Einfach unbeschreiblich!
Ende des Jahres 2008 beschloss ich nach der, für mich
erfolgreichen WM 2008 in Irland, neue Wege zu gehen. In all den
intensiven Jahren Training mit meiner Trainerin Ste habe ich sehr
viel sportliches, soziales, sowie kreatives von ihr in diesem
wunderbaren Sport gelernt und mitgenommen.
Diesmal nahm ich es in die Hand und versuchte mich an einem
eigenen Freestyle und Dance. Erst einmal musste eine geniale
Musik her. Was will ich machen? Was will ich erreichen? Dies
waren meine ersten Fragen. Nach längerem Suchen begann das Projekt.
Mit meiner ausgewählten Musik, stellte mich sonntags in die
Halle und ließ mich von ihr leiten. Stück für Stück wurde es zu
meinem eigenen Tanz. Genau das war „ich“!!! Ich ließ mich von der
Musik, Gefühlen und Emotionen leiten, trainierte hart und gerne
daran. Nach den ersten Monaten wollte ich nun gerne eine Sicherheit
und Rückantwort bekommen, ob das, was ich da kreiert habe gut ist.
Also durfte ich nach Absprache sonntags zu Ste ins Training kommen.
Ich glaube sie hat sich nachdem sie meine Tänze sah einfach nur im
Kopf gedacht: „Dieses Mädel, warum hat sie das nicht schon früher
gemacht. Genau das wollte ich.“ Sie war begeistert und ich
natürlich erleichtert, mein Weg war nun also richtig.
Diese Saison habe ich gelernt, „es“ für mich zu
machen!
Ich habe mich sau wohl gefühlt. Denn dieser
Tanz spiegelte mich als Person wieder. Nun war es mein Ziel und
meine Aufgabe, die Europameisterschaft in Frankreich! Vorab
besprachen Ste und ich noch einmal, was für ein EM Freestyle
richtig sei. Also bearbeitete ich meinen Tanz im Kadertraining und
im normalen Training, sodass er EM- tauglich wurde. Ich war mir
sicher, ich kann den Tanz und ging entschlossen und motiviert an
den Start der EM.
Meine erste 6!
Mein großes Ziel, ich wollte endlich 6er Wertungen bekommen. Sehr
konzentriert, aber gelassen ging es los. Mein Freestyle in der
Vorrunde lief gut. Ich fühlte mich verdammt wohl auf der Fläche und
wollte gar nicht mehr runter. In der Schlusspose gab ich noch
einmal alles und schaute einer holländischen Jurorin direkt in die
Augen. Ich versuchte so das Gefühl weiter zu transportieren.
Dies hatte ich mich vorher noch nie getraut. Und huch, sie belohnte
mich mit meiner aller ersten 6,1. Ich war hin und weg und die
Tränen konnten sich nicht mehr halten. Ich war an meinem Ziel
angekommen. Beim Abendessen erfuhren wir die Ergebnisse. Total
unerwartet für mich, stand ich nun auf dem 9.ten Platz! Wow.
Das erste Mal in meiner Twirlingkarriere wusste ich am Tag danach
(Semi-Finale), ich kann meinen Tanz. Ich kann ihn noch einmal
so gut machen. Total ungehemmt freute ich mich darauf noch mal
tanzen zu dürfen. Ich steigerte mich etwas zu der Vorrunde und war
total glücklich, denn ich hatte nun die 6er geknackt. Nun
bekam ich durch die Bank weg mehrere 6er Noten. Es war für mich ein
tolles Erlebnis. Irgendetwas in mir wollte sofort danach wissen,
auf welchem Platz bin ich? Habe ich es ins Finale
geschafft?
Ich wollte gerne noch einmal tanzen. Und tatsächlich, beim
Abendessen bekam ich die tolle Nachricht: Ich durte im Finale
für Deutschland starten. Im Finale :-)
Es war Sonntag und ich durfte das erste Mal als Freestyler hier im
Finale mitmischen. Ich konnte nichts verlieren, sondern nur an
Erfahrung gewinnen. Ich hatte alle drei Tage lang
das gleiche gute Gefühl. Ich kann meinen Tanz.
Konzentriert, aber innerlich mit mir im Reinen. Wie schön... Stolz
tanzte ich meinen Tanz noch einmal.
Wer hätte es gedacht, schon wieder schaffte ich eine persönliches
Steigerung. Eine Schwierigkeit, kurzfristig noch eingeplant... und
ich wusste es vorher, ich werde sie fangen. In meinem ersten
Freestylefinale war ich tatsächlich noch einen Tick besser. Ich
konnte mich noch mehr gehen lassen. Ich wollte zeigen,
dass ich es verdient habe in einem Finale zu stehen. Als Belohnung
bekam ich fast nur noch 6er.
Es war ein überragendes Gefühl diese Tage dort teilnehmen zu
dürfen. Keiner hätte es von mir erwartet. Wer mich kennt, weiß
dass ich die letzten Jahre immer wieder gesagt habe: „...aber ich
kann es immer nur einmal gut!“
Dieses Jahr fühlte ich es, dass ich nun soweit bin. Es hätte nicht
besser laufen können, es war perfekt. Und ich bin vollkommen
zufrieden. Ich erinnere mich immer wieder gerne daran zurück, es
hat mich geprägt. Es hat in mir etwas ausgelöst!
Das war mein schönstes Erlebnis
Daran bist Du nicht ganz unschuldig, denn Du liebe Ste hast mich
geprägt. Dadurch hast du mir die Möglichkeit gegeben, mich auf
einen eigenen Weg machen. Du hast mir die Grundbausteine gegeben.
Du hast mir die Richtung gezeigt. Dich kann keiner ersetzen, du
gibst mir soviel mit in diesem Sport.
Ich brauche Dich, denn Du wirst immer meine Trainerin
bleiben.
Ich danke dir für alles…Worte können das nicht ausdrücken. Ich
glaube, dass du es gefühlt und gesehen hast am Finaltag,
Dankeschön!!!
Kath
N-Team 2009 - Twirlingsport kann spaß machen!
Also mein schönstes Erlebnis 2009 war der Neuanfang mit einem
neuen Nationalteam in dieser Saison. In einer Phase, an der ich
mich fragte, ob es überhaupt Sinn macht mit diesem Sport
weiterzumachen, gaben mir die "Bienchen" mit ihrer positiven
Einstellung und Begeisterung im Training wirkliche Freude daran
Trainerin sein zu dürfen.
Es war eine erfreuliche Erfahrung, sich der permantenten
Unterstützung von Susanne Henkel zu wissen, die dem Ablauf eines
N-Teamtrainings eine perfekte Struktur verleiht. Die... die den
Mädchen "das Laufen beibringt".
Oder Leo, die uns allen beibrachte, wie man Formationen taktisch
ausarbeitet und den Bienchen und auch mir neue Horizonte in Sachen
Formationen eröffnete. Sich freut, wenn die "Bienchen" gerafft
haben, wenn sie falsch stehen. Sich geduldig immer wieder neue
Formationen ausdachte, weil die "Kreativen Chaoten" den theoretisch
geplanten Ablauf zum 100sten mal zerstört haben... ;-) "Ei, da
machen wir halt etwas anderes"
Auch Dominique Hedrich, die als "alter Twirlinghase" innerhalb
des N-Teams für Ordnung sorgt und so den "jungen Bienchen" das
unkoordinierte summen versucht auszutreiben. Juli, die den
Überblick im Team einfach im Blut hat und stumm für Ruhe sorgt.
Ann-Kristin, die im Team lernt den Überblick zu behalten, sich über
jede neue Erkenntnis "wie Bolle" freut und sich als "Teamschreier"
versucht. Jana, die immer an sich zweifelt und eine deratig
tolle Präsenz und Willensstärke auf die Fläche zaubert, das einem
manchmal wirklich Angst wird. Sabine, die mit ihrer freudigen Art,
auch über sich selbst lachen zu können jedes Training zur Freude
macht und den nötigen ernst nimmt. Ich sage nur "Du" --- oder war
es eher Peng? Beatrice, die als letzte zu diesem Team dazu gestoßen
ist und wenn sie einen Fehler macht, mit einem leidenden
"Dramablick" durch den Rest des Tanzes fliegt.
Ja und ich? Ich mache am allerwenigsten. Ich schaue allen zu
und versuche den Dingen eine positive Richtung zu geben. Freue
mich, wie toll sich die Dinge entwickeln. Ich denke ich habe den
besten Job im N-Team :-)
Ja - und jetzt nach dem LT hat das N-Team Verstärkung
bekommen.
Svenja Schneider und Jannika Rühl werden eingebaut, haben schon die
gemeinsamen Übungen nachgelernt. Jetzt, wo wir die Formationen
einigermaßen gerafft haben, kann Leo sich mit einem 8-er von vorne
völlig neu austoben. "Da wirken wir größer" - Na dann... Leo macht
das schon.
Susanne und ich haben nicht gewagt zu hoffen, dass wir es innerhalb eines Jahres schaffen ein komplett neues Team auf die Europameisterschaft 2009 zu bringen. Der LT 2009 offenbarte, dass wir N-Teamler mit ECHTEN Teamgeist haben. An der Deutschen kam es für "die Bienchen" darauf an, die Juroren zu überzeugen, ob sie entschlossen und fähig sind, an einem internationalen Turnier anzutreten. Alle Juroren waren der Ansicht und demonstrierten dies anhand eindeutiger Noten. Sie wollen das D.T.S.V. - auch wenn es noch nicht perfekt ist - an der EM sehen und denken, das sich der D.T.S.V. mit diesem Team als Neuanfang zeigen kann. Das gesamte N-Team wird sein Bestes an der EM geben. Schließlich ist unsere Stärke, uns permanent zu verbessern.
Ich würde sagen wir haben alle viel gelernt, obwohl wir noch lange nicht da sind, wo wir im Idealfall gerne sein möchten. Wir sind alle realistisch und können uns darüber freuen, dass wir jedes Training ein wenig besser werden. Wir hoffen auf viele Zuschauer an der EM, die uns lautstark motivieren.
Völlig begeistert von den Noten der Jury "Wir haben es gepackt!"
Beatrice Adelmann - TV Langenselbold


Mein schönstes Twirlingerlebnis war 2005 der Cup of Clubs in Slowenien. Als wir unterwegs nach Slowenien waren hatte ich schon ein kribbeliges Gefühl im Magen, aber nicht weil ich aufgeregt war, sondern weil ich es nicht erwarten konnte bei so einem Wettkampf dabei zu sein, um meinen schönen Tanz zu zeigen und um haut- nah andere gute Sportler aus ganz Europa zu sehen!!!!
Als Musikcheck war und wir das erste Mal die Halle betraten, dachte ich:
„Boah, ist das eine schöne Halle und vor allen Dingen hoch!“ Es war ein tolles
Gefühl in der Halle zu trainieren, nicht nur weil man sich keine Sorgen machen
musste, dass der Stab an die Decke oder an einen Balken prallen würde, sondern
auch weil es für mich der erste Musikcheck war. Deshalb genoss ich es umso mehr.
In der Nacht konnte ich nicht ruhig schlafen, da ich mir Gedanken machte wie
ich wohl mein Freestyle tanzen würde...gut oder schlecht? Natürlich überlegte
ich auch, wie gut wohl die anderen Freestyler sind, aber nach einer Zeit bin ich
dann auch eingeschlafen. Am nächsten Tag standen wir schon früh auf, da wir für
unsere Tänze gestylt werden mussten. Danach fuhren wir sofort in die Halle.
Alle Twirlingvereine von ganz Europa liefen ein. Es war ein tolles Gefühl
mit zu laufen! Nach einer etwas langen Rede marschierten wir wieder raus. Sofort
fingen die Tänze an. Zum Glück war ich etwas später dran!! So konnte ich mir
noch ein paar Tänze anschauen. Es hat Spaß gemacht zu zugucken, manche Tänze und
Kostüme gefielen mir richtig gut! Aber irgendwann kam auch meine Aufwärmphase
dran.
Total aufgeregt lief ich runter zur Fläche und machte meinen Tanz
durch, bis die Aufwärmphase zu Ende war. Ste nahm mich in den Arm und ermunterte
mich und gab mir Mut. (Danke Ste das du immer für mich da bist!!!) Als dann nun
mein Name aufgerufen wurde, lief ich ein und stellte mich in meine
Anfangsposition. Als die Musik startete, fing ich an. Es war ein so tolles
Gefühl, ich finde man kann es gar nicht beschreiben!!!!!
Als dann nun mein Tanz fertig war, war es einerseits erleichternd, aber andererseits hätte ich am liebsten noch ein Mal getanzt!!!!!!!!!!
