Bei uns ist Twirling Sport!
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Nachwuchsstipendium 2010 ein voller Erfolg

 

2010 kamen 8 Kinder aus Stockhausen, Worfelden, Herxheim und Niederschach mit ihren Vereinstrainern und liesen sich für die Saison 2011 tolle Tänze von den Trainern Katharina Kling und Sabrina Irion einstudieren. Die wenigen Teilnehmen in diesem Jahr kamen aufgrund eines Beschlusses des D.T.S.V. Präsidium zustande. Denn in diesem Jahr durften keine Kinder mitmachen, die international - auch am Cup - getanzt haben. "Jetzt arbeiten wir mit der Basis - auch die Begleitung durch die engagierten Vereinstrainer ist jetzt super" so Sportwart Susanne Henkel zuversichtlich. "Im nächsten Jahr werden es sicher wieder mehr. Es ist schön für alle Teilnehmer, da die Betreuung so optimal ist." Die Vereinstrainer hatten alle Hände voll zu tun mit ihren Schützlingen die neuen Bewegungen und Übungen zu trainieren. Denn neben den einstudieren, bekommen die Vereinstrainer Anweisungen, was wie geübt werden soll. Damit ist die Chance größer, Wissen in die Vereine zu transportieren. Die Kinder werden besser vorbereitet und das neu erlangte Wissen kann auch im Verein gleich angewendet werden.

Die Jüngste Teilnehmerin war 8 Jahre alt. Als liebe Vereine keine Angst. Das geht schon, es wird auch viel gelacht. Zwischen dem einstudieren und üben wurden viele Spiele gemacht. Es war für alle ein schönes Wochenende gewesen. So können wir uns auf das nächste Jahr freuen, wenn die Tänze dann an den Turnieren gezeigt werden.

  

Die Mitgliedsländer möchten wissen, wo ihre Trainer sind

Laut einen Beschluss an einem Wintermeeting sollen die Länder ausländische Trainer melden. Da durch Internet immer mehr internationale Freundschaften entstehen, werden hier und da Trainer eingeladen in den Vereinen mal ein Training zu machen oder Tänze einzustudieren. Dies geschieht auch in vielen anderen Ländern und trägt zu einer Leistungsverbesserung durch neuen input bei.

Die betroffenen Länder sind jedoch nicht immer erfreut. Zum einen, weil manche Twirler aus deren Sicht keine ausgebildeten Trainer sind. Zum anderen möchte diverse Länder nicht, das "ihre" Trainer irgendwo hingehen und im Zweifel aus versehen Training in nicht Mitgliedsvereinen des WBTF oder CETB sind. So leider geschehen haben die betroffenen Länder gebeten, doch bitte informiert zu werden. Dieses Beschluss möchte auch der D.T.S.V. gerne ankommen. So benötigen wir von den Vereinen, die mit ausländischen Trainern arbeiten. Lediglich den Namen und das Datum, wann dieses vereinsinterne Training stattfinden soll. Die D.T.S.V. Geschäftststelle möchte nicht was gemacht wird. Diese Informationen mit der Angabe des D.T.S.V. Mitgliedsverein geht dann an die Geschäftstelle des jeweiligen Landes, wo der Trainer herkommt.

Die D.T.S.V. Mitgliedsvereine sind sicher an einer korrekten Abwicklung interessiert und kann sicher auch die Wünsche der "Trainerländer" respektieren. Der D.T.S.V. reagiert nur auf Mitteilungen der Vereinsvorstände und leitet diese an entsprechender Stelle weiter.

Der D.T.S.V. begrüßt ein internationale Zusammenarbeit und den aktiven Austausch der D.T.S.V. Mitgliedsvereine. Dennoch möchten das Präsidium die D.T.S.V. Mitgliedsvereine bitten, diesen Anliegen nachzukommen, damit Deutschland diesem Beschluss nachkommen kann und seine Verpflichtung erfüllen kann.

Neues Wertungssystem - Report WM Norwegen 2010

An den Weltmeisterschaften in Norwegen wurde vor Beginn des internationalen Turnieres in Meetings reichlich über das NJS diskutiert. Eigentlich sollte bereits in Norwegen das NJS in zweiter Reihe getestet werden. Auch Deutschland hat sich bereit erklärt den "Fiche" auszufüllen, damit Juroren in 2. Reihe dies Testen können. Aus unserer Sicht war es von Vorteil für alle Seiten, sich daran zu beteiligen... zumal Deutschland ein gutes Beispiel für ein "durchschnittliches Level" darstellt. Wir wollten auch mal wissen, wie es ist, wenn sich ein "average-twirler" nicht an den "fiche" halten kann, welche Punkte da heraus kommen.
Doch dazu kam es nicht. Japan - das beste Land, mit den besten Twirlern - wollte nicht an diesem "Großversuch" teilnehmen und verweigerte die Zuarbeit. Zu viele Dinge seien noch ungklärt, die Beschreibung der Übung sei nicht eindeutig für sie zu verstehen...
Ach, sind wir doch nicht die Einzigen, denen einiges noch unklar ist. Dem Aufruf der neuen WBTF-Präsidentin in dem die Mitgliedsländer um ein Feedback vom Präsidenten, Technical Advisor und Jury-Vorsitzenden gebeten wurde, seine Meinung des "NJS" nach dem letzten Wintermeeting zu formulieren sind wir nachgekommen. Offensichtlich waren noch einige Länder der Ansicht, dass noch Handlungsbedarf besteht.
So hat auch Japan dazu bekannt, das sie die Priorität auf die Schleuderübungen gelegt werden sollte und auch Rollen und Kontakt eine eigene Noten bekommen sollte... Die Japanische Delegation hat auch schon an einer Scala/Fiche-idee gearbeitet, wie man das denn hinbekommen könnte. Es wurde zwei Beispielvideos vorgestellt, diesmal ein Japanischer Twirler und ein Französischer Twirler in den Aerials (Schleuder-Übungen) gleichwertig nur im Rollen bekam das französische Beipiel eine 5,8. Das Verhalten einiger Meetingteilnehmer lies wohl etwas zu wünschen übrig. Aber dennoch kam man überein, dass dies ein "grober" Weg in die richtige Richtung sei. Man möchte auch weiterhin an den "fiche" festhalten, obwohl einige vom Board auf diesen eher zu verzichten wünschen. (Fiche: ein Zettel, wo für Junioren 5, Senioren 6 Schleuderübungen mit Abwürfen und Fangen aufgeschrieben werden und mit einem Wert belegt werden, der die Ausgangsnote bildet.) Fakt ist: wird diese fiche am Ende nicht genutzt werden, dann funktioniert das neue Wertungssystem nicht. Japan hat mit einem "Roll"fiche nun noch einen "Zettel" dazu gelegt... für das Kontaktmaterial und am Ende hoffentlich auch Artistic werden wohl noch weitere Folgen. Die WBTF TA-Kommission ist sich einig, das mit dieser Vorgehensweise die Juroren getrennt werden müssen.
Der Schritt ist richtig, an den Details ist noch viel zu tun. Schon allein die Bezeichungen von Roll- und Kontaktübungen, auch Abwürfen ist recht schwierig und sind fast in jedem Land unterschiedlich. Es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis wir gerade in diesem Punkt brauchbare Ergebnisse haben.

Weitere Infos erhalten Interessierte am nächsten Lehrgang, der für alle twirlingSPORT-Interessierten besucht werden sollte.


Thema wird auch das NJS sein....
auch die durch das neue Wertungssystem immer wichtiger werdende Stab- und Twirlingtechnik
ist selbstverständlich Inhalt.

12.9.2010 Sonntag: (T/J) --- NJS - Info
Thema: Solo, Mehr Baton

Lehrgangsort: Villingen
Sonntag  09:00 Uhr – 14:00 Uhr

WM- Norwegen 2010 - Meine erste 100!

Ja, es war wieder ein tolles Erlebnis. Die Delegation bestehend aus: D.T.S.V. Präsident,  Hansjörg Reschke, der auch die WBTF Finanzen vor dem Turnier zu prüfen hatte, Technical Advisor Susanne Henkel und Stephanie Paulus-Reschke, Jury-Vorsitzende mussten bereits am Sonntag anreisen, die die am Montag beginnenden diversen Meetings teilzunehmen. Durch die Entwicklungen des "NJS" (New Judging System) ist es für den D.T.S.V. möglichst an allen Meetings teilzunehmen. So saßen wir erst einmal 3 Tage im Meeting...
Für mich ging es nach den offiziellen Meetings noch weiter, Judges-Focus meeting... Turnier, Montags judges Reviewmeeting. Also, um es kurz zu machen, wir haben von Norwegen nicht viel gesehen.

Zum Glück waren wir in einem Hotel mitten an der schönsten Stelle in Bergen. Als wir Sonntags ankamen, konnte man unsere Buchung leider nicht finden und wir hatten kein Zimmer. Da alles von der Norwegischen Delegation zu Sonderkonditionen gebucht wurden. Erinnerten wir uns zum Glück noch an den 20 min. Fußweg zum "Headquarter" Hotel. Der einzige freie Nachmittag bestand dann aus Warten in einer Hotellobby. Am Ende konnten wir wieder zurück in unser Hotel spazieren, im sicheren Wissen, das auch die Sportler am Mittwoch und Fans sicher untergebracht seien.

Das Hotel war OK, Frühstücksbuffet reichhaltig und vielfältig. Erfreut stellten wir dies fest, das unser Sportler auf jeden Fall schon mal "essenstechnisch" zufrieden sein konnte. Das Hotel lag sehr günstig und wir konnten jeden Abend in tolle Stadt Bergen direkt am Hafen gehen. Die Preise waren für uns nahezu unglaublich... Teuer erhält in Norwegen eine Dimension. Wein, Bier pro Glas 8-10 Euro normal. Wir nutzten die SMS-Technik und haben jeden anreisenden "Norweger" über 18 Jahre dazu verdonnert, mind. 1-2 Flasche Wein mitzunehmen. Es stellte sich heraus, das diese Aufforderung gewissenhaft ausgeführt wurde. So konnten wir die langen hellen Abende gemeinsam vergnügt in der "Raucherecke" vor dem Hotel oder Im "Meetingroom mit Couch von Sanne" begehen. Über die Essenspreise durfte man auchnciht genauer nachdenken. Das Essen war gut, besser war es allerdings, wenn man nicht umrechnete... Darauf haben wir dann auch schnell verzichtet. Wir konnten dies ohnehin nicht ändern.

Von dem was die Sportler und Fans erleben kann ich wenig berichten, da ich als Juror in meiner eigenen Twirlingwelt lebte. Die Mädchen zeigten alle gute Leistungen und jede konnte für sich zufrieden sein. Ansprechende Darbietungen wurden gezeigt, aber die Schwierigkeiten konnten nicht immer fehlerfrei dargeboten werden. Es hat ein wenig die Routine gefehlt. In den Ferien haben die Hallenzeiten teilweise gefehlt, es war zu warm... Wer mehr möchte muss schlicht weg mehr üben und wenn möglich vom üben ins trainieren kommen. Fürs Semifinale konnte sich lediglich - wie erhofft - Katharina Kling qualifizieren. Im Semifinale konnte Katharina sich dann noch auf den 16. Platz nach vorne tanzen. Super gemacht. Auch Janni Rühl zeigte mit Ihrem WM-Tanz Bestleistung mit einer souveränen ansprechenden Leistung. Belohnt wurde sie mit dem 28. Platz bei ihrem WM-Debüt. Alle Mädchen haben Deutschland nicht nur mit ihren Tänzen, auch mit ihrem vorbildlichen Verhalten sehr gut vertreten.

Als es für mich mit der Pflicht der Junioren los ging, habe ich mich richtig gefreut. Meine Befürchtungen bei den guten Fehler nicht zu erkennen, hat sich zum Glück recht schnell zerschlagen. Die Noten der Pflichtjuroren waren relativ ausgeglichen. Beim Pflichttanz sind jedoch noch einige Unklarheiten. Da herrscht wohl noch kein einheitliches Verständnisbild. Der Pflichttanz ist erst neu eingeführt und bedarf noch Erfahrung, um dies Länder übergreifend gleichwertig zu benoten. Wird noch. Die Pflicht wurde "händisch" klassisch durchgeführt... ging schnell.

Mit den Duos ging dann das Drama los. Das zunächst begeistert aufgenomme Computersystem, wo "einfach" nur die Noten rein geklopft werden sollten und keine Wertungstäfelchen mehr genutzt werden sollten, da alles völlig hightech an die Wand geworfen wurde erwies sich als heimtückisch. Zuvor mit Kindern erprobt schafften wir Juroren nicht das Ergebnis zeitnah zu ermitteln. Wir brauchten teilw. 20 Minuten. Dies war nicht nur für die Juroren nervig auch für die Sportler und deren Trainer war dies ein Horror. Es gab keinen Ablauf. Mal wurden die Noten vorgelesen, mal nicht. Mal ging es schnell, dann wieder nicht.... furchtbar. ZUm Glück waren die Duos nicht so viele. Man versprach Verbesserungen zum nächsten Tag...
Die Twirler hatten eben Pech gehabt und mussten sich darauf einstellen. Fair, da für alle gleich.

Na toll... Da ich im Free die Nr. 1 waar, war es für mich nicht ganz so schlimm als am nächsten Tag mein Rechner ausfiehl... ich gab meine Noten einfach direkt an den Chiefjudge, der diese dann direkt eingab. einen Range von 2,8 einzugeben dauerte teilw. 5 Min. weil sich das system einen zum Wolf rechnete. Ganz schlecht war es, wenn man bestätigen wollte und der automatische Abgleich alle 20 Sec. stattfand...poah. Wir haben gewartet.... die andere Disziplin teilweise mit angeschaut. Die Konzentration war auch bei den Juroren einhellig gestört...entsprechend abgenervt war jeder... nach der 1. Pause... mit einem beachtlichen Zeitverzug... versuchte man es nochmal. Wenn die Ranges gemacht wurden, und die Noten entgültig gegeben wurde, entstand öftern noch eine große Pausen, weil die Zahlen nicht an den Sprechertisch gingen... KABEL  - sage ich nur. Die Wertungszettel wurden dann einfach direkt nach unten gebracht und noch einmal eingegeben damit die Noten - mit Bild - an die Wand geworfen wurde. Irgendwann ging man dazu über, die Ranges "händisch" zu machen.... natürlich vergasen einige Juroren die Nr. von sich mit anzugeben... aber irgendwann fluppte dies... Zum Glück. Dann kam die Präsidentin und man entschied sich, einfach alles "händisch" zu machen und er Chief judge hackt das ganze dann in den Computer... Na das lief dann, wie am Schnürchen... am Ende holten wir alle Glücklich die Zeit wieder ein. Allerdings war da das 1/2 Turnier bereits rum.
Die Idee mit dem Eingeben der der Noten ist klasse, aber wenn da 20 Juroren aus vielen Ländern mit unschiedlichen Sprach und Computerverständis um "Eingaberechte" kämpfen noch nicht ausgereift. Aber das wird sicher werden und ist grundsätzlich eine tolle Sache.

Am Turnier konnte man gut sehen, welche Land sich mit dem NJS befasst hat und an was gearbeitet wurde. Auch wurde Rollen als neues Schwerpunkt Thema teilweise für uns unglaublich kombiniert. "Monster" vorne, hinten vorwärtz rückwärts genial kombiniert auch mit Tanz perfekt auf Musik abgestimmt - jooo sag ich da nur.... Dreifach-Illusion bei den Junioren normal... auch mal IM Ausfallschritt... jooo. Auch die Ausführung der Aerials teilweise richtig klasse. USA hat am Körper gearbeitet... viele Üblerschläge werden mit Armen Hoch (die, die es können wissen was ich meine. Die, die es interressiert können es an den Lehrgängen erfahren) Die Japaner haben sich auch mit den Abwürfen befasst. joooo.....sieht gut aus. Italien hat den Körper auf der Liste und versuchen in den gymnastischen Übungen Perfektion zu zeigen. Die Franzosen sind stark in den Areals. Canada zeigt mit dem Kontaktmaterial klasse Möglichkeiten...jooo
Könnte 100 Jahre dauern, bis man diese Pefektion in den einzelnen Modes in einen Sportler bekommt.

Ein Highlight waren natürlich die Seniormänner. Alle drei Senior Japaner - auch der Stabschwache ;-) haben mir super gefallen. Suichi war der Kracher, der ewige Zweite, wollte es diesmal wissen. Mit einem Michael Jackson Madley ging er an den Start. Es war still in der Halle. Beatrice erzählte dazu nur. "Ich wollte einen Müsliriegel aufmachen und es war mir peinlich, weil das Geräusch so laut war, das ich dachte man hört es in der ganzen Halle." Suishi legte los und ging ab - klasse. Katharina war völlig am Ende - weil es mal wieder so toll war. Als er fertig war, war es still in der Halle und die Krönung bildete ein simultantes "AAAAAAAAAAAAAAaaaaaacccccccccccccccchhhhhh" Auch allein für dieses Erlebnis lohnt sich dieser Weg. toll... zum Glück musste ich nur die Junioren bewerten und konnte mir dieses Spektakel einfach nur anschauen.  Neben der USA kamen zwei Franzosen mit ebenfalls super Leistung ins Finale.

Ein weiteres wirkliches Highlight waren die Teams. Oh mein Gott. Ich fand eigentlich alle - auch die letztplatzierten - wirklich gut anzuschauen. Also schon ein brutaler Unterschied zum Cup. Es ist schon sehr interessant an welchen Fäden die Länder ziehen, wenn sie ein Team machen. Die Noten gingen wie erwartet doch teilweise recht weit auseinander. Ich denke aber nicht, das dies Vorsatz ist. Die Juroren möchten schon objektiv sein. Dennoch ist das Verständnis und die Priorität, die jeder für sich setzt durchaus unterschiedlich. In der Summe kommt dann vielleicht ein gutes Ergebnis zustande. Meine Noten waren nicht immer "mainstream" aber ich kann sehr gut damit leben. Der absolute HAMMER waren Frankreich, USA und Japan. JOOOO, sag ich da nur. Frankreich überzeugte mich in der Vorrunde nicht so. Es war klasse, theretisch Superior, aber die Summe der Fehler störten mich in jeden Bereich, dass ich mit meiner Note weiter unten war als der Rest... Platz 3 - aber trotzdem super König der Löwen. USA fand ich eindeutig im Inhalt in der Vorrunde die besten...JOO Alle, "2Spin Illusion 2Spin" da fällt einem nichts mehr ein. Japan - für mich ohne Worte. Verzögerungen jetzt auch noch mit Stab, Schwierigkeiten syncron... aus völligen stopps zack, doppelte Schwierigkeit und sofort wieder Ruhe im Karton...Raus rein in den Formationen, klar - mit Verzögerer. Genial Platz 1 für mich in der Vorrunde. Dann, ja dann kam das Finale. Ich schwöre, die Luft hat echt gebrannt. USA als erstes am Start. Hat leider nicht geklappt. die obengenannte Übung wurde von einer nicht mitgemacht - nur 2spin Illuision! - auch ein paar unschöne Drops schade. Die zuvor versemmelten Mehrbatons wurden 1a runtergezirbelt und die Kraft und Freude die alle Twirler da hatten, war genial... ich habe wieder 90 gegeben für mich war es toll... Dann Frankreich. Wie die Twirler reingelaufen sind und sich nach vorne drehten, musste ich schon grinsen. Die waren drauf... von Anfang bis Ende stark - begeisternd - keine Fehler - Effektvoll auf dem Punkt gebracht wie ein Peitschenschlag.... Ein Erlebnis. Ein echtes Pfund, die Kraft in jeder Sekunde bis zu mir hoch am entfernten Jurytisch...97. Ich konnte erst mal gar nicht reagieren. Ich war gebeutelt. Einvorsichtiger Blick rechts und links von mir... die anderen waren auch total geflashed und rangen nach Luft... echt. Da ich den Japanerrn in der Vorrunde die gleiche Note gegeben habe, dachte ich mir, na das könnte eng werden. Mal wieder mit Bolero der Musik entsprechend erst ruhiger dann immer stärker werdend zupften die dieses Team mit 2 fast nicht störenden Drops runter. Die Luft hat gebrannt. Die Tanztechnik, die Stabtechnik als Einheit für Mich PERFEKT und ich gab zum ersten mal im Leben eine 100!

DAS war ein so heftiges Erlebnis für mich, das ich danach noch völlig reizüberflutet war. Diese 3 Teams waren so klasse und mir hat es leid getan, dass Frankreich mit einer so genialen Darbietung nur zweiter werden durfte... Schade. Es war wirklich richtig toll. Die Spannung in der Halle und dieser gewaltige Teamspirit - also dafür lohnt sich der Weg wirklich.

 

 

...und schwuppps ist alles wieder vorbei

Der Cup of Clubs in Sheffield war ein schönes Erlebnis. Auch wenn ich - nach ca. 10 Jahren - das erste mal wieder international gewertet habe nicht viel von den tollen Erlebnissen der Vereine mitbekommen habe. Die Busfahrt, auch mit super netten Busfahrer war doch recht lange. Völlig übermüdet kamen wir an. Ein echtes "Schuuuuuuups" (Das war unser Spruch der Woche) Also ich für meinen Teil habe mich erst mal kurz abgelegt.... dann war das große Treffen für den Musiktest. Bis auf einen Verein waren wir alle im selben Hotel. Die Fahrt mit der Straßenbahn und einen etwas überforderten Schaffner, der Leos Trupp kaum zu verwalten wusste... war allein schon klasse. Also zur 6. Station hatten wir es alle geschafft ab kassiert zu werden.
Als erstes habe ich mich am zukünftigen Jurytisch gesetzt und mir alle Tänze angeschaut... Wie immer beim Musiktest, ging hier und da was daneben. Aber am schlimmsten waren die Formationen aller Teams/Gruppen. Wir waren auch größtenteils noch müde. Oh je, wir vermuteten, das es wohl an der Höhe liegt, wo wirklich jeder Zentimeter, der daneben ist brutal auffällt. Also die große Erkenntnis, die Formationen müssen besser werden ist bei jeden angekommen... Ich war begeistert, wenn wir hatten am Hotel eine große Wiese mit "Grastribüne" die ungefähr der Höhe der Jurytische entsprach... Alles wird gut.
Essen war wie befürchtet.... aber ging ja noch...
Am nächsten Tag das erste Meeting der Juroren... Da wurde von "clear" Technik hinten und vorne geredet... Auch die modes... und Spins, und TC, SC... Ich war fast jedes mal mit meiner Probewertung zu hoch... So richtig gewundert hat mich, wenn sie diese Twirler so benoten, müssen sie ja ganz schön viel besser geworden sein... Aber was soll ich sagen. Es war "Wie immer";-) Das Fußballspiel war obwohl wir leider verloren haben besser.
Ich hatte Seniorfreestyle, 36... bei mir ist es wertungstechnisch betrachtet ganz gut gelaufen. Svenja ist mit ihren "minimalistischen" Tanz gut angekommen und landete auf dem 21. Platz. Tiny konnte ihr Freestyle, nicht ganz so gut zeigen, 6 Drops... damit war sie weg. Am Ende schaffte sie trotz 1.2 Punkte Abzug den 23. Auch international werden bei Drops "nur" 0,2 abgezogen werden. Diana strauchelte auch hier und da, konnte sich aber dennoch wacker durch ihr Freestyle kämpfen. Sie schaffte es als einzige von den Senioren ins Semifinale. Sie war auch Zuversichtlich eine Steigerung hinzubekommen. Die Junioren habe ich nur teilweise gesehen, aber bei denen lief es auch ganz gut... mit nur vier Juroren haben es alle ins Semifinale unter die ersten 20 geschafft... Alena hat das Free mal locker mit 0 Drops runtergezwirbelt und lag vorne unter den ersten 10... die anderen habe ich nicht sehen können, weil ich da mit mir und dem Wertungsgeschehen bei den Senioren zu tun hatte.
Insgesamt finde ich, das sich aus meiner Sicht die Technik in Holland und auch bei den Schweden sichtbar verbessert hat. Die anderen haben eigentlich ihre Tänze in gewohnter "individueller" Technik dargeboten. Am Tipp abschleudern, Cross-over bei den Spins... Beim rollen schummeln, schlecht ausgeführte gymnastische Übungen... das komplette Progamm. Gute Choreografien - aus meiner Sicht - Mangelware.
Der zweite Tag war mein persönlicher Horrortag... als erstes 14 Juniorteams... Unsere Juniorenteams haben es super gemacht... Ich war begeistert... Niedereschach waren die ersten von uns... "Don't overreact" ;-) Schwubbs war ich die niedrigste... mmm... Die Juroren wissen was ich meine ;-) Auch das MMC-Team hat seine Sache sehr gut gemacht... die Schwierigkeiten hätten sie noch etwas reduzieren können. Wirkt nicht so gut, wenn ein Stab oder sogar 2 bei einer Übung fallen...
Auch die Niedergirmes Juniorgruppe überraschte mich positiv. Sie haben ihre Sache gut gemacht... Formationen dem Level entsprechend, zwar  etwas klein - aber gut gemacht. So konnten "Doms" Effekte nicht so richtig wirken... Umso besser lief es dann bei Stockhausen... also echt - sehr gut... ich war völlig von den Socken.... Kein Inhalt klasse Formationen, die Twirler berührten mit ihrer Freude das Herz der Juroren... PS: "Ich bin drinne geblieben" Trotz Wallung...:-) 5. Platz klasse. Die Konkurrentinnen die kleinen "Schürtzchen" konnten dies nicht toppen. Schon wieder Finale.... klasse. Es war schon spannend sich die verschiedenen Taktiken, wie man ein Team/Gruppe gestalten zu analysieren. Am besten verstecken die Franzosen ihre "Looserbunnies"! Also Hut hab... Viele Teams agieren mit sog. 1/2 Exchanges... die schreibe ich persönlich nicht auf... da dies kein "Echter" ist. Mit dem Aufschreiben der gemeinsamen Übungen in allen Modes, ob sie von allen gefangen wurden oder nicht. Art der Exchanges... bin ganz gut gefahren. Auch wie die Technik Körper/Stab unter den Startern ist.  Nicht einmal bin aus der Wertung (5 Punkte +/-) geflogen. Ich habe mich bemüht objektive neutrale Noten zu verteilen. Auch das Junior-Pair Alena und Vanessa haben ihr Duo wirklich gut gemacht und schafften es, wie von mir erhofft ins Finale... Sehr fein. Das Senioren-Duo aus Niedereschach konnte ich nur auszugsweise sehen. Sie haben aber auch ihre Sache gut gemacht. Die Semifinale waren an diesem Tag ja auch noch mal dran... oder waren die als erstes? Ich weiß es schon nicht mehr... Für mich war das zu viel... Ich war einfach nur müde und froh als dieser Tag vorbei war. Hätte ich einen Wunsch äußern können hätte ich mir gewünscht: "Schubs, daheim bei Jörg auf der Couch" - Das Endspiel habe ich nur im Wachkoma miterlebt. Aber im Pub mit den Mädels ging es dann wieder. Ich könnte schwören, durch unser hysterisches Geschrei ist jedes mal das Bild verschwommen. Oder war es samstags?
Der Samstag ging auch... ich konnte das Essen inzwischen noch nicht mal mehr riechen... seit Mittwoch genau das gleiche... Zum Glück hat mich Niedergirmes versorgt... nochmal vielen Dank dafür. Zu trinken gab es auch fast nichts... ich habe vom Hotel noch etwas mitgenommen. Mir war es echt zu blöd mich ständig um etwas trinkbares zu kümmern... So etwas hat es bei uns noch an keinem Turnier gegeben.... Kaffee gabs selbstverständlich nur als Pulvervariante (seit Mittwoch) mit heißen Wasser. Wen wundert es, wenn sie dann zu wenig Juroren haben, die sich so etwas antun...
Die Seniorenteams waren auch sehr spannend... der MMC war am Anfang etwas aufgeregt und es lief daher nicht so rund. Dann ging auf einmal ein Ruck durch das Team und dann hatten sie sich gefangen. Die Rollserie wurde auch mit allgemeinen Applaus honoriert. Von den Deutschen Teams folgte dann Niedergirmes. Sie zeigten eine tolle Leistungen, standen leider nicht so gut in den Formationen und die Drops fielen ungünstig. Beide verfehlten im starken Feld nur knapp das Finale und konnten mit sich vollkommen zufrieden sein. Auch die MMC Juniorgruppe konnte mit einer ansprechenden Leistung glänzen verfehlte auch nur knapp das Finale.
Der Finaltag, war auch spannend. So mancher Tanz konnte sich steigern, manche gingen in die Hose. Bei unseren Finaltänzen konnten die Leistungen nicht noch einmal so gut wiederholt werden. Teilweise waren die Twirlerin vielleicht mit der ungewohnten Situation überfordert. Auch das will erst gelernt werden. Schritt für Schritt. Wie im echten Leben, alles normal. Auch Franzosen und Italiener zeigen hier und da mal Nerven. Insgesamt würde ich sagen die Deutschen Twirlerinnen haben sich sehr gut präsentiert. Wenige Drops! So zeigt sich, das unsere Dropregelung seine Auswirkungen zeigt besonders bei den Junioren. Sie zeigten meist was sie konnten... nicht mehr und nicht weniger... gut. Wir sind auf den Weg.... aber an unserer Basistechnik muss sich noch einiges tun. Bei den Senioren sind alle Twirlerinnen recht gut, zeigen zum Teil coole Flipkombis, und auch abwurf und Fangvariationen oder sind körperlich besser und flotter auf den Füßen. So ein sauberes Rollen ist in der Menge der Twirlerinnen, wohlwollend aufgefallen. Bisher ist eine gute Technik noch eine Ausnahmeerscheinung... auch die Franzosen haben hier und da mal ihre Last. Sind aber insgesamt offensichtlich besser, auch in der Auswahl der Übungen die sie zeigen. Auffallend ist auch, das die anderen Länder bei den Exchanges ihre Stäbe einfach besser Platzieren können, sich die Stäbe schneller drehen... und sie den Raum an sich besser - auch nachvollziehbar - nutzen und dadurch dynamischer wirken - auch die Schweden... fand ich jedenfalls. Es geht so langsam nicht nur um das Fangen, sondern auch um das "wie". Auch dieses "rummaschieren" empfinden die Juroren nicht mehr so angesagt. Das beeindruckenste für mich war das Timining. Timing ist bei uns noch in den Kinderschuhen. Timining-exchanges sind bei den besseren Teams ein Bestandteil. Das können wir noch nicht. Wir können erst dann damit beginnen, wenn wir besser und vor allem höher schleudern können. Es gab Teams/Gruppen, die haben mit ihren Exchanges Bilder gemacht. Das fand ich auch klasse. Dafür ist präzises Schleudern, Timining und ein genialer Choreograf am von nöten... von einem stets trainingswilligen Team - welches sich nicht zu gut ist, auch Basis regelmäßig zu üben.
Die Siegerehrung war eine Qual, der Zeitverzug war so schrecklich, das wir am Ende nicht einmal mehr in unser gebuchtes Restaurant gehen konnten. Stattdessen ging es zu Mc Donalds... Ihr werdet es kaum glauben. Aber es war ein echtes Gourmet-Menü. Wenigstens die können Pommes machen. Mitten in der Nacht konnten wir vorzeitig auf die Fähre....und schwuuuuup verloren wir die vor geholte Zeit wieder im Stau. Je näher wir uns unserem Zuhause näherten, desto wärmer wurde es. Ich war froh als mich mein Mann abholte und wir tatsächlich "schwups" zuhause waren.
Mit der gezeigten Leistung kann der Deutsche Twirlingsport Verband mehr als zufrieden sein. Die Teams, Gruppen, Freestyler und Duos haben sich alle gut präsentiert. Die Sportler fühlten sich sichtlich wohl, weil sie merkten, dass die anderen auch nicht sooo viel besser sind. Das konnte man sehen. Es wäre schön, wenn es weiter gehen würde. Wenn jetzt schon mal jeder gelernt hat, das eine gute Basistechnik keine Zeitverschwendung ist und gekonnte Tänze grundsätzlich eine bessere Wertung bekommen hätten wir für uns schon viel geschafft. Jetzt muss es weiter gehen.

Ein weiteres Fazit: Ich will nicht mehr ohne meinen Mann zu so einer Veranstaltung. Nicht nur mein Ruhepool hat gefehlt. Auch vielen anderen ging es so. Irgendwie ungewohnt. Da hilft auch nicht "schwupps, die Woche ging schnell um."

Stephanie Paulus-Reschke

Kritik üben, aber richtig

Wem ist es noch nicht passiert, einen Fehler gemacht zu haben, vielleicht seine Stimme zu sehr erhoben oder auch etwas richtig "Blödes" gesagt zu haben, welches den anderen total verletzt hat. Oft ist man selbst verletzt und reagiert dann mit Angriff-Modus. Kein Mensch kann von sich behaupten, dies sei ihm/ihr noch nie passiert. Wenn es dann geschehen ist, ist guter Rat teuer. Nicht selten fällt es schwer, sich ohne "Gesichtsverlust" zu entschuldigen. Noch schwerer ist es, zuzugeben, dass man sich evt. nicht "sozialverträglich" optimal und wertfrei verhalten hat. 

Es scheint fast zu unserer Zeit zu gehören, dass respektloses Verhalten fast schon normal zu sein scheint. Nicht wenige Menschen wundern sich über das Verhalten gegenüber "Älteren" oder Amtspersonen, die einen respektvollen Umgang miteinander als Grundvorraussetzung erwarten. Auch in der Politik wurde viel über dieses Thema diskutiert - selbstverständlich erst dann, nachdem Herr Köhler sein Amt abgegeben hat. Er hat wohl damit auch ein Zeichen gesetzt - dass es Grenzen in der Wortwahl gibt, die man nicht überschreiten sollte. Auch im Sport ist ein respektvoller Umgang zwischen den Sportlern selbstverständlich. Sportler, Eltern und Funktionäre haben, ob sie es wollen oder nicht Vorbildfunktion. Auch wenn man jemanden persönlich nicht besonders mag, hat man Leistungen ob sportlicher oder ehrenamtlicher Art anzuerkennen. Doch so mach ein Erwachsener glänzt nicht immer durch vorbildliches Verhalten im Umgang mit Sieg/Niederlage. Trainer sind oft jahrelang damit beschäftigt, Sportlern soziales Verhalten in der Gruppe und deren Grundverständis beizubringen. Zum Glück kann man dies im Sport lernen.

Als Sportler ist es Pflicht, sich objektiv mit seiner eigenen Leistung zu befassen. Was man gut gemacht hat, was man noch verbessern kann. Gelernt werden sollte dieses Verhalten zuhause. Der Sport, in unserem Fall der Twirlingsport, sollte in erster Linie Spaß machen. Der Wunsch nach Leistungsvergleich und das sportliche Messen ist ein Bestandteil im Twirlingsport. Nur wer verlieren kann, kann auch siegen. Man sollte sich seiner Außenwirkung im Tun und Reden stets bewusst sein. Besonders genau sollte man abwägen, was die Folgen sein können, wenn man sich verletzend oder missgünstig äußert. Oft hilft einfach, wenn man ganz kurz überlegt, wie man sich selsbt nach einer Bemerkung fühlen würde. Manche Dinge werden aus einer momentanen Laune heraus, ohne über die Folgen nachzudenken gesagt. Oft ohne jeden Blick auf die Realität. Es sind jedoch Erfahrungen, die gemacht werden müssen. Schlecht ist, wenn man merkt, dass etwas nicht ganz so gut war und dies nicht offen korrigiert. Auch wenn es unangenehm ist, durch Schweigen wird es auf keinen Fall besser. Es bewirkt eher das Gegenteil. Die Fronten verhärten sich.
Oft scheint eine Art Verlegenheit zu herrschen. Es wird, wenn überhaupt, um den heißen Brei herumgeredet, oder noch schlimmer, der Betroffene wird vor versammelter Mannschaft bloßgestellt. Man mag nicht gerne zugeben, dass evt. am eigenen Verhalten etwas nicht so "rund läuft" und schon gar nicht, dass falsch gehandelt wurde. Schuldzuweisungen werden es immer da sein, ob man will oder nicht. Der Mensch neigt dazu Gründe des eigenen Versagens gerne auf andere abzuschieben. Es ist also "menschlich" zu beschuldigen. Manchmal werden Personen zu "Sündenböcke". Gerne werden äußere ungünstige Umstände als "Ich kann ja nichts dafür, weil..." genutzt. Jeden fällt hier sicher so manche Ausrede ein.

Dieser Bericht soll Möglichkeiten aufzeigen, wie man jemanden konstruktiv kritisiert.

Der Mensch entwickelt sich weiter, indem er Fehler begeht und daraus lernt,
um diese wenn möglich nicht wieder zu wiederholen.

Hier die Grundregeln zum Ausüben von Konstruktiver Kritik und sportliches Verhalten:

  1. Wissen–wann ist Kritik angebracht und wann nicht!
  2. Tadeln unter 4 Augen
  3. Unberechtigte Kritik wieder zurücknehmen
  4. Vertrauen fällt der Kritik als erstes zum Opfer
  5. Kritik ist subjektiv und gilt nicht absolut.
  6. Kritik bedeutet Stellung nehmen, ein Sach- und Werturteil treffen. Das gehört zu den elementaren Menschenrechten. Jeder Mensch hat das Recht, Kritik zu üben und die Pflicht, Kritik zu erlauben.
  7. Ich sehe aus meiner Perspektive an anderen Schwächen und Mängel - warum sollten andere aus ihrer Perspektive an mir nicht auch (hin und wieder) Schwächen und Mängel erkennen?
  8. Ich bin ein kritikwürdiger Mensch und kein Heiliger, keine heilige Kuh und auch kein Gott.
  9. Kritik verträgt oft schlecht, wer es allen recht machen will. Es heißt aber zurecht: Es recht zu machen jedermann, ist eine Kunst, die niemand kann.

Unser Weg nach England

Am 30. Mai 2009 fand das erste Gruppentraining für die Saison 2010 statt. Aufgerufen waren alle Stöckhäuser Majoretten, die Lust hatten an dem Training für eine Gruppe teilzunehmen, an der regelmäßig mit vollem Einsatz trainiert werden soll. Training sollte jeden Samstag von 10.00-12.00 Uhr in der Tunhalle Braunfels stattfinden. Es meldeten sich zu unserer großen Überraschung 18 Leute. Uhhh... dachten Yvette und ich, das wird ja lustig. Geplant war eigentlich eine Seniorengruppe, da sich aber die Little Ladies kräftig ins Rennen warfen, tendierte das ganze doch zu einer Junioren-Gruppe.
Yvette und ich teilten allen zwei Joker aus, diese beiden waren die beiden einzigen Terminen an denen am Training nicht teilgenommen werden durfte. Jeder durfte seinen Joker einsetzen wann immer er wollte. Yvette kümmerte sich von schwanger bis hochschwanger um die Aufwärmung. Ich um den Stab. Den Tanz kreierten Yvette und ich zusammen. Hat super viel Spass gemacht, weil wir immer wussten, was der andere meinte. Das Training gestaltete sich anfangs fast unmöglich, da unsere jüngeren keinen Plan von Team, Formationen Timing,… hatten. Die liefen kreuz und quer konnten die Übungen noch nicht oder machten sie zum falschen Zeitpunkt, was unseren Six Pack fast zum verzweifeln brachte.

Nach kurzer Lagebesprechung der "Großen", war die Entscheidung da:
"Wir brauchen die Kleinen um Junioren zu tanzen - damit wir überhaupt die Quali schaffen. Also kriegen wir das auch zusammen hin."
Anika übernahm den Partytrupp ohne Stab, Jana widmete sich einzelnen, die mit irgendeiner Übung kämpften. Die Zuversicht war irgendwie nicht sehr groß. Der große "AHA"-Tag war eigentlich das erste Turnier, als die ersten Punkte der Juroren kamen.

Große Augen beim Six Pack: wie? Das hätte ich nicht gedacht, waren wir doch so gut? Ist der Tanz doch gut?
Auf einmal machte die Gruppe Spaß, so viel Spaß, das beim nächsten Turnier 26 Drops rein gezimmert wurden. Entsprechend unten war die Stimmung wieder. Yvette und ich mussten jetzt ein bisschen ackern, um die Qualifikation für die Deutsche noch hin zu bekommen. Bei 16 Leuten auf der Fläche sind 10 Drops nix. Mentales Training, Teamspiele, Stabtraining für eine bessere Basis. Wir gaben alles um die Mädels fit zu machen. Als hätte ich es geahnt, fragte ich 2 Wochen vor dem Turnier Luisa, ob sie nicht Lust hätte, die Gruppe noch zu lernen. Sie hatte sich nicht gemeldet und war die einzige, die vom Alter und vom Können her noch dazu gepasst hätte. Luisa war sofort begeistert und brauchte auch nur ein Training um fit zu sein. Ihr großer Einsatz folgte direkt das Wochenende darauf. Ksenia hatte Pfeiferisches Drüsenfieber und konnte nicht mit.

Yvette und ich nähten jedem am Abend vor dem entscheidenden Turnier in Langenselbold einen kleinen Glücksbringer ins Kostüm. Ein kleines Puzzleteil. Alle Teile zusammen ergaben dann das Foto der ganzen Gruppe. „ Du bist ein Teil des Ganzen, Du bist Majoretten Stockhausen“ haben wir dazu geschrieben! Die Kostüme wurden zunächst auch belächelt. Mit dem komischen Kratzding am Hals wurde natürlich erstmal gemeckert. Nachdem jedoch die ersten Leute auf uns zu kamen, wie schön das Kostüm sei, fanden die Mädels es dann doch gar nicht mehr so schlecht ...bis hin zu bockstark! Dann kam der große Moment, wir atmeten nochmal alle zusammen und alle streichelten dem Glücksbaby Theresa über das Köpfchen.

 Dann konnte es losgehen, doch die Musik ging nicht an,…. Aahhhh, die Halle tobte, ganz große Unterstützung der anderen Vereine. Die Eltern waren auch extra gekommen… und dann ging es los. Kurz vor Ende des Tanzes sah ich schon drei "der Alten" Six Pack Mädels auf der Fläche weinen. Während die kleinen sich noch munter über den Tanz freuten, heulten die großen schon, weil sie wussten wir sind auf dem Cup! Zum Glück schafte auch Niedergirmes die Quali, wir freuten uns total auf das was noch vor uns lag!

Woher das Geld nehmen?
Doch die Freude hielt nicht lange an. Wir machten eine Vorstandssitzung, die man auch Kriesensitzung nennen konnte. 20 Personen eine Woche in England, zunächst gerechnet mit 500 Euro pro Person, wer sollte das bezahlen? 20.000 Euro. Unser Verein schafft ja viel, aber das ging nicht. Horst wollte die ganze Fahrt am liebsten absagen. Und wenn Horst etwas absagt haben wir keine Chance. Sofort reagierten die Mädels, nahmen ein Video auf und fingen an nach Sponsoren zu suchen. Horst wollte einen Elternabend und gab uns ein Ultimatum. Wenn bis zum Tag x nicht mindestens so viel Geld zusammen ist sagen wir ab. Die Eltern stimmten zu. Jetzt hieß es Gas geben. Es wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt. Die Mädels tanzen mitten in Braunfels auf dem Marktplatz 2 Stunden lang alle ihre Tänze um Geld zu sammeln und Werbung zu machen mit Flugblättern.

 

Wir organisierten einen Tanznachmittag an dem Kaffee und Kuchen verkauft werden sollte, und alle Tänze der Saison nochmal gezeigt werden sollten. In Bissenberg tat sich auch großes auf. Die Band Leerose aus Wiesbaden bat sich an, umsonst zu spielen in Bissenberg im DGH. Jetzt ging das Problem mit den Genehmigungen los. Wir brauchten noch eine zweite Band und jemanden für die Technik, und es war nicht mehr viel Zeit. Doch es fanden sich Sponsoren, mit denen niemand gerechnet hätte und wir bekamen ganz große Unterstützung aus allen Ecken. Die Feuerwehr von Stockhausen veranstaltete ein Public Viewing beim Championsleague Endspiel mit dem Erlös für unsere Fahrt. In dem kleinen Bioladen in Bissenberg wurde ich angesprochen, ob ich das Wechselgeld nicht ins Sparschwein werfen wollte, weil die Majoretten doch nach England fahren wollen. Ich war echt sprachlos. Es entwickelte sich eine Dynamik, die mit Worten kaum zu beschreiben war.
Sämtliche Bürgermeister unterstützten uns, Vereine, Privatleute, Menschen die uns nicht mal kennen und nur davon gehört haben. Lustig war, als wir mit den Stäben in die Firmen maschiert sind und dort nach den Chefs verlangten um unser Problem zu schildern, schon komisch wenn man so betteln geht, aber hat richtig Spass gemacht, weil alle so positiv reagiert haben.

An der Deutschen teilte Horst dann den Mädels mit, dass er eine gute und eine schlechte Nachricht hat. Die Gute: Er ist sehr stolz, dass wir Deutsche Meister 2010 sind. Die ersten Tränen schossen in die Augen. Die schlechte: dass es in den Sommerferien leider nichts gibt… die Tränen wurden mehr, er setzte dann aber nach… nichts anderes, als im Bus nach England zu sitzen und dass sich die Mühen gelohnt haben. Wir haben noch nicht alles Geld, was wir brauchen, aber wir schaffen es wenn wir bis dahin weiter sammeln. Und die Meldung zum Cup wird gemacht! Alle vielen sich in die Arme und Horst hatte Spass :-))

Yvette und ich organisierten ein Traininglager, was auch eine Story für sich war.
Sa, 5.6.2010: Trainingslager, 10.00 Uhr
Die Trainer bereiten die Turnhalle Braunfels vor: Es wird ein Pavillon aufgebaut, der in schwarz/rot/gold dekoriert ein perfektes Ambiente für die Übernachtung und unser bevorstehendes Event in England bietet.
Gegen 12.00 Uhr treffen dick bepackt die Mädels ein. Wir beginnen erstmal ganz harmlos mit einem Fotoshooting bevor erste Schweißperlen auftreten.Wie präsentiere ich mich mit 17 Leuten vor einer Kamera ohne dass jeder tut was er will?

Danach unser monatlicher Leistungstest. Spätestens nach den ersten 2 Runden des 12 minütigen Lauftests bei gefühlten 30-40 Grad in der Halle treten die ersten Schweißperlen dann doch auf. Nach allen Körper und Stabtests ca. 90 Minuten später erstmal Pause und viel trinken.
Gegen 16.30 eine kleine Überraschung: Eis :-) (dankeschön)

 
Um die Sprungkraft in den Beinen ein bißchen zu verbessern und die Kondition zu trainieren jetzt mal etwas ganz anderes: Garde
Es wird mit Iris ein 3 minütiger Tanz einstudiert und tatsächlich nach 1 Stunde ist die Choreografie fertig! Kompliment an alle Beteiligten. Iris ist die Mama einer unserer Tanzmäuse und hat da ein geniales Ding himgezaubert! Vielen Dank Iris für deinen tollen Einsatz! Die Temperatur der Halle vergleichbar mit einer Sauna.
18.00 Uhr: Während die Mädels drin fleißig schwitzen bereiteten  unsere Eltern draußen das Abendessen vor. Steaks, Würstchen, Salate, frisches Obst, sensationell, danke.
Nach dem Essen eine kreative Phase: unser großes Cup Bettlaken für in die Halle ist noch weiß und braucht dringend Farbe, und das Ergebnis sieht "spitze" aus. Danach gegen etwa 20.00 Uhr üben wir nochmal eine Stunde die Exchanges unseres Tanzes und beenden gegen etwa 21.00 Uhr das Training. Während die Mädels mit den kalten Duschen kämpfen, kämpfe ich mit dem Hausmeister, allerdings ohne großen Erfolg. Aufgrund eines Organisations- und Verständnisproblems  müssen wir die Halle gegen 22.00 Uhr spontan verlassen.
Die neue Situation tut der Laune aber keinen Abbruch, da wir es uns in der Ferienwohnung von Marrs in Stockhausen mit 17 Personen ein ebenso kuscheliges Quartier für die Nacht schaffen können.
Nach einer langen DVD-Nacht mit genauer Analyse des eingenen Tanzes geht es dann endlich ins Bett und der erste Tag des Trainingslagers ist zu Ende.

So, 6.6.2010: Trainingslager Tag 2, 7.30 Uhr
Rücktransport von der Ferienwohnung von Horst nach Braunfels in die Halle, wo bereits Eltern mit dem Frühstück zu Gange sind. Mit frisch gekochten Eiern, Erdbeerboden, Joghurt,Brötchen und vielem mehr läßt sich auch ein Tag nach wenig Schlaf gut beginnen.
9.00 Uhr: Besuch aus Bad Homburg von unserem Dirty Dancing- Tänzer Martin.
Er übernimmt das Programm. Zuerst 30 Minuten gut Aufwärmen, dann wieder etwas ganz Neues für uns: Jumpstyle!
Nach etwa 1-2 Stunden ist auch hier wieder eine Choreografie entstanden die nicht nur für Schweiß, sondern auch für jede Menge Spaß und Begeisterung sorgt. Danach wieder viel trinken und erstmal raus an die Luft. Das Programm geht weiter mit Breakdance, Bodyrythm, Akrobatik und Hebefiguren. Ein  kunterbuntes Ausprobieren und Lernen von neuen Dingen was bis weit übers wieder perfekt durchdachte Mittagessen reicht. Bei den Hebungen ist Körperspannung und Vertrauen in die anderen die Grundvoraussetzung. Zum Abschluß noch eine kurze Nachbesprechung des Wochenendes und  Planungen für England. Um 17.00 Uhr beenden wir nach genau 31 Stunden unser Trainingslager. Schön wars oder um unseren kleinen Insider zu benutzen  "spitze".

Unser Tanznachmittag viel leider kurzfristig aus, da das Spiel Deutschland-England genau auf diese Zeit viel. Da wir keine Lust hatten in einer leeren Halle zu sitzen sagten wir spontan alles ab. Das zweite Fußballspiel fiel dann genau auf unser Rock für England Event. Irgendwie hatten wir nicht viel Glück, doch es kamen trotzdem ein paar Leute um uns zu unterstützen. Das ganze war dann zwei Tage bevor es los ging. Montag 17.30 Uhr war Abfahrt. Wir sammelten Niedergrimes ein und so konnte es losgehen. Wir hielten unsere zu hause gebliebenen Eltern über WKW auf dem Laufenden:

 05.07.10, 20:52
Wir sind jetzt schon in Belgien und fahren Bus und fahren Bus. Sitze hier gerade mit Ste. Sie hat keine Lust mehr zu fahren. Die Autobahn ist leer meint der Busfahrer. Er ist alleine mit 49 Frauen))) Die Mädels schauen Mario Barth

06.07.10, 23:24
Nach kurzen Komplikationen an der Grenze durften wir dann doch alle rein. Ste hat als erste die Grenze mit gültigen Ausweis passiert. Das mit der Fähre war lustig für die Mädels. Die Großen haben auf den Sesseln gepennt und die Kleinen waren mehr so das Partydeck. Der Morgen so ab 2 Uhr bis wir um 9.00 Uhr in Sheffield angekommen sind war echt anstrengend für alle Knochen. Der Bus war relativ ruhig. Zum Glück durfen wir schon um zehn statt um zwölf in das Hotel. Schnelle die Zimmer bezogen und erstmal zu Mc Donalds ))) Nur das Beste für unsere Sportler!
Dann haben wir Luisa startklar gemacht für den Kostümcheck.
Ich glaube in der Halle waren unsere Mädels dann zum ersten Mal wirklich aufgeregt. Die Belgier waren vor uns. Auch Tänzer dabei. War gleich spannend! Der Musiktest war leider nicht so gut. Jede Menge Drrops und kaum noch Formationen. "Wird schon" obwohl ich zuerst "Oh je"  gedacht habe. Die Mädels sind absolut k.o. (Ich - Leo auch)
Haben ein Pub gefunden und eben dort zu Abend gegessen, richtig gemütlich. Haben den Fernsehabend für morgen Deutschlnad-Spanien klar gemacht. Wir haben im Pub alle zusammen eine tolle Übertragung. Die Mädels freuen sich!
So, gute Nacht wir haben fertig!!!!!
Bis morgen!
Lg Leona und Yvette


08.07.10, 01:06 Einen wunderschoenen guten Abend!
Na das mit dem Fussball war ja nix sehr schade... haben alles gegeben...
Ich sitze hier gerade im Hotel unten, alle anderen schlafen galube schon.
Haben heute Morgen gegen 10.00 Uhr unser Training absolviert. War super warm, dann kamen allerdings die dicken Regenwolken. Waren in einem Park hier nebenan auf einer grossen Wiese. Haben keine Halle mehr bekommen, aber da sind wir ja flexibel.

 Während wir trainiert haben, waren unsere Muttis im Aldi einkaufen. Natürlich standesgemäß mit dem Bus. Gegen Mittag haben wir dann im Bus kleine Snacks zu uns genommen. Die Mädels und auch "Baby" sind gut drauf. Danach ging es nach Sheffield in die Stadt. Die eine Hälfte war mit Yvette im Schwimmbad. Die andere mit mir und den anderen Muttis zum shoppen. Die Kleinen sind Riesenrad gefahren.
Haben dann in unserem Pub von gestern zu Abend gegessen und uns dann dort zum Fussball bereit gemacht. In voller Montur. Naja, die Stimmung war natürlich nicht so gut nach dem Spiel, sind sind dann direkt nach Hause.:-(
Haben uns überlegt, oder besser die Maedels, dass "wir" dann eben zeigen muessen, wie man ins Finale kommt )))
Also ihr seht, wir haben einen Plan!
Freitag sind wir schon morgens um neun dran, kleine Zeitänderung.
Morgen früh ist um neun die Eröffnungsfeier. Fahren mit der Strassenbahn hin. Wenn wir dieses mal die Richtige erwischen, sind wir sicher auch pünklich da )))) Hatten da am ersten Tag bisschen Spass, aber haben ja zum Glueck Tagestickets ))) - Die braucht man, damit man sooft fahren kann wie man will. Da wir mal eben in die falsche Richtung gestrupselt sind!. Die Engländer machen halt alles anders rum. Nach immerhin 6 Stationen hat Antje mal nebenbei bemerkt, dass wir in dieser Gegend eher noch nicht waren. Nuja, wir zeigen den Maedchen eben Sheffield! Dann eben mal 12 Stationen wieder zurück vorbei an unserer Heimatstation... alles wieder voll im Griff. Die Stimmung ist klasse, alle vorbildlich, macht richtig Spass!

Theresa ist der Knueller! Und ihre Mama auch! Absolut top, wir ziehen den Hut!
Theresa ist immer am lachen mit allen, Yvette macht das absolut klasse! Ach Theresa wird bei Ste ab jetzt immer "Baby" heißen, auch wenn sie irgendwann mal keins mehr sein wird. In so jungen Jahren schon internationale Erfahrung, das kann nur ein Twirler werden...

Mal sehen wenn morgen die ersten 6 Tänze von Deutschland kommen, alles Freestyles.
Ps: Wenn wir ins Finale kommen sind wir Sonntag nochmal dran. Die Maedels sind bereit und wollen kämpfen!
 09.07.2010 Heute war ein toller Tag!
Im Deutschland-Outfit sind wir heute Morgen gegen 8.00 Uhr hier am Hotel losgetigert. Haben die richtige Strassenbahn genommen (gelb) und waren kurz nach der Hallenöffnung da. Nachdem wir uns in der Umkleide fertig gemacht haben sind wir direkt auf die Tribüne um gute Plätze zu sichern. Ihr glaubt gar nicht wie viele wir sind mit Niedereschach Villingen Girmes und Langenselbold zusammen, der Hammer! Ein echtes Fahnenmeer! Dann kam die Aufstellung für die Eröffnung. Chaos ist untertrieben. Kath das hast du bei uns 1000 mal besser gemacht. In einem schmalen Gang viel zu viele Leute! Naja wir waren schon allein 61!
Paddy durfte fuer Deutschland die Fahne tragen. Und ganz spontan hatten wir auch keinen Schildträger, das hat Luisa dann übernommen.

Sandra und ich haben 2 grosse Flaschen Wasser mitgenommen damit uns da niemand umfällt. Das ganze dauerte aber nicht wirklich lange. Die Nationalhymnen wurden gesungen, ein paar Worte gesprochen und dann war es schon fertig. Yvette war mit Theresa"Baby" auf der Tribüne und hat gefilmt. Unsere Muttis hatten sämtliches Proviant dabei. Dann ging es mit den Tänzen los. Alena Heidt (Niedereschach) 0 Drops, Julia Marksteiner (Niedereschach) 0 Drops, Diana Eisenzapf (Niedereschach) 4 Drops, Svenja Schneider (Niedergirmes) 2 Drops, Vanessa metzger glaube 2 Drops und Tini (Langenselbold) 6 Drops schade, nächstes Mal.

08.07.10, 22:49
Nachdem die letzte Deutsche gatanzt hat sind wir aus der Halle, weil wir bei dem schönen Wetter nochmal Training machen wollten. Das Training war super heute, die Formationen waren da und die Drops gehen sicher morgen weg! Sind dann wieder in unserem Pub essen gewesen. Haben da so gute Preise, dass in unserem Budget sogar ein Dessert mit drin ist! Uns geht es richtig gut ))
Sind kurz nach acht eben alle in unser Zimmer und hatten Lagebesprechung. Ich habe die Mädels gefragt wie es ihnen geht ob alle sich wohl fühlen. Eindeutige Antwort ohne zu zögern, die Stimmung ist ganz toll. Dann haben jana schaeufler jana weber und Paddy Gluecksbringer fuer alle gemacht. Nicht irgendwas, sondern fuer jeden etwas persoenliches. Jeder hat eine Karte bekommen auf der drauf Stand, was die Groesste Stärke desjenigen ist in dieser Gruppe. Sehr sehr toll!

Danach habe ich den Maedchen ein kleines Geschenk vorgespielt auf CD, was ich am Sonntag Abend noch mit auf den Weg bekommen habe fuer alle. Ein selbstgedichtetes Lied, mit Klavier begleitet, auf die Melodie "geboren um zu leben". Ein sehr aussagekraeftiger Text z.B. : Ihr seid gefahren um zu siegen oder tanzt Euren Tanz genau und mit Froehlichkeit und zeigt dem Publikum dass ihr die besten seid,.... das war richtig suess. Sie waren richtig Sprachlos! Unser persönlichstes Geschenk. Danke Hannes!
Danach haben wir unser Lied nochmal angehoert und im Kopf die Situation morgen getanzt.
Jetzt sind alle auf den Zimmern und wollen direkt schlafen. Um vier Uhr fangen wir mit den Haaren an, damit um 7.00 Uhr zum Fruehstueck alle fertig sind, harte Nummer! Um haln neun ist warimg up und gegen 9.15 Uhr muesst ihr die daumen druecken! Sie haben alle keine Angst und freuen sich! Ich lege mich jetzt auch! Yvette ist mit der Kleinen schon oben. Die hatte heute einen Lachanfall, das war so genial! Wahrscheinlich die vielen bunten Kostueme hier!

09.07.2010 Yvette Cüsters
Hallo ihr Lieben.
Iris, keine Strumpfhosen ist völlig in Odnung!! Wir haben zwar Paddy nicht gefragt, aber geht klar. Tabak hat die Ina glaube ich genug dabei. Sie hat sich zumindest noch nicht beschwert und denkt sogar über Jury-Arbeit nach...
Leo und ich sitzen hier im Hotel und versuchen unsere Gedanken zu ordnen, um Euch von heute zu berichten. Leo: "Das schlimmste heute war der Wecker um 3.45 Uhr. " Ich konnte zum Glueck liegen bleiben. Die Kleine hat noch geschlafen. Und die wachmachen ist nicht so ne gute Idee... Wenn ihr versteht, was ich meine.
Als die Leo dann um kurz nach 7 Uhr ins Zimmer kam war ich ganz erstaunt, dass schon alle fertig waren. Der Plan, den die "Grossen" auf einer  Serviette im Pub "ausgearbeitet" und von aussen an die Zimmertuer von Jana W und so geklebt haben- ist voll aufgegangen. Super gemacht!
So, dann noch kurz fruehstücken und Abfahrt um halb acht. Kurze Kontrolle, hat auch jeder was gegessen? Alles klar. Los gehts!
In der Halle angekommen, erstmal Sitzplätze sichern, dann in die Kabine. Kostueme an, ganz unbemerkt lief das Gruppenlied im Hintergrund. Sofort kamen die Stäbe in die Hand und volle Konzentration auf den Tanz. Dann ab in die Halle. Stäbe wieder in die Hand und aufwaermen. -Aufwärmen sogar ohne meckern!!!!!- das soll schon was heissen.
Als dann die Franzosen Aufwaermphase hatten, haben wir beschlossen, dass das nicht alle sehen brauchen... Ablenkung muss her. Ich: Koennt ihr mir nochmal zeigen, wie das mit den Händen geht. Zum Glück sind auch gleich genau die Richtigen darauf angesprungen und haben sich Mühe gegeben, mir alles zu erklaeren. Theresa schlaeft wieder. Anweisung an unsere 4 Supermuttis, wenn sie wach wird Bescheid geben und schonmal aus dem Wagen nehmen. Alles klar. Kein Problem. * Immerhin haben die ja selbst schon Kinder gross bekommen*
Nach der Aufwaermphase sind wir alle gemeinsam in den Gang hinter der Flache gegangen. Alle sind am Limit, mit der Aufregung. Denise an Sandra, Mama bist du auch aufgeregt? Noe...!!! Hahaha. Sandra hat die Maedels den ganzen morgen belogen, Sie war so aufgeregt, dass sie selbst sofort angefangen hat zu heulen (wie ein Schlosshund) als die letzte auf die Flaeche ging. Gleich mehr...


09.07.10, 21:46
Dann kam uns nochmal unser Trainingslager zu gute. Elena (mitlerweile zu Eli geworden) fing an, den Jump style zu tanzen. Sara hat sie erstmal kraeftig ausgelacht. Aber dann kurze absprache der Trainer, wir gehen nochmal an die frische Luft. Dann kam doch noch der Jump Style zum Einsatz. Ich hab musikalisch mein Bestes gegeben und gesungen und Leo musste mittanzen. Sandra war drinnen geblieben um uns wieder puenktlich reinzurufen. Solange hat es aber draussen keiner ausgehalten vor lauter Aufregung.
Luisa wurde kurzerhand vom Superersatzmann zum Flaschentraeger.
Sabine: "Ohne unser Gluecksbaby laufe ich nicht ein." Schliesslich war Theresa seit dem ersten Tag mit dabei. Also, kurzer Sprint auf die Tribüne, wo Ina die Kleine auf dem Arm hatte. Sich verteidigte, ist doch alles in Ordnung. Ich kann sie noch nehmen. Alle erstmal die Kleine angefasst.
Kurz vorm Einmarsch siegte die Aufregung dann doch und ein paar Tränen flossen. Doch dann retteten uns die anderen deutschen Vereine mit Humba, Humba, Humba und unsere Maedels natuerlich Toeteroe!!!!! Laut Susanne sind die Maedels ja auch Party-Stockhausen.
Ja... und dann sind sie aufgelaufen ... und wir konnten nichts mehr machen. (Sandra hat wie schon erwaehnt geheult)
Was sollen wir sagen, ... gut eine Minute komplett ohne Drop. Und dann das grrosse "V". "Wie eine !." (Ste fällt fast vom Jurytisch) Leo wirft grade ein, als das alle gefangen hatten gesellte sie sich auch zur heulenden Sandra. Insgesamt waren unsere Mädels prima und wir zwei sind mächtig stolz! Wir bekamen auch nur Lob von den anderen Vereinen. Achso, Drops waren entweder 5 oder 7, wir konnten uns nicht einigen.

Einwurf Ste:"Eindeutig gefühlte 0 und äußerst Günstig gefallen" - Wie klasse das ausgesehen die Formationen (Ich hab den Musiktest ja als letztes gesehen) wie ein Schnur. Die Exchange super, jeder konnte stehen bleiben... sehr geil... dann diese positive Stimmung die bis nach oben gestrahlt hat... ebenfalls sehr geil... ich habe mir nur gewünscht "Schade das das Leo nicht von hier sehen kann" Es war toll... und den anderen Juroren hat es offensichtlich auch gefallen. Allein dafür hat sich die qualvolle cup-werterei gelohnt. Es war da, dieses Teamgefühl und das gleich mit 17 Twirlern. -

Von insgesamt 7 Junior Gruppen haben wir im Moment den 5. Platz und sind damit im Finale. Niedergirmes hat es leider nicht geschafft, wäre toll gewesen mit beiden Gruppen im Finale, schade!
Das bedeutet am Sonntag Nachmittag nochmal die gleiche Aufregung. Denn schliesslich wollen wir den 5. Platz verteidigen!!!
Euer Daumendruecken hat sich gelohnt. Vielen Dank für die lieben Gruesse. Wir gehen davon aus, dass die Maedels schon schlafen, denn ein paar haben schon heute Mittag auf der Tribuene geschlafen. Wir gehen jetzt auch schlafen, es geht nichts mehr. Gute Nacht und liebe Gruesse auch von den Maedels an euch alle!

10.07.10, 23:30 - Unser letzter Abend .
Waren eben wie immer im Pub und haben Fussball geschaut. Villingen war auch da, war natuerlich ner riessen Gaudi. naja und unsere Maedels haben dann noch ein Gruppenfoto mit den Kellnern Ian, Wayne, gerry und keine Ahnung wie der vierte hiess, gemacht ... koennt euch ja vorstellen wie die Huehner drauf waren... Heute sassen wir den ganzen Tag auf der Tribuene, war echt anstrengend, die ganze Sitzerei. - Anmerkung ste: Ihr konntet wenigstens weggehen oder wegschauen....!"

Morgen früh beladen wir gegen 7.30 Uhr unseren Bus und fahren dann mit der Bahn (gelb) zur Halle. um 14.30 Uhr haben wir warm up und dann sind wir Startnummer 4. Unsere Faehre ist zwar ausgefallen, aber wir haben eine andere bekommen, die faehrt dann um 4.40 Uhr, wir muessen also nicht bis 6.00 Uhr warten wie gestern noch befuerchtet. Gegen 18.00 Uhr ist die Siegerehrung fertig und wir fahren mit Niedergirmes zum Italiener und essen noch was bevor es in den Bus geht.
ich sage morgen allen Maedels Bescheid, dass sie ihren Eltern sagen, dass wir in Bissenberg ankommen werden und dort dann mit allen samt Eltern zusammen noch was essen zum Abschluss. Die maedchen freuen sich!
Noch ein Wort zu unserem Busfahrer. Michael faehrt uns jeden Tag immer und immer wieder überall hin, geht mit unseren Muttis einkaufen und schleppt das ganze Zeug, hat alle mit Kuchen versorgt, Kaffe, Löffel, Würstchen, alles was man sich vorstellen kann. Er trägt Yvette den Kinderwagen überall hin, sogar in der Halle auf die Tribüne und unsere Eröffnungsfeier hat er gefilmt für uns.

Und so ne Busparty ist ja auch witzig. Ich sag nur: ein Hoch auf unsern Busfahrer...
So, ich gehe dann jetzt mal KOffer packen, morgen wird denke ich nochmal hart und dann die Heimfahrt, was bin ich froh wenn ich in Bissenberg dann aus dem Bus steigen kann )) Wenn ihr wisst was ich meine! Es war eine wunderschoene Woche, ich bin froh wenn wir alle wieder heil zu Hause sind, es war mir eine Ehre mit Euren Maedles zu fahren, die sind klasse in allen Belangen gewesen!

Der Finaltag war dann auch noch sehr schön. Stockhausen ist was Finale angeht noch nicht wirklich gerüstet, denn es stellte sich raus dass die ganze Schminke weg war. Keine wußte wo, also gingen wir nochmal los in die Stadt, und es hatten zum Glück dort sonntags Läden auf. Unsere Gruppe hat wieder eine solide Leistung abgeliefert und durfte zur Siegerehrung nach vorne um unseren ersten Pokal entgegen zu nehmen.

Zu Hause wurden wir dann nach etwa 20 Stunden Busfahrt jede einzelne mit einer Rose von unserem Horst empfangen, das war sehr süß, er war richtig stolz auf uns. Es war auch jemand von der Zeitung da und machte ein Gruppenfoto. Die Eltern haben drinne dann noch ein Willkommensessen vorbereitet und es gab Nudeln mit Hackfleischsoße und frischen Salaten für alle. Das war richtig gut nach dem Essen in England, wenn ihr wisst was wir meinen :)))
Man kann nicht oft genug danke sagen an so viele Menschen, die hier alles gegeben haben! Ihr seid ein Teil des Ganzen !

12.07.10, 20:37 Yvette Cüsters, ENDLICH zu Hause!
Es war eine wunderschöne Woche, aber jetzt bin ich bzw. sind wir alle froh, wieder zu Hause zu sein. Vielen lieben Dank an alle Mamis, Papis und Marion & Horst für den super Empfang. Und natürlich an Larissa, die ja leider nicht dabei sein konnte. (Wir wissen, du hast zu Hause bestimmt genauso mitgefiebert) Mädels, ich bin wirklich sehr stolz auf euch, nicht nur wegen des Erfolges auf dem Turnier, sondern auch weil ihr mich alle die Woche über so gut unterstützt habt mit der Kleinen. Das ist nicht selbstverständlich! Danke.
Den Muttis und Leo auch vielen Dank für die tolle Unterstützung. Fürs Protokoll, ich bin nicht die Einzige, die nach saurer Milch gestunken (!!!) hat als wir aus dem Bus gestiegen sind. Ich freue mich darauf, nach den Ferien wieder richtig los zulegen, auch wenn ich bloß Leos HiWi bin.
Das Ziel Cup 2012 haben Leo und ich vernommen, und werden alles daran setzen, den Mädels die Chance dafür zu geben.
Liebe Grüße, Yvette.

B-Endrunde und Deutsche Meisterschaften am 15./16. Mai 2010 in Wetzlar

Das war das erste Mal, dass ich auf einem Wettkampf im Twirling überhaupt war, um dies vorwegzunehmen.

In einer japanischen Ballettzeitschrift habe ich über Twirling gelesen. Neugierigerweise habe ich dann online mehr und mehr gewühlt. Natürlich fand ich auch auch schnell heraus, was twirlingmäßig in Deutschland so los ist. Aus dem Interesse wurde Leidenschaft. Ich bestellte mir einen Baton und fing an etwas zu twirlen (naja, was man als Anfänger so twirlen nennt). Mich hat schon immer die RSG fasziniert und gehe selbst jede Woche in eine Ballettschule. Im Twirling hat nicht diesen Druck, besonders biegsam sein zu müssen. Nur wer körperlich sehr gut ist, der kann RSG machen. Alle anderen können gehen. Glücklicherweise gibt es das beim Twirling nicht. Jeder kann Twirling machen und das twirlen trägt trotzdem alle Faszination in sich. Ich weiß, Twirling ist mein Sport!

 Für mich war es einfach genial!


Aber mal wieder zurück zu den Wettkämpfen in Wetzlar. Ich will mich dabei gar nicht darüber auslassen, welche Pannen auf der Hinfahrt passierten, als ich von Hamburg aus losfuhr und schon in Kassel Verspätung hatte ...dann einen Zug mit defekter Lok hatte, um irgendwann mit einer Stunde Verspätung um ca. 11:00 Uhr am Samstag in Wetzlar zu landen. Ich bin dann auch vom Bahnhof aus gleich Richtung Sporthalle der August-Bebel-Schule gegangen. Ich kam anscheinend so pünktlich, dass die Eröffnung gerade lief (Pflichtübungen und Aufwärmen waren vorbei).
Es war soooo toll für mich, die Sportart, die ich sonst quasi aus Zeitschrift und Video so lieben gelernt habe, mal richtig live zu sehen.
Aber hier in Hamburg wird man mit Twirling nicht gerade verwöhnt, um mal positiv zu sprechen. Es ist geradezu berauschend, wenn man sieht, wie toll die Twirlerinnen mit dem Baton umgehen können, werde ich natürlich gleich neidisch. Das klassische Freestyle ist noch mit meine Lieblingsdisziplin. Ich bewundere auch die große Vielfalt dieser Sportart. Und man merkt im Gegensatz zu Wettkämpfen der Rhythmischen Sportgymnastik (wo ich auch immer wieder Wettkämpfe besuche) eine Offenheit gegenüber "Jedermann und Jederfrau". Erfreulicherweise fehlen hier die "berühmten" Vorurteile gegenüber jung und alt, schlank und nicht so schlank, Männlein und Weiblein usw.
Ein Urteil: "Ich fand die aber viel besser als die." kann ich mir nicht erlauben. Dafür bin ich auch leider zu sehr noch neu. Der einzige negative Punkt wer, dass ich halt niemanden kannte. Die einzige, mit der ich schriftlich zu tun hatte, wollte ich nicht nerven, da sie in der Jury saß. So fanden sich leider keine Gesprächspartner. Über das Gezeigte musste ich dafür umso mehr staunen. Aus meiner Sicht gibt es sicherlich Verbesserungsmöglichkeiten. Besonders am Samstag fiel mir das Thema "Drops" negativ auf. Es ist schade, dass man diesen Aspekt so besonders irgendwie herausstellte (allein eine Extra-Spalte im Programmheft:). Als Twirler sollte man es doch tunlichst vermeiden, sein Sportgerät überhaupt nur einmal fallenzulassen. Das sollte sowas Schlimmes sein, wie ein Skifahrer, der ein Tor verfehlt, oder, um eine aktive Sportart meinerseits mit reinzunehmen, wenn man beim Voltigieren ungewollt vom Pferd muss... und sollte nicht noch zu einer aufwändigen Drop-Zählerei ausarten.

Die Deutsche Meisterschaft war natürlich schon recht dominiert von Siegen von Katharina Kling. Dies natürlich zu recht. Sie tanzt halt genial mit ihren Baton. Aber auch wie die riesigen Gruppen das koordiniert kriegen... seeehr beeindruckend. Mir hat es gefallen.

Die Nacht war sehr kurz, nie wieder Jugendherberge in Wetzlar... aber immer wieder Twirling in Wetzlar... das Wochenende ging viel zu schnell vorbei. Ich habe sogar noch die Siegerehrung der Deutschen Meisterschaften mitbekommen, da mein Zug nach Hamburg erst spät fuhr.
Und auch wenn ich nicht zur WM nach Norwegen kann, immerhin komme ich demnächst nach Helmond in die Niederlande und zum Cup of Clubs in Sheffield. Twirling ist genial - ich kann es nur empfehlen sich das ganze mal anzuschauen.

Trainerrichtlinie vom DOSB anerkannt!

Der Deutsche Twirlingsport Verband arbeitet seit ende 2008 an der Erstellung einer neuen Trainerrichtlinie. Diese wurden nun im April 2010 bestätigt. Diese Lizenzierung stellt die erste Stufe der Qualitätssicherung des D.T.S.V. dar. Der Deutsche Twirlingsport Verband ist der einzige twirlingsporttreibende Verband in Deutschland der eine qualifizierte Ausbildung vom DOSB anerkannt durchführt.

Im Deutschen Bundestag wurde beschlossen, dass die Rahmenrichtlinien zur Ausbildung von Trainern/Lehrkräften vereinheitlicht werden muss. Der Bundestag wollte damit Breiten- und Leistungsport förderungstechnisch gleichstellen und trotzdem die Unterschiede deutlicher herausheben. Der Breitensport zielt auf gesellschaftliche Funktionen, wie z.B. Kinder von der Straße wegholen und für Sport begeistern. Damit stellt der Breitensport ein wichtige gesellschaftpolitische und gesundheitliche Förderung dar. So sollen auch Trainer, die diese Bereiche decken, die gleiche Anerkennung haben, wie Leistungssport-Trainer.
Es ist auch gewährleistet, das Randsportarten wie zum Beispiel der Twirlingsport, der nicht sehr populär ist, die gleiche Anerkennung erhält, wie die "großen" Sportarten. Der D.T.S.V. stellt fest, dass Trainer ihre Trainer C Ausbildungslizenz in bestimmten Bereichen ihrer Ausbildung zum Beispiel als Lehrkraft erfolgreich nutzen können. 

Der D.S.T.V. hat Susanne Henkel und Daniela Rothweiler damit beauftragt, die neue Richtlinie des D.T.S.V. nach den Vorgaben des DOSB zu überarbeiten. Diese wurde über den DTV eingereicht und nach weiteren Überabeitungsmaßnahmen zur Konformität mit dem Dachverband DTV im jetzt offiziell bestätigt.

Die D.T.S.V.-Tainer Ausbildung erfolgt nach der "neuen" Richtlinie bereits seit 2009 und unterschiedet sich vom früherem Ausbildungskonzept.
Es ist seit 2009 Pflicht eine Erste Hilfe Ausbildung nachweisen. D.T.S.V. Trainer müssen innerhalb der Gültigkeit regelmäßige Fortbildungen nachweisen, im fachlichen als auch im überfachlichen Bereich. Neu ist auch, das die Trainerassistenz-Ausbildung anerkannt wird, wenn die Trainerausbildung innerhalb von 2 Jahren fortgesetzt wird. So werden die Ausbildungslehrgänge besser verzahnt. Des weiteren wird die Trainerausbildung in Breiten- und Leistungsport unterteilt.

Neue Lehrgangssaison startet - Ausbildung für Trainer und Juroren geht weiter!

In diesem Jahr haben sich Annemarie Schulz und Janine Roth für eine Juryausbildung entschlossen. Erste Erfahrungen auf der praktischen Ebene konnten gesammelt werden. Dieses Jahr ist noch Theorie angesagt. Sie freuen sich auch weiter Interessenten. Falls jemand dieses Jahr mit einer Juryausbildung begonnen möchte, meldet sich bitte direkt bei Stephanie Paulus-Reschke zur weiteren Vorgehensweise.

Auch die Ausbildung für Trainer C im fachlichen Bereich startet dieses Jahr. Auch hier können sich interessierte Menschen melden und mit der Ausbildung durchstarten. In diesem Jahr die fachliche Ausbildung und im nächsten Jahr, dann in die überfachliche Trainerausbildung gehen. 
Der Anmeldeschluss ist der 3. September 2010.

Für die Lehrgangsaison 2010/2011 sind für einige Lehrgänge Teilnahmebedingungen angeknüpft. So werden bei Pflichtlehrgängen teilweise Gradlevel als Voraussetzung! So gilt es vielleicht zu beachten einen Gradlehrgang zu besuchen und die Prüfung auch zu bestehen. Nur so macht es Sinn, eine effektive Ausbildung mit echtem Lernerfolg zu erzeugen. Also, nicht jeder darf an jedem Lehrgang mitmachen. Die Lehrgangsteilnehmer werden so weniger über- oder unterfordert und die Lehrgänge können so besser auf die Teilnehmer abgestimmt werden.

Solo - im ersten Jahr viele Drops und wenig Endrundenteilnehmer

Das 2010 neu eingeführte Solo ist eine Einzeldisziplin mit vorgegebener Musik. Das Ziel ist es, die „handwerklichen Fähigkeiten“ in der Batontechnik, also das schnelle Drehen des Batons korrekt auszubilden. Solo beinhaltet beidhändiges horizontales und vertikales twirlen in einem kontinuierlichen Fluss, um eine breite Basis an Twirlingtechniken zu entwickeln. Der Twirler nutzt die drei Twirlingmodes (Rollen, Schleudern, Kontakt) und entwickelt diese kontinuierliche und kompetent in allen Modes in jedem Level. Durch das unterschiedliche Kombinieren verschiedener Übungen werden Körper, Baton, Fluss und die Fähigkeiten in einem höheren Schwierigkeitsgrad korrekt und schnell zu twirlen weiterentwickelt.
Solo bildet die Basis für alle weiteren Twirlingdisziplinen. Im ersten Jahr hat es als einzige Solo-Twirlerin Fabienne Hofmann vom TV Langenselbold in die Endrunde geschafft. Die elfjährige war über den unerwarteten Erfolg sehr begeistert und freut sich darauf, ihr Solo auf der kompetten Fläche zu präsentieren.  

Der Fokus derWertungsrichter liegt auf:
a) Schwierigkeitsgrad/Technik
b)Welche Übungen in welcher Kombination gezeigt werden
c) Choreographie/Stil Technik: Die korrekte Ausführung von Twirling- und/oder Körperübungen.Nur was korrekt gezeigt werden kann wird den Twirler in ein höheres Leistungslevel bringen.

Präzision: Die Qualität definiert sich durch die Exaktheit der Ausführung.

Inhaltsmöglichkeiten: • Vertikal/horizontale Übungen • Beidhändiges Twirlen • Vw/rw twirlen • Fuß- und Körperarbeit in Kombination mit guterTwirlingtechnik • Beidhändiges Twirlen • Handwechsel • Vertikale u. horizontale Patterns (vert. zu horiz., horiz.zu vert.) • GeschickteWechsel zwischen den 3 Modes • Schnelligkeit • Start und Ende eines schwierigen Elements • Verkaufen der verschiedenen Elemente, um die Schwierigkeit noch mehr aufzuwerten (Ausdruck) • Fluss und Harmonie der Bewegung (Baton/Füße/Körper) • Richtungswechsel • Fluss in den Verbindungsübungen von einem Element zum nächsten, von einem Mode zum nächsten • Interessanter Beginn und weiterführendes Ende für jedes schwierige Element (weniger Pausen) • Optisch ansprechende Darbietung

 MERKE: In eine gute Choreographie gehören nur Übungen, die erfolgreich vomTwirler dargeboten werden können.

Tanzaufbau: Eine gute Choreographie muss zusammenpassen. Sie zeigt eine begrenzte Auswahl von guter Technik und vielfältiger Twirlingübungen, die im Schwierigkeitsgrad zusammenpassen. Die Ausführung ist flüssig und der Twirler wirkt nicht, als ob er mit seiner Choreographie kämpft. Er drückt frei und entspannt seine Fähigkeiten in Geschwindigkeit,Kontrolle über Körper und Baton, Details, Dynamik, Kontraste, etc. aus.Alle Beschreibungen beziehen sich auf die gesamte Twirlingtechnik der drei Modes!
• Schleudern Spins Stationary Complex (SC) Travelling Complex (TC) Vielfältigkeit Abwürfe/Fangen und verbinden
• Rollen (Anfang, Ende, Kontinuität, Kombination)
• Kontaktmaterial (Fullhand twirls, Finger, Flips, Loops)
Diese einfache Reihenfolge ist die Basis für einenTwirler, der mit demTwirlingsport beginnt. Es ist einfach, sich an diesen Aufbau zu erinnern, um ihn sicher ordentlich darzubieten.
Part 1 vertikale Eröffnung/ vert. Fullhands/Aerials,vert. Spins
Part 2 Kontakt und Finger
Part 3 Rollen
Part 4 horizontale Teil – Kontakt/Fullhands/Finger/Aerials
Part 5 vertikales Ende (spektakulärster Trick)

Wie ein korrektes Solo aufgebaut wird und wie man überhaupt anfängt erfahren die Aktiven Twirler am 12. September 2010.

Wer weiß was er tun muss, hat es leichter, gute Noten zu bekommen

BW-Meisterschaft 2010 - Schneetreiben behinderte die Anreise

Als in Villingen morgens 6:30 Uhr anfing zu schneien, waren alle zunächst optimistisch. Die Hessen allerdings hatten den Schnee schon etwas früher und die einige robbten sich von Stau zu Stau zwischen quer stehenden Lkws und glatter Fahrbahn rund um Stuttgart bis nach Villingen. Der Rekord war so ca. 7 Stunden Anreise.

Als um 10 Uhr Hallenöffnung für die C-Endrunde war, war noch kein "Hesse" weit und breit zu sehen. Auch bei den Juroren klemmte es, nur 2 von erwarteten 8 waren da. 2 Krank, Sabrina Irion, Wertungsrichterin aus Düsseldorf kommend auf eine abenteuerlichen Irrfahrt in den Süden von 7 Stunden! Geraldine Schulz rief entnervt an, dass ihr Auto in der Nähe von Offenburg schlapp gemacht hat...
Da weder Twirler noch Juroren in genügender Anzahl in der Halle waren, wurde erst einmal alles 1 Stunde nach hinten verschoben. Nach und Nach trudelten alle entnervt ein und waren froh, zunächst lebend angekommen zu sein.

Um so freudiger wurden dann die in letzter Minute ankommenden Juroren begrüßt. Alles gut, es konnte losgehen.
Die C-Endrunde, war wie immer ein tolles Turnier für die Kinder, fast alle konnten ihre Tänze verbessern oder bessere Platzierungen für sich verbuchen. Das tollste war die Siegerehrung, denn die Freude der ermittelten Aufsteiger war nicht selten überrascht, aber dennoch sehr groß. Mit Begeisterung wurden die Urkunden entgegen genommen und die Sieger - hier und da auch mit Freudentränen - gefeiert.

Weiter ging es mit den Pflichtübungen. Diese waren wie so oft beim ersten Turnier des Jahres konsequent nicht optimal dargeboten. Beim Blind fangen wurde, der berühmte "Kasten" umzingelt. Die Abwürfe, der Push-off waren nicht da. Das Fangen wieß sich - besonders bei 2 Spin links - als Hindernis auf. Die Basistechnik hat nicht verbessert und teilweise, sind die Abläufe noch nicht einmal da. Dies liegt wohl auch daran, das in den Vereinen die Pflichtübungen nicht regelmäßig geübt werden. Was bringt denn schon eine korrekte Basistechnik ;-) in einem Freestyle (Ironische Bemerkung) Dabei würde sogar, wenn man nur 1-3x die Pflicht in jedem Training macht... Zeitaufwand ca. 3-5 Minuten! bei jedem eine Verbesserung eintreten. Denn die dann könnte man doch wenigstens den Ablauf der Übungen - falls man am Pflichtlehrgang etwas mitgnommen hat. Naja, auf jeden Fall kann es am nächsten Turnier nur besser werden. Also Mädels - ab sofort - in jedem Training durchmachen... allein.... ;-)

Am Sonntag war der große Tag. Das erste A-Turnier des Jahres. Alle waren gespannt auf die neuen Tänze. Auch spannend war es, was wohl, durch die Bonus-Regelung beim Inhalt der Tänze passieren würde. Es war ganz offensichtlich, das der Schwierigkeitsgrad nach unten gefahren wurde. Dennoch zeigten sich die 0-Drop varianten noch immer recht verhalten. Auch war eine Verbesserung der Grundtechnik, durch den niedrigeren Schwierigkeitsgrad nicht zu erkennen. Auch 2 Spins wurden schlecht ausgeführt, Push-off. Illusion mit "Armwedel" und auch flasch gedreht ist wohl immer noch OK, Überschläge - Schräg, Knie-Füße gebäugt, Arme weiterhin schräg am Boden...schade aber auch. Rollen meist geschummelt, abgebrochen, Flips gecancelt und nicht richtig ausgeführt. So kam es nicht von ungefähr, das die Noten im Freestyle nicht wirklich prikelig hoch waren. In Kombination mit der Pflicht hieß das, eine große B-Vorrunde (99 Tänze) mit vielen EX-A-Freestylern, die die Hürde der 30 Punkte nicht geschafft haben.

Bei den Duos kam es zu Überaschungen. Gekonnt dargeboten wurden die wenigsten. Auch bei den Teams/Gruppen waren die Platzierungen durch die Drops recht durcheinander. Auch hier konnten die meisten Duos durch schlecht platzierte Stäbe bei den Exchanges positiv wirken. So wirken viele Tänze - nicht nur Dops - eher gehetzt und noch weniger souverän gekonnt.

Im Juniorteam konnte sich die TTSG Niedereschach mit erheblichen Vorsprung den BW-Titel vor dem MMC Villingen und TV Langenselbold sichern. Bei den Seniorteams konnte sich das Team vom TVL Langenselbold über den BW-Titel freuen. Mit einer "Chilligen" Darbietung konnte sich das in nur 4 Stunden zusammengestellte - eine Woche vorher - Team über überraschenden Sieg freuen. Sie wirkten entspannt und locker, hatten wenige Drops. So hatte hatten die Inhaltlich besseren Teams - auch aufgrund der mehr Drops - das nachsehen. Der MMC war mit dem letztjährigen Team an den Start gegangen und belegte nur Platz 2 vor der TSG Niedergirmes.

Die Stockhausen-Juniorengruppe ging an den Start mit 16 Twirlern. Mit einer gelungen Choreografie, tollen Kostümen und einheitlich und engagiert wirkenden Twirlerinnen wurde auf Anhieb die Qualipunkte gezeigt. Auch der TVL zeigte sich bei den Senioren in der Gruppe, wobei beim ersten Start noch die Harmonie fehlte. Alle hatten in dieser Disziplin noch zu viele Drops. Aber das war ja auch der erste Versuch - Steigerungspotential nach oben dadurch noch gegeben. Wenn weniger Stäbe fallen, wirken auch die Formationen und die gesamte Choreografie ganz anders.

Insgesamt betrachtet waren die Leistungen wie an jedem ersten Turnier des Jahres ausbaufähig. Ausdruck, Körpertechnik, Rhytmus und Chroeografien könnenen teilweise noch nicht richtig wirken und die technische Ausführungen der einzelnen Übungen sind auch noch nicht ausgereift. Da geht noch was.

Alle blicken mit Freude auf das nächste Turnier am 27./28.03.2010

Twirling als Breitensport

Das Präsidium hat 2009 eine Restrukturierung des Deutschen Twirlingsports vorgenommen, um Breitensportlern beim D.T.S.V. eine Plattform im geeigneten Rahmen anzubieten.
Das Ziel ist es, langfristig die B- und C Kategorie als Breitensport- und die A-Kategorie als Leistungsportwettbewerb etablieren. Der Übergang von B zu A ist relativ einfach, da die Disziplinbeschreibungen mit einigen Begrenzungen, die für Breitensportler nicht notwendig sind, analog zur betreffenden A – Disziplin sind.
So dürfen ab 2011 ausschließlich ordentliche D.T.S.V. Mitgliedsvereine in der A-Kategorie teilnehmen. 

Die A-Kategorie ist sportlich ausgerichtet und bietet die Möglichkeit sich für eine internationale Turnierteilnahme, wie der europäische Cup of Clubs, Europa- und Weltmeisterschaften zu qualifizieren. Ordentliche Mitgliedsvereinen dürfen am kompletten Angebot des D.T.S.V. Turniersystems teilnehmen. Außerordentliche Mitglieds-Vereine können ab 2011 ausschließlich in den B- Kategorie teilnehmen (Sichtungsturnier, C- Endrunde, B- Vorrunde, B- Endrunde).

Damit soll allen D.T.S.V.-Mitgliedsvereinen die eindeutige Klassifizierung von ordentlicher und außerordentlicher Mitgliedschaft im Sportbetrieb geschaffen werden.

Der "Breitensport" hat auch im Twirling eine wichtige Funktion.
Twirling hat - wie sicherlich schon viele erfahren konnten eine wichtige gesundheitsfördernde und – erhaltende Funktion. Es wird Geschicklichkeit erlernt, auch das Vorführen des Gelernten schult die oft noch jungen Twirler im Selbstbewußtsein. Dabei kommt es nicht unbedingt auf das Talent oder Platzierung an. Denn für jeden Twirler gilt es, seine persönliche Bestleistung im kleinen wie im GROSSEN zu demonstrieren.

Wenn mehr Twirler einfach so "just for fun" mitmachen, ist auch die Chance größer, junge Twirler an den Twirlingsport heranzuführen. Das „weiche Wettkampfsystem“ der B-Kategorie bietet hierfür die perfekte Plattform. Die Grenzen zum Leistungssport sind fließend. Auch ältere Twirler können sich in der B-Kategorie lange aktiv am Twirlingsport - auch neben Beruf und Familie - beteiligen.

Neue Vereine finden sich in der B- und C-Kategorie wieder. Leider kommt nicht selten ersten Turnierbesuch vor, dass neue Vereine/Eltern/Twirlinganfänger der Ansicht sind: "Oh, das lernen wir nie!". Das stimmt nicht. Es dauert jedoch seine Zeit bis ein Trainingskonzept in den Vereinen etabliert ist und von den Mitgliedern angenommen wird.   Eeines ist sicher, JEDER - wirklich JEDER hat mit den gleichen Übungen angefangen. Kinder entwickeln sich unterschiedlich schnell weiter. Es verspürt nicht jedes Kind den Drang unbedingt irgendwann einmal Deutscher Meister zu werden oder gar an einem internationalen Turnier teilnehmen zu wollen. Der Breitensport nimmt den Druck, unbedingt gewinnen zu müssen. Eine Turnierteilnahme im Twirling als fröhliches Ereignis in der Gemeinschaft zu erleben, steht für viele Jugendliche im Vordergrund.

Unter Aufsicht von engagierten Breitensport-Twirlingtrainern, die an einer D.T.S.V. Ausbildung teilgenommen haben, eröffnen sich und ihren Twirlern im Heimatverein oft völlig neue Horizonte. Denn Twirling lässt spielerisches lernen von Twirlingübungen zu und macht besonders Kindern Spaß. Twirling holt Kinder von der Straße, integriert Randgruppen und Minderheiten. Für den D.T.S.V. gilt es zukünfitg besonders Breitensporttrainer auszubilden, die den Nachwuchs durch gezielte Jugendarbeit auch für diejenigen, die weniger leistungsorientiert sind sichern. Mit der Hilfe von Breitensporttrainern werden heute nicht selten auftretende Bewegungsdefiziete reduziert. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Stärkung durch Interaktion in der Twirlinggruppe, die soziale Kompetenz, Respekt und auch das Akzeptieren des Menschen als Indivduum schult. Vorallem wird durch das Zusammenwirken von Bewegung und Musik u.a. die Phantasie, die Kreativität sowie die psychische Regeneration- wodurch unter Umständen auch in anderen Bereichen Leistungsverbesserungen zu erzielen sind gefördert.

Dies und sicher auch noch vieles mehr sind Beweggründe, die Twirling als Breitensport - auch ohne den Aspekt des "Gewinnen wollens" - interessant macht.

Was es heißt: Twirling als Leistungssport zu betreiben.

Twirling kann man in den unterschiedlichsten Formen betreiben. So kommt es, dass Twirling nicht selten an Mehrkampfsportarten erinnert. Dies macht Twirling im eigentlichen Sinne erst interessant. So können sich viele in dieser faszinierenden Sportart wieder finden.

Der Körper als Sportgerät
Im Twirlingsport beschäftigt sich der Twirlingsportler mit Körperspannung, Turnen, Fitness, Ballett, Tanztechnik, Rhythmus. Dazu kommt noch die Präsenz und der gerne gesehene Ausdruck. Jeder Twirler findet etwas anderes daran interessant oder hat am unterschiedlichen Dingen Spaß. Selbstverständlich hat jeder Twirler auch etwas, was er/sie nicht so gut beherrscht und daran mehr üben muss.

Der Kopf - Mentale Stärke
Wie bei jeder Sportart bildet die Einstellung und die Fähigkeit über seine eigenen Grenzen blicken und auch gehen zu können ein nicht zu unterschätzender Faktor, um Twirling als Lesitungssport betreiben zu können. Selbstvertrauen in sein Können ist keine angeborene Gabe, die man hat oder eben nicht. Mentale Stärke ist erlernbar. Es muss jedoch die Bereitschaft da sein, sich mit seinen Schwächen zu befassen - sie realistisch zu bewerten und an ihnen zu arbeiten. Wer Twirling als Leistungssport betreibt, stößt irgendwann immer an seine persönlichen Grenzen und erst dann zeigt es sich, wieviel TwirlingSPORT in einem steckt.
Twirlingsport zu betreiben heißt, immer wieder an seinen "selbst errichteten" Grenzen zu arbeiten, diese zu überwinden und nicht als Schicksalsschlag hinnehmen zu wollen. Wer Bestleistung zeigen möchte, muss lernen an seiner Persönlichkeit arbeiten, auch wenn das gewünschte Ziel vielleicht nie erreicht wird. Der Aspekt des Scheiterns gehört zum Leistungssport dazu, um sich dann weiterentwickeln zu können.

Das eigentliche Sportgerät - der Baton
Den Baton gekonnt zu werfen und zu wirbeln ist nicht zuletzt eine Sache der korrekten Technik, die es immer wieder neu zu verfeinern gilt. Eine korrekte Twirlingtechnik - die schon beim festhalten des armlangen Sportgeräts beginnt - bildet die Basis für einen Twirlingsportler, der Twirling als Sport betreiben möchte. Dies unterteilt sich wiederum in Schleudern - Rollen - Kontaktmaterial, das von jedem Twirler gleich gut beherrscht werden sollte. Diese drei Modes verzweigen sich wiederum in nahezu zahllose Möglichkeiten der Kombinationen und erforderlichen technischen Kenntnisse. Allein beim Schleudern unterscheidet der Twirler unter körperlichen Übungen während sich der Baton in der Luft befindet. Gezeigt werden Drehungen, SC's Übungen (z.B. Posen, Illusion...) die auf der Stelle gezeigt werden oder TC's die eine Übung, wie z.B. das Rad von "A" nach "B" beschreiben. Diese können wiederum mit nahezu zahllosen Abwurf- und Fangvariationen kombiniert werden.

Was dem einen leicht fällt, ist für den anderen Twirler eine schwierige Aufgabe. Ein Twirlingsporter mit Zielsetzung Twirling als Leistungssport zu betreiben wird mit seinem Trainer an seinen Defiziten, die jeder aufgrund der Vielfältigkeit des Twirlingsports hat, gerne arbeiten. Der eine rollt toll, der andere kann besser Schleuderübungen... ein anderer hat ein Geschick für Kontakt oder kann Musiken gekonnt interpretieren. Wieder andere haben Schwierigkeiten mit Rhythmus, der andere fragt sich, warum hört sie das nicht. So hat jeder Twirlingsportler sein Talent. Der Breitensportler möchte lieber an seinen Stärken arbeiten, da es ist eben nicht einfach ist, an etwas zu arbeiten, was einem nicht so liegt. Der Leistungssportler arbeitet stetig an seinen Schwächen, auch wenn er sich nicht in der gewünschten Geschindigkeit in diesem Bereich weiter entwickelt.

Um Twirling als Sport zu betreiben...

....benötigt man neben der erforderlichen Disziplin und Freude am regelmäßigen Training - die von einem geschulten Trainer nach und nach vermittelt wird und eher selten angeboren ist. Des weiteren bedarf es auch den Wunsch, Übungen immer wieder neu zu konditionieren, an der Verbesserung der Technik an Körper und Baton konsequent zu arbeiten. All das sollte man auch noch gerne tun. Korrekturen vom Trainer werden gerne als Verbesserungsmöglichkeit angenommen. Im besten Falle erfolgt das Training aus einer undefinierbaren Neugier heraus, immer neue Übungen erlernen zu wollen und dann wieder - zunächst nur ;-) fallen zu lassen.

Für Außenstehende muss ein Twirlingtraining ein seltsamer Anblick darstellen. Kinder und Jugendliche werfen den Baton hoch oder wickeln ihn teilweise recht ungelenk um den Körper. Die seltsam chaotisch wirkenden Übungen wiederholt man immer wieder. Und dann, wenn man es einmal - eher aus Zufall - geschafft hat, freut sich der Twirler wie verrückt, um dann wieder zahllose, erfolglose Versuche zu probieren. Schwer nachzuvollziehen, dass dies jemandem tatsächlich Spaß machen könnte.
Ein Twirlingsportler freut sich, wenn man nach zahllosen erfolglosen Versuchen eine Übung zunächst 1x gefangen hat. Dann wird man heiß auf mehr und möchte sie 2x, dann 3x und 50x fangen...

Der Twirlingsportler freut sich daran, wenn er schwitzt oder gar Muskelkater hat. Der berühmte "MuskelTIGER" ist der offenkundige Beweis, dass der Twirlingsportler an seine persönliche Leistungsgrenze gegangen ist und sich nur so permanent weiterentwickelt. Das Beste daran ist, dass diese "Schmerzen" positiv gesehen werden, nie aufhören und sind ständiger Begleiter ist, für den, der Twirling als Leistungssport betreibt.

Hat man die eine Übung gemeistert, kommt sofort die nächste Übung und das ganze Spiel beginnt wieder von vorne.
MAN WIRD NIE FERTIG. Das ist das spannende an Twirling, der als Leistungssport betrieben wird.

Die Drops müssen weg - Ab 2010 gibt es 5 Punkte Belohnung für jeden

An den Turnieren des D.T.S.V. werden Drops (fallenlassen des Sportgerätes) mit einem Punkt Abzug geahndet. Es ist für alle Twirler akzeptabel, die Qualifikationspunkte aufgrund der zu hohen Anzahl der Drops vielleicht nicht zu erreichen.

... der es schafft seinen Tanz mit 0 Drops zu zeigen

Die Listen mit den Noten werden regelmäßig studiert, die Konkurenz genau kontrolliert und nicht wenige kommen zu dem Schluß: „Hätte ich weniger Drops gemacht, dann hätte ich....“ Es stimmt so manchen Twirler optimistisch, da die meisten schon der Ansicht sind, dass sie den ein oder anderen „dummen“ Drop auch hätten weglassen können.

Für die Zuschauer, als auch Sportler gilt die einfache Formel:

viele Drops = nicht gut.

wenig Drops = gut

Ganz so einfach ist leider nicht, denn der Schwierigkeitsgrad und die korrekte Ausführung spielt selbstverständlich auch eine nicht unwesentliche Rolle bei den Wertungsrichtern. Interessant ist es, dass sich besonders bei den Teams und Duos hier und da mal zu überraschenden Platzveränderungen kommt.

Die Twirler müssen ihre Tänze können, besonders, wenn sie international voran kommen wollen. Eine Choreografie kann auf Musik nur ausgetanzt werden, wenn die Übungen wirklich beherrscht werden. Ausdruck kann nur dargeboten werden, wenn der Stab unter Kontrolle ist.  Das wissen die meisten Twirlerinnen. Das Problem scheint jedoch zu sein, selbst nur schwer einschätzen zu können, was man denn "unter Druck" tatsächlich zeigen kann. Der Verzicht auf die eine oder andere Übung fällt nicht nur bei den Aktiven manchmal schwer. Es ist nicht gut sich an der Konkurrenz zu orenitieren, so verliert man gefangen zwischen Ehrgeiz und optimistischen Wunschvorstellungen so hier und da mal den Überblick für die Realität

Wann jemand eine Übung wirklich kann ist einfach zu definieren. Der Choreograf Dale White aus den USA hat einmal gesagt: „Wenn jemand ein Doppelillusion am Turnier mit Musik zeigen kann, dann ist man im Training schon beim Dreifachillusion“ Manche denken, sie können eine Übung, wenn sie sie einmal fangen. Andere sind davon erst überzeugt, wenn sie sie 50x hintereinander fangen. Es hängt viel davon ab, was sich ein Twirler zutraut, wie er sich am Turnier motiveren kann – vor allem, was er/sie unter Streßbedingungen bringen kann.

Jetzt wird das Wagnis - auf eine Schwierigkeit zu verzichten belohnt. Im Zweifel fährt man mit den 5 Punkten Bonus! immer besser. Wenn es irgendwann einmal alle Twirler hinbekommen, gleicht sich das ganze wieder aus.

Nur wenige trauen sich derzeit zu, das sie einen Tanz mit 0 Drops zeigen können. Dies zeigt, dass die Tänze wohl noch immer zu schwer sind, und die Twirler auf keine Schwierigkeiten verzichten wollen. Aber mit einer Belohnung fällt es sicher leichter, denn 5 Punkte + hauen rein, vorallem, wenn die anderen weiterhin fleißig ihre Drops machen. Dann ist leicht ein Punktunterschied von 10 Punkten möglich.... Bei den Teams könnte es noch heftiger werden.

B-Duo & B-Team ab der Saison 2010

Nachedem die vom D.T.S.V. neu eingeführte Disziplin B-Freestyle 2009 eingeführt wurde. Hat das D.T.S.V. Präsidium die Disziplinen B-Duo und B-Team für die Saison 2010 eingeführt. 

Spannend wird es nicht nur für die Twirler. Auch die Wertungsrichter erwarten mit Spannung ihre Bewertungen nach der Bewertungsmethode vom Mini-Duo/Mini-Team abzugeben. Es wird sicher nicht einfach, die Junioren und Senioren, die in dieser Disziplin gemeinsam starten in eine Reihenfolge zu bringen.
Da die Twirlerinnen recht nah zusammenliegen, wird B-Duo und B-Team wie B-Freestyle wohl immer eine spannende Sache werden. Prgnosen, wer am Ende die Nase vorne hat sind schwierig. So starten in den B-Disziplinen alle Twirler motiviert. Denn alles ist möglich. Nicht zuletzt spielen die Drops in diesem dichten Starterfeld eine wichtige Rolle. In Kann der Tanz als ganzes gekonnt dargeboten durchgebracht werden, wird auch die Note der Wertungsrichter höher.
B-Duo und B-Team wird es wohl eine Vorlaufzeit geben, bis die Vereine ihre Twirler für B-Duo oder B-Team anmelden. Insbesondere wurden diese neuen Disziplinen B-Freestyle, B-Duo, B-Team eingeführt, um den außerordentlichen Vereinen eine Plattform zu bieten weiterhin aktiv am Turniergeschehen teilzunehmen. So hat sich das D.T.S.V. Präsidium für eine Stufen-Regelung entschieden, um allen D.T.S.V. Mitgliedsvereinen die Möglichkeit einer Ordentlichen Mitgliedschaft zu geben.

Ab 2011 werden ausschließlich ordentliche D.T.S.V. Mitgliedsvereine in der A-Kategorie teilnehmen.


  • Außerordentliche Mitglieder dürfen ab 2011 ausschließlich in den B- Kategorie teilnehmen
    (Sichtungsturnier, C- Endrunde, B- Vorrunde, B- Endrunde).
  • 2010 ist eine Teilnahme in der A-Kategorie bis zur DM möglich, aber kein internationaler Start.
  • Am Cup of Clubs 2010 dürfen nur ordentliche Vereine teilnehmen!

Ebenso sollte sich langfristig die B- und C Kategorie als Breitensport- und die A-Kategorie als Leistungsportwettbewerb etablieren. Der Übergang von B zu A sollte jedoch relativ einfach sein. Vor allem, da die Beschreibungen mit einigen Begrenzungen, die für Breitensportler nicht notwendig sind, analog zur betreffenden A – Disziplin sind.

Der Twirling Breitensport

  • hat eine wichtige gesundheitsfördernde und – erhaltende Funktion
  • sollte ein „weiches Wettkampfsystem“ bieten, dessen Grenzen zum Leistungssport fließend sein sollen
  • Junge Twirler werden an den Twirlingsport herangeführt
  • Ältere Twirler können sich lange aktiv am Twirlingsport beteiligen.
  • Neue Vereine finden sich eher in diesem Wettkampfsystem wieder, ohne abgeschreckt zu werden.
  • behält als fröhliche Sache in der Gemeinschaft seinen spielerischen Sinn und macht Spaß
  • holt Kinder von der Straße, integriert Randgruppen und Minderheiten
  • stärkt die Kompetenz der für den Breitensport ausgebildeten Lehrkräfte durch altersbezogene Profilbildung
  • sichert den Nachwuchs durch gezielte Jugendarbeit auch für diejenigen, die weniger leistungsorientiert sind.
  • Stärkt durch Interaktion in der Gruppe die soziale Kompetenz
  • Reduziert vielfach auftretende Bewegungsdefizite
  • Fördert durch das Zusammenwirken von Bewegung und Musik u.a. die Phantasie, die Kreativität sowie die psychische Regeneration- wodurch unter Umständen auch in anderen Bereichen Leistungsverbesserungen zu erzielen sind.


Alle A- Disziplinen finden sich in weniger leistungsorientierter Form in der B- Kategorie wieder.
Ziel: eine Vereinfachung sowie mehr Transparenz des D.T.S.V. Turniersystems.

Folgende Beschlüsse wurden gefasst:

  1. Ordentliche Mitgliedsvereine dürfen am gesamten Turnierbetrieb des D.T.S.V. teilnehmen (A/B/C)
    Die A-Kategorie ist ab 2011 ausschließlich ordentlichen D.T.S.V. Mitgliedsvereine vorbehalten.
  2. Außerordentliche Mitglieder dürfen ab 2011 ausschließlich in den B- Kategorie teilnehmen(Sichtungsturnier, C- Endrunde, B- Vorrunde, B- Endrunde).
  3. Am Cup of Clubs 2010 dürfen nur ordentliche Vereine teilnehmen!

Qualifikationspunkte B/C Kategorie - wurden angepasst

Hier noch einmal auf einem Blick die neuen Qualifikationspunkte.
Aufgrund der 5 Punkte Bonus, als auch der Reduzierung der Qualifikationspunkte in der B/C Kategroie wurde die Wertungsskala für 0-100 Punkte nach 6 Jahren ein wenig angepasst. Dies betrifft alle Disziplinen die in der B/C Kategroie laufen als auch Duo, Team/Gruppe in der A-Kategorie.

 
Das Ziel ist weiterhin langfristig, die Notengebung nach den internationalen Kriterien anzugleichen.

Solo

  • S1: C-Endrunde: 20 Punkte/B-Endrunde: 30 Punkte
  • S2: C-Endrunde: 35 Punkte/B-Endrunde: 50 Punkte
  • S3: C-Endrunde: 40 Punkte/B-Endrunde: 60 Punkte


D.T.S.V. Strut/2 Baton

  • C-Endrunde: 35 Punkte/ B-Endrunde: 50 Punkte


Modern-Dance-Twirl Teams

  • C-Endrunde: 35 Punkte/ B-Endrunde: 50 Punkte


Solo Dance-Twirl

  • Junioren: C-Endrunde: 35 Punkte/B-Endrunde: 50 Punkte
  • Senioren C-Endrunde: 40 Punkte/B-Endrunde: 60 Punkte


B-Freestyle/B-Duo/B-Team

  • 1x 50 Punkte

Achtung: B-Duo/B-Team: nur1x Rad, 1x Illusion zusammen zeigen


Mini-Freestyle/Mini-Duo/Mini Team

  • C-Endrunde: 25 Punkte/ B-Endrunde: 30 Punkte

Achtung: Nur 1x Rad, 1x Illusion mit Schleudern


A-Kategorie:
Freestyle/Duo/Team/Gruppen

  • National:
    Junioren 35 Punkte
    Senioren 45 Punkte

für EM: Junioren 50 Punkte/ Senioren 60 Punkte

für WM: Junioren 55 Punkte Senioren: 65 Punkte