- Der D.T.S.V. sucht neue Juryanwärter
- WBTF Wintermeeting für Technical Advisors und Judges - Paris 13,- 15. Februar 2009
- WM- Norwegen 2010 - Meine erste 100!
- Neues Wertungssystem - Report WM Norwegen 2010
- Technische Definition: Der Abwurf beim WBTF
- Lehrgang mit Jackie Stewart ein voller Erfolg
- Der D.T.S.V. hat 2 neue WBTF Juroren ab 2009
- WBTF plant arbeitet am neuen Wettkampfsystem
- Toller Einstand als Wertungsrichter
- Mein erstes Jahr als Juror
- Wertungsrichter Wie erhält man eine Jury-Lizenz
- Der Wertungsvorgang National
- Qualifikationsmodus national
Der D.T.S.V. sucht neue Juryanwärter
An den alljährlich stattfindenden Turnieren zeigen Twirler in
allen Leistungsgruppen immer wieder ihre Tänze. Twirler freuen sich
über die Anerkennung der Leistung durch qualifizierte
Wertungsrichter. Die Summe der gezeigten Noten führen dann zu
Platzierung über die sich mal mehr aber auch einmal weniger Freue
aufkommt.
Die D.T.S.V. Wertungsrichter sind alle leidenschaftliche oft
lautlose Unterstützer des Deutschen Twirlingsports. Sie kommen
teilweise bei Nacht, Nebel und immer mal wieder auch durch
Schneetreiben überall aus Deutschland angereist, gleichgültig
wohin, wie sich derzeit fühlen, sie stehen bereit.
Der D.T.S.V. Wertungsrichter, weiß was von ihm abhängt. Wenn die
Wertungsrichter fehlen, kann kein Turnier stattfinden. Aber ist
sich darüber auch jeder Verein im Klaren?
Gerne werden sie als selbstverständlich und allzeit bereit
betrachtet.
Aber was ist, wenn an einem Turnier einmal nicht
genügend Juroren da sind?
Es ist immer schwieriger
die Wertungsrichter für diese Art der ehrenamtlichen Arbeit
langfristig zu begeistern. Hier und da fällt eine/r weg. Das
Auffüllen des erlernten Know hows, welches bei jedem
unterschiedlich lange Zeit benötigt, geht leider nicht so schnell,
wie Wertungsrichter aufhören und ihre eigenen Wege gehen.
Es muss auch ehrlicherweise gesagt werden: Es ist nicht jeder
geeignet Wertungsrichter zu sein. Es macht sicher auch nicht immer
spaß unpopuläre Entscheidungen für jeden sichtbar zu treffen. Aber
es kommt auch vor das einem Wertungsrichter vor Begeisterung das
Gesicht heiß wird, man sich mitfreut, wenn ein Tanz gelingt –
gleichgültig welches Level. Es kommt auch vor, dass man sich freut
Wertungsrichter zu sein, weil es wirklich toll ist, wenn man spürt,
wie gekämpft wird, wenn jemand alles auf der Tanzfläche gibt und
man sich denkt: „Genau für diese Momente bin ich
Wertungsrichter!“
So wollte ich alle Mitglieder des Deutschen Twirlingsport Verbandes
bitten, darüber ernsthaft nachzudenken, ob Sie vielleicht jemanden
aus ihren Reihen haben, der es wagen möchte, sich in Juryarbeit zu
versuchen. Viele sind der Ansicht, man muss schon wissen wie das
ganze funktioniert. Manchen fangen und sind meinen zu wissen wie
alles geht und stellen nicht selten erstaunt, dass es doch ein
Unterschied ist als ernsthafter Wertungsrichter zu agieren. Die
Qualifikation erfolgt erst in der Ausbildung zunächst als
Juryanwärter.
Rundschreiben haben nur vereinzelt Erfolg gezeigt. Es wurden jedoch in Stockhausen und Korbach Interessenten gefunden die den aktiven Selbstversuch wagen möchten.
In diesem Jahr könnten wir einen speziellen Jurylehrgang
hinbekommen und ganz gezielt mit Juroren arbeiten. Es geht jetzt
darum Menschen aus verschiedenen Vereinen zu finden, die sich Zeit
nehmen und es sich einfach mal anzuhören und es bestenfalls
vielleicht dann auch versuchen.
Wenn dann jemand feststellt: "Na, das ist doch nichts für mich."
muss dies selbstverständlich keiner tun. Aber vielleicht findet der
ein oder andere auch heraus: "Ach, das macht mir ja Spaß!" Man
findet es jedoch erst heraus, wenn man es tatsächlich einmal
versucht.
Jeder Juryanwärter bekommt beim D.T.S.V. die Zeit die er/sie
braucht, da es zum einem vom Wissensstand rund um das Thema
Twirling abhängt zum anderen aber auch von den emotionalen
Fähigkeiten eines Menschen.
Eigene Juroren im Verein zu haben ist ein Wissensvorsprung, der in
seiner Wirkung nicht zu unterschätzen ist. So stärkt es oft auch
das Verständnis warum eine Note gegeben wird, das da
sachliche/technische Gründe vorliegen.
Es hilft vor allem zu verstehen, welche Voraussetzungen für welche Leistungsstufen gewünscht sind. Durch den Austausch zwischen Juroren/Vereinstrainer entwickelt sich in den eigenen Reihen ein Verständnis, wie man gezielt eine optimale Wertung mit den richtigen Übungen für seine Twirler aus dem Verein herausholt. Welche Platzierung durch diese Zusammenarbeit dann am Ende herauskommt, steht wieder auf einem anderem Blatt, denn alle Turnierteilnehmer geben ihr Bestes. Juror zu sein heißt alle Twirler gleichgültig aus welchem Verein auf gleiche Art zu betrachten und ihren Werdegang im Twirlingsport positiv zu beeinflussen. Juror zu sein ist kein "Spielchen". Es ist wohl eher Passion, Zuversicht, Interesse an der positiven Entwicklung von Menschen in einem Sport, den nur wenige betreiben. Es heißt Verantwortung zu tragen, ethische Grundsätze zu leben und einem Twirler offen zu sagen, daran musst du noch arbeiten oder das hast du gut gemacht.
WBTF Wintermeeting für Technical Advisors und Judges - Paris 13,- 15. Februar 2009
Das diesjährige Wintermeeting des Twirlingsport Weltverbandes –WBTF- fand in diesem Jahr in Paris- Bagnolet statt.
Hansjörg Reschke, Präsident des D.T.S.V. hatte sich ,wie einige andere Europäer auch, dafür stark gemacht, dass dieses Meeting in Europa und nicht wie ursprünglich geplant in Australien stattfindet, um den europäischen TA’s sowie Judges eine Teilnahme zu ermöglichen. Für den D.T.S.V. fuhren Stephanie Paulus-Reschke sowie Susanne Henkel am Freitagvormittag nach Paris. Dort angekommen – dank Air France mit 1 ½ stündiger Verspätung- ging es direkt in die Meetingräume.
Folgende Beschlüsse wurden gefasst:
-
Das Set der Pflichtübungen für die Juniorfreestyler wird am 01. Mai eines jeden Jahres von der Technical Advisorin des WBTF ausgelost und den Ländern mitgeteilt. Grund: die Seniorfreestyler zeigen den Pflichttanz, der bekannt ist. Die Junioren haben nun eine längere Vorbereitungszeit um das geforderte Pflichtset intensiv zu üben.
-
International Cup: Alle Gleichplatzierten des international Cup erreichen die nächste Runde
Norwegen als Ausrichterland der WM 2010 berichtet über den Fortgang ihrer Planung. Hotels, Busse sowie Trainingshallen sind vorreserviert. Der vorläufige Zeitplan für diese WM sieht folgendermaßen aus:
- Sa.31. Juli + So 1. August – Master Judge Workshop
- Mo 02. August TA, Judge Commite, Judge Focus Meeting
-
Di 03. August: Musiktest, Board Meeting - Athlet Party
-
Mi 04. August: Musiktest + Opening ceremony
- Do 05. August, Fr. 06. Aug, Sa. 07. Aug, So 08. August – Twirlingsport Weltmeisterschaft
-
Mo. 09. August Judge Review Meeting – Training mit internationalen Trainern
Der Weltverband arbeitet seit einiger Zeit an einem neuen Wertungssystem.
Dies wurde nun - noch nicht komplett- vorgestellt. Ziel dieses
Wertungssystem ist es eine klarere, objektiv nachzuvollziehende Note zu
bekommen.
Eine große Änderung: der Coach muss für jedes Freestyle ein sogenanntes „Fiche“ ausfüllen. Auf ihm wird der Tanz aufgeschrieben. Mit Schleuderübungen, Rollen und Kontaktmaterial. Der dort beschriebene Ablauf muss in dieser Reihenfolge gezeigt werden!!
Die technische Note – (TM) setzt sich wie bisher aus den 3 Modes
- Arials
- Rollen
- Kontaktmaterial
zusammen.
- Diese 3 Modes werden gleichwertig behandelt, d.h. jedes Mode wird einzeln bewertet- dann addiert und durch 3 dividiert.
- Nun wurden für Arials die Übungen definiert und mit einem Wert versehen, z. B. 1 Spin = 1,5 Punkte, 2 Spins dann 3,0 Punkte. Für Abwurf oder Fangvarianten gibt es zusätzliche Punkte.
- Dieser Punktwert setzt eine perfekte Ausführung voraus. Für Fehler, wie z.B. gekreuzter Push off, oder Kopf im Nacken, gebeugte Knie etc. gibt es Punktabzüge.
- Falls eine Schleuderübung gedropt wird, werden sofort 50% abgezogen- bei dem Beispiel von einem Spin bliebe dann noch 0,75 übrig- dazu kommen dann noch die übrigen Fehlerabzüge.
- Die B- Note –Artistic expression (AE) richtet sich im Grundwert nach der A-Note.
- Dann gibt es verschiedene Plus- oder auch Minuspunkte für:
- Musikalität, Interpretation, Professionalität, Kontrolle der Geschicklichkeit, Choreografie, Kreativität.
- So kann z.B. ein technisch guter Twirler in der A-Note ein 6,0 bekommen aber nur eine 4,6 in der B-Note.
- Umgedreht kann ein Twirler aber auch in der A- Note eine 4,6 und in der B- Note eine 6,0 erhalten.
Das System ist noch nicht vollständig erarbeitet. Es fehlen noch einige Roll
und Kontaktmateriallevel sowie endgültige Definierungen der AE. Für Trainer ist
dieses neue System hilfreich, da er durch die Definition der Abzüge erkennt an
welchen Fehlern er arbeiten muss um seine Sportler voranzubringen. Der Deutsche
Twirlingsport Verband wird an allen Meetings teilnehmen um den Fortgang dieses
neuen Wertungssystem korrekt zu verstehen und dann auch in Deutschland
umzusetzen.
Es ist bereits für 2010 geplant, dieses neue Wertungssystem in zweiter Reihe
an der Weltmeisterschaft zu testen.
WM- Norwegen 2010 - Meine erste 100!
Ja, es war wieder ein tolles Erlebnis. Die Delegation bestehend
aus: D.T.S.V. Präsident, Hansjörg Reschke, der auch die
WBTF Finanzen vor dem Turnier zu prüfen hatte, Technical Advisor
Susanne Henkel und Stephanie Paulus-Reschke, Jury-Vorsitzende
mussten bereits am Sonntag anreisen, die die am Montag beginnenden
diversen Meetings teilzunehmen. Durch die Entwicklungen des "NJS"
(New Judging System) ist es für den D.T.S.V. möglichst an allen
Meetings teilzunehmen. So saßen wir erst einmal 3 Tage im
Meeting...
Für mich ging es nach den offiziellen Meetings noch weiter,
Judges-Focus meeting... Turnier, Montags judges Reviewmeeting.
Also, um es kurz zu machen, wir haben von Norwegen nicht viel
gesehen.
Zum Glück waren wir in einem Hotel mitten an der schönsten Stelle in Bergen. Als wir Sonntags ankamen, konnte man unsere Buchung leider nicht finden und wir hatten kein Zimmer. Da alles von der Norwegischen Delegation zu Sonderkonditionen gebucht wurden. Erinnerten wir uns zum Glück noch an den 20 min. Fußweg zum "Headquarter" Hotel. Der einzige freie Nachmittag bestand dann aus Warten in einer Hotellobby. Am Ende konnten wir wieder zurück in unser Hotel spazieren, im sicheren Wissen, das auch die Sportler am Mittwoch und Fans sicher untergebracht seien.

Das Hotel war OK, Frühstücksbuffet reichhaltig und vielfältig. Erfreut stellten wir dies fest, das unser Sportler auf jeden Fall schon mal "essenstechnisch" zufrieden sein konnte. Das Hotel lag sehr günstig und wir konnten jeden Abend in tolle Stadt Bergen direkt am Hafen gehen. Die Preise waren für uns nahezu unglaublich... Teuer erhält in Norwegen eine Dimension. Wein, Bier pro Glas 8-10 Euro normal. Wir nutzten die SMS-Technik und haben jeden anreisenden "Norweger" über 18 Jahre dazu verdonnert, mind. 1-2 Flasche Wein mitzunehmen. Es stellte sich heraus, das diese Aufforderung gewissenhaft ausgeführt wurde. So konnten wir die langen hellen Abende gemeinsam vergnügt in der "Raucherecke" vor dem Hotel oder Im "Meetingroom mit Couch von Sanne" begehen. Über die Essenspreise durfte man auchnciht genauer nachdenken. Das Essen war gut, besser war es allerdings, wenn man nicht umrechnete... Darauf haben wir dann auch schnell verzichtet. Wir konnten dies ohnehin nicht ändern.
Von dem was die Sportler und Fans erleben kann ich wenig berichten, da ich als Juror in meiner eigenen Twirlingwelt lebte. Die Mädchen zeigten alle gute Leistungen und jede konnte für sich zufrieden sein. Ansprechende Darbietungen wurden gezeigt, aber die Schwierigkeiten konnten nicht immer fehlerfrei dargeboten werden. Es hat ein wenig die Routine gefehlt. In den Ferien haben die Hallenzeiten teilweise gefehlt, es war zu warm... Wer mehr möchte muss schlicht weg mehr üben und wenn möglich vom üben ins trainieren kommen. Fürs Semifinale konnte sich lediglich - wie erhofft - Katharina Kling qualifizieren. Im Semifinale konnte Katharina sich dann noch auf den 16. Platz nach vorne tanzen. Super gemacht. Auch Janni Rühl zeigte mit Ihrem WM-Tanz Bestleistung mit einer souveränen ansprechenden Leistung. Belohnt wurde sie mit dem 28. Platz bei ihrem WM-Debüt. Alle Mädchen haben Deutschland nicht nur mit ihren Tänzen, auch mit ihrem vorbildlichen Verhalten sehr gut vertreten.
Als es für mich mit der Pflicht der Junioren los ging, habe ich mich richtig gefreut. Meine Befürchtungen bei den guten Fehler nicht zu erkennen, hat sich zum Glück recht schnell zerschlagen. Die Noten der Pflichtjuroren waren relativ ausgeglichen. Beim Pflichttanz sind jedoch noch einige Unklarheiten. Da herrscht wohl noch kein einheitliches Verständnisbild. Der Pflichttanz ist erst neu eingeführt und bedarf noch Erfahrung, um dies Länder übergreifend gleichwertig zu benoten. Wird noch. Die Pflicht wurde "händisch" klassisch durchgeführt... ging schnell.
Mit den Duos ging dann das Drama los. Das zunächst begeistert
aufgenomme Computersystem, wo "einfach" nur die Noten rein geklopft
werden sollten und keine Wertungstäfelchen mehr genutzt werden
sollten, da alles völlig hightech an die Wand geworfen wurde erwies
sich als heimtückisch. Zuvor mit Kindern erprobt schafften wir
Juroren nicht das Ergebnis zeitnah zu ermitteln. Wir brauchten
teilw. 20 Minuten. Dies war nicht nur für die Juroren nervig auch
für die Sportler und deren Trainer war dies ein Horror. Es gab
keinen Ablauf. Mal wurden die Noten vorgelesen, mal nicht. Mal ging
es schnell, dann wieder nicht.... furchtbar. ZUm Glück waren die
Duos nicht so viele. Man versprach Verbesserungen zum nächsten
Tag...
Die Twirler hatten eben Pech gehabt und mussten sich darauf
einstellen. Fair, da für alle gleich.
Na toll... Da ich im Free die Nr. 1 waar, war es für mich nicht
ganz so schlimm als am nächsten Tag mein Rechner ausfiehl... ich
gab meine Noten einfach direkt an den Chiefjudge, der diese dann
direkt eingab. einen Range von 2,8 einzugeben dauerte teilw. 5 Min.
weil sich das system einen zum Wolf rechnete. Ganz schlecht war es,
wenn man bestätigen wollte und der automatische Abgleich alle 20
Sec. stattfand...poah. Wir haben gewartet.... die andere Disziplin
teilweise mit angeschaut. Die Konzentration war auch bei den
Juroren einhellig gestört...entsprechend abgenervt war jeder...
nach der 1. Pause... mit einem beachtlichen Zeitverzug... versuchte
man es nochmal. Wenn die Ranges gemacht wurden, und die Noten
entgültig gegeben wurde, entstand öftern noch eine große Pausen,
weil die Zahlen nicht an den Sprechertisch gingen... KABEL -
sage ich nur. Die Wertungszettel wurden dann einfach direkt nach
unten gebracht und noch einmal eingegeben damit die Noten - mit
Bild - an die Wand geworfen wurde. Irgendwann ging man dazu über,
die Ranges "händisch" zu machen.... natürlich vergasen einige
Juroren die Nr. von sich mit anzugeben... aber irgendwann fluppte
dies... Zum Glück. Dann kam die Präsidentin und man entschied sich,
einfach alles "händisch" zu machen und er Chief judge hackt das
ganze dann in den Computer... Na das lief dann, wie am
Schnürchen... am Ende holten wir alle Glücklich die Zeit wieder
ein. Allerdings war da das 1/2 Turnier bereits rum.
Die Idee mit dem Eingeben der der Noten ist klasse, aber wenn da 20
Juroren aus vielen Ländern mit unschiedlichen Sprach und
Computerverständis um "Eingaberechte" kämpfen noch nicht
ausgereift. Aber das wird sicher werden und ist grundsätzlich eine
tolle Sache.
Am Turnier konnte man gut sehen, welche Land sich mit dem NJS
befasst hat und an was gearbeitet wurde. Auch wurde Rollen als
neues Schwerpunkt Thema teilweise für uns unglaublich kombiniert.
"Monster" vorne, hinten vorwärtz rückwärts genial kombiniert auch
mit Tanz perfekt auf Musik abgestimmt - jooo sag ich da nur....
Dreifach-Illusion bei den Junioren normal... auch mal IM
Ausfallschritt... jooo. Auch die Ausführung der Aerials teilweise
richtig klasse. USA hat am Körper gearbeitet... viele Üblerschläge
werden mit Armen Hoch (die, die es können wissen was ich meine.
Die, die es interressiert können es an den Lehrgängen erfahren) Die
Japaner haben sich auch mit den Abwürfen befasst. joooo.....sieht
gut aus. Italien hat den Körper auf der Liste und versuchen in den
gymnastischen Übungen Perfektion zu zeigen. Die Franzosen sind
stark in den Areals. Canada zeigt mit dem Kontaktmaterial klasse
Möglichkeiten...jooo
Könnte 100 Jahre dauern, bis man diese Pefektion in den einzelnen
Modes in einen Sportler bekommt.
Ein Highlight waren natürlich die Seniormänner. Alle drei Senior Japaner - auch der Stabschwache ;-) haben mir super gefallen. Suichi war der Kracher, der ewige Zweite, wollte es diesmal wissen. Mit einem Michael Jackson Madley ging er an den Start. Es war still in der Halle. Beatrice erzählte dazu nur. "Ich wollte einen Müsliriegel aufmachen und es war mir peinlich, weil das Geräusch so laut war, das ich dachte man hört es in der ganzen Halle." Suishi legte los und ging ab - klasse. Katharina war völlig am Ende - weil es mal wieder so toll war. Als er fertig war, war es still in der Halle und die Krönung bildete ein simultantes "AAAAAAAAAAAAAAaaaaaacccccccccccccccchhhhhh" Auch allein für dieses Erlebnis lohnt sich dieser Weg. toll... zum Glück musste ich nur die Junioren bewerten und konnte mir dieses Spektakel einfach nur anschauen. Neben der USA kamen zwei Franzosen mit ebenfalls super Leistung ins Finale.
Ein weiteres wirkliches Highlight waren die Teams. Oh mein Gott. Ich fand eigentlich alle - auch die letztplatzierten - wirklich gut anzuschauen. Also schon ein brutaler Unterschied zum Cup. Es ist schon sehr interessant an welchen Fäden die Länder ziehen, wenn sie ein Team machen. Die Noten gingen wie erwartet doch teilweise recht weit auseinander. Ich denke aber nicht, das dies Vorsatz ist. Die Juroren möchten schon objektiv sein. Dennoch ist das Verständnis und die Priorität, die jeder für sich setzt durchaus unterschiedlich. In der Summe kommt dann vielleicht ein gutes Ergebnis zustande. Meine Noten waren nicht immer "mainstream" aber ich kann sehr gut damit leben. Der absolute HAMMER waren Frankreich, USA und Japan. JOOOO, sag ich da nur. Frankreich überzeugte mich in der Vorrunde nicht so. Es war klasse, theretisch Superior, aber die Summe der Fehler störten mich in jeden Bereich, dass ich mit meiner Note weiter unten war als der Rest... Platz 3 - aber trotzdem super König der Löwen. USA fand ich eindeutig im Inhalt in der Vorrunde die besten...JOO Alle, "2Spin Illusion 2Spin" da fällt einem nichts mehr ein. Japan - für mich ohne Worte. Verzögerungen jetzt auch noch mit Stab, Schwierigkeiten syncron... aus völligen stopps zack, doppelte Schwierigkeit und sofort wieder Ruhe im Karton...Raus rein in den Formationen, klar - mit Verzögerer. Genial Platz 1 für mich in der Vorrunde. Dann, ja dann kam das Finale. Ich schwöre, die Luft hat echt gebrannt. USA als erstes am Start. Hat leider nicht geklappt. die obengenannte Übung wurde von einer nicht mitgemacht - nur 2spin Illuision! - auch ein paar unschöne Drops schade. Die zuvor versemmelten Mehrbatons wurden 1a runtergezirbelt und die Kraft und Freude die alle Twirler da hatten, war genial... ich habe wieder 90 gegeben für mich war es toll... Dann Frankreich. Wie die Twirler reingelaufen sind und sich nach vorne drehten, musste ich schon grinsen. Die waren drauf... von Anfang bis Ende stark - begeisternd - keine Fehler - Effektvoll auf dem Punkt gebracht wie ein Peitschenschlag.... Ein Erlebnis. Ein echtes Pfund, die Kraft in jeder Sekunde bis zu mir hoch am entfernten Jurytisch...97. Ich konnte erst mal gar nicht reagieren. Ich war gebeutelt. Einvorsichtiger Blick rechts und links von mir... die anderen waren auch total geflashed und rangen nach Luft... echt. Da ich den Japanerrn in der Vorrunde die gleiche Note gegeben habe, dachte ich mir, na das könnte eng werden. Mal wieder mit Bolero der Musik entsprechend erst ruhiger dann immer stärker werdend zupften die dieses Team mit 2 fast nicht störenden Drops runter. Die Luft hat gebrannt. Die Tanztechnik, die Stabtechnik als Einheit für Mich PERFEKT und ich gab zum ersten mal im Leben eine 100!
DAS war ein so heftiges Erlebnis für mich, das ich danach noch völlig reizüberflutet war. Diese 3 Teams waren so klasse und mir hat es leid getan, dass Frankreich mit einer so genialen Darbietung nur zweiter werden durfte... Schade. Es war wirklich richtig toll. Die Spannung in der Halle und dieser gewaltige Teamspirit - also dafür lohnt sich der Weg wirklich.
Neues Wertungssystem - Report WM Norwegen 2010
Die internationalen Meetings der Jury- und Technischen
Kommission wurden vor Beginn der Weltmeisterschaft in Norwegen
dafür genutzt, weiter über das „New Judging System“ (kurz NJS) zu
sprechen.
Vorgesehen war, dass das neue System bereits in Norwegen getestet
wird. Den Test hätten extra dafür abgestellte Juroren unter
Live-Bedingungen im Rahmen des Turniers durchgeführt.
Grundlage des NJS sind die sogenannten „Fiche“. Diese Formulare
sind für jeden Tanz vom Trainer auszufüllen und vor Beginn des
Turniers einzureichen. Im Prinzip sind pro Tanz die geplanten
Schwierigkeiten anzugeben, damit eine Art Ausgangsnote von der Jury
ermittelt werden kann.
Aus unserer Sicht wäre es von Vorteil für alle Seiten gewesen, sich
an diesem Testlauf zu beteiligen. Deutschland hätte ein gutes
Beispiel für ein "durchschnittliches Level" darstellt. Für uns wäre
es wichtig gewesen zu sehen, welche Auswirkungen es auf die
Notenfindung hat, wenn ein "average-twirler“ die Angaben des
„Fiche“ nicht erfüllen kann.
Doch leider hat dieser Test nicht stattgefunden. Japan - das beste
Land, mit den besten Twirlern - wollte nicht an diesem
"Großversuch" teilnehmen und verweigerte die Zusammenarbeit. Zu
viele Dinge seien noch ungeklärt, u.a. seien die Beschreibungen der
Übungen nicht eindeutig zu verstehen und gäben daher zu viele
Interpretationsspielräume.
Diese Argumentation kam nun für den D.T.S.V. nicht völlig
überraschend. Auch für uns waren einige Regelungen und Definition
unklar. Dazu haben wir auch im Rahmen des Feedback-Aufrufs des
WBTF-Präsidiums an die Mitgliedsländer eindeutig Stellung
bezogen.
Einer unserer Hauptkritikpunkte, der auch von Japan so formuliert
wurde, ist, dass die Ausgangsnote im NJS allein durch die Aerials
(Schleuderübungen) bestimmt werden sollte. Rollübungen und
Kontaktmaterial hätten die Ausgangsnoten lediglich geringfügig nach
unten bzw. nach oben verändert.
Die japanische Delegation forderte eine gleichberechtigte
Notengebung aller drei Modes (Aerials, Rolls, Kontakt). Dafür hat
sie auch schon mit der Arbeit an einer neuen Darstellung der
„Fiche“ begonnen.
In diesem Meeting wurden zwei Beispielvideos vorgestellt. Hier
waren ein japanischer Twirler und ein französischer Twirler in den
Aerials (Schleuder-Übungen) gleichwertig; während im Rollen das
französische Beispiel wesentlich schwächer war. An diesem Beispiel
konnte gezeigt werden, dass die Gewichtung der einzelnen Modes
(Aerials, Rollen, Kontakt) einen erheblichen Einfluss auf die
Notengeben hat.
Die anschließenden heftigen Diskussionen waren dann verständlich.
Dieses Veto von Japan hat die Einführung der NJS um 1-2 Jahre nach
hinten geworfen. Wir sind sehr froh darüber, da wir uns von diesem
neuen Vorstoß ein inhaltlich fingierteres Konzept erwarten.
Jedoch waren wir über die Streichung des Tests enttäuscht. Aus
unserer Sicht, hätte er für die Weiterentwicklung des NJS wichtige
Erkenntnisse liefern können.
Zum Schluss kamen die Meeting-Teilnehmer dann überein, dass das
bisherige Konzept Ausgangspunkt und ein "grober" Weg in die
richtige Richtung sei. Auch möchte man weiterhin an dem Verfahren
mit den "Fiche" festhalten, obwohl einige Board-Mitglieder auf
diesen eher verzichten würden. Jedoch wird das NJS ohne die „Fiche“
am Ende nicht funktionieren.
Japan hat nun schon einen neuen "Roll-Fiche vorgelegt. Weitere
„Fiche“ für das Kontaktmaterial und am Ende hoffentlich auch für
den künstlerischen Eindruck werden noch folgen. Dies hätte dann zur
Folge, dass mit dieser Vorgehensweise, ein Juror nicht mehr die
Gesamtnote bestimmen kann. Ein Juror wird dann „nur“ noch einen
Mode (z.B. Rolls) bewerten. Dann ergibt sich die Gesamtnote einer
Darbietung aus der Summe vieler Einzelnoten. Der Schritt ist
richtig, an den Details ist noch viel zu tun. Schon allein die
längst überfällige Festlegung von allgemeingültigen Bezeichnungen
der verschiedenen Roll- und Kontaktübungen, der unterschiedlichsten
Abwurfarten ist recht schwierig, zeitaufwendig und bedarf vieler
internationaler Abstimmungsrunden.
Weitere Infos erhalten alle Interessierten an den nächsten D.T.S.V.-Lehrgängen!
Technische Definition: Der Abwurf beim WBTF
Am Wintermeeting, wurde über die Abwurftechnik gesprochen und festgelegt.
Es wird bis zu einem Wert von 6,0 erwartet, dass der Sportler in der der
mitte des Batons abwirft.
D.H. bis einschließlich Doppelillusion soll in der
Mitte abgeworfen werden.
Ab Spin-Doppelillusion darf innerhalb des mittleren Drittels - also innerhalb
der Markierung - abgeworfen werden.
Auch die Abwurfhöhe wurde diesbezüglich
festgelegt.
Für unser Leistungslevel ist es relativ einfach festzustellen wo wir
abzuwerfen haben:
Immer in der Mitte sowohl beim Baton als auch in der
Abwurfhöhe, in der Körpermitte und nicht an der Schulter oder gar an
der Nase!
Lehrgang mit Jackie Stewart ein voller Erfolg
Jackie Stewart ist die Juryvorsitzende des Weltverband. Am 21./22.02.09 gab sie den Ausbildungslehrgang in Hanau.
Folgende Juroren waren an diesem Faschingswochenende anwesend: Susanne Henkel, Katja Bohne, Dominique Hedrich, Sabine Jerg, Sabrina Irion, Larissa Werlein, Leona Muskat, Stephanie Paulus-Reschke.
Am Samstag, wurden die Pflichtübungen und der Pflichttanz behandelt. Die Übungen wurden noch einmal genau erörtert, was so alles falsch gemacht werden kann. Die Lehrgangsteilnehmer waren sehr interessiert. Es wurde jedoch bedauerlich festgestellt, das das Deutsche Niveau in den Pflichtübungen nicht sehr hoch ist. So ist es auch für die Wertungsrichter nicht einfach, wenn Sie höhere Levels leider nur alle 2 Jahre - falls es die Entfernung des Austragungsortes zulässt - angeschaut und bewertet werden können. So kamen die Juroren zum Schluss, das es doch sehr schön wäre, wenn so viele Twirler wie möglich an den Turnieren Pflichttanz zeigen würden, damit man ein wenig mehr Übungsmaterial hätte.
Am nächsten Tag ging es mit Freestyle weiter. Hierzu wurde festgestellt, dass Übungen die nicht gekonnt - also in schlechter Technik gezeigt werden - eigentlich nicht gezählt werden. Es wurde auch lobend erwähnt, das die Choreos der Deutschen sehr ansprechend seien und sehr gute Ideen enthalten würden, die auch ein etwas niedrigeres Level ansehnlich machen würden. Anhand interessanter Beispiele erörterte Frau Stewart die Wichtigkeit einer funktionierenden und ansprechenden Choreografie in Verbindung mit einer korrekten Technik.
Im Duo wurde es auch recht interessant, da alle deutschen
Juroren festgestellten, dass wir "Deutschen" das mit dem Pairwork
und auch mit den Exchanges in allen modes und auch verschiedene
Exchangetypen bei uns noch nicht in den Choreografien eingearbeitet
sind. Auch die Stabhöhe bei den Exchanges spielt bereits im
"Durchschnittlichen"-Level eine nicht unerhebliche Rolle. Auch eine
korrekte Technik, gleicher Abwurf, gleiche Drehgeschwindigkeit
sowie das genau Platzieren von Twirlingübungen sind in einem
funktionierenden Duo von allergrößter Wichtigkeit. Erst danach
kommt der Inhalt - der bei uns den wichtigsten Teil definiert
(nicht richtig) und erst danach kommt eine ausgefallene
Choreografie.
So definiert sich ein funktionierendes Duo durch eine korrekte
Baton und Körpertechnik, die gemeinsam mit einer Präzisen
Ausführung gekonnt dargeboten werden muss.
Die Juroren haben sich die Ausführungen genau angehört und werden
versuchen dies auch schon gleich in diesem Jahr korrekt zu
bewerten. So kann es vielleicht zu etwas anderen Ergebnissen für
2009. Es werden funktionierende, technisch richtige Duos mit
Schwerpunkt Pairwork, Twirling, Exchanges eingefordert. Also, liebe
Duos... weniger ist manchmal mehr!
Dennoch sollten alle darauf achten, das der Baton in Bewegung
gehalten wird und nicht herumgetragen wird! Wir machen schließlich
Twirlingsport!
Auch bei den Teams waren die Ausführungen von Frau Stewart sehr
interessant. Zuerst muss eine korrekte Technik her, klare und
eindeutige Formationen, gemeinsames Twirling in allen modes mit dem
gesamten Team/Gruppe. Dann erst der Schwierigkeitsgrad und erst
danach ausgefallenene Choreografien. Die Twirler müssen alle den
Tanz können. Ein gute Teamchoreografie zeichnet sich dadurch aus,
dass alle Twirler wissen was sie zu tun haben und sich sicher
innerhalb der Wechselnden Formationen bewegen. Die Exchange werden
in der einfachsten Form paarweise dargeboten. Die Exchangequalität
zeichnet sich durch die gekonnte Platzierung der Stäbe und die Höhe
der Stäbe aus. Je höher ein Exchange desto besser, je mehr Personen
in die Exchanges integriert werden desto höher der
Schwierigkeitsgrad.
In den Formationen eine klare und logische vorgehensweise
bevorzugt. Auch die Art wie Formationen gewechselt werden macht die
Qualität eines Teams/Gruppe aus. Sieht man seinen Weg vor sich oder
nicht? Werden Formationswechsel mit oder ohne Stab gezeigt. Werden
Formationswechsel mit Exchanges gemacht.
Ein interessantes Thema bei Duo und Teams war das erforderliche Timing. Die Juroren kamen zur Einsicht, dass dies wohl das wichtigste Thema zu Verbesserung eines deutschen Duos/Team/Gruppe ist. So scheint es verständlich, das z.B. Duos nicht funktionieren, weil die Stabhöhe nicht für beide Teilnehmer klar und platziert sind. Die Twirler treffen ungefähr die Richtung, aber generell kann man sich nicht darauf verlassen wo und vor allem wann der Stab ankommt. Dies führt zur allgemeinen Hektik und die Twirler wirken dadurch gehetzt und vor allem unkontrolliert. Dies ist laut Frau Stewart kein Duo oder Team. Je besser dieses Timing beherrscht wird, desto schneller ergeben sich Möglichkeiten zur Verbesserung.
Der Deutsche Tanzsportverband hat diesen wirklich interessanten Lehrgang finanziert. Dank der guten Zusammenarbeit von D.T.S.V. Präsident Hansjörg Reschke mit dem DTV musste kein Juror, kein Verein etwas für diesen internationalen Lehrgang etwas zahlen. Dies wahr eine wirklich lohnende Weiterbildung für die Vereine des Deutschen Twirlingsport Verbandes.
Der D.T.S.V. freut sich auf die diesjährigen Lehrgänge für
Trainer und Twirler, um des frisch erlangte Wissen an alle D.T.S.V.
Mitglieder weitergeben zu können. Es gibt noch viel zu tun - fangen
wir gleich mit der Umsetzung an.
Der D.T.S.V. hat 2 neue WBTF Juroren ab 2009
Im Sommer 2008 machten sich Larissa Werlein und Sabrina Irion auf, um in Irland vor der Weltmeisterschaft einen Lehrgang für internationale Juroren zu besuchen. Eine Regel besagt, das nur lizensierte Wertungsrichter international werten dürfen. Nur wer einen internationalen WBTF-Judges-Clinic besucht und die dazugehörige Prüfung besteht, ist berechtigt an den Europäischen Twirlingsportmeisterschaften, europäischen Cup of clubs oder Weltmeisterschaften zu werten.
In unserem Fall nahmen sich die beiden D.T.S.V. Nachwuchsjuroren Urlaub und nahmen an diesen für sie spannenden Workshop teil. Der Lehrgang wird immer in englisch abgehalten, was für die beiden kein Problem war. Interessiert versuchten sie alles aufzunehmen, um ihre neu erlangten Informationen zum Beispiel im Prlichttanz sofort bei den WM-Teilnehmerinnen anzuwenden.
Sicher waren sich die beiden ehrgeizigen "Lehrlinge" Larissa und Sabrina nicht, ob sie die Prüfung nun erfolgreich abgelegt hatten oder nicht. Schließlich wollten sich nicht nach Irland fliegen, sich Urlaub nehmen und dann nicht bestehen. Der D.T.S.V. betrachtete es locker, vielleicht würden es die Debütantinnen ja schaffen, wenn nicht, auch kein Problem. Etwas gelernt haben sie auf jeden Fall, zudem hatten sie dabei auch ihren Spaß. Als erfahrene internationale D.T.S.V. Sportlerinnen war es für sie recht interessant eine WM mal von der anderen Seite zu sehen. Es stärkte auch ihr selbstvertrauen, da sie feststellen konnten, das andere Länder auch hier und da mal mit den Noten daneben schossen.
Jetzt bekam Jury-Vorsitzende Stephanie Paulus-Reschke eine tolle Nachricht. Larissa und Sabrina sind nicht nur reich an Erfahrung, sie haben auch die Prüfung erfolgreich bestanden. Der D.T.S.V. ist wirklich stolz auf seine neuen WBTF-Juroren. Sie haben in Irland, den Deutschen Twirlingsport positiv und kompetent repräsentiert.
Gerne gratuliert der Deutsche Twirlingsport Verband für den erfolgreichen Abschluß der internationalen Zulassung.
Herzlichen Glückwunsch, habt ihr ganz toll gemacht.
Wir sind alle stolz auf Euch.
WBTF plant arbeitet am neuen Wettkampfsystem
Alle Länder sind sich einig, die Wertungsmethode muss transparenter und
neutraler werden.
Seit Jahren diskutieren die Länder federführend Frankreich
und Italien und arbeiten auch an konkreten Wertungsmethoden.
Nachdem Frankreich seine Idee beim Europa- und Weltverband präsentiert hat, war der Weltverband der ansicht, das die Idee zwar gut sei, aber der Sport so nicht komplett abgedeckt wäre.
Mit diesem System würde jede Übungen einen Wert bekommen und der Juror rechnet das ganze nur noch zusammen und verteilt Extrapunkte oder zieht bei jeder Übung etwas ab. (Grobzusammen gefasst) Leider würde bei dieser Vorgehensweise die Artistik verloren gehen, auch die Tanztechnik würde auf diese Art und Weise nur wenig berücksichtigt werden. Dadurch würde die Idividualität verloren gehen, was unseren Sport gerade interessant macht.
Bereits im Sommermeeting 2008 in Irland stellte der bekannteste Choreograf Dale White eine Ausarbeitung was, Tanz, Ausdruck, Darstellung ist und transportierte zum ersten mal "emotionale Kriterien" auf Papier in Richtung einerMöglichkeit zur Einstufung.
Im Oktober fand in Milano eine Zusammenkunft statt, um gemeinsam an einem neuen Bewertungssystem zu arbeiten, welches im wohl im Wintermeeting 2009 in Paris vorgestellt werden soll. Jackie Steward zeigte sich begeistert, das sie es geschafft haben, wohl Regeln aufzustellen und totz allem die Kreativität nicht zu verlieren.
Vorstellen wird die Chefin der Weltverbandsjuroren das Ergebnis auch an dem
Lehrgang in Deutschland im Februar 2009.
Der Deutsche Twirlingsport Verband
ist erfreut, Informationen aus erster Hand zu bekommen.
Toller Einstand als Wertungsrichter
"Oh je, hoffentlich blamiere ich mich nicht." Das Täfelchen mit den Noten tatsächlich hochzuhalten und es es vorher theoretisch wissen ist schon ein Unterschied. Das war Larissa Werlein und Sabina Irion bereits vorher völlig klar. So setzten Sie sich in Mannheim zur BW-Meisterschaft 2008 tapfer an dem Jurytisch und werteten zum ersten Mal "richtig" Freestyle.
Die dazugehörgigen Pflichtübungen sahen sie - als ehemalige Twirlerinnen - als ein eher banales Problem. "Einfach" hieß es da selbstsicher. Gut hinbekommen haben Sie es auch, weil Sie die Übungen selbst jahrelang erfolgreich praktiziert haben. Als aktive Twirlerinnen wissen sie ja wie es geht. Als Juror bekommt man jedoch viele Pflichtübungen gezeigt, die nicht so gezeigt werden wie seit 1995 bestehend beschrieben sind. Das macht dann doch die Sache für die Wertungsrichter recht spannend. Denn welcher Fehler ist schlimmer und wieviel zieht man dann ab? Diese Disziplin haben die beiden gut gemeistert.
Nach der Pflicht kamen die Freestyles. Leichte Nervosität machte sich dann doch noch breit. Die Schwierigkeit, die doch recht vielen Feestyle-Teilnehmer, mit teilweisen geringen Leistungsunterschieden, richtig zu platzierenbrachten die beiden dann doch ins Grübeln. Den ersten Range erfolgreich getroffen, schafften Sie sich durch die Junioren und waren doch gespannt, ob sie eine vergleichbare Note der beiden erfahrenen Juroren treffen würden. Alles in allem hat es wirklich gut geklappt.
In der Mittagspause waren Larissa und Bina froh, dass die Junioren vorbei waren. "Jetzt wird es sicher nicht mehr so schlimm. Sind ja nicht mehr so viele." Die anwesenden Juroren ließen sie guter Dinge und lachten sich insgeheim ins Fäustchen :-) Denn Sie beachteten den Ausdruck der Senioren bisher nicht eines Juroren. Und so kam es, das sie doch ab und zu ein wenig gebeutelt wurden. Die Sportler schauten die, ehemals auf der gleichen Seite stehenden EX-Twirler, genau an. :-) Sehr spannend. Das anschließende Finale verlief dann schon fast souverän. Am Ende war es für die beiden gut gelaufen und "gar nicht so schlimm" wie zuvor befürchtet. Es war aber doch anstrengend.
Der D.T.S.V. freut sich, zwei von klein an aktive und erfolgreiche Twirlerinnen wie Larissa Werlein und Sabrina Irion, als aktive Wertungsrichter der A-Kategorie begrüßen zu können. Wir freuen uns auf eine lange Karriere als D.T.S.V. Wertungsrichter.
Stephanie Paulus-Reschke
Mein erstes Jahr als Juror
Ach, Juror? Oh Gott, dachte ich mir nur. Wobei mich das Thema schon immer ein bisschen gereizt hat und ich auch schon vorher einige Lehrgänge besucht hatte. Aber jetzt ALLES an EINEM Wochenende durchzuackern, das kam mir dann doch schon etwas heftig vor. Naja, versuchen wir es halt mit dem Crash-Kurs bei Susanne zuhause.
Schön war es, dass Bina, Carina, Katja, Geraldine und Susanne selbst sich auch dieses Drama antaten. Von daher war ich ja nicht alleine. Es ging los. Wir wurden mit sämtlichen Disziplinbeschreibungen erschlagen und Ste packte unzählige Videos aus. Anhand der Videos sollten wir dann mal unser Glück versuchen. Oh Mann, auf was hatten wir uns da eingelassen? Die ersten Versuche waren ziemlich missraten aber Ste ermutigte uns damit, dass sie damals auch so angefangen hätte. War natürlich nicht besonders vertrauenserweckend, immerhin ist damals auch schon wirklich ewig her und wir sollten das ganze an einem Wochenende über die Bühne bringen!
Die Disziplinen wurden durchgesprochen, worauf muss man achten? Was macht ein Dance-Twirl aus? Wie soll ein Modern-Dance-Twirl-Team aussehen, das in „Mid Good“ kommen will? Welche Übungen gehören zu „Mid Average“ beim Mini-Freestyle? Uns rauchten die Köpfe! So verlief das ganze Wochenende und am Schluss sagte Ste: „Schön, dass ihr teilgenommen habt. Wir sehen uns dann zur Prüfung am C-Endrundenwettkampf in Wetzlar“. Bevor aber der Prüfungstag anstand, erfuhren wir noch, dass wir gleich bei diesem Turnier schon mal testen können, wie es ist, wenn ein „lebendes“ Objekt vor einem tanzt. So wurden wir dann den verschiedenen Disziplinen zugeteilt.
Es war soweit, wir trafen uns alle in einem netten Nebenraum der August-Bebel-Halle wieder, wo wir schon freudig erwartet wurden. „Viel Erfolg“ und „ihr schafft das schon“ brachten uns in dem Moment, als die Prüfung vor uns lag auch nicht viel, aber wir gaben unser Bestes. Mit gemischten Gefühlen verließen wir nacheinander den Raum und bereiteten uns auf das Turnier vor. Wir suchten uns unsere Tische, legten unsere Unterlagen zurecht. Ich muss sagen, es verlief recht reibungslos und wir haben unsere Sache fürs erste Turnier wohl recht gut gemacht. Zum Glück war ja Jörg da, der sich dann in Notfällen mal schnell einmischen konnte.
Vielen Dank auch noch mal an dich, Jörg!!!
Den Rest der Saison wurden wir dann weiterhin eingeteilt, immer etwas gemischt mit den „erfahreneren“ unter uns. Es klappte wirklich gut, wobei man manchmal seine Emotionen ein wenig zügeln musste. Mir persönlich fing es an, richtig Spaß zu machen und umso enttäuschter war ich, als ich ein Turnier pausieren sollte. Als es aber zur Deutschen ging und wir einen kleinen Jurorenmangel hatten, durfte ich gleich das ganze B-Endrundenturnier werten, was mich wieder freudig stimmte.
Im Endeffekt verlief alles gut, wir konnten mit uns zufrieden sein. Mir macht es Spaß, Tänze zu bewerten und auch besonders zu honorieren, wenn ein Athlet was gut gemacht hat. Ich freue mich schon auf die nächste Saison und bin gespannt, was wir alles geboten bekommen.
Dominique Hedrich
Dominique HedrichDominique HedrichWertungsrichter Wie erhält man eine Jury-Lizenz
Was Sie haben Interesse an einer
Jury-Lizenz?
Melden Sie sich bei der D.T.S.V. Geschäftsstelle wir informieren
Sie gerne.
Aufgaben eines Wertungsrichters D.T.S.V. Wertungsrichter müssen
folgenden Kriterien verstehen/nutzen/Weiterentwickeln:
Anschauen,Analysieren und Interpretieren des Basislevels eines
Sportlers
• Verstehen, daß gute Technik eine Kombination zwischen Fluss,
Schwierigkeitsgrad, Flexibilität und Kontrolle über alle Elemente
in einer Choreografie ist. Keines dieser geforderten Elemente
werden allein als gute Technik beurteilt.
• Verstehen das korrekte Technik lehren immer das Bevorzugen der
Sicherheit eines Sportlers, deren richtige Weiterentwicklung und
ästhetische Werte im Vordergrund stellt.
• Ein Wertungsrichter arbeitet mit Disziplinbeschreibungen und
deren Einteilung in die verschiedenen Leistungslevel
• Ein Wertungsrichter muss die Erwartungen, die in einem
Leistungslevel gefordert werden verstehen
• Ein Wertungsrichter erarbeitet Methoden zur Festlegung des
Leistungslevels mit dem „Standard“ und nicht wertet nie pro oder
contra teilnehmender Sportler in einer Disziplin
• Ein Wertungsrichter versteht die Wichtigkeit der „Rolemodel“
Videos und trägt mit einer korrekten Anwendung zur Etablierung im
D.T.S.V. bei.
• Ein Wertungsrichter gibt keinen Kredit für nicht „perfekt“
ausgeführte Übungen und Bewegungen.
• Ein Wertungsrichter versteht die Wichtigkeit Konstante
Entscheidungen zu treffen, die mit der Philosophie des D.T.S.V. als
auch Weltverbandes im Einklang stehen
Wie geht ein Wertungsrichter mit Extremen um?
(Sportler, die nicht nachdem Leistungslevel in allen Modes
arbeiten)
a) Wo liegen die Toleranzgrenzen
b) Wie geht man mit Fehlern und Drops um
c) Die Wichtigkeit des Hinterfragens der geforderten Kriterien im
Vergleich mit der Darbietung
d) Die Wichtigkeit der gleichmäßigen Entwicklung von Körper und
Baton
e) Eisberg-Theorie
f) Würstchen-Theorie
g) Sehen – Analysieren – und Interpretation des gestalterischen
Konzepts der Darbietung
• Choreografie als Schwierigkeitsgrad
• Kreativität in Kombination von guter Technik
h) Sehen – Analysieren – und Interpretation der Musik
i) Sehen – Analysieren – und Interpretation der Erfolgsquote des
Choreograf unter Berücksichtigung seiner/ihrer Verantwortung und
die des Sportlers
j) Sehen – Analysieren – und Interpretation die Faktoren der
mentalen und physischen Fähigkeiten
k) Sehen – Analysieren – und Interpretation des
Schwierigkeitsgrades einer Übung
l) Sehen – Analysieren – und Interpretation des Risikofaktors
innerhalb deines Tanzes
m) Sehen – Analysieren – und Interpretation des Leistungslevel des
Sportlers in der Darbietung
• Details der einzelnen Bewegungen
• Fehlern in der Darbietung
• technische Mängel ins richtige Verhältnis setzen
• Die Wichtigkeit Musik sichtbar zu machen
• Die Fähigkeit Fehler professionell zu Verstecken
Die Grundeinstellung eines Wertungsrichter sollte sein:
„Sich irren ist menschlich. Weitermachen ohne von diesem Fehler zu
lernen ist Unverzeihlich.“
II. Ethische Aspekte
Definition Ethik:
„Ethik ist der Bereich des menschlichen Verhaltens in Bezug auf
Moral oder der grundsätzlichen Pflichten. In der Wissenschaft wird
Ethik ach als Studium der „richtigen“ Verhaltensregeln
verstanden.“
Ehrenkodex bilde die Basis zur Förderung eines hohen Standard an
professionellen und gewissenhaftem Verhalten der Juroren. Ethik ist
ein sehr weitgefasster Begriff und kann auf alle Bereiche
menschlichen Verhaltens angewandt werden. Diese vorgeschriebenen
Verhaltensregeln werden sowohl in beruflichen Bereich als auch im
privatem Bereich verwendet.
Allgemeine Grundsätze professionellen Verhaltens
• sich körperlich und geistig fit halten
• Vorbild sein für Athleten und Eltern
• sich selbst nicht in schlechten Ruf bringen
• die Jury-Tätigkeit oder den D.T.S.V./WBTF nicht in schlechten Ruf
bringen
a) Verhaltensregeln in Bezug auf die Beziehung
Juror–Athlet
Der Charakter eines Menschen ist auch ein direktes Ergebnis von
Ansichten, Urteilen,Werturteilen und Einschätzungen, die von außen
auf den Menschen Einwirken. Dieser großen Verantwortung muss sich
ein Juror bewusst sein. Die Fähigkeit und Kompetenz eines Jurors
hängt nicht nur von seiner Ausbildung als Juror ab, sondern auch
von seinem Verhalten und Ruf außerhalb seiner Tätigkeit als
Juror.
b) Das Wohl ergehen des Athleten Dies ist ein Hauptanliegen
eines Jurors.
Jede Einwirkung auf den Athleten, ob geschrieben oder verbal sollen
beschützend sein.
c) Respekt vor dem Individuum
Die Forderung das Individuum zu respektieren und mit jedem Athleten
entsprechend seinem Charakter und Leistungsvermögen umzugehen sind
Themen des Ehrenkodex. Es ist eine positive Herausforderung für
einen Juror zu jedem einzelnen Athleten und seiner Darbietung eine
Beziehung zu finden. Dies gilt auch bei einer großen Masse von
Athleten.
d) Objektivität
Weder durch Wort, Handlungen noch durch Einstellungen sollte ein
Juror das Recht eines jeden Athleten auf faire und unparteiliche
Behandlung Beeinträchtigen. Es soll keine Vorurteile oder
Präferenzen geben aufgrund von Stil, vorherigen Fähigkeiten oder
Mängel, Hintergründe oder Vereinszugehörigkeit. Jeder Athlet sollte
gut gesonnen bewertet werden unter Beachtung seines individuellem
Leistungsvermögens.
Neutralität
Ein Wertungsrichter wird an den Turnieren
und Wettkämpfen als neutrale Person mit Wohnort ohne Vereinsangabe
vorgestellt. Die Juroren haben nach besten Wissen und Gewissen
unbeeinflußt zu entscheiden.
D.T.S.V.-Bewertungsstandard
Die Juroren bewerten nach dem
D.T.S.V.-Bewertungsstandard. Dies ist durch den Jury-Vorsitzenden
zu überwachen und zu kontrollieren. Dem Sportwart und/oder dem
Präsidium ist durch den Juryvorsitzenden über die Einhaltung des
D.T.S.V.-Bewertungsstandards Bericht zu erstatten.
Es gibt jeweils zwei Penalty-Schiedsrichter für Mehrfach- und Einfachpunktabzüge. Diese werden vom JuryvorsItzenden bestimmt.
Mindestens ein Pentaly-Schiedsrichter für Einfachpunktabzüge muss ein vom D.T.S.V. geprüfter Juror (A-oder B-Kategorie) sein. Die Penalty-Schiedsrichter für Einfachpunktabzüge geben eine gemeinsame Wertung ab. Penalty-Schiedsrichter für Mehrfachpunktabzüge geben zwei getrennte Wertungen ab.
Die Musikzeit wird ebenfalls von zwei weiteren Penalty-Schiedsrichter abgenommen.
Der Wertungsvorgang National
Die Wertungsbogen sind neben den Wertungskriterien für den technischen- und artistischen Wert, und werden in verschiedene Level (Leistungsgruppen) eingeteilt, d.h. Die Punkte 1-10 bzw 1-100 werden in „Noten“ für die Darbietung aufgeteilt.
ausreichend
durchschnittlich
gut
sehr gut
perfekt
Dies sind die Leistungsstufen für Twirler. Nach dem
ersten Teilnehmer stuft jeder Juror den Teilnehmer in einer dieser
Gruppeneinstufungen ein. Unterscheidet dann, ob die Darbietung mehr
an der darunterliegenden Leistungsstufe liegt oder mehr an der
darüberliegenden oder genau in der Mitte. Danach vergibt der
Wertungsrichter seine Punkte.
Bei Teams/Duo und Gruppe sieht die Leveleinteilung anders aus: Da
hier pro Juror insgesamt 100 Punkte vergeben werden können, teilt
sich die Wertung in drei Kriterien auf.
Inhalt: 30 Punkte
Präzision: 30 Punkte
Gesamtinhalt: 40 Punkte
Auch hier werden die drei Kriterien in den oben genannten
Leistungsgruppen eingestuft. Es ist somit nicht unbedingt gesagt,
wenn ein Juror bei einem Teilnehmer 3,1 Punkte gibt und ein anderer
4,5 Punkte, daß einer der Juroren total falsch liegt. Immerhin
liegen beide in diesem konkreten Beispiel im Level
durchschnittlich! Es sollte jedoch jedem Wertungsrichter klar sein,
daß die Sichtweise wenn möglich nicht so weit abweichen sollte. Im
Endergebnis, d.h. in der Plazierungsreihenfolge ist es wichtig,daß
sich alle Juroren über die Platzierungen einig sind. Das Ziel ist
es, daß jeder die gleichen Finalisten und Gewinner ermittelt, ob
nun mit einem Punkt Unterschied oder drei Punkten oder mit einem
Zehntel. Ebenso ist es für jeden Teilnehmer wichtig, sich diese
Wertungsbogen abzuholen und mit dem Trainer sich mit dem Ergebnis
zu beschäftigen. Der Teilnehmer weiß nun, in welchem Leistungslevel
er sich befindet. Der Wertungsrichter zeigt anhand der Note woran
als nächstes gearbeitet werden sollte. Die richtige Note – auch in
den Teilbereichen zu finden, ist daher sehr wichtig. Die Juroren
möchten gleichmäßig trainierte Twirler sehen, der in allen
Wertungskriterien eine konstante Leistung bringen kann. Dies gilt
nicht nur für Solisten, sondern auch für Teams und Gruppen.
Internationale Meisterschaften
Der Weltverband hat vor Jahren eine Wertungsskala entwickelt, nachdem jeder Juror an den internationalen Meisterschaften wertet. Diese Wertungsskala ist – wie in der Schule – in Leistungsgruppen wie: ausreichend/befriedigend/gut/sehr gut aufgeteilt. Für jede „Note“ (Leistungsgruppe) ist ein Standard-Twirler im mittleren Leistungs-Bereich genau definiert. Es wird beschrieben, wie ein Twirler in der Befriedigend-Leistungsgruppe rollt, schleudert, wie wieviele Spin er/sie zeigen sollte, wo die verschiedenen Schleuderübungen gefangen werden, wo Mängel auftreten,welche Art von Kontaktmaterial in der jeweiligen Leistungsgruppe gezeigt werden sollte, wie der Ausdruck ist etc.. Kurz, ob es sich um einen gleichmäßig trainierten Twirler handelt oder nicht. Anhand von Video-Beispielen (Rolemodels) werden die Twirler, die am Turnier teilnehmen, verglichen. Das heißt: Im Prinzip tanzen die Twirler nicht gegeneinander, sondern werden von den Juroren mit den Video-rolemodels verglichen, ob sie gleich, besser oder schlechter getanzt haben. Der D.T.S.V. verwendet ebenfalls diese Definitionen und Rolemodels des Weltverbandes. Der D.T.S.V. hat 1995 dieses Prinzip übernommen. Um die Wertungen für die Deutschen Twirler attraktiver zu gestalten, wurde noch eine weitere Leistungsgruppe entwickelt, die unter dem internationalen Fair-Level (niedrigste Leistungsgruppe) liegt. Was in Deutschland als „Durchschnitts (average)-Leistungsgruppe“ definiert ist, liegt international in der Fair (=ausreichend)-Leistungsgruppe. Auf internationaler Ebene gibt es unsere „D.T.S.V.-Ausreichend-Leistungsgruppe“ also gar nicht. An den internationalen Meisterschaften treten schließlich nur die Besten eines Landes an. Folglich ist erachtet der WBTF(Weltverband) es auch nicht notwendig, eine leichtere Leistungsgruppe zu schaffen. Die meisten Länder arbeiten mit der gleichen Methode, wie Deutschland. Nicht alle, die Twirling Hochburgen wie USA, Kanada, Frankreich, Japan, Italien oder Frankreich brauchen sich aufgrund der großen Anzahl der Twirler und die daraus resultierende große Konkurrenz diesbezüglich keine Gedanken zu machen. Letztendlich sehen alle genau das gleiche, teilen die Twirler in entsprechende Leistungsgruppen ein und vergeben nach dieser Skala ihre Punkte. National verwenden wir unsere D.T.S.V.-Skala, wo die Sportler für die gleiche Leistung mehr Punkte bekommt, international verwenden wir die Weltskala, wo für die gleiche Leistung weniger Punkte erteilt werden. Eine einfache Formel: national Durchschnitts-Leistungsgruppe = international Ausreichend-Leistungsgruppe Der D.T.S.V. hat es sich zum Ziel gemacht, irgendwann einmal die gleiche Berwertungsskala benutzen zu können. Dies kann nur ganz langsam geschehen. Die erste Anpassung wurde 2002 durchgeführt. Der D.T.S.V. benötigt also noch Zeit. Denn erst, wenn sich das Deutsche Niveau insgesamt verbessert hat, erst dann kann die Bewertungsskala wieder angepaßt werden.
Qualifikationsmodus national
Zur Qualifikation müssen folgende Mindestpunktzahlen erreicht werden:
Junioren mind. 70 Punkte
Senioren mind.
90 Punkte
Freestyle
|
1.) Punktzahl Kür |
2.) Punktzahl Pflicht |
3.) Endpunktzahl |
|
Gesamtpunktzahl der Juroren |
Gesamtpunktzahl der Juroren |
Punktzahl aus Kür x 0,75 |
|
: die Anzahl der Juroren |
: die Anzahl der Juroren |
+ Punktzahl Pflicht x 0,25 |
|
= Zwischenergebnis 1 X 5 |
= Zwischenergebnis X 1,25 |
= Endpunktzahl aus Pflicht und Kür |
|
= Zwischenergebnis 2 |
(Hochrechnung auf 100 Punkte) |
|
|
- Einfachpunktabzüge |
= Punktzahl aus Pflichtübungen |
|
|
- Mehrfachpunktabzüge |
|
|
|
= Punktzahl aus Kür |
|
|
Duo/Team/Gruppe
Gesamtpunktzahl der Juroren
: die Anzahl der Juroren
= Zwischenergebnis
- Einfachpunktabzüge
- Mehrfachpunktabzüge
= Endpunktzahl
Ermittlung der Mindestpunktzahl (=Gesamtpunktzahl)Zur Ermittlung der Mindestpunktzahl gilt folgende Formel:
höchste Endpunktzahl aus einem Qualifikationsturnier zur DM
+ zweithöchste Endpunktzahl aus einem Qualifikationsturnier zur DM
= Gesamtpunktzahl
Bei der Teilnahme an einem Finale wird für die Berücksichtigung der Endpunktzahl in das nationale Qualifikationsergebnis immer die höhere Endpunktzahl aus der Vorrunde oder Finale herangezogen











