnehmer werden so weniger über- oder unterfordert und die Lehrgänge können so besser auf die Teilnehmer abgestimmt werden.

Über Mercedes und more Basics

Bei der Siegerehrung traf ich die Trainerin von Suishi, die überglücklich war, dass Ihr Schützling den Tanz einmal hinbekommen hat und auch ein paar 10,0 Noten bekommen hat. Ich beglückwünschte Sie für den tollen Erfolg. Wer sich bei den Seniormännern auskennt, weiß dass Suishi so hier und da – NUR für japanische Verhältnisse!!!!! - ) etwas Stabschwach ist.
Sie hat uns wie es sich für einen Japaner gehört für unsere Intelligenz und Technik gelobt.... weil wir ja den Mercedes haben. Hätte ich nicht vor kurzem eine Reportage über die Japaner/Chinesen wie die uns angeblich sehen, schwöre ich, hätte ich nie gerafft was sie mir versuchte freundliches zu erzählen.
Sie sagte wie in der Reportage Mercedes. Zu unseren Twirlern hat sie gesagt, dass es doch vielleicht gut wäre, wenn wir mehr Trainer hätten... als ich sagte das wir gerade mal 50 Freestyler haben – was für uns eine tolle Steigerung ist – meinte sie, dass es vielleicht gut wäre, wenn wir ein bisserl mehr an den Basics arbeiten würden. Japan hätte ein sehr gutes Basis Programm. Dass dieses Basis.Programm offensichtlich erfolgreich ist, sieht man daran, dass die ersten 3 Plätze bei den Junioren und Duos immer an Japan gingen.

Also liebe Deutsche Twirlerinnen arbeitet mal ein bisschen an den Basics und hört auf den Rat einer Trainerin die Weltmeister trainiert und ca. 300 Schüler hat. Wie wäre es zum Beispiel mit den Graden für Anfänger oder der LT.

So langsam, dürften die, die an diesem LT-Projekt teilnehmen doch gemerkt haben, dass das Stäbchen sich besser kontrollieren lässt. Den Trainern ist die Verbesserung zumindest nicht entgangen. Dabei hat die Japanische Trainerin nur die erfolgreichen LT-Absolventen gesehen. Mich hat ihre Feststellung schon erfreut, da wir als „intelligente Deutsche Mercedesfahrer“ zumindest theoretisch wissen, dass wir an genau dem arbeiten müssen.

Kunden der GEMA: Gehören wir dazu?

Die GEMA ist eine Verwertungsgesellschaft, die in Deutschland die Aufführungs- und Vervielfältigungsrechte von denjenigen Komponisten, Musikern und Verlegern von Musikwerken vertritt, die in ihr Mitglied sind. In der Schweiz ist die SUISA und in Österreich unter anderem die AKM dafür zuständig.

Wer Musik komponiert, Musiktexte schreibt oder Musik?werke verlegt, hat einen Anspruch auf angemessene Bezahlung. Dies ist weltweit durch nationale Urheberrechts-Gesetze geregelt. Kein Komponist, Textdichter oder Verleger kann allerdings selbst in ausreichendem Maß überprüfen, wo, wann, wie oft und wie lange sein Titel gespielt wird. Zudem kann sich der einzelne nicht darum kümmern, dass er die Entlohnung für seine Leistungen auch tatsächlich erhält. Genau dies ist in Deutschland Aufgabe der GEMA.

Wer in Deutschland Musik der Öffentlichkeit zugänglich macht, ist damit im Normalfall automatisch Kunde der GEMA. Bei Radio- und Fernsehsendern, Kinos oder Herstellern von bespielten Ton- und Bildträgern ist dies auf den ersten Blick einleuchtend. Kunden der GEMA sind aber auch alle Veranstalter von öffentlichen Musikdar?bietungen. Dazu steht im Urheberrechtsgesetz: “... die Wiedergabe eines Werkes ist öffentlich, wenn sie für eine Mehrzahl von Mitgliedern der Öffentlichkeit bestimmt ist. Zur Öffentlichkeit gehört jeder, der nicht demjenigen, der das Werk verwertet, oder mit anderen Personen, denen das Werk in unkörperlicher Form wahrnehmbar oder zugänglich gemacht wird, durch persönliche Beziehungen verbunden ist ...“. Stark vereinfacht heisst dies: Praktisch jede Situation ist öffentlich, in der zwei oder mehrere Personen gemeinsam Musik hören. Davon ausgenommen ist natürlich der Fall, dass diese alle miteinander befreundet oder verwandt sind. Eine Vereinsveranstaltung ist desshalb öffentlich, eine private Party ist es dagegen nicht.

Dies bedeutet, dass alle Aktivitäten mit urheberrechtlich geschützter Musik entsprechend vorher bei der GEMA angemeldet werden müssen, egal ob Trainingsstunden, Vorführungen, Turniere usw. Kommt jemand seiner Anmeldepflicht nicht oder zu spät nach, hat die GEMA grundsätzlich einen Schadenersatzanspruch.

Was haben wir Kunden von den Vergütungen, die wir an die GEMA zahlen? Ganz einfach: Wir haben legalen Zugriff zum riesiegen, urheberrechtlich geschützten, musikalischen Weltrepertoire. Und ein gute Gewissen, weil Komponisten, Text?dichter und Verleger ihren gerechten Lohn erhalten.

Die Zusammenarbeit mit der GEMA ist ganz einfach:

• melden Sie die geplante Musiknutzung vorher an

• bezahlen Sie den Vergütungsanspruch.

Damit ist die Angelegenheit erledigt. Bei Livemusik wird noch eine Musikfolge der aufgeführten Werke benötigt.

In vielen vielen Fällen gibt es reduzierte Tarife. Der Nachlaß beträgt in der Regel 10-20%. Die Rabatte gelten z.B. für Mitglieder von Nutzervereinigungen (z.B. für ordendliche Mit?glieder des D.T.S.V. über den Deutschen Tanzsportverband), Berufsvertretungen und andere Verbände (Musikvereinigungen), mit denen die GEMA sogennante Gesamtverträge abgeschlossen hat. Einzelheiten gibt es bei den jeweils zuständigen GEMA-Bezirksdirektionen. Man wird dort auch gut beraten. Die zuständige Adressen des jeweiligen Bundeslandes gibt es unter www.gema.de.

Wer sich nicht sicher ist, ob in seinem Fall überhaupt ein Vergütungsanspruch besteht, sollte ebenfalls rechtzeitig mit dem GEMA-Berater sprechen. Aber auch wer sich absolut sicher ist, dass er kein urheberrechtlich geschütztes Repertoire nutzt, sollte dies der GEMA unter der Nennung der Titel der Werke, Namen der Komonisten, Textdichter, Bearbeiter und Musikverleger mitteilen. Man erspart sich so unnötige Rückfragen und Missverständnisse. Die Augen und Ohren der GEMA sind überall, und: „Unwissenheit schützt bekanntlich nicht vor Strafe...“. Werner Stein

Sportverein und Schule – Gemeinsam für eine gemeinsame Zukunft!

6. Ausschreibung des Deutschen Schulsportpreises

Der Sportverein steht im Zuge der aktuellen Schulentwicklungen vor neuen Herausforderungen, die es gilt – im Sinne der Kinder und Jugendlichen – zu lösen. Der Deutsche Schulsportpreis richtet sich daher zielgerichtet an Partnerschaften zwischen Sportvereinen und Schulen, die sich durch ein innovatives und beispielhaftes Konzept auszeichnen. Zu gewinnen gibt es insgesamt 10.000 Euro, die dann auch für die Kooperation eingesetzt werden sollen.

Mit Nina Eggert (ehemalige Profitriathletin Langdistanz und Trainerin) und Pascal Roller (Basketballspieler und ehemaliger Nationalspieler) begleiten zwei bekannte Profisportler die aktuelle Ausschreibung. „Nicht jede Schülerin oder jeder Schüler hat das Glück, dass die Eltern den Weg in die Sportvereine ebnen und ein bewegungsreiches Leben fördern. Der Schulsport allein kann dann Bewegungsanregungen geben, ist von seinem Zeitrahmen aber natürlich sehr begrenzt. Daher finde ich es sehr wichtig, dass man gemeinsam die Bewegung der jungen Menschen fördert und damit einen Teil zu ihrer Gesundheit und Entwicklung beiträgt. Als ehemalige Leistungssportlerin weiß ich, dass Sport nicht nur dem Körper gut tut, sondern dass man durch den Sport auch seine Persönlichkeit positiv entwickeln kann,“ so Nina Eggert zu der Zusammenarbeit zwischen Sportverein und Schule. Pascal Roller ergänzt: „Kooperations- und Netzwerkarbeit ist in Zeiten von Ganztagsschule und Gymnasialer Schulzeitverkürzung für jeden Sportverein besonders wichtig, um auch in Zukunft erfolgreiche Nachwuchsarbeit leisten zu können. Dabei liegt mir der Nachwuchs im Basketball natürlich ganz besonders am Herzen.“

Die beiden Sportpaten werden den Preisträgern bei der im Mai 2010 geplanten Preisverleihung in Berlin persönlich gratulieren. „Wir freuen uns auf zahlreiche Bewerbungen“, schließt Ingo Weiss, Vorsitzender der Deutschen Sportjugend.

Bewerbungen sind noch bis zum 15. Dezember 2009 möglich. Weitere Infos unter www.dsj.de/Schulsportpreis.

Keine Nachwuchssorgen

… hat derzeit die Twirling-Abteilung der TSG-Niedergirmes.

Nach einem Aufruf im Frühjahr in den Kindergärten und Grundschulen und einem Schnupper-Nachmittag tummeln sich etwa zwanzig Mädels im Alter von vier bis acht Jahren jeden Freitag in der Sporthalle der August-Bebel-Schule. Seit kurzer Zeit ist auch ein Junge mit im Team.

Die Truppe wird von unseren Trainer-Assistenten Julia und Jannika Rühl sowie Diana Stahl spielerisch in die Welt des Twirling-Sports eingeführt und trainiert.

Dass es den Kindern Spaß macht, zeigt nicht zuletzt, dass sie nach den großen Sommerferien wieder komplett auf der Matte standen.

Schon für die kommende Meisterschafts-Saison, die im Februar 2010 beginnt, werden die ersten Tänze einstudiert. Wünschen wir der Mannschaft gutes Gelingen und vielleicht schon den ersten kleinen Erfolg.