Bei uns ist Twirling Sport!
Leistungstest
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© 2010 Bei uns ist Twirling Sport!

Leistungstests - Das 3. Jahr!

Nach Einführung der LT’s im September 2007 haben wir eine deutliche Leistungssteigerung bei den LT Teilnehmern sehen können. Dieses Beschäftigen mit den LT’s hat auch dazu beigetragen, dass einige Sportler sich für ein internationales Turnier qualifizieren konnten.


Ihr seid auf dem richtigen Weg!!!

  • So geht es nun weiter:
    Immer in der ersten Woche des Monats werden die LT’s abgenommen.


September 2009
Woche vom 1. – 7. LT- Abnahme im Verein

Oktober 2009
Woche vom 1 – 5. LT – Abnahme im Verein

November 2009
Woche 2. – 8. der Wichtige Termin:

Wer den 2,0 Durchschnitt erreicht ist im Nationalpool der WM 2010!

Dezember 2009
Woche vom 1.–7. LT-Abnahme im Verein

Februar 2010 
Woche vom 16.–22. LT-Abnahme im Verein

März 2010
Woche vom 09. – 15. LT Abnahme im Verein


1. Mai - Die Entscheidung

LT- alles in GUT und ihr habt die Möglichkeit
in Norwegen bei der WM 2010 dabei zu sein!

Ein LT der besonderen Art

Oder als die Bienchen hysterisch um die Hummel flogen.

Das knistern in der Luft konnte man schon spüren. Von 15 eingeladenen Twirlingsportlerinnen sind 12 Mädchen der fasst wichtigsten Termin in einem Twirlingjahr gefolgt.

Die 2007 eingeführten D.T.S.V. Leistungstests wurden zum zweitenmal durchgeführt. Der kurz „LT“ genannte Test entscheidet neben dem erreichen der Qualifikationspunkte mit über die Teilnahme an der diesjährigen EM in Straßburg/Frankreich. Nur wenn die Twirlerinnen an diesem Termin alle Ergebnisse der Basis Baton- und Körperübungen in „GUT“ erreichen ist eine Teilnahme möglich. Entsprechend groß war die Aufregung schon bereits im Vorfeld.

Im Mai 2008 qualifizierten lediglich 4 Twirlingsportlerinnen für die WM 2008 in Irland. Da der Qualifikationsmodus für jeden gilt – auch für Teams und Gruppen, war es für das frisch gebackene Nationalteam entsprechend hoch.

Nur falls alle durchkommen dürfen sich die Teamtwirlerinnen Hoffnung auf einen Start in Frankreich machen. Mit dabei: Dominique Hedrich, Julia Rühl, Ann-Kristin Hildenhagen, Sabine Lautenschläger, Jana Weber und Beatrice Adelmann. Beatrice verzichtete für diesen Termin auf eine Schülerfreizeit, um an diesem wichtigen Twirling-Termin anwesend zu sein.

Beim letzten LT hat sich auch Jannika Rühl auf die durchschnittlich 2,0 gearbeitet und sich gerne bereit erklärt als Ersatzfrau für das Nationalteam mit ins Rennen zu gehen. Jede der Damen hat sich bestmöglich auf dieses aufregende Ereignis vorbereitet. Und alle haben sich seit Tagen nur mit einem Thema beschäftigt, auf keinen Fall diejenige zu sein, weshalb das Team nicht fahren darf. Es bedarf sicher keiner großen Phantasie sich auszumalen, was wohl in den Mädchen vorging.

Los ging es mit Katharina Kling und Stephanie Wagner, die den LT souverän meisterten, wie auch bereits 2008. Um 12 Uhr trafen sich alle auf dem Sportplatz zum Laufen – 12 Minuten Coopertest. Für die absolute Mehrheit der „Oberhorror“ 10 von 12 haben die vorgegebene Strecke auf Anhieb gemeistert. Nur Svenja Schneider und Dominique Hedrich Nicht. Jeder Twirlingsportler hat am Mai LT noch eine Chance Übungsteile, die knapp unter gut sind zu wiederholen. „Ich laufe auf keinen Fall mehr und heute schon gar nicht“ meinte Dominque total frustriert.“Ja, ja abwarten und erst mal die Baton- und Körperübungen machen. Dann sehen wir weiter“ meinte Stephanie Paulus-Reschke ruhig.

In 3-er und 4-er Gruppen aufgeteilt ging es dann für den Rest los. Die „Spagat-Fighter“ genossen ein Extratraining mit Katharina Kling. Katharina ist stundenlang mit verschiedenen Kandidaten von der Sprossenwand zu den 2 Kasten hin und her gelaufen. Sie hat geduldig die Mädchen langsam gedehnt. Die „Spagat-Fighter“ haben mit einem festen Ziel vor Augen still leidend den Schmerz angenommen ;-) Und jede hat es tatsächlich geschafft 15 Sekunden auf beiden Seiten sitzen zu bleiben.
Die Gruppen wurden mit 2 Stoppuhren von den zählenden Susanne Henkel, Leona Muskat und Stephanie Wagner stets rotierend genau begutachtet. Jutta Mohr führte genaustens Buch der erreichten Ergebnisse.

Beim ersten Versuch schaffte lediglich Annemarie Schulz auf Anhieb souverän den LT. Sie kam mit einem Fahrradhandschuh in Prüfung, da sie sich eine Blase an die Hand aufgrund des vielen Vortrainings an die Hand gearbeitet hatte. Beatrice, lieh sich dann Annes tollen Handschuh, da sie das gleiche Schicksal ereilt hatte.

Die Chance – für die Wiederholung einzelner Prüfungsteile vom kompletten Rest erfolgreich genutzt. Die Freude und Erleichterung war entsprechend groß. Svenja Schneider: „Ich kann es gar nicht glauben, das ich es so weit geschafft habe. Unglaublich. Jetzt noch mal Flip Links.“ Als Svenja mit den LT’s begann, schaffte sie 12 Horizontale Figur 8 statt die geforderten 60!

Der 2. Lauf

Joo, dann fehlte leider nur noch das Laufen. Es regnete, Dom und Svenja schauten sich an bedauernd an - nach bereits 5,5 Runden: „Jetzt sind wir so weit gekommen, jetzt versuchen wir es halt noch mal“ Horror pur. Dominiques Personal-Trainer Jörg, der im Vorfeld mit ihr bereits trainiert hatte wurde von der Bundesliga losgerissen und mit der Order beauftragt: „Schaff sie irgendwie da durch, sonst bekommst du einen Titel Personaltrainer sofort entzogen“
Katharina Kling meinte zur Svenja: „Ich laufe mit dir. Das schaffen wir“. So trottete Svenja brav hinter der mit Stoppuhr bewaffneten Katharina hinterher. Dom ergab sich inzwischen auch Ihrem Schicksal und Susanne Henkel drückte die Stoppuhr. Los gings. 1 Runde souverän. Die Teammitglieder wollten auch etwas für ihre Dom tun und liefen zunächst in 2 Gruppen mit. Sie unterhielten sie. Dom selbstverständlich völlig appartisch und genervt. Sie hächelte nach Wasser, Jana „Kein Problem“ sprintete vor und brachte ihr während dem Laufen die Flasche. Die 2 Gruppe rockte mit und nervten sie. Sie versuchten sie zu Locken und zu schubsen, quatschten sie voll. Schier unglaubliche Bilder boten sich den nicht weniger aufgeregten Zuschauern. Svenja wagte es einmal zu laufen, alle Anwesenden aufgeregt „Nicht laufen, Nicht laufen“ Kath nach 5 m „Auf weiter laufen“ und Svenja lief brav weiter.... Eine Runde vor dem Ziel hob sie wie brav angeraten die Arme. Dominique die sich stetig hinter Svenja befand wollte auch aufhören zu laufen weil sie hoffte, es nun endlich vorbei. Wie hysterische Bienchen schwirrten die Teammitglieder um die „Hummel-Dom“ herum und trieben sie weiter an. „Auf keinen Fall anhalten – Auf weiter“.Sabine Lautenschläger rannte einmal quer über den Platz, um für Endspurt bereit zu sein. „Hach was ein Streß, ich kann schon auch schon nicht mehr.“
Die letzte Runde wird wohl keiner der regennassen Anwesenden vergessen. Einer der „Magic Moments“ Svenja legten eine Sprint mit Kath hin. Wie sie später berichtete war ihr bereits Schwarz vor Augen und rannte ins Ziel. „Man kann offensichtlich auch im Dunkeln rennen.“ Dom schaffte es dank ihrer Bienchen die sie während des Laufens 100% hasste mit einer Punktlandung.
Emotionen pur, völlig fertig lagen beide im Gras, für das Trinken lief Ann-Kristin im Vollspurt noch einmal über den Platz,damit sie die „Hummel“ wieder aufrappeln konnte.
Unglaublich aber wahr. Alle 12 Teilnehmer haben es geschafft. Keiner hat gewagt, ein solches Ergebnis auch nur zu erhoffen. Es ist schon erstaunlich, was positives Denken, Freundschaft, Liebe zum Twirlingsport alles bewirken kann. Viele sind mit dem Blick auf ein für sie vom Herzen erstrebenswerten Ziel über sich hinaus gewachsen, haben wirklich ALLES gegeben. Auch für die anwesenden Zähler, Zuschauer und Trainer war dies ein wirklich bemerkenswerter und lehrreicher Tag. Nichts, aber auch wirklich nichts ist Unmöglich.

TSG Niedergirmes

  • Katharina Kling
  • Dominique Hedrich
  • Svenja Schneider
  • Julia Rühl
  • Jannika Rühl


TTSG Niedereschach

  • Diana Eisenzapf


Majoretten Stockhausen

  • Sabine Lautenschläger
  • Jana Weber


TV Langenselbold

  • Stephanie Wagner
  • Annemarie Schulz
  • Beatrice Adelmann
  • Ann-Kristin Hildenhagen


Jetzt, gilt es an der Deutschen Meisterschaft noch die notwendigen Qualifikationspunkte zu erreichen. Nach dieser Erfahrung sicher nur noch ein marginales Problem. Wir wissen ja, wenn’s klappen muss, packen wir das auch – Wir sind schließlich Twirlingsportler.

Das Nationalteam braucht nach allen Abzügen 64 Punkte um die Qualifikation nach Straßburg zu schaffen. Liebe Zuschauer, kommt auf die Deutsche Meisterschaft nach Wetzlar und unterstützt die Twirlerinnen, die in diesem Jahr zum ersten Mal zusammen tanzen mit ALLER KRAFT.
„Was auch immer passiert, für mich war allein dieser LT eines meiner schönsten Erlebnisse im Twirlingsport. Ihr alle könnt stolz auf euch sein. Stolz darauf 2009 mit dabei gewesen zu sein.

Vielen Dank für dieses schöne Erlebnis. Besser geht es fast nicht.“

Stephanie Paulus-Reschke