Bei uns ist Twirling Sport!
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© 2011 Bei uns ist Twirling Sport!

+++Achtung: Für Neue Vereine zum mitmachen: B-Formationstanz und offene D.T.S.V. Twirlingdisziplin. +++ Infos bei der Geschäftsstelle!

Twirlingverein Langenselbold richtet erstes International Open aus

Internationales Flair wehte 25.09.2011 in der Großsporthalle der Käthe-Kollwitz-Schule, als sich mehrere Twirlingsport-Nationen zum ersten International Open in Langenselbold trafen. Bei herrlichem Spätsommerwetter hatten ca. 50 Sportler den Weg in den Main-Kinzig-Kreis auf sich genommen und zeigten konzentriert ihr Können. Dass der Twirlingsport in Deutschland international mithalten kann, bewiesen die Sportlerinnen in den letzten Jahren eindrucksvoll.
So waren die Leistungen auch diesmal insgesamt beachtlich und Lisa-Marie Hahner und Lea Klingberg vom TVL wurden im Junior-Duo Erste. Das Duo Brendan Blokzijl/Kelsey Smits vom Movement/Holland holten Silber, Bronze ging an Monet Keiner/Rina Ferizaj von der TSG Niedergirmes. Auch Ann-Kristin Hildenhagen und Beatrice Adelmann aus Langenselbold konnten auf dem Treppchen oben stehen, als Sieger im Duo der Senioren mit einer gelungenen 0 Dropdarbietung vor dem Duo Julia und Jannika Rühl aus Niedergirmes. Das Freestyle der Senioren (Sportler ab 17 Jahren) blieb ebenfalls fest in den Händen vom TVL. Beatrice Adelmann, gefolgt von Annemarie Schulz und Ann-Kristin Hildenhagen belegten die vorderen Plätze. Bei den Junioren (13-16 Jahre) siegte im Freestyle Samira Gijsman von Papillon aus Holland, die ihre Schwester und Teamkollegin Nerine auf den zweiten und Cindy Boter vom Movement/Holland auf den dritten Platz verwies. Bei den jüngsten Startern gewann Kim-Annika Mohr von der TSG Niedergirmes. Aneja Kodermac vom Twirling-mazoretno drustvo Nova Gorica/Slovenien wurde Zweite, Sabrina Deak vom TVL belegte einen hervorragenden dritten Platz.
Im Mini-Solo ertanzte sich Fabienne Hofmann die Goldmedaille, gefolgt von Sarah Kobal vom Twirling-mazoretno drustvo Nova Gorica/Slovenien und Sarah Groß vom TVL. Bei den Junior-Solos dominierten die Gäste aus Holland und Slovenien, die sich mit sorgfältiger Technik und beeindruckender Geschwindigkeit souverän Präsentierten. Bei den Senioren belegten Ann-Kristin Hildenhagen und Beatrice Adelmann die Plätze zwei und drei, hinter Ziva Kovac aus Slovenien, die mit ihrer Technik und beeindruckender Rollserie nicht nur die Deutschen Twirlingsportler begeistere.

Insgesamt war es ein toller Freundschaftswettkampf, bei dem die Leistungen von allen Teilnehmern quer durch alle Leistungslevel mit Interesse angeschaut wurden. Die angereisten Im Gespräch mit den Holländischen Freunden zeigte man sich erfreut von der angenehmen Atmosphäre und freute sich über die eigenen gelungenen Darbietungen. „Das kann man ja gar nicht glauben, dass hier eine fehlerfreie Kür hier gezeigt wurde. An den Turnieren fällt sonst immer der Stab 2-3 mal.“ So ist es für alle ein positives Ereignis gewesen, welches in freudiger Erinnerung aller Twirler bleibt und Motivation für die nächste Twirlingsaison garantiert.

Das Sport verbindet, wurde bereits am Vortag deutlich. Ein Stimmengewirr der verschiedenen Sprachen versprach das „spannende Knistern“ in der Luft. Man konnte die Vorfreude bereits beim offenen Training ab 10 Uhr spüren. Besonders für die Jüngeren Twirler war dies eine sehr aufregende Erfahrung. Heimlich beäugte man, was die anderen trainierte. Am Nachmittag wurde ein gemeinsamer Workshop abgehalten an denen, Patrick Nordheim aus Holland, Ana Rat aus Slowenien, Brigitte Steinhüser, Dominique Hedrich und Stephanie Paulus-Reschke für die Twirler bereitstanden und in drei Sprachen den Nachmittag moderierten. Es wurden Wettspiele und neue Übungen erlernt, dazwischen wurden Kennenlernspiele angeboten, die durch das „Sprachproblem“ schnell recht lustig wurden.

Das Highlight des workshop war ein gemeinsamer Tanz. Alle Zusammen übten auf das Madcon-Lied „Glow“ die bekannte Choreografie ohne Stab ein. Gewürzt mit Präsentationen aus den Einzeldarbietungen wurde daraus eine richtige Show. Slowenien, Holland, Deutschland studierten in kurzer Zeit eine Länderchoreografie ein. Das ganze wurde dann am Sonntag vor der Siegerehrung gemeinsam zur Freude aller vorgeführt.

Ein gemeinsamer Abend brachte die Gastgeber schnell mit den Jungen und Mädchen der anderen Länder mit einem weiteren Kennenlernspiel in Kontakt. In dieser gelassener Atmosphäre war es leicht die Vorfreude auf das Turnier sicherzustellen, welches dann am Sonntag erfolgreich absolviert wurde, bevor die Gäste wieder ihre Heimreise antraten.

D.T.S.V aktiv für den Breitensport mit neuen Disziplinen.

Zwei-Baton-Solo in 2 Altersklassen (Junior/Senior) & Zwei-Baton-Duo (1 Altersklasse)

Ziel für 2 Altersklassen:

  1. 2 Baton werden zukünftig international auch in Europa angeboten
  2. Zeitersparnis, da Junior/Senior parallel auf Einheitsmusik starten
  3. Es können zeitgleich mehr Twirler abgewickelt werden.

Durch Solo sind bei den Turnieren 3 Tanzflächen vorbereitet. Dies werden für Zwei-Baton auf die gleiche Art und Weise genutzt. Mit 2 Baton-Solo werden zwei von drei Tanzflächen genutzt. Über die Verwendung der dritten Fläche wurden verschiedene Möglichkeiten diskutiert. So wurde darüber nachgedacht, zeitgleich 3 Baton wie am International Cup anzubieten. Dies wurde jedoch nach praktischer Überlegung verworfen, da das Präsidium der Ansicht war, doch zunächst die Zwei-Baton besser zu trainieren. So kam man erstmalig per „Kampfabstimmung“ zu folgenden Beschluss:


Neue Disziplin: 2 Baton-Duo
Start: 2012 Disziplin GRATIS im ersten Jahr zur Einführung
Es gibt zur Einführung Urkunden und keine Medaillen

Der D.T.S.V. hofft auf viele Vereine die Lust haben, sich dieser Disziplin zu versuchen. Erste Tests haben ergeben, das es wirklich spaß macht. Man ist nicht nicht allein und schön anzuschauen ist diese Disziplin auch. Wobei die Abenteuer bei einem Exchange oder Pairwork mit 4 Batons wirklich sehr spannend ist!


Neudefinition D.T.S.V. Strut wird B-Formationstanz
Start: 2012 Disziplin ein Jahr GRATIS zur Einführung
Es gibt zur Einführung Urkunden und keine Medaillen

Die Geburtsstunde dieser neuen Disziplin war, das D.T.S.V. Strut von Vereinen nicht genutzt wird und diese als Langweilig empfunden wird. Der D.T.S.V. ist sehr daran interessiert neue Vereine aktiv in das D.T.S.V. Turniersystem zu integrieren. Besonders Breitensportvereine insbesondere Majoretten sollen besser integriert werden. Auch Vereine die lieber in Gruppen als in Einzeldisziplinen gemeinsam tanzen möchten sollen mit dieser Disziplin angesprochen werden.

Vorteile auf einen Blick:

  1. Neue Vereine sollen schnell im Turniersystem mitmachen können
  2. Wenige Regeln, Freie Kostüm- und Musikwahl (4/4)
  3. Schwerpunkt: Formationen mit Marschieren
  4. Mitgliedsvereine können gezielt Formationen üben.
  5. Keine Punkte sondern Platzierungen.


„Es wäre doch klasse, wenn wir eine Disziplin entwickeln würden, die neue Maßstäbe für den Breitensport setzt, twirlingtechnisch keinen Anspruch hat, jedoch attraktiv und modern ist.“ So der Ideen-Ansatz von Stephanie Paulus-Reschke “So cool wie Sisteract!“ (Wer den Film kennt, weiß sofort was gemeint ist.)
„Ah ja?!?“ So Brigitte Steinhüser und Leona Muskat. Nach kurzen Nachdenken waren beide Feuer und Flamme, auch Geraldine Schulz die neue Beisitzerin des D.T.S.V. Präsidiums war gleich dabei und kramte in ihren Erinnerungen als Majorette.
Es wurde kurzerhand unter der Leitung von Brigitte Steinhüser ganz explizit Vereine mit dieser Idee angesprochen, die nicht ständig aktiv in unserem Turniersystem eingebunden sind.
Es war ein wirkliches spannendes Experiment, denn alles wurde über E-Mail, Facebook, youtube und Skype erarbeitet. Es wurden die Erfahrungen von „alten“ Majoretten zu Rate gezogen und Susanne Henkel, Stephanie Paulus-Reschke, Marion Marr - Weitere Zuarbeiten auch aus Lenzinghausen und Antendorf (Danke für Eure Unterstützung) haben zu einer völlig neuen Disziplin geführt. Herausgekommen ist:

B-Formationstanz
Der D.T.S.V. hofft auf viele kreative Vereine, die Lust haben bei unseren Turnieren in dieser Disziplin zu Starten.
Zur Information für alle: Beim D.T.S.V. dürfen auch NICHT-Mitgliedsvereine mitmachen!

Also hier hätten wir schon mal ein sehr cooles Beispiel, wie es in 10 Jahren bei uns aussehen könnte.... (Nur noch den Stab dazu denken;)
Dieses Beispiel eröffnet völlig neue Horizonte, was man mit Formationen alles machen könnte.

Und sportlich ist das doch wohl auch oder sieht das jemand anders?
Interesse geweckt?
Der D.T.S.V. hofft auf viele Vereine die Lust haben, sich dieser Disziplin zu versuchen. Alle sind ganz gespannt was da rauskommt. Erste Tests in Stockhausen haben ergeben, das es gar nicht soooo einfach ist. Und was meinte Leona Muskat, Trainerin aus Stockhausen: „Ich war fix und fertig nach dem Training. Ist ganz schön anstrengend.“

Also aus Aufwärmtanz kann man diesen Tanz dann offensichtlich auch nutzen.
Nicht vergessen: Es dürfen auch NICHT-Mitgliedsvereine mitmachen.

 

Die Überraschungsdiszisplin beim D.T.S.V. Neueinführung: Offene Twirlingdisziplin
Besonders attraktiv für Nichtmitliedsvereine
Start: 2012 Disziplin ein Jahr GRATIS zur Einführung
Es gibt zur Einführung Urkunden und keine Medaillen

Für viele Vereine ist der Einstieg in das D.T.S.V. Turniersystem durch viele Regeln und der bunten Vielfalt der D.T.S.V. Disziplinen zu kompliziert. Damit man beim D.T.S.V. einfach und schnell mitmachen kann hat der D.T.S.V. eine offene Twirlingdisziplin ab 2012 entwickelt.

  1. Neue Vereine sollen schnell im Turniersystem mitmachen können
  2. Alles frei – mit Baton oder Pompom (Cheerleadersport) (Einzeln/Paar/Gruppen)
  3. Es kann jeder Mitmachen, der mind. 1 Baton/Pompom in den Tanz integriert
  4. Keine Punkte sondern Platzierungen.

Interesse geweckt?
Der D.T.S.V. hofft auf viele Vereine die Lust haben, sich dieser Disziplin zu versuchen.
Alle sind ganz gespannt was da rauskommt. Einzelne etablierte Vereine denken darüber nach diese Disziplin in eigener Sache individuell zu nutzen.

Nicht vergessen: Es dürfen auch NICHT-Mitgliedsvereine mitmachen!

Und hier die Beschreibung

Das D.T.S.V. fördert den Dialog

In der heutigen Zeit wird es immer einfacher Entfernungen zu überwinden. War vor Jahren schon die Erkenntnis, wie praktisch und schnell Informationen per E-Mail versendet werden können, eine große Erleichterung, so ist es heute via chat oder via facebook mit Dokumentenaustausch oder sogar über Skype als videochat ein weitere Quantensprung vollzogen.
Damit sind die technischen Voraussetzungen für kleine Verbände wie dem D.T.S.V. geschaffen, leichter Landesweit mit seinen Mitgliedern zu kommunizieren.
Selbstverständlich ist nicht für jeden alles gleich interessant. Nicht alle Mitgliedsvereine möchten sich aktiv in verschiedenen Verbandsprojekten einbringen. Dem D.T.S.V. ist es jedoch wichtig den Vereinen eine Plattform zu gehen, die vielleicht doch ernsthaftes Interesse haben den Verband mitzugestalten.

Nicht selten gilt der Spruch: Jede Medaille hat zwei Seiten.
Der D.T.S.V. wünscht sich natürlich auch, dass durch den Dialog der einzelnen Kommissionen, dadurch auch neue Sichtweisen und Erkenntnisse ausgetauscht und besser in die D.T.S.V. Mitgliedsvereine transportiert wird und auch so leichter an den Verband herangetragen werden kann.
Das D.T.S.V. Präsidium hat im September 2011 ein entsprechendes Grundlagenpapier für die zukünftige Zusammenarbeit des D.T.S.V. mithilfe verschiedener D.T.S.V. Kommissionen erarbeitet und verabschiedet. Den Vorsitz übernimmt jeweils immer ein Präsidiumsmitglied. Es wurden diverse Aufgabenbereiche erfasst und mit einer Kommission belegt. Es gelten für verschiedene Kommissionen unterschiedliche Voraussetzungen. Es wurde so auch der Aufgabenbereich der Personen, die sich mit einem Kommissionthema befassen für die Mitgliedsvereine definiert.
In den Kommissionen (immerhin in der ersten Fassung 12 Kommissionen!) können sich ab sofort einzelne Mitglieder eines D.T.S.V. Mitgliedsvereins melden. Es ist möglich sich in einem oder mehreren Kommissionen beteiligen und so aktiv an der positiven Entwicklung des D.T.S.V. beitragen. Es ist auch nicht zielführend im Verein alles nur auf eine Person zu konzentrieren. Durch die Verteilung der einzelnen Aufgaben ist auch die Vereinsarbeit leichter

Die Vereine melden sich bei Interesse bitte bei der D.T.S.V. Geschäftsstelle.
Die Arbeitsweise wird von Kommission zu Kommission individuell sein. Manche sind nur zeitweise aktiv. Es wird jedoch, um Fahrtkosten und Zeit zu sparen, eine moderne Kommunikation auch via mail, skype, facebook, am Rande von Lehrgängen/Turnieren oder ähnlichen angestrebt.
Es wird sich wohl erst in der Praxis zeigen, wie dies funktioniert und bei den Mitgliedsvereinen ankommt. Es ist jedoch ein neuer interessanter Weg, der neue Chancen für alle möglich macht.
Der SAS hat jedoch schon positive Erfahrungen mit Onlinemeetings verzeichnet.
Interessierte D.T.S.V. Mitglieder, die die Zugangsvoraussetzungen erfüllen,
können sich ab sofort über ihre Vereine bei der Geschäftsstelle melden.

Weitere Infos

Leistungstests wurden vom SAS neu überarbeitet und werden in die TSO aufgenommen.

Es wurde der Auftrag vom D.T.S.V. Präsidium erteilt, den LT, der seit 4 Jahren ein Qualifikationskriterium für EM/WM ist, mit in die Turnier- und Sportordnung aufzunehmen und unklare Definitionen zu präzisieren, offene Punkte festzulegen.
Susanne Henkel, D.T.S.V. Sportwart gab einen kurzen Überblick über die Erfahrungen der LT’s nach 4 Jahren Praxis. So war es ein Anliegen von Susanne Henkel, dem D.T.S.V. Sportwart zukünftig mehr Sicherheit als ausführendes Organ im Auftrag des D.T.S.V. zu garantieren. Die Ausarbeitungen wurden im Rahmen der SAS-Sitzung 4.6.2011 mit anwesenden Trainer C, die teilweise selbst beim LT teilgenommen haben vorgenommen.

In eigener Sache:
Twirlingsportler/Vereine/Trainer, die Interesse an einer Teilnahme an EM/EM haben sollten sich mit dem Thema LT befassen.

Wenn jemanden etwas Unklar ist, wäre es gut, wenn man dies vorab bespricht. Sportler gehen zum Vereinstrainer, dieser gegebenenfalls zum Vereinssportwart. Der Vereinssportwart kann beim D.T.S.V. Sportwart einfach nachfragen.

 

Das D.T.S.V. Präsidium gündet für LT's eine eigene Kommission

siehe Grundlagenpapier für die zukünftige Zusammenarbeit des D.T.S.V.

durch verschiedene D.T.S.V. Kommissionen für und mit den D.T.S.V. Mitgliedsvereine wurde erarbeitet und verabschiedet. Es gelten für verschiedene Kommissionen unterschiedliche Voraussetzungen, darin können sich ab sofort einzelne Mitglieder eines D.T.S.V. Mitgliedsvereins sich in einem oder mehreren Kommissionen beteiligen und so aktiv an der positiven Entwicklung des D.T.S.V. beitragen.
Die Vereine melden sich bei Interesse bitte bei der D.T.S.V. Geschäftsstelle. Die Arbeitsweise wird von Kommission zu Kommission individuell sein. Es wird jedoch, um Fahrtkosten und Zeit zu sparen, eine moderne Kommunikation auch via mail, skype, facebook, am Rande von Lehrgängen/Turnieren oder ähnlichen angestrebt. Es wird sich wohl erst in der Praxis zeigen, wie dies funktioniert. Der SAS hat jedoch schon positive Erfahrungen mit Onlinemeeting verzeichnet.

So gilt es nun z.B. die LT-Kommission ins Leben zu rufen.

LT-Kommission LT= Leistungstest
unterliegt dem Aufgabenbereich des D.T.S.V. Sportwart, Sportausschuß (SAS)

Vorsitzende: D.T.S.V. Sportwart 
stv. Vorsitzende: Sabrina Irion

Mitglieder: alle lizenzierte Trainer C, Sportwarte der Mitgliedsvereine

Zugangsvoraussetzungen: lizenzierter Trainer C, Wertungsrichter, Sportwart der Mitgliedsvereine

Aufgaben:

  • Ausführung von Aufgabenstellungen des Sportwarts
  • Überwachung der LT-Teilnahme aus den Vereinen
  • Überprüfung der eingereichten LT-Ergebnisse nach den Richtlinien der TSO
  • Aktualisierung der LT-Recordliste
  • Veranstaltung des landesweiten Mai-LT

Interessierte D.T.S.V. Mitglieder, die die Zugangsvorausetzungen erfüllen, können sich ab sofort über ihre Vereine bei der Geschäftsstelle melden.

Qualifikations Regelung der A-Kategorie neu überarbeitet.

Das D.T.S.V. Präsidium hat im Rahmen der Präsidiumsstizung über die 5-Punkte Plus diskutiert. Alle Mitglieder erachten diese Regelung als Positiv. Die Twirler zeigen zunehmend gelungene 0 Drop Darbietungen. Dies wird beim D.T.S.V. bei einem Tanz mit 0 Drop (ohne den Stab während des Programms fallen zu lassen) mit 5 Punkten Plus belohnt. Nicht allen hat die Einführung dieser Bonus-Regelung gefallen. Der Erfolg ist jedoch unumstritten und hat zu einem Umdenken beim Stellen der Choreografien geführt. Twirler arbeiten zunehmend mit diesem Bonusvorteil und versuchen gekonnte Tänze zu zeigen und lassen unsichere Übungen einfach weg. Diese führt teilweise zu interessanten Platzveränderungen.  
An der Deutschen Meisterschaft, konnte man für deutsche Verhältnisse außergewöhnlich viele 0 Droptänze sehen. Was das Turnier wirklich sehr aufregend für Twirler und Zuschauer machte. Da es immer öfter 0 Dropdarbietungen gibt, bleibt am Ende dann doch der Inhalt und die Qualität und nicht zuletzt auch die Choreografenleistung übrig.

Diskutiert wurde auch die Idee ob man aus den "Bonussiege" nur als Tagessieg/Titel beizubehalten, jedoch nicht zu einer Qualifikation hinzu zu zählen. Das heißt: Alle erforderlichen Qualifikationspunkte national oder auch international müssen wie zuvor durch die reguläre Wertung abzüglich Drops erreicht werden! Beispiel: Qualifikation zur Duo (DM: 40 Punkte)
Es wurde auch diskutiert, ob man dies nur in der A Kategorie machen sollte und für die B-Kategorie den Breitensportlern die Qualifikation erleichtern sollte. Oder doch für alle eine einheitliche Regeln, weil dies einfacher zu kommunizieren ist. Oder ob man so die Trennung Breiten- und Leistungssport noch deutlicher macht...

Am Ende der Diskussion kam für 2012 eine neue Qualifikationsregelung für die A-Kategorie heraus:
Durchschnitt aller teilgenommen Qualifikationsturniere, mind. 2 Turniere.
= Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft.
Die entsprechende Voraussetzung Qualifikationspunkte der jeweiligen Disziplinen muss immer erreicht werden

Internationale Turniere:
Durchschnittsnote aus allen Qualifikationsturnieren + Bestes Ergebnis an der Deutschen Meisterschaft.

Die B-Kategorie bleibt unberührt. Das D.T.S.V. Präsidium erhofft so einen gerechteren Durchschnitt eines Twirlingsportlers über die gesamte Leistung der Saison zu bekommen.

EM 2011 Turin/Italien - von Stephanie Wagner

Mittwoch, 6. Juli: Abflug Frankfurt um 8.45 Uhr. Ankunft in Turin ca. 10 Uhr.
Nach ereignisreichen Momenten (siehe unten) haben wir unser Hotel erreicht. Nachdem wir unsere Koffer ausgepackt und etwas gechillt hatten, leider ohne fernsehen, da wir nur graues Geflimmer sehen konnten, ging es ab zum ersten Treffen in der Lobby. Sanni verkündete unsere Startnummern und wir - die Deutsche Nationalmannschaft - klärten noch einige Punkte bezüglich Styling, Musik- und Kostümcheck. Tiny bekam die große Ehre die Deutschlandflagge beim Einmarsch tragen zu dürfen. Sie war sehr stolz darüber. :-)

Wir hatten noch 2-3 Stunden Zeit, um uns für den Kostüm- und Musikcheck bereit zu machen. Haare wurden gestylt, das Gesicht geschminkt und alle zogen ihre Kostüme an. Der Kostümcheck ging so schnell wie noch nie an einer EM vorbei. Es wurde nur kurz ein Bild von vorne und seitlich gemacht. Es wurde fast nichts kontrolliert, da wäre sogar Lisa-M’s Kostüm durchgegangen. ;-) Der Musiktest an sich war durchwachsen. Musik hat gepasst alles war in Ordnung. Bei einigen haben die Tänze sehr gut geklappt, bei anderen weniger gut. Das hat ja nie was zu sagen. Es gilt an der Meisterschaft.
Die nächsten 3 Stunden verspeisten wir das liebevoll hergerichtete Picknick unserer Versorgungsmama’s Sabine und Petra, sowie von Jens im Park vor der Halle.
Abends machten wir uns zum Einmarsch bereit. Es ging los. Die EM wurde eröffnet. Nach einer stundenlangen Eröffnungsfeier waren wir alle fix und fertig und konnten uns dann ab ca. halb 12 ins Bett legen, um wenigstens noch ein bisschen für den nächsten Tag zu schlafen. Ein Highlight bei der Eröffnung war allerdings der Auftritt von vielfachen Junior Weltmeister Keisuke Komada aus Japan, der uns zum Abschluss seiner herausragenden 1, 2 und 3-Baton-Kür noch sein 5-fach Illusion präsentierte.
Das hat noch niemals jemand gemacht, geschweige denn gesehen. Und er hatte es in der Hand und lässt es wieder fallen. Naja. Ich bin mir sicher, er hat es schon öfter gefangen!

Erfahrungen, besondere Ereignisse:

Dom: Erster Schock für die "Flieger": "Antje wirft mich und Rühls am Flughafen raus, schnell waren Step und Hildenhagens gefunden, alles lief nach Plan… bis… ich feststellte, dass ich mein Portemonnaie im Auto vergessen hatte. Panisch rief ich meine Mama, Antje, an. (Mama, du musst umdrehen, ich hab mein Portemonnaie im Auto liegen lassen). Antje leicht genervt, aber voller Zuversicht drehte um und kam noch rechtzeitig vor Gepäckaufgabe an… noch mal knapp am ersten Herzinfarkt vorbeigeschrammt! ;-)"

Aber als wäre das noch nicht genug…

Beim Flug nach Turin haben wir natürlich Dom des Öfteren aufgezogen, nichts liegen zu lassen. Und auch beim Landen und Aussteigen wurden alle von Tiny darauf hingewiesen, doch alles mitzunehmen und nichts zu vergessen. „Ja ja wir haben schon alles“, leicht genervt.
Kurz vor der Gepäckausgabe schreckte Dom zusammen. Unsere fassungslosen Blicke schwenkten zu Dom. „Ich hab meine Jacke im Flugzeug vergessen.“ Alle verdrehten die Augen mit einem kleinen Schmunzeln auf den Lippen. „Geh schnell zurück und hol sie“ Dom stürzte los zurück zum Flugzeug. Wir fantasierten in der Zeit darüber, ob Doms Körper vielleicht ohne ihren Kopf zurückkommt und wir dann alle auf die Suche nach dem vergesslichen Rest von Dom gehen müssten. Aber zum Glück kam Dom im Ganzen wieder zu uns….leider ohne Jacke. „Ich muss zur ‚Lost and Found-Station’.“ Hihi…alles klar Dom.

Die Jacke wurde gefunden und an Dom übergeben. BISHER wurde nichts Weiteres vergessen. ;-)

Ich war wohl ein bisschen zu voreilig. Am Hotel angekommen haben Sanni und Dom sich gleich auf den Weg zum Tobacco gemacht, um für uns alle Bustickets zu holen. Elf Sportler + Hildenhagens + Mama Rühl… Ok sind 14 Tickets. Sanni, Ste und Jörg haben Wochentickets. Zurück am Hotel fällt Dom auf einmal auf: „Ich hab ja gar kein Ticket für mich gekauft!“ Alle krümmen sich schief vor lachen. :-DDD „Dom heute ist einfach nicht dein Tag.“ Dom dreht um Richtung Tobacco. ;-)

Zitat unknown, because zu peinlich:

  • A: „Mein Popo friert…“
  • B: „Echt? Mir ist warm. Ich schwitze und habe ein leicht feuchtes Gefühl am Po.“
  • A, B, C: Lach
  • A: „Bist du sicher, dass du noch nicht auf Toilette warst?!“

Tiny und ich gehen aufs Klo. Nach gefühlten 2000 m endlich angekommen öffneten wir die Toilettentür…
Tiny: "boah hier stinkts voll!?"
Step: "ooh das riecht voll gut hier."
T: "WAAAAS? Das stinkt doch voll..!"
S: "ja stimmt hast recht hier stinkts! An der Tür hatte es aber nach Beere gerochen."
Tiny fasst einfach nichts in der Toilette an, bedient die Spülung mit dem Fuß und macht auch die Tür mit ihrem Spezial-Kung-fu-Tritt auf! Für den schlechten Geruch haben wir gleich bei dem dafür vorgesehenen Flatscreen-Umfrage-Teil ein schlechtes Feedback gegeben! wegen schlechtem Geruch. Die „Pupskonzerte“ auf den Nachbarklos wurden mit einem Gelächter außerhalb der Toilette kommentiert.

Donnerstag, 7. Juli: Heute ging es los. Die Freestyler zeigten, was sie konnten. Als Startnummer eins bei den Junioren durfte Alina aufs Parkett. Sie hat alles gegeben. Ausdruck war voll da. Und ansonsten hat neben ein paar Schusseldrops alles geklappt. Sie war echt super, vor allem für ihren allerersten Auftritt auf einer EM. Sei stolz auf dich! - Das war echt klasse.
Danach kam Diana an die Reihe. Ihr Tanz war leider nicht ganz so gut. Die Präsenz hat etwas gefehlt, aber sie hat sich durchgekämpft und auch einige Schwierigkeiten, wie Doppelspagatsprung-Überschlag plus ihrem Special Überschlag direkt hinten dran klasse gefangen. Super Übung. Mach dir nichts daraus, wir wissen, was du kannst, es war eben einfach nicht dein perfekter Tag. Im nächsten Jahr greifst du neu an.
Als Startnummer 28 ging Kath auf die Fläche. Sie legte einen Null-Drop-Tanz hin. Sie riss die Jury mit ihrer Ausstrahlung und Präsens um. Hier und da gibt es aber immer noch Steigerungsmöglichkeiten. Wäre ja auch schlimm, wenn nicht. ;-) Du hast wirklich wie eine internationale Startwirlerin gewirkt. Die beste Twirlerin Deutschlands aller Zeiten! Bin so stolz auf dich.
Vanessa war als nächste dran. Auch sie überzeugte mit ihrer Ausstrahlung. Sie flog wie ein Engel über das Parkett. Sehr schön, da muss man einfach smilen und mitfiebern. Nur die letzte Übung fiel, ansonsten alles super gemacht. Bewahre dir dieses schöne Gefühl des Erfolges für immer in deinem Herzen auf.
Als letzte Starterin des Tages, Startnummer 50!, durfte ich (Step) tanzen. Ich war sehr gut vorbereitet, hab gegen meine immer wiederkommende Aufregung gekämpft und sie geschlagen. Als ich auf die Fläche durfte war ich tatsächlich völlig entspannt. Ich war mir sicher: „Ich kanns!“ Und so war es auch. Es war auf einmal alles ganz einfach. Die Bewegungen haben perfekt auf Musik gepasst, auch wenn mein Tanz im Detail noch steigerbar war. Kleine Weglasser und ein paar geschummelte Übungen fielen kaum auf. Ich strahlte über die ganze Fläche. Es hat richtig Spaß gemacht. Und die Jury war auch überzeugt - trotz der Startnummer 50.
So beendeten wir Freestyler den Tag mit einen 32. Platz für Alina. Diana wurde 29., Vanessa wurde 25. Kath und Ich (Step) haben es ins Semi-Finale gepackt. Platz 15 für mich und Platz 9 für Kath…wow, da wäre sogar das Finale für Kath drinnen.

Freitag, 8. Juli: Am Freitag kamen die Duo’s, Männer und Teams dran. Wir, außer dem Duo, durften mal ausnahmsweise ausschlafen. Es ging erst um halb 10 in Richtung Bus. Darüber freuten wir uns alle sehr. In der Halle angekommen haben wir erstmal Orga betrieben. Wir schauten, wo wir uns am besten in der Halle platzierten, damit wir alles schön sehen. Wir haben das Obst und Gemüse gewaschen, damit unsere Verpflegungsmama’s, die uns damit den EM-Ablauf sehr erleichterten, alles kleinschnibbeln konnten. Ihr seid echt super.

So langsam ging die Aufwärmphase dem Ende zu. Die Duo’s eröffneten den Tag. Unser Duo Janni und Jule legten eine Top-Darbietung hin. Sie machten nur einen Drop. Sehr schön. Die beiden präsentierten ihren Tanz richtig gut. Hat Spaß gemacht euch mitzufiebern. Belohnt wurden die Zwei mit Platz 10. und einen Lob aus Italien, die unser "nice development in Germany" bei Ste lobten.
Wir Deutschen hatten nun eine kleine Pause. Die Männer waren dran. Es gab wieder einige sehr schöne von tänzerische bis rockig-abgehende Darbietungen. Meine zwei Favorits waren Adrien (tänzerisch) und Jason, der auf Michael Jackson „Bad“ voll abgerockt hat.

Es ging weiter mit den Teams. Einige unserer Mädels aus dem Team wirkten sehr aufgeregt. Hier und da fielen einige Stäbe. Es sah aber dennoch sehr schön aus. Die Mädels kämpften bis zum Schluss und wir fanden alle, das Deutschland das gut hinbekommen hatten. Enttäuschung machte sich breit, weil das Vereinsteam von sich mehr erhofft hatten. An der Deutschen haben sie ja gezeigt, dass sie es können. Es lief einfach nicht optimal. Mädels, Kopf hoch, es war gut und nächstes Mal läuft es besser. Das Team erreichte einen guten Platz 9.

Erfahrungen, besondere Ereignisse:
Jutta, die rechte Hand von Sanni, war diesmal nicht an der EM dabei. Das war sehr schade. Dom hatte uns am gestrigen Abend noch eine Viel-Glück-Karte von Jutta gegeben. Das brachte sie doch wenigstens ein bisschen zu uns. Heute Morgen konnten wir unseren Augen kaum glauben. Pünktlich zum Duo stand auf einmal Jutta in der Halle. Wir haben uns alle tierisch gefreut. Das war eine super Überraschung. Danke auch für deine Unterstützung. Und natürlich auch ein Dank an Dom, die dich davor super vertreten hatte. Hast deinen Job echt gut gemacht - guter PATA :-)

Kurz bevor der Tag beendet werden konnte, passierte das Highlight-Drama schlechthin. Zwei Teams mussten noch starten, doch plötzlich fing es draußen an zu schütten. Und na ja, Italien scheint es nicht so gewohnt zu sein, dass es extrem nass wird. Auf alle Fälle wurde die Stromversorgung lahm gelegt. Das Licht ging aus. Tja…alle mussten warten. Kath und ich trainierten einfach im hinteren Teil der Halle weiter, doch auf einmal fingen alle an hektisch rumherzulaufen. Wir wunderten uns schon, was passiert sei. Kath hat es dann mitbekommen. Die Kabinen standen unter Wasser und auch im Trainingsteil der Halle tropfte es rein. Frankreich konnte seine Kostüme nur nass bergen. Zum Glück waren die schon dran. Wir hatten Glück, in unserer Kabine war es nur leicht in einer Ecke nass. Ok aber alle haben es überlebt. Nach einer gefühlten Ewigkeit ging dann auch das Licht wieder an und es konnte weiter gemacht werden. Mit Twirling erlebt man was:)
Das mit dem Stromausfall scheint hier normal zu sein…abends als wir in dem Hotel waren, ging auch hier auf einmal nichts mehr. Alles stockdunkel. Aber gut, auch das ging vorbei. Und dann machten wir eh alles dunkel um zu schlafen. Glück hatte auch der, der vorher in seinem Zimmer war, da in unserem Art Hotel alles voll hightec war.

Samstag, 9. Juli: Auf zum Semi-Finale. Heute konnten Kath und ich noch mal zeigen, was wir konnten. Unsere beiden Tänze liefen ähnlich, wie beim ersten Mal. Hier und da ein paar kleine Fehler, aber im Großen und Ganzen eine gute Leistung. Ich wurde dafür mit dem 18. Platz in einem sehr starken Starterfeld belohnt. War toll bei den „Guten“ mit dabei sein zu dürfen. Kath konnte sich das Finale mit dem 8. Platz sichern. Noch mal ein Sprung nach vorne. Super Leistung Kath!
Nach den Semi-Finals der Frauen sind die Gruppen gestartet. Normalerweise räumt ja Frankreich immer alles ab, aber diesmal schwächelten die Franzosen ein bisschen. Italien legte einen sehr schönen Tanz hin und sicherte sich somit den 1. Platz. Aber erstmal abwarten, was sich im Finale noch tut. Ich bin mir sicher, dass da noch was geht.  Am Abend sind wir wieder, wie jeden Abend essen gegangen. Danach gönnten sich einige Mädels ein Eis. Hhhhmmm das war lecker. Super billig und viel leckerer als in Deutschland.
Um 20.30 verabredeten wir uns zum Fußball-gucken. Das wollte natürlich jeder sehen. Wir versammelten uns alle in einem Zimmer, oder besser gesagt in einem Doppelbett und schauten gespannt zum Bildschirm. Nach 10 Minuten war das Spektakel allerdings vorbei, da es draußen gewitterte und der Empfang mal wieder weg war. Zum Glück war aber noch kein Stromausfall. Während draußen die Welt unterging vertrösteten wir uns mit Sendungen wie „Upps-die pannenshow“ und wir spielten Maus Maus Elefant und der Biss. Hehe. War auch sehr witzig.
Als uns langweilig wurde, haben wir beschlossen mal in den 7. Stock zu gehen, da dort die Belgier gesichtet wurden und wir uns dachten…hhhmm ok, wir könnten uns ja mal mit denen anfreunden und etwas plaudern. Wir standen vor dem Fahrstuhl. Es ratterte in unseren Köpfen. „Bei Gewitter ist oft Stromausfall in Italien, lieber nicht Aufzug fahren. Ganz allein darin im Dunkeln wollen wir nicht sein.“ Also so sportlich wie wir sind, bestiegen wir die Treppen. ;-) Im 7. Stock angekommen, mussten wir unseren Puls erstmal wieder runter bekommen, alle schnaubten und prusteten als hätten sie grade nen Marathon gelaufen. Hhmm schade nur, dass ein Belgier direkt vor dem Aufzug und auf unserem Weg stand. Der wird sich auch was gedacht haben. Naja egal. Auf den Fluren des 7. Stockes war dann auch leider niemand mehr. Wir haben nur die Betreuerin angetroffen und sagten, dass wir zu den Mädels wollten. Sie meinte, dass diese in den Zimmer seien, aber wir doch klopfen können. Bis 10 Uhr haben sie noch freien Ausgang. Auf dem Weg zum Fahrstuhl warf sie uns noch hinterher: „ If you want a foto, you can knock on the door.“ Wir schauten uns alle entgeistert an…: Wir sind doch keine verrückten Fans!! Wir wollten nur ein bisschen plaudern. Wir setzten eine gleichgültige Miene auf. „No, Thanks!“ Die glauben wohl sie sinds.
Egal auch das konnte unsere gute Laune an dem Abend nicht erschüttern. Wir hingen noch gemeinsam ein bisschen ab und gingen dann alle schlafen. Wir hatten einen netten Abend zusammen. Nachts kam dann die enttäuschende Nachricht per SMS, dass die deutschen Fußball-Mädels rausgeflogen sind.

Sonntag, 10. Juli: Kath hat es geschafft! Sie konnte sich im Finale der Frauen Platz 8 sichern! Starke Leistung. Auch bei den vorderen Plätzen gab es einige Überraschungen. Elodie Kupke, die in den ganzen Vorrunden Erste war, erreichte mit einer weniger guten Leistung nur Platz 6. Wow, das gab es noch nie, seit dem ich dabei bin. Und außerdem hat seit Langem mal wieder eine Italienerin, Margherita Rocchetti, gewonnen. Krass krass dieses Jahr erlebt man was. Bei den Junioren gewann Alexia Dessy aus Frankreich. Die ist aber auch super.
Weiter geht es mit den Männern. Hier hat mir mal wieder Jason aber auch Damien sehr gut gefallen. Die gehen beide immer richtig ab. Adrien kommt immer gut an, hat es aber leider versaut. Er rutscht von 1 auf 4. Der Italiener gewinnt bei den Senior-Männern unglaublich. Bei den Junioren hält Frankreich seine Platzierungen. Erster wurde Raphael aus Frankreich. Sehr süß und super gut.
Ich glaube ich träume. Hier ist eine unglaubliche Stimmung in der Halle. Italien dreht völlig durch. Nicht nur bei den Senior Männern haben die Italiener abgeräumt, sondern auch noch im Junior und Senior Duo. Im Senior Duo sind die Franzosen sogar hinter Belgien auf Platz 3 gelandet. Italien 1, Belgien 2, und Frankreich 3. Das gab es noch nie. Aber man muss sagen, Italien ist dieses Jahr einfach viel besser. Die Grundschnelligkeit, die Haltung, die komplizierten Übungen im Tanz, einfach Wahnsinn, gefällt mir richtig gut. Das muss man live erlebt haben, um es zu glauben. Das ist ein rabenschwarzer Tag für Frankreich und ich glaube er ist noch nicht beendet.
Ich sollte Recht behalten. Bei den Teams und Gruppen sahnte Italien ebenfalls ab. Frankreich wurde jeweils Zweiter. Die Franzosen waren am Boden zerstört. Bei der Closing Ceremony überspielten sie ihre Enttäuschung und waren überdreht fröhlich. Das war zumindest mein Eindruck. Aber sie konnten sich tatsächlich noch mal über einen Sieg freuen: Die Franzosen gewannen nämlich in der Länderrangliste. Glückwunsch.
Dieser Tag war voller Highlights und Überraschungen. Aber es hat mal wieder Spaß gemacht, nicht immer nur Frankreichs Nationalhymne zu hören. Es war abwechslungsreicher. Ich freue mich für die Italiener, aber gleichzeitig tun mir die Franzosen sehr leid. Einige wurden wirklich hart abgespeist. Naja, ich bin mir sicher, dass die Franzosen ihr Training verschärfen werden und nächstes Jahr noch mehr Gas geben. Ist ja auch mal wieder ein Ansporn. Wir Deutschen sind jetzt auch wieder voll motiviert und wollen fürs nächste Jahr angreifen. :-)

Erfahrungen, besondere Ereignisse:
Eine heftige Erfahrung musste Camille aus Frankreich machen. Die Junior Freestylerin war bei der Siegerehrung zuerst Dritte. Durch einen Rechenfehler wurde diese Ehrung allerdings wiederholt und Camille rutschte hinter eine Italienerin auf Platz 4. Das musste sehr bitter für Sie gewesen sein und ich finde es nicht gut von Italien, wie mit den Sportlern umgegangen wird. Zumindest in dieser Situation. Das darf einfach nicht passieren. Dann lieber fünf Minuten länger Zeit nehmen und richtig rechnen.

Montag, 11. Juli: Heute Morgen haben wir alle unsere Koffer gepackt, sind frühstücken gegangen und haben in der Lobby gewartet und geplaudert. Einige von uns haben auch noch mal einen kleinen Ausflug in die Stadt gemacht. Um 12 Uhr kamen unsere Taxen und es ging ab zum Flughafen. Die Heimreise wurde angetreten. Wir freuten uns alle sehr auf unsere Familie und Freunde. Endlich wieder zu Hause. Da ist es doch am Besten. :-)

Ich wollte mich noch mal bei allen Deutschen bedanken, die mit uns nach Italien gereist sind.
Danke an unsere Verpflegungsmami’s, Petra und Sabine, und natürlich auch an Jens, der beim Einkauf immer mit dabei war. Ohne euch würde das gar nicht klappen. Ihr seid ein sehr wichtiger Teil dieser Mannschaft.
Danke an Dom und Jutta, die uns mental unterstützt haben und die auch Sanni, die sich ja um uns gekümmert hat, die Arbeit sehr erleichterten. Es ist immer wieder schön, euch dabei zu haben, das gibt uns das Gefühl der Vertrautheit.
Danke auch an Jörg, der uns immer mit seinem Vertrauen Sicherheit gibt. Und einfach an uns glaubt. Danke, dass du als Präsident Deutschland präsentierst. Ohne dich wäre es nur halb so schön, du leistest super Arbeit.
Danke an Sanni und Ste, die uns - vor allem auch mir - alles beigebracht haben, was wir können. Ihr bringt uns immer weiter und unterstützt uns in allen Situationen. Ohne eure Arbeit im nationalen und internationalen Bereich würde Deutschland heute nicht da stehen, wo wir jetzt sind. Ihr seid wirklich super Trainerinnen.
Bina und Leo haben natürlich in der Jury auch alles gegeben. Sie kämpften sich mit ihren Wertungen immer berüht gerechte und faire Noten aus Deutschland zu zeigen. Danke, dass ihr dabei seid, das hält die Deutsche Twirling Mannschaft irgendwie total zusammen. Ist ein schönes Gefühl, auch noch „alte Twirler“ dabei zu haben.
Und natürlich auch ein ganz dickes Dankeschön an alle unsere weiteren Anhänger und Fans, die uns mit ihrem Applaus sehr unterstützt haben. Ihr seid klasse. Ihr glaubt es kaum, aber sport echt an und motiviert, für Euch das Bestmögliche zu geben.

Viele liebe Grüße an alle, die das miterlebt haben. Eure Step ;-)

Alles fließt

Regelmäßiges und nachhaltiges trainieren von Basistechniken am Körper und Baton als Standard im Verein einzuführen ist das, was Twirling zu Twirlingsport macht. Eigentlich weiß man es ja oft, woran es im Verein hängt. Manchmal erkennt man das Problem, weiß aber nicht, wie man dieses am besten lösen kann. Ein anderes Mal scheut man sich etwas neues zu probieren. In solchen Fällen ist es praktisch, wenn man sich von außen input holt. Oft genügt ein Gespräch, die Teilnahme an einem Lehrgang oder ein fremder Trainer der neue Horizonte eröffnet. Plötzlich wird alles was man zuvor als richtig erachtet hat wieder über den Haufen geworfen.
Alles fließt – heute gut, morgen total überholt. Das ist auch gut so. Nur wer reflektieren kann, hat die Chance sich zu verbessern. Immer wieder gilt es Trainingsbetrieb, seine Arbeit als Trainer, aber auch Twirler immer wieder neu auf den Prüfstand zu stellen.
In den Vereinen werden in Trainertreffen immer wieder neue interessante Ansätze entwickelt, wie man im nächsten Jahr besser wird. Ohne Garantie auf Erfolg probiert man immer wieder mal etwas Neues.
Die Strukturen in den Vereinen sind oft sehr unterschiedlich. Anzahl der Aktiven, Mitglieder, Trainer, Trainingszeiten, Altersstruktur, all dies wirkt aus und führt immer wieder zu unterschiedlichen Ergebnissen. Dabei ist es zwingend erforderlich seine Vereinsziele zu definieren oder zu korrigieren. Diese vielfältigen Kombinationen prägen das individuelle Gesicht eines Vereins.
Interessante Gespräche auch zwischen den Vereinen, wie sie ihre Herausforderungen meistern sind immer wieder Spannend. Der Dialog zwischen Aktiven, Eltern und auch unter Trainern und Vorstände schaffen neue Chancen zur Ideenentwicklung für ein besseres und vor allem effektiveres Training im Verein.
Sind neue Ideen geboren, gilt es diese „nur noch“ umzusetzen. Der Weg von der Theorie in die Praxis ist nicht selten das Schwierigste am ganzen Vorhaben. Oft tun sich Hürden auf, die den einen oder anderen auch mal an sich und der Welt Zweifeln lassen. Einfacher ist es ja, wenn alles beim Alten bleibt. Ja, dann hat man es leichter. Keine lästiges diskutieren, keine neuen Regeln an denen sich alle halten müssen, keine Werte, keine Neue Ziele. Aber will das schon?

D.T.S.V. Jahreshauptversammlung stark besucht

Die D.T.S.V. Jahreshauptversammlung fand am 26.03.2011 in Langenselbold statt. Aufgrund der anstehenden Neuwahlen waren viele Mitgliedsvereine anwesend. Es wurden folgende Personen gewählt:

Präsident:
Hansjörg Reschke

Vize-Präsident:
Christof Eisenzapf

Sportwart:
Susanne Henkel

Schriftführer:
Werner Stein

Kassenwart:
Lucia Schneider

Pressereferentin:
Stephanie Paulus-Reschke

Beisitzer:
Brigitte Steinhüser
Horst Marr
Geraldine Schulz

Auf weitere konstruktive Zusammenarbeit.

D.T.S.V. verabschiedet 2011 Ehrungsordnung

Der Deutsche Twirlingsport Verband ist mit Recht Stolz auf die neue Ehrungsordnung. Es wird in der heutigen Zeit zunehmend schwieriger Menschen zu finden, die sich in Vereinen engagieren. Menschen zu finden, die ihre Zeit zu Gunsten anderer schenken, ohne für die nicht selten schwierige Vereinsarbeit entsprechende Anerkennung zu erhalten. Ein wahrer Vereinsmensch weiß, wenn sich keiner beschwert, dann läuft es gut und das ist Dank genug.

Der D.T.S.V. findet, das reicht eben nicht. Jeder wird sich über eine Anerkennung freuen. Es ist schön zu erfahren, wenn sich die Mitglieder im Verein Gedanken über eine kleine Freude machen.  Das motiviert und wenn man ab und zu den Mut verliert, weiter Ideen oder Konzepte zu entwickeln, mit Eltern und Sportler immer wieder das gleiche zu diskutieren oder den Trainingsbetrieb aufrecht zu erhalten ist eine Erinnerung an einer Ehrung oder die schriftliche Bestätigung, dass man etwas für die Allgemeinheit leistet, manchmal recht hilfreich.

Um den D.T.S.V. Mitgliedsvereinen die Möglichkeit zu geben, seinen Vereinsvorständen, Twirlingsportler und auch den Trainer zu danken, hat der D.T.S.V. eine Ehrungsordnung erabeitet. Ab sofort können D.T.S.V. Mitgliedsvereine Ehrungsanträge an die Geschäftstelle richten. Die Ehrungsordnung sowie deren Anträge können Sie  hier herunterladen.

Der Hit:  Deutsche Meister Ehrenstern
Twirlingsportler, sollen Ihre Titel am Herzen tragen. Bis man sich den Titel des Deutschen Meisters ertanzen kann ist viele Jahre intensives Training vergangen.  Für Deutsche Meister Titelträger gibt es ab sofort der Deutsche Meister Ehrenstern, der pro gewonnen Titel vom Verein beantragt werden kann. Wenn der Twrilingpsortler sehen kann, was er erreicht hat, ist dies vielleicht eine Motivation weiter am Ball zu bleiben und immer weiter zu trainieren.

Der D.T.S.V. ist der Ansicht, dass die zeitaufwändige ehrenamtliche Mitarbeit in den Vereinen entsprechend gewürdigt muss. Nicht selten werden viele große und kleine Herausforderungen gemeistert. Veranstaltungen durchgeführt, organisiert, gemacht und getan...
Die D.T.S.V. Mitgliedsvereine, können im Rahmen von Jubiläumsfeiern und besondere Feierlichkeiten ihre Mitglieder ehren. Ehren um Danke zu sagen. Ehrungswürdig sind Vereinsvorstände, genauso wie Trainer und Twirlingsportler.

Deutschland wird Cup of Club 2014 ausrichten

Der D.T.S.V. ist stolz darauf, den Zuschlag für den Cup of Club 2014 erhalten zu haben. Angedacht ist den Cup of Club im Süden Deutschland stattfinden zu lassen.
Das D.T.S.V. Präsidium sieht dies zum einen als Chance, den Twirlingsport in Deutschland bekannter zu machen und zum anderen unseren talentierten Nachwuchs mit einem internationalen Turnier im Heimatland ein Highlight zu bieten. Des weitern erhoft sich der D.T.S.V. einen weiteren Ansatz zu Erhöhung der Motivation der Twirler und Trainer für die WM 2016 in Deutschland hoch zu halten.

Atteste - Änderung gültig ab sofort

Gültig ab dieser Saison werden alle Entschuldigungs-Atteste vom Vereinsvorsitzenden und/oder dessen
Vereinstrainer direkt beim Präsidenten Hansjörg Reschke oder Vize-Präsident Christoph Eisenzapf abgegeben.

Es soll damit den evt. Missbrauch von Entschuldigungs-Attesten zukünfitg entsprechend vorgebäugt werden.

Die Entschuldigungsatteste werden ab sofort nicht mehr beim Floormonitor abgegeben.

 

Deutschland Ausrichter 2016 der WM

Der D.T.S.V. ist stolz darauf, den Zuschlag für die Weltmeisterschaft 2016 erhalten zu haben.

Das D.T.S.V. Präsidium sieht dies zum einen als Chance, den Twirlingsport in Deutschland bekannter zu machen und zum anderen unseren taltentierten Sportlern eine WM im Heimatland zu bieten.
Um eine zielgerichtete Vorbereitung zu gewährleisten, wurde bei der Präsidiumssitzung im Januar 2011 ein Sportförderprogramm "2016" beschlossen. Dafür wird nun in den nächsten Wochen ein Konzept ausgearbeitet. Ziel wird sein, dass bei diesem Ausbildungskonzept jeder Sportler teilnehmen kann, der sich für die WM 2016 als Solist oder im Duo oder im Team qualifizieren möchte. Dies bedeutet aber nicht automatisch, dass sich jeder Teilnehmer des Sportförderprogramms für die WM auch qualifizieren wird. Denn das Sportförderprogramm soll nicht „nur“ der zielgerichteten Vorbereitung auf die WM 2016 dienen, sondern soll vielmehr auch insgesamt die Qualität der Stab- und Körpertechnik unserer Nachwuchstwirler steigern.
Der D.T.S.V. hofft auf eine rege Teilnahme aller Vereinstrainer und vielen Aktiven, die sich sportlich weiterentwickeln möchten und dafür auch bereit sind, sich auf langfristige Ziele einzulassen.

Eislaufmutti oder mir doch egal?

Mit dem Ehrgeiz ist das immer so eine Sache. Bei den Sportlern noch relativ einfach: Ohne Fleiß kein Preis – ohne Ehrgeiz kein Fleiß (sehr vereinfachte Darstellung). Aber wie steht es um den Ehrgeiz der Eltern – vorwiegend der Mütter?
Es gibt dieses berühmte Negativbeispiel, das der sogenannten "Eislaufmuttis", die ihre Kinder bis zur völligen Erschöpfung antreiben – sie nicht ruhen lassen – ihre eigenen, nie erfüllten Träume, durch ihre Töchter versuchen zu verwirklichen. Solche Mütter, um gerecht zu bleiben, auch diese Väter – die den Erfolg vor die eigentlichen Bedürfnisse des Kindes stellen. Diese Spezies erstreckt sich nicht nur auf das Eislaufen. Man findet sie in jeder Sportart.
Dann gibt es die Mütter, die froh sind, wenn ihr Kind für 1-2 Stunden aus dem Haus ist und sie ihre Ruhe haben. Ihnen ist es egal, wie und welchen Sport ihr Kind betreibt. Sie lassen sich grundsätzlich nie in der Halle sehen, fahren auch nicht zu Turnieren und beteiligen sich schon gar nicht an Vereinsveranstaltungen. Kurzum, ihnen ist das Hobby ihres Kindes gleichgültig.
Schlimmstenfalls kommen die Kinder hoch motiviert nach Hause und zeigen stolz das Gelernte – was am Anfang meist nicht so toll aussieht – und das Kind erntet als Kommentar: "Ist das alles?" – "Das kannst Du ja gar nicht" … meist denkt man sich mit diesen Aussprüchen nichts dabei, aber wenn man sich in die Sicht des Kindes hineindenkt, fällt es nicht schwer zu verstehen, dass sich ein Kind denkt, wenn seine Mama das doof findet …
mmm, dann ist es auch nichts,…dann lasse ich es halt, … kann ich auch nichts.

Was ist aber der richtige Weg?
Jede Mutter (Eltern) muss für sich entscheiden, wie sie ihr Kind am besten unterstützt. Eltern setzen sich immer der Kritik aus, gleichgültig wie man agiert.Wenn sie sich nicht engagieren, heißt es: sie sind Rabenmütter. Wenn sie es tun, mutiert man schnell zur Eislaufmutti.
Auch mir wurde jahrelang nachgesagt, ich würde meine Tochter unter Druck setzen. Sie immer antreiben (im negativen Sinn). Das arme Kind hätte gar keine Zeit mehr für andere Aktivitäten. Der Knackpunkt kam während einer Meisterschaft, an der ich nicht dabei sein konnte. Alle Kinder unterhielten sich nach dem Essen und machten Spässchen, nur meine Tochter Katharina schnappte sich wieder ihren Stab. Sie stellte sich in eine ruhige Ecke und fing an zu üben. Sie übte und übte und war ganz glücklich dabei.
Die anderen waren geschockt, wo doch alles vorher so eindeutig war. Später sagte mir eine mitfahrende Mutter, dass sie ihr Urteil über mich revidieren müsste. Sie hätte jetzt gesehen, dass meine Tochter von sich aus und nur von sich aus diesen Ehrgeiz hätte. Ich wurde also von meinem Eislaufmutti-Titel freigesprochen.
Nicht, dass mich ein solches Vorurteil sonderlich gestört hatte. Ich weiß ja um die Liebe meines Kindes zum Twirlingsport. Trotzdem wollte ich mich nur ungern in solch eine Ecke stellen lassen. Daher möchte ich allen Eltern Mut machen. Stellen Sie sich hinter ihr Kind.

Lassen Sie sich nicht von "wohlmeinenden" Mitmenschen verunsichern. Nehmen Sie Anteil an der sportlichen Entwicklung ihres Kindes. Freuen Sie sich, wenn ihr Kind Spaß am Twirlingsport hat. Lassen Sie sich neu erlernte Übungen vormachen. Ihr Kind wird sie Ihnen stolz präsentieren. Seien sie stolz, wenn ihre Tochter bei einem Turnier den Mut hat, auf die Tanzfläche zu gehen – ihren Tanz darzubieten.
Gleichgültig, ob der Tanz gelungen war oder nicht, ob Ihr Kind Talent hat oder nicht. Seien Sie Ansprechbar nicht nur für die Schule, auch für den Sport. Sport ist nicht nur Leistung. Sport bedingt auch eine Charakterschulung.
Die Kinder müssen lernen, mit Erfolgen und auch Niederlagen umzugehen. Sie müssen sich in Gruppen einfügen, ihre eigenen Interessen auch einmal zum Wohle der Gruppe zurückstellen, ohne ihre eigene Persönlichkeit aufzugeben. So werden sie sich ihrer eigenen Persönlichkeit bewußt und lernen, an sich selbst zu arbeiten. Eigenschaften, die im späteren Leben sehr wertvoll sind.
Twirlingsport ist eine sehr komplexe Sportart. Viele Sparten sind bei den Kindern auszubilden. Die Athletik, die Stabtechnik, die Musikalität, die Rhythmik, die mentale Stärke, die es dem Sportler erst ermöglicht, seinen Tanz gut darzubieten. Wir alle erfreuen uns bei Meisterschaften an originellen, schön gestellten Choreographien.

Nicht nur die Kinder und die Trainer sind da gefordert, auch die Eltern!
Die Kinder müssen regelmäßig und pünktlich ins Training gebracht, wieder abgeholt werden. Kostüme müssen genäht und/oder mit Pailletten verschönert werden. An den Turnieren müssen die Eltern der Ruhe- und Kraftpol für ihre Kinder sein. Auch wenn Ihre Kinder behaupten, Sie seien am Turnier überflüssig und Ihre Meinung interessiere sie ja doch nicht. Alles gelogen. Naja, starke Nerven und feinfühliges Handeln sind schon von Nöten. Sagt man was oder nicht, die Kids strafen einen elterlichen Fehlversuch sofort mit einer patzigen Antwort oder Ignoranz. Nicht persönlich nehmen, auch Sie werden dabei positive Erfahrungen machen. Wenn es gut läuft, sehen Sie Ihr Kind den ganzen Tag nicht und wenn es etwas möchte, essen oder eine moralische Stütze, Lob oder sonstige 1000 Kleinigkeiten, stehen Sie bereit. Und die Twirler brauchen Ihre Unterstützung. Im übrigen ist es auch ganz nett, die vielen anderen Mütter und Väter kennenzulernen, das kann auch für die Eltern spaßig werden.

Je mehr Eltern sich dafür engagieren, desto mehr Kinder werden gute Twirler werden.
Erfolg fällt nicht vom Himmel und alleine können sie es nicht schaffen! Deshalb liebe Eltern – seien auch Sie ehrgeizig! Und keine Angst – Leistung kann man nicht FORDERN nur FÖRDERN! Und seien Sie stolz darauf, dass sich Ihr Kind für einen ganz besonderen Sport interessiert.

Susanne Henkel

WIE ELTERN IHR KINDER UNTERSTÜTZEN KÖNNEN.

1: Die Basis für eine sportliche Leistung ist die richtige Ernährung.
Geben Sie Ihrem Kind ausreichend Getränke mit. Vermeiden Sie "Süße" Getränke, das macht noch mehr Durst. Bevorzugen Sie Fruchtschorlen, Wasser, Tee... Verzichten Sie darau Ihrem Kind Süßigkeiten mitzugeben. Gesundes Essen wie Obst/Gemüse mit ins Training geben. Bei einer Stunde Training ist es nicht notwendig ein etwas zu Essen mit in die Trainingsstunde zu nehmen

2: Zeigen Sie Interesse am Sport.
Freuen Sie sich mit ihrem Kind, wenn es eine Übung oder Bewegung neu gelernt hat. Für Sie mag eine neue Übung vielleicht nicht so spektakulär aussehen, aber es dauert seine Zeit bis etwas richtig gekonnt wird. Tadeln Sie Ihr Kind nicht, wenn es noch nicht so perfekt aussieht - Das wird noch.

3: Freuen Sie sich darüber, das Ihr Kind so viel Engagement zeigt.
Seien Sie stolz darauf, wenn Ihr Kind langfristiges Interesse an einer Sportart zeigt. Stellen Sie den Leistungsgedanken nach hinten. Es muss keiner gewinnen. Es ist nicht selbstverständlich, sich für nur einen Sport zu engagieren. Bestärken Sie Ihr Kind darin sich zu engagieren.

4: Ermutigen Sie Ihr Kind zur regelmäßigen Training.
Wenn Ihr Kind nach ein paar Wochen keine Lust hast regelmäßig in Twirlingtraining zu gehen - geben Sie nicht gleich auf. Jedes Kind muss erst Disziplin und regelmäßiges Training erfahren lernen. Vermeiden Sie jedoch in jedem Fall Ihr Kind zum Training zu zwingen! nicht für jeden ist Twirling sie richtige Sportart. Fangen Sie nicht gleich die nächsten Sportart an. Entertainment ist nicht alles

5: Lassen Sie Ihr Kind selbst Konflikte austragen.
Jeder Mensch sollte solziale Kompetenzen erlernen. Dies ist sehr gut im Sport möglich. Spielerisch können Kinder lernen Konflikte, schwierige Situationen selbst und in der Gruppe zu lösen. Dies ist ein wichtiger Prozess zur emotionalen Entwicklung. Wägen Sie vorher gut ab, wann Sie sich einschalten möchten. Suchen Sie im Zweifel zunächst das Gespräch mit dem Trainer, um auf evt. Konflikte hinzuweisen.

6: In der Trainingshalle hat der Trainer das Sagen.
Untergraben Sie nicht die Kompetenz des Trainers, indem Sie sich einmischen und ihr Kind vor allen anderen geg. Maßregeln. Es ist die Aufgabe des Trainers, das sportliche/soziales Verhalten im Training zu schulen.

7: Die mentale Vorbereitung ist mind. genauso wichtig wie die körperliche Vorbereitung.
Machen sie z.B. ein anstehendes Turnier zum Thema, bewerten Sie es aber nicht über. Reden sie ganz normal über mögliche Ängste wie Aufregung, kribbeln im Bauch, wie toll es ist sein gelerntes anderen Menschen zu zeigen. Verzichten Sie darauf von Ihren Kind Erfolg zu verlangen. Dabei sein ist alles. Der Auftritt soll in erster Linie spaß machen, ein tolles Erlebnis sein - KEIN LEISTUNGSDRUCK...

6:Unterschätzen Sie nie ihren Einfluß auf Ihr Kind, auch wenn es zunächst keine Reaktion zeigt!


Es ist nicht immer leicht, das Richtige zu tun. Von allen Seiten bekommt man als Eltern gute Ratschläge, wie man sein Kind erziehen sollte. Was beim einen Kind gut ist, funktioniert beim nächsten überhaupt nicht. G e r a d e, wenn das eigene Kind einen Sport – wie zum Beispiel Twirlingsport betreibt – ist es nicht selten schwierig, den richtigen Dreh für die sportliche Förderung zu finden. Engagiert man sich zu viel, ist es falsch, zeigt man zu wenig Interesse, kommt dies auch nicht an.
Was macht Ihr Kind in diesem komischen „Stabdrehen“ überhaupt?
Während des ganzen Jahres, je nach Möglichkeiten und Interesse, geht Ihr Kind – hoffentlich regelmäßig – ein bis fünfmal in der Woche ins Training. Manche betrachten dies allein schon als Ausbeutung. „So wenig Freizeit für das arme Kind!“ Was diese Kritiker nicht verstehen: Das ist aktive – sogar sinnvolle Freizeitgestaltung.
Aber was tut es da überhaupt? Was, Sie wissen es nicht? Na dann kommen Sie doch mal kurz vor Trainingsende in die Halle. Schauen Sie mal,was Ihr Kind so übt. Falls Ihr Kind einen engagierten Trainer hat, wird dieser sicherlich sehr erfreut über Ihre interessierten Fragen sein. (Aber bitte nach dem Training:-) Aluch als „Nicht-Twirler“ einiges an Unterstützungsarbeit leisten. Die richtige Trainingseinstellung kann von Zuhause aus sehr gut beeinflusst werden. Auch beim Definieren der Ziele und deren Verwirklichung können interessierte Eltern oft Wunder bewirken. Hierbei hilft ein kompetenter Trainer sicherlich gerne in jedem speziellen Einzelfall individuell weiter. Eines ist auf jeden Fall sicher, in den ersten Jahren geht es mehr um das richtige Trainingsverhalten, Disziplin, wie übe ich überhaupt. Erst wenn diese Hürde genommen wurden - was bei jedem Kind unterschiedlich schnell erfolgt - ist überhaupt erst an Twirling als SPORT zu denken.
Schon öfters haben mich Mütter gefragt: „Macht das überhaupt Sinn? Sie ist doch immer so ungeschickt“ Leider gibt es da kein Patentrezept. Manchmal entwickeln sich die Kinder vom vermeintlichen Antitalent zum ambitionierten Twirlingsportler. Manchmal verlaufen alle Hoffnungen im Sand. Keiner weiß vorher, was kommen wird.
Der wichtigste Faktor für eine weitreichende sportliche Karriere sollte allerdings der Spaßfaktor sein. Solange das Kind mit Freude ins Training geht, sollte man diese Freude auf jeden Fall teilen.

Generell gilt als Leitsatz: Fördern und nicht überfordern.
Für den Einen bedeutet dies vielleicht die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft, für den Anderen die Teilnahme an den Qualifikationsmeisterschaften, oder international mit den Besten aus aller Welt tanzen. Manche Twirler möchten sich nur aus Spaß - auch die Vereinskameraden zu treffen mit Twirling befassen. Alle Ansätze sind gut. Denn Soziale Kompetenzen zu erwerben ist in der heutigen Zeit auch ein erstrebenswertes Ziel.

Das Erste große Ziel!

Aufsteiger ---- ja das ist schon etwas. Hat man schon mal an einem Sichtungswettkampf teilgenommen und Turnierluft geschnuppert ist AUFSTEIGER - das magische Wort welches hektisch durch die Reihen der C-Endrunde geht. Wer schon einmal eine Siegerehrung in der C-Endrunde miterlebt hat, weiß wie sehr sich die Kinder freuen, wenn sie Aufsteiger werden. Das ist so etwas,wie eine Greencard die den "Aufsteiger" für die höhere Klasse, der B-Kategorie qualifiziert. Das ist schon etwas Besonderes, wenn man mit den ganzen "Guten" mittanzen darf. Die Möglichkeit Turniererfahrung zu sammeln. Eifrig im Training zu üben, um vielleicht noch in diesem Jahr die eine oder andere Übung präsentieren zu Können. Denn je öfter man auf die Tanzfläche geht, desto mehr Erfahrung bekommt man.
An einer Turniersaison teilzunehmen ist schon eine tolle Sache. Oder kennen Sie in Ihrem Freudeskreis viele Jugendliche, die ihre Freizeit so verbringen und solch aufregende Ereignisse erleben?

Aus den Mitgliedsvereinen bekommen wir mit, dass Eltern sich weigern, an den Turnieren mitzufahren. Schade, denn so ein Turnier ist nicht nur für jedes Kind ein aufregendes Erlebnis. Für die gebeutelten Eltern auf der Tribüne meist auch.

Nicht jedes Kind hat die Chance, an einer Deutschen Meisterschaft teilzunehmen oder gar an einer EM oder WM zu starten. Das wichtigste ist die richtige Einstellung der ganzen Familie zum Twirlingsport. Man braucht sich nichts vorzumachen, ohne Eltern läuft im Twirling nichts.
Eltern der besten Deutschen Sportler können ein Lied davon singen. Familienurlaub ohne Kind, umgeplanter und/oder verlegter Urlaub sind kein unbekanntes Phänomen. In der Familie müssen diesbezüglich die Prioritäten gesetzt werden. Unterstützt man sein Kind, dann plant man um "Twirling"Termine herum oder passt sein Urlaubsziel entsprechend an. Wichtig ist: Bitte rechtzeitig mit Trainer und Kind abklären, um Enttäuschungen zu minimieren. Auf dieser Internetseite finden Sie alle wichtigen Termine.

Nicht immer ist alles so negativ wie es zunächst scheint. Wünsche, Ziele und Einsatzbereitschaft müssen in Harmonie mit dem Familienleben gebracht werden. Keine leichte, aber nicht unlösbare Aufgabe,wenn man den Terminkalender im Griff hat.

S.P-R

Die mit dem Stab tanzen

Einmal, zweimal, dreimal, viermal hat sie danebengegriffen. Und „plong“ – wieder fällt der ein Meter lange Stab auf den Hallenboden. Dabei sieht es so elegant aus, wenn das Mädchen ihn bis knapp unter die Hallendecke katapultiert und in der kurzen Zeit von Aufstieg und Fall am Boden zweimal Rad schlägt. Nur das Fangen klappt noch nicht. Hunderte, Tausende Male muss sie diese Übung wohl noch probieren, ehe sie sitzt. Zwar stellten sich beim Twirlingsport schnell Erfolge ein, sagt Nationaltrainerin Stephanie Paulus-Reschke, doch ohne hartes Training sei nichts zu erreichen. Sie selbst hat mit neun Jahren angefangen, den als „Baton“ bezeichneten Stab herumzuwirbeln (engl.: to twirl). „Damals bin ich noch bei Festumzügen mitgelaufen“, erinnert sich die 41-Jährige an die frühe Twirlingzeit in Karnevalsvereinen. Kein Wunder, der Twirlingsport von heute wurzelt in den Auftritten der sogenannten Majoretten. Mit diesem französischen, vom militärischen Offiziersrang des Majors abgeleiteten Ausdruck wurden junge Mädchen in Uniform bezeichnet, die Ende des 19. Jahrhunderts in den USA bei festlichen Umzügen in den ersten weiblichen „Marching Bands“ mit dem Stock den Takt vorgaben. Wie bei Gewehrpräsentierübungen begann man, den Stab zu drehen. Die Kunststücke entwickelten sich. Bald ging es darum, den Stab mit Geschick und nach einer Choreografie herumzuwirbeln. Aus diesen Auftritten entwickelte sich der Majorettentanz, woraus wiederum in den 1970er Jahren in den USA der heutige Twirlingsport (siehe Kasten) entstand.

"Bei uns ist Twirling Sport!"
Vor 35 Jahren ist der Deutsche Twirlingsport-Verband (DTSV) gegründet worden. Er ist als Fachsportart im Deutschen Tanzsportverband organisiert und legt viel Wert auf seine Sportlichkeit. Man will sich vom Majorettentanz, erst recht vom Funkenmariechen abgrenzen, der Twirlingsport habe sich von einer Darbietung mit minimalen körperlichen Voraussetzungen zu einer komplexen Sportart mit turnerischen, akrobatischen Elementen entwickelt. Ballett, Rhythmische Sportgymnastik, Tanz – von allem findet sich etwas im Twirlingsport. „Oft bekommen wir Anfragen von Interessierten, aber es gibt dann keinen Verein in der Nähe“, klagt Sportwart Susanne Henkel. Nicht selten fehle Großvereinen die Bereitschaft, eine neue Sportart aufzunehmen – „selbst wenn Trainerinnen da wären“.

In Deutschland "nur" ein Mädchensport
Twirling ist ein Sport für junge Menschen, eine Kindersportart, „die man früher vielleicht bis 17, heute bis 27 Jahre“ betreibt“. Und Twirling ist in Deutschland leider "nur" Mädchensport. In Ländern wie Frankreich, Japan, USA, Canada üben viele Jungen/Männer Twirling beeindruckend sportlich aus. Beim D.T.S.V. trainieren fasst ausschließlich Mädchen, im Alter von vier bis 23 Jahren. Für Turniere müssen die Twirlerinnen oft bis in den Schwarzwald und auch in die Hessische „Twirler-Gegend“ begeben. „Da brauchen wir auch Eltern, die mitmachen“, sagt Stephanie Paulus-Reschke.
Die ersten drei Jahre des Trainings gehe es „experimentell“ zu, mit raschen Erfolgen. Danach „trennt sich die Spreu vom Weizen“. Die Übungen werden komplexer. Wer etwa „Spins im Engelfang“ beherrscht, also den Baton mit ausgebreiteten Armen auf dem Rücken einfangen und rollen lassen kann, der ist schon ganz schön weit. Trainiert wird nach den Aufwärmübungen übrigens immer mit Stab. Und es geht richtig – sportlich – zur Sache. Das körperliche Training wird wichtig genommen. Paulus-Reschke: „Es soll für die Kinder normal sein, dass sie laufen müssen und schwitzen.“

Artistik mit Musik
Wichtig ist beim Twirling freilich auch die Musik. „Wir versuchen die Kreativität zu fördern“, sagt Paulus-Reschke, „wer auf Rockmusik steht, kann genauso eine tolle Übung machen wie wenn einer Klassik mag.“ Es sei interessant, den Charakter der Kinder zu erfassen und für den jeweiligen Typ, „ob introvertiert oder cool“, die Musik auszusuchen.
Spielerisch leicht sieht es aus, wenn die besten Twirlerinnen den artistischen Umgang mit dem Baton mit der musischen Interpretation kombinieren. Der Stab rollt über Arme, Rücken, Nacken, wird hoch geschleudert und im Sprung gefangen, er dreht sich um alle Achsen und ist immer in Bewegung. Komplizierte Bewegungsabfolgen, jahrelang einstudiert. Gerade das Knifflige mache den Reiz ja aus, finden Twirlerinnen. Man übe eine Figur 120-mal und freue sich, wenn man dann den Stab einmal fange. Bis zur Perfektion fließt viel Schweiß und führt der fallende Baton zu reichlich blauen Flecken. Manchmal kommt er auch gar nicht mehr runter. Weil der Stab bis zu 15 Meter hoch geworfen werden kann, deutsche Sporthallen aber oft nur 8 bis 9 Meter hoch sind, gesellt sich schon mal der eine oder andere Baton in den Nischen der Deckenkonstruktionen zu den Volleybällen.

Twirling – das Wesentliche
Der Twirlingsport ist eine Art Rhythmische Sportgymnastik, wobei nicht mit Keule, Ball, Seil oder Band gearbeitet wird, sondern ein „Baton“ (englisch und französisch: Stab) in der Hand zu drehen ist. Der 12 Millimeter dicke Metallstab soll so lang wie der Arm des Twirlers sein (in der Regel 90 bis 110 Zentimeter). Seine Enden sind mit Gummikappen versehen. Während der zur Musik aufgeführten tänzerischen und gymnastischen Übungen muss der Baton ständig in Bewegung gehalten werden. Der Solo-Twirler erfüllt Übungen in den Disziplinen Pflicht (15 Grundübungen) und Freestyle, die zur Gesamtnote (25 plus 75 Prozent) addiert werden. Im Freestyle wird zu einer wählbaren Musik ein Tanz aufgeführt, der auf den drei sogenannten Modi „Schleudern“ (Baton werfen und fangen), „Rollen“ (Baton gleitet auf Körper) und „Kontaktmaterial“ (kleine Abwürfe zwischen den Schleuder- und Rollübungen) aufbaut. Je variantenreicher, schwieriger und ästhetischer die Ausführung, desto höher ist die zu erreichende Note. Dabei wird auf korrekte Körpertechnik, die Interpretation der Musik, Ausdruck sowie die Auswahl des Kostüms Wert gelegt. Im Twirlingsport gibt es Einzel-, Duo-, Team- (5 bis 9 Twirler) und Gruppenwettbewerbe (ab 10).

Oliver Kauer-Berk

Die Mitgliedsländer möchten wissen, wo ihre Trainer sind

Laut einen Beschluss an einem Wintermeeting sollen die Länder ausländische Trainer melden. Da durch Internet immer mehr internationale Freundschaften entstehen, werden hier und da Trainer eingeladen in den Vereinen mal ein Training zu machen oder Tänze einzustudieren. Dies geschieht auch in vielen anderen Ländern und trägt zu einer Leistungsverbesserung durch neuen input bei.

Die betroffenen Länder sind jedoch nicht immer erfreut. Zum einen, weil manche Twirler aus deren Sicht keine ausgebildeten Trainer sind. Zum anderen möchte diverse Länder nicht, das "ihre" Trainer irgendwo hingehen und im Zweifel aus versehen Training in nicht Mitgliedsvereinen des WBTF oder CETB sind. So leider geschehen haben die betroffenen Länder gebeten, doch bitte informiert zu werden. Dieses Beschluss möchte auch der D.T.S.V. gerne ankommen. So benötigen wir von den Vereinen, die mit ausländischen Trainern arbeiten. Lediglich den Namen und das Datum, wann dieses vereinsinterne Training stattfinden soll. Die D.T.S.V. Geschäftststelle möchte nicht was gemacht wird. Diese Informationen mit der Angabe des D.T.S.V. Mitgliedsverein geht dann an die Geschäftstelle des jeweiligen Landes, wo der Trainer herkommt.

Die D.T.S.V. Mitgliedsvereine sind sicher an einer korrekten Abwicklung interessiert und kann sicher auch die Wünsche der "Trainerländer" respektieren. Der D.T.S.V. reagiert nur auf Mitteilungen der Vereinsvorstände und leitet diese an entsprechender Stelle weiter.

Der D.T.S.V. begrüßt ein internationale Zusammenarbeit und den aktiven Austausch der D.T.S.V. Mitgliedsvereine. Dennoch möchten das Präsidium die D.T.S.V. Mitgliedsvereine bitten, diesen Anliegen nachzukommen, damit Deutschland diesem Beschluss nachkommen kann und seine Verpflichtung erfüllen kann.

Kritik üben, aber richtig

Wem ist es noch nicht passiert, einen Fehler gemacht zu haben, vielleicht seine Stimme zu sehr erhoben oder auch etwas richtig "Blödes" gesagt zu haben, welches den anderen total verletzt hat. Oft ist man selbst verletzt und reagiert dann mit Angriff-Modus. Kein Mensch kann von sich behaupten, dies sei ihm/ihr noch nie passiert. Wenn es dann geschehen ist, ist guter Rat teuer. Nicht selten fällt es schwer, sich ohne "Gesichtsverlust" zu entschuldigen. Noch schwerer ist es, zuzugeben, dass man sich evt. nicht "sozialverträglich" optimal und wertfrei verhalten hat. 

Es scheint fast zu unserer Zeit zu gehören, dass respektloses Verhalten fast schon normal zu sein scheint. Nicht wenige Menschen wundern sich über das Verhalten gegenüber "Älteren" oder Amtspersonen, die einen respektvollen Umgang miteinander als Grundvorraussetzung erwarten. Auch in der Politik wurde viel über dieses Thema diskutiert - selbstverständlich erst dann, nachdem Herr Köhler sein Amt abgegeben hat. Er hat wohl damit auch ein Zeichen gesetzt - dass es Grenzen in der Wortwahl gibt, die man nicht überschreiten sollte. Auch im Sport ist ein respektvoller Umgang zwischen den Sportlern selbstverständlich. Sportler, Eltern und Funktionäre haben, ob sie es wollen oder nicht Vorbildfunktion. Auch wenn man jemanden persönlich nicht besonders mag, hat man Leistungen ob sportlicher oder ehrenamtlicher Art anzuerkennen. Doch so mach ein Erwachsener glänzt nicht immer durch vorbildliches Verhalten im Umgang mit Sieg/Niederlage. Trainer sind oft jahrelang damit beschäftigt, Sportlern soziales Verhalten in der Gruppe und deren Grundverständis beizubringen. Zum Glück kann man dies im Sport lernen.

Als Sportler ist es Pflicht, sich objektiv mit seiner eigenen Leistung zu befassen. Was man gut gemacht hat, was man noch verbessern kann. Gelernt werden sollte dieses Verhalten zuhause. Der Sport, in unserem Fall der Twirlingsport, sollte in erster Linie Spaß machen. Der Wunsch nach Leistungsvergleich und das sportliche Messen ist ein Bestandteil im Twirlingsport. Nur wer verlieren kann, kann auch siegen. Man sollte sich seiner Außenwirkung im Tun und Reden stets bewusst sein. Besonders genau sollte man abwägen, was die Folgen sein können, wenn man sich verletzend oder missgünstig äußert. Oft hilft einfach, wenn man ganz kurz überlegt, wie man sich selsbt nach einer Bemerkung fühlen würde. Manche Dinge werden aus einer momentanen Laune heraus, ohne über die Folgen nachzudenken gesagt. Oft ohne jeden Blick auf die Realität. Es sind jedoch Erfahrungen, die gemacht werden müssen. Schlecht ist, wenn man merkt, dass etwas nicht ganz so gut war und dies nicht offen korrigiert. Auch wenn es unangenehm ist, durch Schweigen wird es auf keinen Fall besser. Es bewirkt eher das Gegenteil. Die Fronten verhärten sich.
Oft scheint eine Art Verlegenheit zu herrschen. Es wird, wenn überhaupt, um den heißen Brei herumgeredet, oder noch schlimmer, der Betroffene wird vor versammelter Mannschaft bloßgestellt. Man mag nicht gerne zugeben, dass evt. am eigenen Verhalten etwas nicht so "rund läuft" und schon gar nicht, dass falsch gehandelt wurde. Schuldzuweisungen werden es immer da sein, ob man will oder nicht. Der Mensch neigt dazu Gründe des eigenen Versagens gerne auf andere abzuschieben. Es ist also "menschlich" zu beschuldigen. Manchmal werden Personen zu "Sündenböcke". Gerne werden äußere ungünstige Umstände als "Ich kann ja nichts dafür, weil..." genutzt. Jeden fällt hier sicher so manche Ausrede ein.

Dieser Bericht soll Möglichkeiten aufzeigen, wie man jemanden konstruktiv kritisiert.

Der Mensch entwickelt sich weiter, indem er Fehler begeht und daraus lernt,
um diese wenn möglich nicht wieder zu wiederholen.

Hier die Grundregeln zum Ausüben von Konstruktiver Kritik und sportliches Verhalten:

  1. Wissen–wann ist Kritik angebracht und wann nicht!
  2. Tadeln unter 4 Augen
  3. Unberechtigte Kritik wieder zurücknehmen
  4. Vertrauen fällt der Kritik als erstes zum Opfer
  5. Kritik ist subjektiv und gilt nicht absolut.
  6. Kritik bedeutet Stellung nehmen, ein Sach- und Werturteil treffen. Das gehört zu den elementaren Menschenrechten. Jeder Mensch hat das Recht, Kritik zu üben und die Pflicht, Kritik zu erlauben.
  7. Ich sehe aus meiner Perspektive an anderen Schwächen und Mängel - warum sollten andere aus ihrer Perspektive an mir nicht auch (hin und wieder) Schwächen und Mängel erkennen?
  8. Ich bin ein kritikwürdiger Mensch und kein Heiliger, keine heilige Kuh und auch kein Gott.
  9. Kritik verträgt oft schlecht, wer es allen recht machen will. Es heißt aber zurecht: Es recht zu machen jedermann, ist eine Kunst, die niemand kann.

Trainerrichtlinie vom DOSB anerkannt!

Der Deutsche Twirlingsport Verband arbeitet seit ende 2008 an der Erstellung einer neuen Trainerrichtlinie. Diese wurden nun im April 2010 bestätigt. Diese Lizenzierung stellt die erste Stufe der Qualitätssicherung des D.T.S.V. dar. Der Deutsche Twirlingsport Verband ist der einzige twirlingsporttreibende Verband in Deutschland der eine qualifizierte Ausbildung vom DOSB anerkannt durchführt.

Im Deutschen Bundestag wurde beschlossen, dass die Rahmenrichtlinien zur Ausbildung von Trainern/Lehrkräften vereinheitlicht werden muss. Der Bundestag wollte damit Breiten- und Leistungsport förderungstechnisch gleichstellen und trotzdem die Unterschiede deutlicher herausheben. Der Breitensport zielt auf gesellschaftliche Funktionen, wie z.B. Kinder von der Straße wegholen und für Sport begeistern. Damit stellt der Breitensport ein wichtige gesellschaftpolitische und gesundheitliche Förderung dar. So sollen auch Trainer, die diese Bereiche decken, die gleiche Anerkennung haben, wie Leistungssport-Trainer.
Es ist auch gewährleistet, das Randsportarten wie zum Beispiel der Twirlingsport, der nicht sehr populär ist, die gleiche Anerkennung erhält, wie die "großen" Sportarten. Der D.T.S.V. stellt fest, dass Trainer ihre Trainer C Ausbildungslizenz in bestimmten Bereichen ihrer Ausbildung zum Beispiel als Lehrkraft erfolgreich nutzen können. 

Der D.S.T.V. hat Susanne Henkel und Daniela Rothweiler damit beauftragt, die neue Richtlinie des D.T.S.V. nach den Vorgaben des DOSB zu überarbeiten. Diese wurde über den DTV eingereicht und nach weiteren Überabeitungsmaßnahmen zur Konformität mit dem Dachverband DTV im jetzt offiziell bestätigt.

Die D.T.S.V.-Tainer Ausbildung erfolgt nach der "neuen" Richtlinie bereits seit 2009 und unterschiedet sich vom früherem Ausbildungskonzept.
Es ist seit 2009 Pflicht eine Erste Hilfe Ausbildung nachweisen. D.T.S.V. Trainer müssen innerhalb der Gültigkeit regelmäßige Fortbildungen nachweisen, im fachlichen als auch im überfachlichen Bereich. Neu ist auch, das die Trainerassistenz-Ausbildung anerkannt wird, wenn die Trainerausbildung innerhalb von 2 Jahren fortgesetzt wird. So werden die Ausbildungslehrgänge besser verzahnt. Des weiteren wird die Trainerausbildung in Breiten- und Leistungsport unterteilt.

Twirling als Breitensport

Das Präsidium hat 2009 eine Restrukturierung des Deutschen Twirlingsports vorgenommen, um Breitensportlern beim D.T.S.V. eine Plattform im geeigneten Rahmen anzubieten.
Das Ziel ist es, langfristig die B- und C Kategorie als Breitensport- und die A-Kategorie als Leistungsportwettbewerb etablieren. Der Übergang von B zu A ist relativ einfach, da die Disziplinbeschreibungen mit einigen Begrenzungen, die für Breitensportler nicht notwendig sind, analog zur betreffenden A – Disziplin sind.
So dürfen ab 2011 ausschließlich ordentliche D.T.S.V. Mitgliedsvereine in der A-Kategorie teilnehmen. 

Die A-Kategorie ist sportlich ausgerichtet und bietet die Möglichkeit sich für eine internationale Turnierteilnahme, wie der europäische Cup of Clubs, Europa- und Weltmeisterschaften zu qualifizieren. Ordentliche Mitgliedsvereinen dürfen am kompletten Angebot des D.T.S.V. Turniersystems teilnehmen. Außerordentliche Mitglieds-Vereine können ab 2011 ausschließlich in den B- Kategorie teilnehmen (Sichtungsturnier, C- Endrunde, B- Vorrunde, B- Endrunde).

Damit soll allen D.T.S.V.-Mitgliedsvereinen die eindeutige Klassifizierung von ordentlicher und außerordentlicher Mitgliedschaft im Sportbetrieb geschaffen werden.

Der "Breitensport" hat auch im Twirling eine wichtige Funktion.
Twirling hat - wie sicherlich schon viele erfahren konnten eine wichtige gesundheitsfördernde und – erhaltende Funktion. Es wird Geschicklichkeit erlernt, auch das Vorführen des Gelernten schult die oft noch jungen Twirler im Selbstbewußtsein. Dabei kommt es nicht unbedingt auf das Talent oder Platzierung an. Denn für jeden Twirler gilt es, seine persönliche Bestleistung im kleinen wie im GROSSEN zu demonstrieren.

Wenn mehr Twirler einfach so "just for fun" mitmachen, ist auch die Chance größer, junge Twirler an den Twirlingsport heranzuführen. Das „weiche Wettkampfsystem“ der B-Kategorie bietet hierfür die perfekte Plattform. Die Grenzen zum Leistungssport sind fließend. Auch ältere Twirler können sich in der B-Kategorie lange aktiv am Twirlingsport - auch neben Beruf und Familie - beteiligen.

Neue Vereine finden sich in der B- und C-Kategorie wieder. Leider kommt nicht selten ersten Turnierbesuch vor, dass neue Vereine/Eltern/Twirlinganfänger der Ansicht sind: "Oh, das lernen wir nie!". Das stimmt nicht. Es dauert jedoch seine Zeit bis ein Trainingskonzept in den Vereinen etabliert ist und von den Mitgliedern angenommen wird.   Eeines ist sicher, JEDER - wirklich JEDER hat mit den gleichen Übungen angefangen. Kinder entwickeln sich unterschiedlich schnell weiter. Es verspürt nicht jedes Kind den Drang unbedingt irgendwann einmal Deutscher Meister zu werden oder gar an einem internationalen Turnier teilnehmen zu wollen. Der Breitensport nimmt den Druck, unbedingt gewinnen zu müssen. Eine Turnierteilnahme im Twirling als fröhliches Ereignis in der Gemeinschaft zu erleben, steht für viele Jugendliche im Vordergrund.

Unter Aufsicht von engagierten Breitensport-Twirlingtrainern, die an einer D.T.S.V. Ausbildung teilgenommen haben, eröffnen sich und ihren Twirlern im Heimatverein oft völlig neue Horizonte. Denn Twirling lässt spielerisches lernen von Twirlingübungen zu und macht besonders Kindern Spaß. Twirling holt Kinder von der Straße, integriert Randgruppen und Minderheiten. Für den D.T.S.V. gilt es zukünfitg besonders Breitensporttrainer auszubilden, die den Nachwuchs durch gezielte Jugendarbeit auch für diejenigen, die weniger leistungsorientiert sind sichern. Mit der Hilfe von Breitensporttrainern werden heute nicht selten auftretende Bewegungsdefiziete reduziert. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Stärkung durch Interaktion in der Twirlinggruppe, die soziale Kompetenz, Respekt und auch das Akzeptieren des Menschen als Indivduum schult. Vorallem wird durch das Zusammenwirken von Bewegung und Musik u.a. die Phantasie, die Kreativität sowie die psychische Regeneration- wodurch unter Umständen auch in anderen Bereichen Leistungsverbesserungen zu erzielen sind gefördert.

Dies und sicher auch noch vieles mehr sind Beweggründe, die Twirling als Breitensport - auch ohne den Aspekt des "Gewinnen wollens" - interessant macht.

Was es heißt: Twirling als Leistungssport zu betreiben.

Twirling kann man in den unterschiedlichsten Formen betreiben. So kommt es, dass Twirling nicht selten an Mehrkampfsportarten erinnert. Dies macht Twirling im eigentlichen Sinne erst interessant. So können sich viele in dieser faszinierenden Sportart wieder finden.

Der Körper als Sportgerät
Im Twirlingsport beschäftigt sich der Twirlingsportler mit Körperspannung, Turnen, Fitness, Ballett, Tanztechnik, Rhythmus. Dazu kommt noch die Präsenz und der gerne gesehene Ausdruck. Jeder Twirler findet etwas anderes daran interessant oder hat am unterschiedlichen Dingen Spaß. Selbstverständlich hat jeder Twirler auch etwas, was er/sie nicht so gut beherrscht und daran mehr üben muss.

Der Kopf - Mentale Stärke
Wie bei jeder Sportart bildet die Einstellung und die Fähigkeit über seine eigenen Grenzen blicken und auch gehen zu können ein nicht zu unterschätzender Faktor, um Twirling als Lesitungssport betreiben zu können. Selbstvertrauen in sein Können ist keine angeborene Gabe, die man hat oder eben nicht. Mentale Stärke ist erlernbar. Es muss jedoch die Bereitschaft da sein, sich mit seinen Schwächen zu befassen - sie realistisch zu bewerten und an ihnen zu arbeiten. Wer Twirling als Leistungssport betreibt, stößt irgendwann immer an seine persönlichen Grenzen und erst dann zeigt es sich, wieviel TwirlingSPORT in einem steckt.
Twirlingsport zu betreiben heißt, immer wieder an seinen "selbst errichteten" Grenzen zu arbeiten, diese zu überwinden und nicht als Schicksalsschlag hinnehmen zu wollen. Wer Bestleistung zeigen möchte, muss lernen an seiner Persönlichkeit arbeiten, auch wenn das gewünschte Ziel vielleicht nie erreicht wird. Der Aspekt des Scheiterns gehört zum Leistungssport dazu, um sich dann weiterentwickeln zu können.

Das eigentliche Sportgerät - der Baton
Den Baton gekonnt zu werfen und zu wirbeln ist nicht zuletzt eine Sache der korrekten Technik, die es immer wieder neu zu verfeinern gilt. Eine korrekte Twirlingtechnik - die schon beim festhalten des armlangen Sportgeräts beginnt - bildet die Basis für einen Twirlingsportler, der Twirling als Sport betreiben möchte. Dies unterteilt sich wiederum in Schleudern - Rollen - Kontaktmaterial, das von jedem Twirler gleich gut beherrscht werden sollte. Diese drei Modes verzweigen sich wiederum in nahezu zahllose Möglichkeiten der Kombinationen und erforderlichen technischen Kenntnisse. Allein beim Schleudern unterscheidet der Twirler unter körperlichen Übungen während sich der Baton in der Luft befindet. Gezeigt werden Drehungen, SC's Übungen (z.B. Posen, Illusion...) die auf der Stelle gezeigt werden oder TC's die eine Übung, wie z.B. das Rad von "A" nach "B" beschreiben. Diese können wiederum mit nahezu zahllosen Abwurf- und Fangvariationen kombiniert werden.

Was dem einen leicht fällt, ist für den anderen Twirler eine schwierige Aufgabe. Ein Twirlingsporter mit Zielsetzung Twirling als Leistungssport zu betreiben wird mit seinem Trainer an seinen Defiziten, die jeder aufgrund der Vielfältigkeit des Twirlingsports hat, gerne arbeiten. Der eine rollt toll, der andere kann besser Schleuderübungen... ein anderer hat ein Geschick für Kontakt oder kann Musiken gekonnt interpretieren. Wieder andere haben Schwierigkeiten mit Rhythmus, der andere fragt sich, warum hört sie das nicht. So hat jeder Twirlingsportler sein Talent. Der Breitensportler möchte lieber an seinen Stärken arbeiten, da es ist eben nicht einfach ist, an etwas zu arbeiten, was einem nicht so liegt. Der Leistungssportler arbeitet stetig an seinen Schwächen, auch wenn er sich nicht in der gewünschten Geschindigkeit in diesem Bereich weiter entwickelt.

Um Twirling als Sport zu betreiben...

....benötigt man neben der erforderlichen Disziplin und Freude am regelmäßigen Training - die von einem geschulten Trainer nach und nach vermittelt wird und eher selten angeboren ist. Des weiteren bedarf es auch den Wunsch, Übungen immer wieder neu zu konditionieren, an der Verbesserung der Technik an Körper und Baton konsequent zu arbeiten. All das sollte man auch noch gerne tun. Korrekturen vom Trainer werden gerne als Verbesserungsmöglichkeit angenommen. Im besten Falle erfolgt das Training aus einer undefinierbaren Neugier heraus, immer neue Übungen erlernen zu wollen und dann wieder - zunächst nur ;-) fallen zu lassen.

Für Außenstehende muss ein Twirlingtraining ein seltsamer Anblick darstellen. Kinder und Jugendliche werfen den Baton hoch oder wickeln ihn teilweise recht ungelenk um den Körper. Die seltsam chaotisch wirkenden Übungen wiederholt man immer wieder. Und dann, wenn man es einmal - eher aus Zufall - geschafft hat, freut sich der Twirler wie verrückt, um dann wieder zahllose, erfolglose Versuche zu probieren. Schwer nachzuvollziehen, dass dies jemandem tatsächlich Spaß machen könnte.
Ein Twirlingsportler freut sich, wenn man nach zahllosen erfolglosen Versuchen eine Übung zunächst 1x gefangen hat. Dann wird man heiß auf mehr und möchte sie 2x, dann 3x und 50x fangen...

Der Twirlingsportler freut sich daran, wenn er schwitzt oder gar Muskelkater hat. Der berühmte "MuskelTIGER" ist der offenkundige Beweis, dass der Twirlingsportler an seine persönliche Leistungsgrenze gegangen ist und sich nur so permanent weiterentwickelt. Das Beste daran ist, dass diese "Schmerzen" positiv gesehen werden, nie aufhören und sind ständiger Begleiter ist, für den, der Twirling als Leistungssport betreibt.

Hat man die eine Übung gemeistert, kommt sofort die nächste Übung und das ganze Spiel beginnt wieder von vorne.
MAN WIRD NIE FERTIG. Das ist das spannende an Twirling, der als Leistungssport betrieben wird.

Warum Rhythmus so wichtig ist

Jeder kennt es: wir sitzen in einem Lokal, oder gehen durch den Supermarkt hören eine Musik und man fängt unwillkürlich an zu wippen.

Ohne zu überlegen übernehmen wir den Rhythmus der Musik  und setzen ihn in Bewegung um. Ganz einfach, ohne Nach­denken, ohne Takte zählen – einfach so.

Hören – fühlen – umsetzen in Bewegung

Warum nur sehen wir an Turnieren öfter Tänze bei denen der Rhythmus so wenig Beachtung findet. Das sind die Tänze, wo jeder Zuschauer (und auch der Juror) sagt – hoffentlich ist er bald vorbei. Schade! Der Sportler müht sich reichlich ab seine Bewegungen und den Stab in den Griff zu bekommen, schafft es vielleicht sogar seine Schwierigkeiten zu fangen, aber der ganze Tanz ist noch nicht stimmig. Und nur deshalb, weil der Rhythmus der Musik überhaupt nichts mit dem Rhythmus der Bewegung zu tun hat.
Dabei ist es doch recht einfach. Man kann es technisch abhandeln, indem der Trainer sich die gewählte Musik anhört, die Taktung durchzählt und darauf den Tanz – Bewegungsablauf stellt. Er hat sich im Vor­feld doch schon überlegt, ob eine schnelle, langsame, dramatische oder lustige Musik zu dem Sportler paßt. Nun muß er nur noch den Rhythmus der Musik, mit dem Bewegungsrhythmus in Einklang bringen. d.h. bewußt machen – wo liegen die Akzente. Liegen sie musikalisch auf Takt 1 und 4 ist es ungeschickt den Bewegungsakzent auf Takt 3 + 6 zu stellen oder schlimmstenfalls überhaupt keinen. Das paßt nicht!
Der Trainer muß seinem Sportler genau erklären können, wo welcher Akzent ge­setzt werden sollte. Er muß seinem Schütz­ling die Musik, den Rhythmus nahe bringen. Er muß sich mit dem Thema auseinandersetzen, es zuerst für sich klären und dann seinem Sportler nahe bringen. Das heißt bei Beginnertänzen eine Musik mit einem eindeutig zu hörenden ,möglichst 4/4 Takt, auswählen.

Doch wenn der Trainer dem Rhythmus keine Beachtung schenkt, wie soll er das von seinen Sportlern erwarten?

Erst wenn der Sportler weiß, wie der Rhythmus eigentlich ist, wo die Akzente liegen,  schafft er es vielleicht, dies auch umzusetzen.Auch ist es für ihn so erheblch einfacher seinen Tanz darzubieten..der Rhythmus trägt ihn!
Dann erst kann es einen Bewegungsfluß geben und derselbe Tanz, der absolut langweilig, eckig und nichtssagend wirkt mu­tiert auf einmal zu einem harmonischen Bild.  S.H.

Was ist der größte Energiespender?

Positive Energie vs. Negative Energie
Der ein oder andere Twirler wird es vielleicht bereits am eigenen Leibe erfahren haben. Trotz wirklicher hoher Motivation und den unbändigen Willen etwas besonders gut machen zu wollen bekommt man seinen Tanz leider trotzdem nicht hin. Der Frust ist groß, das Selbstbewusstsein und der Glaube an seinen eigenen Fähigkeiten sinkt ab.

Energie kann auf höchst unterschiedliche Art und Weise getankt werden. Grundsätzlich kann man sich diese Gefühlsdimension wie folgt vorstellen:

  • A: hohe Positive Energie
  • B: hohe negative Energie
  • C: geringe positive Energie
  • D: geringe negative Energie

Nur wie findet man heraus ob man A,B,C oder D ist? Hier hilft ein kleiner Selbsttest.

Bevor du weiter liest nehme einen Zettel und einen Stift zur Hand.

Beantworte folgende Frage für dich.:

1. Mit welchen Stichworten würdest Du deine persönlich beste Leistung im vergangenen Twirlingsportjahr beschreiben? Wie war dein emotionaler Zustand während dieser Darbietung?
Mache dir wirklich 5 Minuten Gedanken darüber. 3-10 Stichworte. Versuche zu differenzieren, was du wirklich fühlst. Es zählt nicht das, was andere von dir erwarten würden. Die Wirklichkeit deiner Emotionen gilt es zu erfassen. Allein dies wird für viele bereits eine Herausforderung darstellen. Anschließend versuchst du die Worte unter den verschiedenen Typen herauszusuchen, wo sie am ehesten hinpassen.

  • Für Typ A:
    Wach, energiegeladen, lebhaft, angeregt, stark, begeistert, hoher Teamgeist
  • Für Typ B:
    Nervös, furchtsam, ängstlich, zornig, frustriert, aufgeregt, rachsüchtig
  • Für Typ C:
    Müde matt, erschöpft, ausgepumpt.
  • Für Typ D:
    Gelangweilt, desinteressiert, enerviert, irritiert

Gut gemacht.


2. Nun beleuchten wir deinen körperlichen Zustand, während dieser Darbietung. Wie würdest du dein Energiefeld beschreiben? Welche der unten genannten Bezeichnung treffen am ehesten auf dich zu?

  • Für Typ A:
    Entspannte Muskeln, Zustand innerer Gelassenheit, Konzentriert
  • Für Typ B:
    Angespannte Muskeln, Zustand innerer Erregtheit, Tunnelblick
  • Für Typ C:
    Entspannte Muskeln, Zustand innerer Gelassenheit, Unkonzentriert
  • Für Typ D:
    Geringe bis mäßige Muskelentspannung, Veränderlicher Gemütszustand, Unkonzentriert.


Typ A beschreibt einen Sportler der mit entspannten Muskeln innerlich Gelassen ist und es schafft, seine Konzentration über eine Zeit beizubehalten. Der Zustand ist in keinem Bereich „Überaktiviert“. Es besteht weder Anlass zum Kampf noch zur Flucht. Dies wäre der Optimale Zustand, um persönliche Höchstleistungen zu vollbringen. Die BESTE Möglichkeit für eine gute Leistung! Hier kann 100% gegeben werden.

Typ B ist völlig anders. Eine hohe negative Energie assoziiert sich durch Angespanntheit, eigener innerer Erregtheit – Man starrt ins leer, unflexibel und generell unangemessene Art der auf ein Ziel fixierten Aufmerksamkeit. Dies ist die zweitbeste Möglichkeit einer guten Leistung. Gute Leistung erfordert viel Energie und negative Energie ist besser als gar keine Energie. In diesem Zustand wird ca. 60% des Potenzials ausgenutzt werden können. Man beschreibt dies selbst oft, das Lesitung die OK oder durchschnittlich war. „Hätte schlimmer laufen können“

Typ C: Dieser Sportler lässt sich zu leicht ablenken. Irgendwie beschäftigt man sich leicht mit belanglosen Dingen, fühlt sich unkonzentriert. Nur unter größter Anstrengung gelingt es, sich zu konzentrieren. Meist ist dadurch eine unterdurchschnittliche Leistung das Ergebnis.

Typ D hat es - wie sicher bereits vermutet - am schwersten die Fertigkeit eine gute Leistung zu zeigen. Ob technisch dazu befähigt, spielt dabei nur eine geringfügige Rolle. Die innere Ruhe ist höchst unstetig, genauso wie die Fähigkeit sich zu konzentrieren.


Fazit:
Falls man die Fähigkeit über seine eigenen Grenzen zu gehen erlangen möchte, ist es notwendig sich mit positiver Energie zu füllen. Eine solche Energie kann man erlangen, wenn man mit Spaß, Freude, Liebe, Vergnügen, Stolz, Zielstrebigkeit, Selbstmotivation, Optimismus oder Selbstherausforderung sein Training/Tanz in Verbindung setzt. Der geheime Schlüssel ist also schlichtweg ehrlich gelebte/erlebte Freude am Twirlingsport.



Typ A sagt und glaubt tatsächlich: (keine Bedrohung)

  • Ich will es wirklich
  • Ich fühle mich Herausgefordert
  • Ich kann es


Typ B sagt und glaubt tatsächlich: (Bedrohung)

  • Ich will es wirklich
  • Ich bin nicht gut genug
  • Ich werde es können

Typ C sagt und glaubt tatsächlich: (keine Bedrohung)

  • Ich will, aber so sehr auch wieder nicht.


Typ D sagt: (keine, nur leichte Bedrohung)

  • Ich würde lieber alles andere tun als das.
  • Es langweilt mich.


Die Fähigkeit seinen eigenen Energiefluss wiederholt und immer wieder in Typ A umzuwandeln ist eine erlernte Fähigkeit, die nur wirkliche Topsportler erwerben können. Oftmals erlebt man das sammeln an positiver Energie mit einem starken Gefühl der Angriffslust, Zielstrebigkeit, Entschlossenheit. „Jetzt pack ich es“

(Quelle: Persönliche Bestform durch Mentaltraining, Dr. Loehr)



 

Füße – wo seid ihr?

Was ist eigentlich Fußstreckung? Wo fängt sie an? In den Zehen? Dem Spann? Dem Sprunggelenk?

Huch – so komplex haben viele Trainer und Aktive die Füße der Twirler wohl noch nicht betrachtet. In der Trainingshalle hört man immer wieder: "Streck deine Füsse!!!" Aber wie denn? Wenn ich gar nicht weiß, welchen Bereich ich wie zu spannen habe. Viele Aktive sind einfach überfordert. Kleine Kinder verstehen unter Fuß­streck­ung, ein Einkrallen der Zehen! Das ist es wohl nicht, was der Trainer da fordert. Ich kann auch sehr wohl meinen Spann strecken (dehnen) und die Zehen bleiben davon völlig unbeeinflußt. Genauso kann ich das Sprunggelenk strecken und der Fuß zeigt nach innen. Auch das ist es wohl nicht, was wir sehen wollen.
Was wir wollen ist ein Zusammenspiel des Sprunggelenkes, des Spanns und der Zehen. Also muß der Trainer sämtliche As­pekte bearbeiten. Also – bewußtes Er­arbeiten, Erfühlen der Zehen des Spanns und Sprunggelenk. Das kann ich einzeln er­arbeiten und schließlich Zusammen­führen. Diese Methode bietet sich vor allem bei kleineren Kindern an, obwohl auch die „Alten“ mit der Fußstreckung des öfteren auf Kriegsfuß stehen.

Übungen:
Ohne Schuhe – wichtig da ich sonst nicht sehen kann , was sich am Fuß tut. Die Zehen versuchen einzeln zu be­wegen – ist lustig und macht Spaß. Die Zehen einkrallen und langmachen, aus­­einander falten etc. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Der Spann:
Im Sitzen (auf der Bank oder einem Stuhl) die Ferse,  so weit wie möglich vom Bo­den abheben und wieder senken (halbe Spitze) Zehen fächerförmig aus­­ein­ander­drücken. Genau beobachten und fühlen, wo und wann es anfängt zu ziehen.
Zweite Übung immer noch im Sitzen die Ferse vom Boden abheben und den Fuß dann über die Zehen (Zehennagel be­rührt nun den Boden) führen. Wann zieht es nun? Dies alles im Sitzen ohne Körper­gewicht auf den Fuß zu legen.

Das Sprunggelenk:
Kreisen, strecken, beugen der Füße – nach außen und innen. Bewußtmachen was kann das Fußgelenk alles. Dann im Stehen versuchen das Gewicht auf die halbe Spitze (Zehengang) zu bekommen. Was passiert jetzt im Sprunggelenk? Knickt es nach außen weg? Sofort Korrektur geben, dass das Sprunggelenk bei der halben Spitze nur als Scharniergelenk zu benutzen ist. Also auf keinen Fall ein Abkippen des Fußes nach außen oder nach innen. Die Verletzungsgefahr der stützenden Bän­der ist groß, von der Standsicherheit einmal ganz abgesehen.

An der Wand stehend, beide Hände stützen sich ab. Füße geschlossen, Fersen  zusammen. Nun versuchen langsam auf die halbe Spitze zu kommen. Immer wieder Korrektur: Füße bleiben zusammen – be­rühren sich an der gesamten Innenfläche.  So wird ein Abkippen nach außen vermieden. Diese Übung in jedem Training mit mindestens 20 Wiederholungen durchführen.

Und ????? :-)

Jetzt kommt zu Bewußtsein, dass eine Fußstreckung mit einer Waden­muskulaturkräftigung einhergehen muß. So hängt eines am anderen. Man muß  ge­lenkübergreifend trainieren. Ich kann nur dann eine gute Fußstreckung erreichen, wenn die dazu gehörenden Muskel­grup­pen gekräftigt und gedehnt sind. In diesem Fall die Wadenmuskulatur!

Laßt es uns angehen, dann sind die Zeiten der Bügeleisen und Plattfußindianer bald Geschichte. Es macht Spaß sich mit den Füßen zu beschäftigen. Es ist auch sehr schön, dass es schnell zu einer Verbesserung kommt, wenn man damit beginnt richtig mit den Füßen zu arbeiten.   S.H.

Bestleistung fängt im Kopf an!

Wie erlange ich Mentale Stärke, um persönliche Bestleistung zeigen zu können.

"Im Training gelingt mir alles, aber auf der Fläche funktioniert es plötzlich nicht so, wie gewünscht." - Diese Erfahrung haben sicher bereits viel Twirler gemacht. Manchmal hält man sich für die einzige Twirlerin, die ihren Tanz „NIE“ hinbekommt. Schaut der „sehende“ Twirler sich um, wird dieser sich bald in guter Gesellschaft befinden. Im Endeffekt kämpft jede Twirlerin – gleichgültig in welchem Leistungslevel sie sich befindet, einen schier endlosen Kampf gegen sich selbst. Motivation allein genügt nicht, um persönliche Bestleistungen zu vollbringen.

Viele können von sich behaupten „Ich liebe Twirling, aber mein Stab macht einfach nicht das was ich möchte“ – „Warum kann ich am Turnier nicht das was ich im Training kann?“ - „Ich bin so aufgeregt und kann meinen Stab einfach nicht festhalten.“ Oftmals recht frustriert oder sogar voller Wut sucht man nach Erklärungen – zunächt werden nur äußere Bedingen als Erkärung gesucht, warum und weshalb dieses oder jenes nicht gelang. Dies ist auch eine „normale“ Erfahrung, die zum Erlernen des Idealen Leistungszustand erforderlich ist. Wenn es der „betroffene“ Twirler schafft in sich hineinzuschauen, wird dieser eine innere Welt aus negativen Emotionen finden. Diese müssen erst einmal bewusst wahrgenommen werden. Wenn man diese auf das wesentliche reduziert drücken sie sich in Gefühlszustände wie: Misstrauen, Frustration, Negativismus, Furcht, Haß, Wut, Angst aus. Gerne gibt man dies natürlich – nicht einmal im geheimen – zu, das evt. man sich ganz allein Steine in Weg legt. Falls man es jedoch schafft, dies zu Erkennen ist der Weg frei für den berühmten „Traumtanz – an dem alles scheinbar einfach wa.“ – „Es hat mir richtig spaß gemacht!“– „Meine Schwierigkeiten waren ganz einfach“ „Ich hatte alle Zeit der Welt“

Im Twirlingsport sind es vorwiegend junge Twirlerinnen, die nebenbei noch während der Pubertät sowieso gegen/mit sich kämpfen. So ist es umso wichtiger, die Wege zu einer persönlichen Bestleistung zu kennen.

Um für sich selbst erfolgreich zu twirlen ist folgendes notwendig:

  1. SELBSTdisziplin: Es ist harte Arbeit ein guter Twirler zu werden. Es erfordert Opfer – die man Twirlingsportler jedoch gerne bringt. Es fällt einem leicht auf etwas zu verzichten, weil es einfach dazu gehört, seinem Ziel zu erreichen. Das Ziel ist, alles auf die nur beste Art und Weise zu trainieren. Es ist dem disziplinierten Twirler klar, dass kein Meister vom Himmel fällt und nur man SELBST seine Ziele aus eigner Leistungsbereitschaft realisieren kann.

  2. SELBSTkontrolle: Die oben genannte Disziplin z. B. gerne, regelmäßig ins Training zu gehen, führt dazu, dass sich der gewillte Twirler permanent weiter entwickelt und zunehmend Kontrolle über sein Tun erhält. Dies zeigt sich vor allem darin, indem dieser beim Üben zunehmend die Fähigkeit erlangt, darüber nachzudenken, was er/sie getan hat und fähig ist auch darauf zu reagieren. Ohne die Fähigkeit sich SELBST zu kontrollieren ist keine Möglichkeit vorhanden sich zu verbessern. Dann bleibt der Traum seinen eigenen perfekten Tanz hinzulegen nur eine Phantasievorstellung.

  3. SELBSTvertrauen: Das erlangen der SELBSTkontrolle führt direkt dazu sein eigenes SELBSTbewußsein zu stärken. Der Twirler weiß, wenn er/sie dieses oder jenes tut, wird der gewünschte Effekt eintreten. Dieser Glaube führt zur Fähigkeit die Fäden selbst in der Hand zu halten und sich unerwünschten Druck wegzunehmen.

  4. SELBSTverwirklichung: Dies ist die Manifestation im Kopf, sein Talent/Fähigkeiten vollnutzen zu können. Dies kann erst geschehen, wenn Schritt 1-3 erfolgreich und konsequent abgearbeitet wurde. Wenn sich der Twirler – gleichgültig welches Level – glücklich fühlt, wenn man an sich selbst glaubt, so wie man SELBST ist, erst dann ist es möglich sein wahres volles Potential zu nutzen. Dann kann man die 100% geben und nicht immer nur auf 60% laufen.

„Erfolgreich ist Seelenfrieden – das Ergebnis von Selbstzufriedenheit in dem Wissen darüber, dass man sein Bestes gegeben hat, um der Beste zu werden, der man je werden kann.“
John Wooden, einer der siegreichsten Basketball-Trainer.

Vielleicht mag der ein oder andere Twirler mal darüber nachdenken, ob in dieser einfachen Anleitung etwas Interessantes dabei sein könnte, dies bewusst umzusetzen. Vielleicht, erkennt der ein oder andere bereits ein Potential, welches bereits instinktiv erfolgreich erarbeitet wurde. Wir alle träumen von dem perfekten Tanz. Es wird Zeit, diesen Traum aus der eigenen Phantasievorstellung herauszuholen und wahr werden zu lassen.

Nicht allein die technische Twirlingpraxis – die durch das regelmäßige trainieren mit dem Sportgerät, als auch am Körper (Fitness, Dehnbarkeit, Körperbewusstsein, Koordination, Tanztechnik...) erworben wird, ist die Basis des erfolgreichen twirlens.

Ein Twirler - der Twirling als Sport betreiben möchte - muss lernen, das die geistige/mentale Fähigkeit ein wesentlicher Bestandteil von erfolgreichen sportlichen Twirlen ist. Mentale Stärke ist keine angeborene Fähigkeit, die man hat oder eben nicht.

Mentale Stärke ist eine Fähigkeit, die man erwerben kann. Man erlernt sie genauso, wie man es erlernen kann z. B. 2 Spin richtig auszuführen. Es bedarf jedoch regelmäßigen trainieren des „Kopfes“, damit ein Twirler diese Fertigkeiten erlernen kann.

Das wesentliche ist:
Nur wenn ein Twirler innerlich stärker sein WILL, dann KANN er/sie es auch sein!

Motivation – Ein Bericht eines Marathonläufers

Ich habe vor 10 Jahren mit dem Laufen begonnen. Anfänglich konnte ich nur 1 Km laufen dann hatte ich keine Luft mehr, da ich nicht nur unsportlich sondern auch übergewichtig war. So verging einige Zeit in der sich nichts veränderte. Dann wollte ich mehr, ich wollte es schaffen einen Marathon durchzulaufen. Ich überschlug wie lange Zeit ich wohl brauchen würde. Zugegeben, heute weiß ich, dass ich recht großzügig in meiner Berechnung war. So begann ich mir kleinere Ziele zu setzen. Ich sagte ich mir:“ so morgen gehst du 2 Km.“ Während des Laufens sagte ich mir immer wieder:“ du schafft 2 du kannst das“. Oder ich steckte mir Streckenziele:“ morgen gehst du bis zu dem oder dem Punkt“. Ich bemerkte wie einfach es war durch Selbstgespräche mich selbst zu motivieren und machte mir einen Trainingsplan. In 4 Tagen 4 Km und so weiter. Irgendwann begann ich als ich die Kilometer die ich laufen wollte erreicht hatte mir Zeitvorgaben zu setzen. Mit jedem Teilziel, das ich erreichte, habe ich mich belohnt ( wenn du das heute schaffst gehst du ins Kino) Ich habe die erreichten Ziele mir oft danach noch vor Augen geführt und mich nochmals gefreut. Man muss also versuchen, sich selbst - von innen heraus - so effektiv wie möglich zu motivieren. Erste Voraussetzung dafür ist, dass man einen Sinn in seinem Tun erkennt.

Merke: Erkenne den Sinn des zu lernenden Stoffs! Der Sinn wird meist erst in Verbindung mit der Zielsetzung deutlich, also muss man, um sich den Sinn wirklich klar machen zu können, auch das Ziel möglichst klar formulieren.

Merke: Mache dir deine Ziele klar und behalte sie im Auge! Ein Ziel zu haben allein wird als Dauermotivation allerdings keineswegs ausreichen. Also unterteilt man das Gesamtziel in verschiedene, erreichbare Etappenziele. Durch das Erreichen dieser Teilziele hat man ein (mehr oder minder) kleines Erfolgserlebnis. Dieser erlebte Erfolg wird die vorhandene Motivation verstärken.

Merke: Teile dein Hauptziel in mehrere kleine und ebenso konkrete Zwischenziele ein!

Und: Führe dir deine Teilerfolge vor Augen, und nimm dir die Zeit, dich auch darüber zu freuen!

Man könnte sich bei Erreichen eines Teilziels wie z.B. eine Twirlingübung zu beherrschen mit einem Abend im Kino belohnen, beim Erreichen von der Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft z.B. mit einem schönen Eis. Ein Tipp an die Trainer: Motiviert eure Sportler mit dem Spendieren eines Eis bei erfolgreicher Zielerreichung. Die Ziele nebst dem „Bonbon“ sollten jedes Jahr, wenn mit dem Einstudieren der neuen Tänzen begonnen wird, gemeinsam festgelegt werden. Es ist auch schön diese schriftlich wie in einem „ Vertrag“ zu fixieren.

Auch Durststrecken sollte man vermeiden. Nichts ist motivierender als Erfolg, und eben diesen sollte man durch erreichbare Teilziele oft erfahrbar machen (siehe oben).

Zusammengefasst sind also die wichtigsten Regeln für erfolgreiche Motivation: Erkenne den Sinn des zu lernenden Stoffs!

Mache dir deine Ziele klar und behalte sie im Auge! Teile dein Hauptziel in mehrere kleine und ebenso konkrete Zwischenziele ein! Führe dir deine Teilerfolge vor Augen, und nimm dir die Zeit dich auch darüber zu freuen und zu belohnen!

Wie bekomme ich meinen Tanz ohne Drop hin?

Es gibt verschiedenen Leistungsstufen, die überwunden werden müssen, damit jeder Twirler einen O Droptanz auf die Fläche zaubern kann. Leider gibt es dafür keinen Zauberspruch. Generell gilt, bin ich bereit daran zu arbeiten meinen Tanz mit O Drops hinzu legen? Will ich das oder ist es auch OK, wenn ich 3-4 Drops mache. Vielleicht ist die Toleranzschwelle, wieviel Drops ich mir erlauben darf, schon relativ hoch. Normalerweise weiß ein Twirler, was er in seinen Tanz zeigen kann. Was zum Turnier nicht gekonnt wird, sollte vereinfacht werden.

Es gilt zunächst einmal die Folgenden Leistungsstufen zu erreichen:

1. Kann ich alle Übungen in meinem Tanz wirklich?

2. Kann ich meine Übungen im Tanzablauf in der Choreografie?

3. Kann ich den Tanz mit Musik ohne Drop? (Ausdruck nicht vergessen:-)))

Das wichtigste ist:

Glaube ich selbst daran, dass ich meinen Tanz mit 0 Drop hinbekommen kann? Will ich das wirklich? Fixiert man sich auf irgendwelche „Kampfübungen“ bekommen sie einen höheren Stellenwert als ihnen eigentlich zusteht. Dann ist es nahezu unmöglich, diese am Turnier in Streßsituationen hinzubekommen. Behandle in jedem Training alle Übungen gleich (auch die Körperarbeit;-). Eine gute oder schlechtere Benotung hängt niemals von einer einzigen Übung ab. Es gilt ein Gesamtkonzept einer hoffentlich vom Trainer durchdachten Choreografie zu präsentieren.

Leider geht es einfacher alles schwarz zu sehen, als weiß. Also macht Euch locker, glaubt an Euch – Ihr könnt alles was ihr wirklich von Herzen wollt! Es geschieht immer so, wie man es sich vorstellt. P-R

Ohne Dehnung geht nichts!

Twirlingsport besticht durch eine Vielfalt des Körpers und des Stabes. Die Entwicklung geht immer weiter, neue Übungen werden konzipiert, der tänzerische, körperliche Bereich – nicht nur zur Freude der Zuschauer – separat immer deutlicher in den Blickpunkt.

Es ist nicht weiter verwunderlich, dass Sportler, die ihren Körper in allen Bereichen bearbeitet haben: Kräftigung, Mobilisierung + Dehnung gerade beim Twirlingsport viel schneller Erfolge erzielen können.

Wie schön kann z.B. ein Illusion aussehen, aber wie oft sehen wir es? Meist wird sich todesmutig mit dem Oberkörper nach unten geworfen, der Rücken anmutig gerundet, das Standbein zur besseren Fixierung eingeknickt und das Spielbein befindet sich, im optimalen Fall, gerade einmal in Höhe des unteren Rückens, der Fuß des Spielbeins bildet im 90 Grad Winkel den Abschluss dieser wunderschön anzuschauenden Illusion.

Und warum????

Ganz einfach: Die Muskulatur des Sportlers ist einfach nicht in der Lage sich dementsprechend zu dehnen. Die Rückenmuskeln sind verkürzt. Vielen Sportlern ist ein nicht möglich aufrecht mit gestreckten Beinen auf dem Boden zu sitzen.

Der Beinbiceps – hinterer 2 köpfiger Beinmuskel ist verkürzt – die Sportler können im Stehen mit gestreckten Beinen nicht die Hände flach auf dem Boden aufsetzen.

Die Hüftmuskulatur wird vom Sportler überhaupt nicht wahrgenommen:“ wie ??? Da ist auch ein Muskel??“

Genau so ist es, werden nun viele sagen- aber… was soll ich dagegen tun? Nun, eigentlich ganz einfach in jedem Training Dehnungsübungen einbauen.

Es nützt allerdings überhaupt nichts und ist in diesem Fall auch schädlich sich im Training mit voller Kraft 1–2 Mal in eine Dehnung hereinzupressen.

Der Muskel ist mit einem Gummiband vergleichbar – langsam in die Dehnung hineingehen – an der Stelle wo es nicht mehr weitergeht – halten !!!! nicht nur 2 Sekunden – sich selbst den Befehl geben weich zu werden mit der Dehnung mitgehen, nicht dagegen arbeiten. Wenn man es geschafft hat, einige Zeit in dieser Stellung zu bleiben, wird es möglich sein ein Stückchen weiterzukommen. Genauso langsam muss aus dem Dehnungszustand wieder herausgegangen werden. Unterbricht man abrupt eine Dehnungsübung – schnellt das Gummiband zurück- das tut weh und ist auch gefährlich.

Dehnung ist zeitaufwändig!!!!

Schafft man es jedoch kontinuierlich an der Dehnung zu arbeiten, wird man in kürzester Zeit Erfolge bei sich feststellen können.

Einige Übungsbeispiele:
Auf dem Boden mit gestreckten Beinen sitzend die Hände flach neben die Beine aufsetzen.

Der eine kommt vielleicht mit den Händen nur in Kniehöhe der andere bewegt sich schon in Richtung Fußknöchel – Trainingsziel ist erreicht, wenn die Hände flach neben den gestreckten Fußspitzen – der Oberkörper auf dem Oberschenkel und das Kinn auf dem Schienbein liegt.

Dies kann in kontinuierlicher Arbeit bei 2–3 maligem wöchentlichen Training in ca. 8 Wochen erreicht werden !!!!

Auf dem Boden mit gespreitzten, gestrecketen, Knie nach außen gedrehten –Beinen sitzen. Hände wieder, so weit es mög?lich ist, nach vorne flach auflegen. Rücken lang machen, warten bis der Schmerz etwas nachlässt, dann mit den Händen ein Stück weiter nach vorne rutschen, warten bis der Schmerz nachlässt usw.

Ziel: der Oberkörper liegt flach auf dem Boden auf – die Beine sind fast zum Männerspagat gespreizt, die Schnürsenkel zeigen nach oben außen.

Man glaubt es nicht- jeder (!!) kann es schaffen.

Zähigkeit siegt

Keine Brachialgewalt – lieber langsam aber kontinuierlich arbeiten.


Ausfallschritt nach vorne- beide Hände setzen neben dem Fuß auf, nun wird das hintere, gestreckte Bein langsam immer weiter zurück geschoben. Immer zwischen?durch halten, Dehnung wirken lassen und dann weiter.

Langsam aus der Dehnung zurückkommen und mit dem anderen Bein beginnen.

Nach ca. 4-8 Wochen konsequenten Übens führt diese Übung zum Erfolg – Spagat!

Man kann diese Übung auch mit tiefem Ausfallschritt zur Seite ausführen.

Der D.T.S.V möchte die körperliche Entwicklung weiter fördern und hat neue Gradübungen entwickelt.

Der Spagat z.B muss nun für Grad 1 gezeigt werden!

Also los, fangt an die Dehnungsübungen in euer Programm aufzunehmen. Dann sind die neuen Grade körperlich kein Problem für euch und wir sehen beim Turnier ein Illusion, wie es sein soll – Oberkörper flächig am Oberschenkel und die Beine zum Spagat gespreizt. In der Sason 2006/2007 geht’s los.

Wie man weniger Drops macht & 5 Punkte Bonus kassiert

"Wenn diese nervigen Drops nicht wären, hätte ich ja die Qualifikation geschafft."

Hach so geht es so manchen Twirler. Der strenge Punktabzug von 1 Punkt je Drop hat bisher auch nicht dazu geführt, das an den Turnieren weniger Drops gemacht werden. Immer wieder werden nicht gekonnte Übungen immer wieder gezeigt.
Eine leichte Verbesserung ist bei den Teams zu erkennen, dennoch bleibt die Qualifikation eher ein Glücksspiel.

Tipp 1: Zeige nur Übungen, die im Training immer gekonnt werden.
Für Teams gilt: ... Übungen, die von ALLEN gekonnt werden!
Es gibt einen Unterschied zwischen theoretisch KÖNNEN und auch PRAKTISCH können.  
Zum einen liegt dies oftmals daran, das Twirler der Ansicht sind, dass sie eine Übung können, wenn sie diese im Training 3x fangen. Zur allgemeinen Information: Können heißt von 10 Versuchen 10x fangen.
Zudem kommt an den Turnieren noch die Aufregung dazu. Manchmal kann ein Twirler eine Übung am Turnier nicht mehr. Das sollte der "schlaue Twirler" spüren und diese dann entsprechend weglassen. Für den Twirler heißt dies im Training mehr üben  - nein, eher trainieren -  bis man komplett davon überzeugt ist und dieses Selbstbewußtsein aufgebaut hat, dass nun auch am Turnier diese Übung her muss.

Tipp 2: Oben beschriebene Risikoübungen immer am Schluss zeigen.
dann ist es nicht schlimm, wenn der Stab am Ende fällt, da der ganze Rest ja gekonnt wurde. Falls dies nicht der Fall war, ist es geschickt auch diese "Risikoübung" während des Tanzes zu streichen und die Übung zu vereinfachen. Der tanz an sich sollte also nicht ausschließlich aus Übungen bestehen, die mit einer Chance von 50/50 zu realisieren sind.
ACHTUNG: Keine Übung 2x zeigen!!! Das kommt bei den Juroren nicht so gut an.

Tipp 3: Gute Basistechnik nützt in Extremsituationen.
Drops passieren auch oft, weil entweder die Stabtechnik oder die Körpertechnik und schlimmstenfalls beides schlecht ist. Es leuchtet jedem Twirler ein, wenn ein Twirler in Stress ist reagiert der Körper irgendwie anders als normal. Auf einmal hat man keine Kontrolle über seinen Körper. Der Baton wird - wenn man in "Wallung" ist - plötzlich höher geschleudert. Besonders, wenn man so knapp an der Rille abwirft, wird der NICHT KORREKTE "Kreis" beim Abwurf plötzlich größer. Die natürliche Folge ist ein Drop.


Interessant ist es zu beobachten, dass bei den Mini-Freestylern und auch im Dance das "Dropproblem" zum Teil schon besser realisiert und minimiert wird. Dies ist eine sehr erfreuliche Entwicklung und läßt für die Zukunft hoffen.

Jetzt müssen es nur noch die Großen nachmachen.

 

Twirlingsport trainieren wie geht das?

Ein guter Sportler wird beim Lesen dieser Überschrift schmunzeln. Trainieren - das machen wir doch beim Twirling alle- werden sich viele Denken. Doch so klar, wie es auf den ersten Blick erscheint, ist dieses Thema - Twirling als Sport entsprechend zu trainieren - wirklich nicht.

Ein effektives Twirlingtraining bedeutet ein Begreifen, Erarbeiten, Automatisieren und Verfeinern von Körperbewegungen und deren Techniken und dies alles im Zusammenspiel von Stab und Körper.

Sicher werden schon viele - nicht selten bei Pflichtlehrgängen - die Erfahrung gemacht haben, als hätten Sie zum ersten Mal einen Fehler erklärt bekommen und auch verstanden. Sehr oft meinen die dazugehörigen Trainer nicht selten "Ei, das erzähl ich dir doch seit 2 Jahren.." ;-) Ein Sportler kann sich nur etwas erarbeiten, wenn die Aufgabe als solches verstanden wurde. Wie so oft praktiziert, führt ein stumpfes Nachmachen (Kopieren) von Bewegungen bringt zu keinerlei der viel gewünschten Fortschritten. So ist es nicht verwunderlich, dass einige unserer Sportler mit dem Training auf Kriegsfuß stehen. Besonders die Trainer, die mit Anfängern arbeiten, sollten von Anfang an daran arbeiten, den Kindern "selbstdenken" spielerisch nahezubringen. Kinder sollten lernen, zu erkennen, wie etwas richtig aussieht.  Vorallem sollten Sie lernen, auch wenn sie selbst noch nicht in der Lage sind, eine Übung richtig zu können, diese bei den anderen anzuerkennen.

Die Pünktlichkeit und regelmäßiges Training sind auch Aspekte, die so früh wie möglich erlernt werden sollten. Dabei kommt es zunächst nicht auf die Menge an. Die Kinder sollten von selbst die freude an Mehr Training entdecken. Die Realität sieht leider noch etwas anders aud.  So manch einer kommt mehr oder weniger pünktlich in die Halle, kommuniziert erst einmal ausführlich mit den Trainigskameraden, wobei nebenher mit uneffektivem Aufwärmen, halbherzige Dehungsübungen mit offensichtlichen 0-Effekt gemacht werden.

Anschließend ergreift man das Stäbchen und fängt mal an. Basistechnik - naja nicht so spannend, brauchen wir nicht - lieber mal eine Übung machen, die man sich bei einem Startwirler abgeschaut hat. Nachdem man die Übung ca 5 – 6 mal probiert hat, wobei man es vielleicht einmal zufällig geschafft hat, den Stab einigermaßen korrekt zu führen geht man zur nächsten Übung über.

Was habe ich jetzt gelernt – mir erarbeitet – automatisiert oder verfeinert?

NICHTS !

Korrekturen im Training selbst weiter bearbeiten

Die meisten Twirler bekommen von seinem Trainer eine korrekte Beschreibung, der zu erlernenden Bewegung. Auch an Lehrgängen werden Übungen genau erklärt, gezeigt. Nun ist es am Twirler sich am neu erlernten zu versuchen, bis die Übungen korrekt umgesetzt werden können.  Twirlingsport ist sehr komplex. Es reicht einfach nicht nur die Stabtechnik oder nur den Körper zu bearbeiten oder nur Schleudern, oder nur rollen oder nur Flips oder nur Tanztechnik zu üben. Bei einem dauert dies länger, bei anderen länger. Wenn in allen Modes gearbeitet wird, relativiert sich so manches Talent. Der Twirlingsportler arbeitet an diesen Übungen mit Freude. Der Breitensportler empfindet dies eher als langweilig.

Wird eine Twirlingübung z.B. bei Erlernen eines Flips erlernt kommt nach dem Ablauf und dem beherrschen des Abwurfes, das korrekte fangen. Wird das gekonnt, werden Füße geschlossen – freier Arm eingestützt– Kopf auf – nicht vor den Schultern – Po eingezogen – Körper gespannt. Die Abwurftechnik verfeinert, das fangen verbessert. Nur an diesem kleinen Beispiel kann man erkennen, dass es wirklich nicht einfach ist Twirlingsport zu beherrschen.

Wenn es noch ganz hart kommt, soll der Twirler die Flips auch noch mit einer Schrittkombi verbinden – oha dann wird es richtig kompliziert.

Ein guter Trainer beobachtet seinen Twirler – was nicht heißt, dass er sich eine halbe Stunde lang eine Übung anschaut und gibt bei Gelegenheit eine Korrektur (Keine fünf!), die den Twirler weiterbringt. Erarbeiten - so schrecklich diese Erkennis auch sein mag - muss sich der Twirler seine Übung alleine!

Der ausgebildete Trainer wartet mit manchen Korrekturen erst, bis der Twirler sich ein gewisse Basis erarbeitet hat. Geschieht dies nicht, bleibt der Twirler eben stehen und kann sich nicht verbessern. Oftmals genügt es dem Twirler auch, wenn er die einigermasenn kann. Perfekt können es ja die Twirlingsportler machen und überhaupt, das geht ja eigentlich gar nicht besser.

Wer einmal auf einem internationalen Turnier in der Aufwärmhalle Twirler anderer Nationen beobachtet hat, wird aus dem Staunen wohl nicht herausgekommen sein. Da wird eine Übung bis ins Detail, d.h. auch mit dem dazugehörigen Gesichtsausdruck, entsprechender Körperspannung, Körperbewegung immer und immer wieder geübt. Es wird an sich gearbeitet und dadurch auch verbessert. Der Trainer kommt ab und zu vorbei, schaut sich das Training interessiert an, gibt vielleicht eine Korrektur oder auch nur eine Aufmunterung und geht dann weiter. Und man glaubt es nicht – der Twirlersportler trainiert weiter diese Übung.

Bei uns ist es häufig so, dass wenn der Trainer sich mit einem Twirler beschäftigt hat, erst einmal die Luft raus ist, eine Pause gemacht werden muss oder interessiert den Trainingskameraden zugeschaut wird. Das ist dann der Moment wo der Trainer – der es natürlich bemerkt – auch wenn es in seinem Rücken geschieht, wie Rumpelstilzchen auf den Boden aufstampfen könnte.

Ein Trainer ist nicht der Entertainer seiner Sportler. Und vor allem, die Erkenntnis der Twirlingsportler die Übung komplett (!!!!!!) d.h. mit Ausdruck, Körperspannung etc. zu trainieren ist zwar immer wieder vorhanden. Doch der verflixte Schweinehund lässt sich einfach nicht vom Bein abschütteln.

Es ist für Deutsche Twirler sehr scher mit Disziplin an einer Übung immer und immer wieder – mit anderen Schwerpunkten – Konzentration auf Stab – dann Füße, Kopf, Arm, Schulter, Gesicht, zu arbeiten. Hat man dies erst einmal geschafft, wird man feststellen, das es wirklich nicht langweilig ist nur eine Übung zu üben. Es macht doch Spaß, wenn man merkt, dass auf einmal die Füße mir nicht mehr im Wege stehen, da ich gelernt habe die Schritte richtig zu machen – der Stab rund läuft, weil ich ihn im richtigen Moment korrekt auflegen kann usw.

Es geht nur so und nicht anders!

Alle anderen Nationen bekommen auch nichts geschenkt. Es muss sich alles erarbeitet werden und das ist das spannende an Twirlingsport. Auch ein Japaner kommt nicht mit dem Stab in der Hand auf die Welt. Aber sie arbeiten diszipliniert und auch noch mit Freude an ihrem Sport. Sie sind stolz darauf mit dabei zu sein und nur als Ersatz im Kader zu sein.

Training ist Freude – ein Turnier ist dann die Belohnung für das Training. Am Turnier zeigt man, was man KANN und nicht das, was man gerne können möchte.


Qualifikation durch regelmäßiges Twirlingtraining

Jedes Jahr um die gleiche Zeit ist es wieder soweit, nach dem ersten Turnieren zeigt sich, wer evt. Chancen hat, sich für Europa- oder Weltmeisterschaften im Twirlingsport zu qualifizieren. Die Qualifikationspunkte – best. aus: Durchschnitt von bestem Ergebnis Qualifikationsturnier und bestes Ergebnis Deutsche Meisterschaft – müssen in den in Freestyle/Duo/Team/Gruppe erreicht werden. Dazu Kommen die erforderlichen Plätze. Für EM die ersten vier Plätze, WM die ersten 3 Plätze im Freestyle zu erreichen im Duo. Ein Team/Gruppe qualifiziert sich durch höchste Punktzahl an der Deutschen Meisterschaft in Kombination mit bestem Ergebnis aus dem Qualifikationsturnieren.
Seit 2008 zählt auch der LT (Leistungstest für Twirlingsportler) der in den Vereinen regelmäßig trainiert wird und mit „alles in Gut“ absolviert werden muss mit dazu.
Sind die oben genannten Plätze und bestenfalls auch Punkte erreicht, so gilt es auch den „LT“ mit „alles in gut“ bei den landesweiten Mai-Lt’s abzuschließen. Erfolgt dies nicht, können weitere Twirlingsportler/Duos/Team/ Gruppen (nur für EM) bei erreichen der Qualifikation und erfolgreichen abschließen des „LT’s“ nachrücken.