Bei uns ist Twirling Sport!
Storyboard - intern. Turniere
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EM 2009 - Katharina Kling und das Duo Stephanie Wagner/Annemarie Schulz im EM-Finale

Das Kadertraining, deutete es bereits an, die Deutschen Twirlerinnen haben sich technisch und auch mental verbessert. Der Umgang miteinander verlief offen und teilweise sogar recht lustig.

In Straßburg traf man sich zum Musiktest am Donnerstag. Durch die günstige Auslosung war Deutschland das letzte Land an diesem Tag. In entspannter Atmosphäre wurde der Musiktest von allen Twirlerinnen gut gemeistert. Die Halle wurde für "gut und gemütlich" befunden. Der Französische "Hausitaliener" bereitete für alle ebenfalls als "gut" befundenes Essen zu. Da man keine unnötige Experimente machen wollte, was diese die allabendliche Anlaufstation.

Die Deutschen Starterinnen konnten alle mit ihren Darbietungen zufrieden sein. Jeder präsentierte seinen persönlichen Leistungsstand gut. Besonders hervorzuheben waren da die Tänze von Diana Eisenzapf, Katharina Kling und das Duo Schulz/Wagner. Sie führten ihre Tänze nahezu fehlerfrei der internationalen Jury vor.
Das Starterfeld war erwartungsgemäß sehr eng bei den Freestyles gingen 48/49 Starterinnen in die Vorrunde. Es war klar, das die Jury Fehler gnadenlos bestrafen mussten. Vertreten wurde Deutschland durch Sabrina Irion, Larissa Werlein und Leona Muskat. Da die Drops abgezogen wurden, ergaben sich interessante Platzierungen. Man kann sich sicher gut vorstellen wie geschafft, die internationalen Jurydebütanten nach der Vorrunde waren.
Die 30 Besten durften ein weiteres mal im Semifinale am Samstag tanzen. Bei den Junioren waren es Diana Eisenzapf und Beatrice Adelmann die sich dann auf Platz 13 und 14 nach dem Semifinale wiederfanden. Bei den Senioren konnten sich Svenja Schneider und Katharina Kling durchsetzen. Für Svenja war es am Ende der 29. Platz und Katharina Kling konnte sich mit ihrer gelungenen Choreografie und einen tollen Ausdruck das Finale sichern.

Das durch die LT-Absolventen Svenja Schneider und Jannika Rühl kurzfristig erweiterter Nationalteam konnte sich gut präsentieren mit nur 5 Drops konnten sich auf ihren 9. Platz freuen. Dafür das sie in dieser Formation zum ersten mal getanzt haben, besonders bemerkenswert. Ein Tag umstellen, insgesamt ca. 4 Stunden für die zugegeben wenigen Exchanges. Dazu an 4 Tagen je 1 Stunde Teamtraining und ein paar mal auf Musik gemacht. Um in den Teams, die durchweg gut waren sich weiter vorne zu etablieren, ist es notwendig noch mehr an der Basistechnik, Laufwegen und vor allem an den Exchanges zu arbeiten. "Also mit den Exchanges, da müssen wir aber noch was tun. Da sind die anderen Besser." meinte Larissa Werlein nach der Vorrunde der Teams. Die Trainer nickten nur "Joo, machen wir."
Da dieses Team erst am Anfang seiner Laufbahn steht, kann der D.T.S.V. sich auf eine erfolgreiche Zukunft im Team freuen, wenn weiterhin so konzentriert an den Verbesserungen gearbeitet wird.

Deutschland im Finale nicht schlecht.
Katharina Kling, freute sich sehr und trat souverän und glücklich an den Start und tanzte den allerbesten Tanz in ihrer Twirling Karriere. Gut getimt. Belohnt wurde sie mit einer hohen Wertung: 6er man kann es kaum glauben. Die erste Deutsche Twirlerin, die eine 6 bekommen. Sensationell.
Das Duo Stephanie Wagner und Annemarie Schulz taten es ihr gleich. Sie zeigten auch im richtigen Moment absolute Bestleistung und konnte sich vom 6.ten auf den 5.ten verbessern. Die Deutschen Fans waren schon sehr begeistert, dass unsere Finalisten so gut waren.

Fazit: Unsere Tänze und sogar unsere Technik wurde von den anderen Ländern gelobt. Wir fallen unter den Europähern positiv auf. Die Einführung der LT's hinterlässt offensichtlich ihre Spuren. Daran müssen wir weiter konsequent arbeiten. Insgesamt betrachtet wurden die Tänze für Deutsche Verhältnisse wirklich gekonnt präsentiert. Diejenigen, die ihren Tanz durchgebracht haben, wurden sofort besser bewertet. Es gilt nun dafür zu sorgen, dass wir in Deutschland in Zukunft mehr fehlerfreie Tänze auf die Fläche bringen. Wir kommen gut an. "Theoretisch ist alles im grünen Bereich. Wir brauchen es nur noch zu zeigen." meinte eine Jurorin, nach dem Jurymeeting.

EM 2009 Straßburg - 2x Finale

Nach bestandenem LT, den Qualipunkten sowie dem Kadertraining war es endlich soweit. Die Deutsche Nationalmannschaft bestehend aus 12 Sportlern, 3 Juroren sowie den Officals, fuhr nach Straßburg. Donnerstag der Musiktest sowie Kostümcheck- die erste Gelegenheit die Wettkampfhalle zu beschnuppern…..allgemeines Credo der Sportler: gute Halle!!

Die schon am Mittwoch Angereisten hatten in der Nähe des Hotels eine nette Pizzeria ausgemacht, die zum Stammlokal der Nationalmannschaft erklärt wurde. Beim gemeinsamen Abendessen wurde über die ausgelosten Startnummern diskutiert…habe ich eine gute oder eine schlecht Starnummer??? Die Juroren wurden befragt was denn besser sei- vorne oder hinten zu starten.

Freitag der Tag der Freestyler
Fast alle deutschen Freestyler starteten in einem Aufwärmblock. Für die Trainer hieß das- flotte Füße zu haben und eine gute Beinmuskulatur um von der Aufwärmfläche zur Wettkampffläche und schnell wieder zurück zur Aufwärmfläche zu kommen, da dort der nächste Athlet wartete.
Als erste startete Sabine Lautenschläger im Juniorfree – ihr Tanz komplett umgestellt- von ihren Horrorschwierigkeiten befreit, konnte sie ihn so souverän darbieten. Nur einen Drop zum Schluss. Feine Leistung! Höchst zufrieden mit sich wackelte sie von der Fläche voll motiviert für das nächste Jahr.
Im Endklassement kam der 32. Platz heraus.
Als nächste war Svenja Schneider im Seniorfree dran- routiniert absolvierte sie ihr Programm- kleine Wackler hinderten sie nicht daran ihre Stärke – den Ausdruck und Präsenz auszupacken. Ihr interessanter, individueller Tanzstil wurde mit dem 28 Platz- das hieß Semifinale- belohnt.
Direkt hinter Svenja durfte Beatrice Adelmann auf die Fläche. Durch ihr gute Technik sowie Körpergeschwindigkeit konnte sie trotz des nicht optimal laufenden Tanzes den 13. Platz – das hieß Semifinale erreichen.
Dann kam Diana Eisenzapf (Juniorfree)- ihr Tanz wurde im Kadertraining von der Nationaltrainerin Stephanie Paulus-Reschke komplett EM- tauglich umgestellt. Sie konnte ihn kraftvoll und souverän darbieten und wurde mit dem Platz 12- Semifinale- belohnt. Klasse gemacht!
Nun war Katharina Kling (Seniorfree) dran. Konzentriert ging sie auf die Fläche und brachte ihr Programm mit nur einem Drop durch. Erstmals wagte sie es international mit einem Juror in Augenkontakt zu treten und wurde von demjenigen Juror mit der höchsten Wertung belohnt. 6,1 das hatten wir noch nie. Platz 9- auch das hieß Semifinale.
Als letzte deutsche Starterin betrat Ann-Kristin Hildenhagen die Fläche. Sie begann nervös konnte sich aber im Mittelteil deutlich steigern. Die Konzentration reichte aber nicht ganz bis zum Schluss. Für sie kam der 34. Platz heraus.
Ende des ersten Tages. Alle verließen erleichtert die Wettkampfhalle um ausgehungert in unserer Pizzeria einzufallen, sich zu stärken um für den nächsten Tag gerüstet zu sein.


Der Samstag - Halfinale/Team/Duo
Das Seniorduo- Stephanie Wagner und Annemarie Schulz- waren als Erstes dran. In der Aufwärmhalle wurde voll konzentriert der Tanz geübt- sie waren zuversichtlich, dass sie das Ding hinbekommen würden. Auf der Fläche haben sie es geschafft ihre dummen Drops so zu verschleiern, dass das Programm trotzdem harmonisch rüberkam.

Dann….das N-Team

Für die EM auf 8 Personen umgestellt. Erstmals in dieser Besetzung zusammen….die Oldies gaben den Neulingen durch ihre Ruhe Halt. Alle freuten sich darauf, dass es nun losging. Auf der Fläche zeigten sie den Tanz mit nur 5 Drops….voller Einsatz von allen Teammitglieder war zu sehen. Dafür, dass sie in dieser Besetzung genau 5 x trainiert haben war es eine sehr, sehr gute Leistung …..und…..sie waren wirklich ein TEAM!!! Platz 9 ist eine nette Ausgangsposition für die kommenden Jahre.

Weiter ging es mit dem Semifinale der Freestyler.
Als erste startete Katharina Kling. Sie konnte ihre Leistung aus der Vorrunde noch etwas steigern und so auch einigen anderen Juroren eine 6er Wertung aus den Rippen leiern.
Danach bekam Beatrice Adelmann ihre zweite Chance. Wieder bestach sie durch ihre Technik – konnte das Programm aber nicht vollständig durchziehen. So sahen wir teilweise eine völlig neue Kreation. Im Endklassement belegte sie den 14. Platz.
Svenja Schneider, wild entschlossen mehr auszupacken als in der Vorrunde, zeigte mehr Präsenz, die aber leider auf Kosten der Präzision gingen. Am Ende erreichte sie Platz 29.
Als letzte deutsche Starterin betrat Diana Eisenzapf die Fläche. Auch dieses Mal konnte sie durch ihre Kraft und Energie überzeugen und belegte im Endklassement Platz 13.
Ein langer Wettkampftag ging zu Ende. Der Italiener wurde geentert….und dann kam das gespannte Warten. Hatte sich ein deutscher Tanz für das Finale qualifiziert? Als Hansjörg mit den Ergebnislisten den Italiener betrat, herrschte gespannte Ruhe. Und dann…….Seniorduo Platz 6 ,das hieß Finale!!!! Stephanie Wagner und Annemarie Schulz konnten es kaum fassen….die Freudentränen liefen. Und als wäre es nicht genug….Katharina Kling Platz 9- auch das hieß Finale. Die immer so beherrschte Katharina hatte sichtlich Mühe ihre Freudentränen runterzuschlucken. Die Finalisten gingen früh zu Bett- die anderen Sportler hatten viel Spaß an ihrem Spieleabend.

Sonntag - Die Finals, wir mit dabei!
Katharina Kling brachte die beste Leistung dieser Saison. Präsent, sicher, souverän packte sie sogar noch eine weitere Schwierigkeit aus. Eigentlich unfassbar, wenn man bedenkt, dass sie noch vor Jahren immer gesagt hat: ich kann es nur einmal gut. Nun hatte sie sich 3 x kontinuierlich immer etwas mehr gesteigert und ihren 9. Platz nicht mehr hergegeben.
Das Seniorduo schaffte es den Tanz komplett -mit einem dummen Drop, den man kaum gesehen hat, zu tanzen. Sie konnten präsentieren und ihre Stärken darbieten. Im Endeffekt hatten sie durch ihre gute Technik eine Basis, auf die sie sich verlassen konnten und waren daher in der Lage den Tanz harmonisch zu präsentieren. Sie verbesserten sich auf Platz 5!!

Fazit dieser EM 2009
Wir haben uns verbessert, der vom D.T.S.V. eingeschlagene Weg trägt erste Früchte. Unsere Basistechnik von Stab und Körper muss weiter verbessert werden. Wer darauf zurückgreifen kann ist klar im Vorteil. Mental waren unsere Sportler in der Lage diese EM Teilnahme als Herausforderung zu betrachten, der sie sich stellen wollten!
Der Zusammenhalt in der Mannschaft war gut…der Spaß kam nicht zu kurz….gegenseitiges Unterstützen, sei es beim Anfeuern in der Halle oder im Hotel war angesagt. Man hat versucht nicht nur sich selbst zu sehen, sondern auch darauf zu achten, dass es allen gut geht.


Spruch Katharina:
"
Ein Sportler, der an der EM oder WM für Deutschland tanzen möchte, muss mehr bringen als nur Leistung."

EM Tagebuch 2009 - Nationalmannschaft

Die Ankunft
Die Anreise verlief bei allen ohne große Komplikationen. Manche haben sich ein bisschen verfahren, weil das NAVI entweder „falsche“ Info’s gegeben hat, oder man diesem nicht traute ;-)
„Das super freundlich Navi: „Bitte fahren Sie an der ersten Ausfahrt (350) rechts ab“…. hahaha guter Witz! DAS war aber die Ausfahrt 351 und so sind wir falsch abgebogen, weil die eigentliche Ausfahrt 350 die ZWEITE Ausfahrt war xDDDDDD… Aahh sche…. Navi!“
Naja, kann jedem mal passieren. Im Hotel angekommen, wurden wir unseren Zimmern zugewiesen. Die Zimmer waren recht schön, im Gegensatz zu manchen Jahren zuvor. Zwar nicht sehr groß, aber man fühlte sich wohl. Wir packten aus und schauten uns um, und entdeckten direkt gegenüber unseres Hotels einen Lidl. Ach wie praktisch. So konnte unser „Cateringservice Antje&Co.“ direkt vor dem Hotel das Essen einkaufen. Hier einmal im Namen von Allen ein herzliches Dankeschön. Ihr habt das – wie immer – sehr gut organisiert.

Kleiner Zwischenfall
Bea und Anne haben als letzte eingecheckt: Sie bekamen die Zimmernummer 427 auf den Namen Beatrice. Die zwei gingen nach oben und waren erleichtert, dass sie endlich ihr schweres Gepäck abladen konnten. Bea stand in der Tür und wunderte sich, dass jemand im Bett lag. Bea zu Anne: „Da ist jemand andres drrrinnnnööeee!!!“ Hhhmm es war Beatrice von den Schweizern. Ups.
Ok die beiden wanderten wieder nach unten, beschwerten sich und haben ihren neuen Schlüssel/Karte erhalten: 325. Sie stapften nach oben wieder samt Gepäck und wollen zum Zimmer, da sehen sie: „Oooaaaaahhh geil Step und Tiny sind ja direkt neben uns.....ach neeee sie sind IN uns....äähh in unserem Zimmer.“ Na toll. Nun haben die beiden ihr Gepäck stehen gelassen und sind wieder runter gestapft. Diesmal wurde das Missverständnis von unserem Vizepräsident Christoph geklärt. Nächste Nummer 104...sehr blöd, ist ja total weit weg von den anderen. Auf dem Weg nach oben bot Christoph den beiden dann sein Zimmer an und er zog in 104. Freude war bei Anne und Bea zu sehen.
Was ein Zufall, Christoph war direkt neben Step und Tiny einquartiert, jetzt sind Anne und Bea daneben...hehehe.

Nach diesem ganzen Hin und Her haben die beiden leider nur noch 20 Minuten gehabt bis zum Essen gehen. Jetzt aber schnell, ok… umziehen reicht nicht mehr. Step und Tinys Zimmer blieb erstmal ein Viererzimmer samt Gepäck...man muss dazu sagen die Zimmer sind nicht sehr groß.

Alle haben sich schnellstmöglich fertig gemacht und dabei eine Tür entdeckt, die einfach in der Wand endet. Hhhhmmm, neugierig musste man nachschauen. Dahinter ist ja noch eine Tür...man sah es in den Köpfen rattern...auf der andren Seite ist Bea und Annes Zimmer. Sie sind schnell rüber und auf einmal ging bei Tiny und Step die Tür in der Wand auf. Cool aus 1 mach 2: unsere beiden Doppelzimmer wurden zu einem Viererzimmer. Sau geil. :-) Damit niemand unser Viererzimmer entdecken konnte, indem er/sie unangekündigt ins Zimmer marschiert, während die Tür zwischen den Zimmer offen ist, mussten wir uns etwas einfallen lassen. Ein “Zauberwort” musste her. Carina guckte nur auf Annes Leibniz SchokoSticks und unser Passwort war geboren ;)


Kostüm-/Musikcheck
Am Nachmittag hatten wir Kostüm- und Musikcheck. Wir stylten uns und zogen unsere Kostüme an. Wir fanden, dass unsere Kostüme dieses Jahr wirklich alle sehr schön aussahen. Es ging zum Check der Kostüme. Wir wanderten einer nach dem anderen in den Raum und ließen uns begutachten und fotografieren. Anders wie sonst, wurde diesmal nicht so genau auf die Frisur und Schminke geachtet. So blieb uns ein bisschen mehr Freiraum. Viel besser! Auch bei der Frage, ob man einen Piercing trägt, sagte jede von uns nein und neigte ihren Kopf leicht zur Seite, damit der Piercing am Ohr nicht entdeckt wird.  Anne war dabei so aufgeregt, dass sie nicht „Nein“ sagte, sondern nur mmhhh mmhhh (nein) von sich gab und die Lippen zusammen presste. Der „Kostümchecker“ natürlich gleich: „Streck deine Zunge raus.“ Hehe…falsche Vermutung. Gut vom Ohrpiercing abgelenkt Anne.
Endlich konnten wir die EM-Halle mal von innen betrachten. Kaths Kommentar: „Die ist aber nicht sehr hoch!?“ Naja das täuschte wohl. Als wir auf dem Parkett standen und unsere Stäbe hochschleuderten stellte sich schnell heraus, dass die Halle mehr als genug hoch ist. Keiner von uns musste bedenken haben, seinen Stab an die Decke zu werfen. Wir fingen an in unserer Reihenfolge mit Musik zu tanzen. Es haben alle Tänze recht gut geklappt, auch wenn ein paar von uns einen zweiten Anlauf gebraucht haben. Bei Bea und dem Duo gab es kleine Probleme mit der Musik. Einig Töne wurden nicht gespielt. Hörte sich sehr gewöhnungsbedürftig an. Man probierte ein weiteres Gerät zum Abspielen der CDs aus. Beim Duo lief die Musik nun einwandfrei. Nur bei Bea konnte das Problem nicht behoben werden. Sie musste mit ihrer veränderten Musik tanzen. Bestimmt auch nicht einfach sich so schnell umzustellen.
Nach dem Kostüm- und Musikcheck hat Diana ein kleines Picknick für uns organisiert. Die Auswahl war sogar noch umfangreicher als unser letztes Picknick am Kadertraining. An dem Picknick waren nun alle auch das erste Mal an der EM vereinigt: Athleten, Trainer, Juroren und natürlich auch die Mütter und Väter. Wir hatten uns ein schönes Plätzchen neben der Halle auf den Treppen ausgesucht. „Dankeschön, war echt lecker!“
Sabine Lautenschläger hatte sich wohl am Musiktest oder auf der Bank beim Picknick (ich weiß dass nicht mehr so genau...) einige kleine Holzsplitter in ihr Bein „gerammt“

Randbemerkung: An dem Platz von der Bank, wo Sabine sich verletzt hatte, saß Bea, unsere kleine Weltmeisterin im Verletzungen bekommen auch vorher und hat sich wundersamer Weise NICHTS getan! Phänomenal! :D

Und so haben dann einige Mädels nach und nach an Sabine´s Bein „rum gedoktert“ und versucht die Splitter aus ihrem Bein heraus zu bekommen. Sabine musste reichlich ihre Zähne zusammen beißen und war den Tränen nahe. Zwischendurch brachte Lucia ein bisschen Salbe, die Sabine auf die Wunde machen sollte. Anfangs war Sabine voller Euphorie, endlich eine Salbe, die die Schmerzen lindern sollte, zu haben, doch danach stellte sich heraus, dass die Salbe wie Feuer brannte. Sabine fühlte sich nicht wirklich besser, doch schließlich hat Ivette alle Splitter mit einer kleinen Pinzette herausbekommen – alles wieder gut!

1. Abendessen zusammen
Wir hatten gleich schon am ersten Abend eine Pizzeria direkt neben dem Hotel entdeckt und ausgetestet. Leider konnte kaum jemand von uns Athleten französisch, sodass wir uns gegenseitig ein wenig auf die Sprünge helfen mussten. Es hat daher am ersten Abend etwas länger mit dem Aussuchen gedauert und das Bestellen war auch sehr lustig. Die Meisten haben sich versucht mit „Händen und Füßen“ auszudrücken oder haben so getan, als wären sie nicht da, wenn schon ein anderes Mädel für sie mitbestellt hatte...Der Besitzer der Pizzeria hat gleich verstanden, dass er sich bei uns ein wenig mehr anstrengen muss, als nur die Bestellung aufzunehmen.


10.07.2009 - Es geht los
Heute wurde die EM offiziell eröffnet. Die Eröffnungszeremonie war sehr schön gestaltet und Morganne Caro tanzte mit 4 anderen Mädels die Europaflagge in die Halle. Ein sehr schönes Schauspiel J. Im zweiten Block kamen dann endlich, nach unzähligen langweiligen Franzosentänzen, unsere Mädels dran. Sabine, die zum ersten Mal an der EM gestartet ist, zog sich in ihrer Anfangsstellung zwar erstmal ihren Schuh aus, bekam ihren Tanz dann aber doch richtig gut hin. Danach verpasste uns Svenja, durch ihren Ausdrucksstarken Tanz, Gänsehaut. Nur zwei Drops und es war wie immer total schön :) Bea verpatzte ihren Tanz ein bisschen, trotzdem verzauberte sie uns mit ihrem charmanten Lächeln und ihrem Kostüm. Diana bekam, wie erwartet, ihren Tanz sehr gut hin, einfach klasse :) Auch Kath zeigte uns eine perfekte Leistung. Nur ein „Dusseldrop“. Dafür bekam sie sogar 6er von der Klumbi!!! ;) Als letztes ging Tiny auf die Fläche. Zwar lief es bei ihr nicht optimal, trotzdem konnte sie ihre „Dusseldrops“ durch ihre Schwierigkeiten und den schönen Posen wieder gut machen. Nach dem ersten EM Tag haben wir gemerkt, dass wir nicht nur die schönsten Kostüme haben, sondern uns von unserem Tanzstil von den anderen Ländern abheben. Wenn unsere Freestylerinnen nicht gewesen wären, wäre wohl der Rest der Nationalmannschaft, spätestens nach den ersten zwei Blöcken eingeschlafen ;) Wir sind echt Stolz auf euch, ihr wart einfach spitze :) Beim Abendessen wurden uns von Mr. President freudig die Ergebnisse verkündet:


Junior-Freestyle

  • Sabine, Platz 32
  • Bea, Platz 13
  • Diana, Platz 12   ... das heißt: SEMIFINALE für Bea und Diana!! SUPER, Mädels :-)


Senior- Freestyle

  • Tiny, Platz 34
  • Svenja, Platz 28
  • Kath, Platz 9    ... auch hier SEMIFINA LE für Svenja und Kath!!!! JUHUU!!!!

11.07.2009 - Duo, Team und Semifinale
Am Samstag gings los mit den Duos und im Anschluss weiter mit der Königsdisziplin Team. Anne und Step sind morgens sehr früh aufgestanden (quasi 05:00 Uhr!!!), um den perfekten Look zu erzielen (getreu nach dem Motto: “Hauptsache gut aussehen!”) Die Beiden hatten im Duo zwar ein paar dusselige Drops, aber die Schwierigkeiten und die großen Exchanges haben geklappt. Wir warten mal die Ergebnisse ab. So langsam wurde es Zeit, sich fürs Team vorzubereiten. Die Haare und auch teilweise das Schminken wurden schon im Hotel erledigt, man wollte ja schließlich das Seniorduo nicht verpassen. Nach einer kleinen Trainingseinheit draußen auf dem Parkplatz wurde es dann langsam ernst. Die Aufwärmphase verlief ganz gut und das Team war voller guter Dinge, den Tanz gut rüber zu bringen. Kurz vorm Tanzen wurde dann noch der geile, blutrote Lippenstift und die Traubenzuckerlollies von Janni und Jule ( noch mal ein herzliches Dankeschön an die lieben Glücksbringer J) ausgepackt, damit das Team auch richtig gefährlich wirken kann. Im Vergleich zur EM 2007 waren alle “völlig gechillt”und bereit alles zu geben. Das Team betritt die Fläche: Es geht los und alle sind hochkonzentriert. 2/3 vom Tanz waren es sogar 0 Drops. Zu diesem Zeitpunkt spielte das Team mit dem Gedanken, wenn alles bis zum Schluss so gut läuft, das ach so tolle „Passé“ von Mimam auszupacken :P
Man konnte die Spannung förmlich spüren. Im letzten Drittel waren es dann doch noch 5 Drops, aber das Team konnte wirklich zufrieden mit dieser Leistung sein. Dann ging es weiter mit unseren Semifinalisten. Kath musste schon als Zweite ran. Aber auch mit dieser unglücklichen Startnummer kam sie gut klar und überzeugte wieder einmal die Jury mit einem fast fehlerfreien Tanz. Bei Svenja lief es ganz gut, Diana war super und Bea’s Tanz war immer noch verbesserungswürdig.

Am Abend beim Essen wollten wir dann nun die Ergebnisse des Tages verkündet bekommen.

Aber wie immer waren Jörg, Ste und Sanni noch in der Halle und warteten gespannt darauf, dass sie die Listen ausgehändigt bekommen. Dann endlich in der Pizzeria angekommen, war Jörg wie immer die Ruhe in Person. „In der ruhe liegt die Kraft.“  Wir Mädels waren förmlich vor Spannung zerfressen und drängten schon wissenshungrig nach den Ergebnissen… Bleibt Kath auf ihrem hart verdienten 9. Platz? Und haben Anne und Step es im Duo geschafft ins Finale zu kommen???

Jörg liest die Ergebnisse vor: Beatrice hat sich den 14. platz ergattert und Diana den 13. platz! Svenja schaffte es auf Platz 28 und Kath hat ihren Grandiosen 9. Platz verteidigt und steht somit im FINALE!!!

Das Senior Duo von Anne und Step spannte uns richtig auf die Folter. Es waren nur minimale Wertungsunterschiede zwischen Deutschland und England, die alles entschieden, wer ins heißersähnte FINALE kommt. Eigentlich hatten wir schon ausgerechnet, dass unser deutsches Duo auf Platz 7 ist und sich somit keinen Platz im Finale sichern konnte. Es kam darauf an, wie viel Drops bei den Duos gezählt wurden, denn Beide hatten laut unserer Aufzählung 6 Drops. Letztendlich spannte Jörg uns beim Abendessen richtig auf die Folter, sodass man kaum denken konnte wir hätten es nicht geschafft. Und wir hatten sie um ~ 0,2 Punkte geschlagen! Step und Anne stehen morgen im FINALE der Duos!!!!!!!!!!! Wir haben uns sooo sehr gefreut :) Step ist erst mal vor Freude in Tränen ausgebrochen, weil sie schon dachte, sie dürften nicht noch einmal „ran“. Sie wollten so gerne zeigen, dass sie den Tanz können...und das können sie nun auch. Super Mädels!!!!


12.07.2009 - Finaltag und wir mit dabei
Am Sonntag freuten wir uns schon alle auf die besten Tänze der EM. Es waren einige schöne Tänze dabei. Vor allem Kath’s Free haute uns alle ein drittes Mal vom Hocker. Sie hat ihre Darbietung so gut wie fehlerlos präsentiert. Sie wurde dafür belohnt und hielt ihren 9. Platz. Super gemacht, Kath.
Auch das Senior Duo legte einen perfekten Tanz hin. Es klappte einfach alles. Sie überzeugten die Jury und kämpften sich um einen weiteren Platz nach vorne. 5. Platz. Für die restlichen Mädels auf der Bühne waren die beiden deutschen Tänze, die besten Tänze an diesem Tag.
Aber auch ein paar andere Tänze konnte man sich durchaus anschauen – es waren schließlich die Besten 10! Vor allem die Männer haben sich ganz gut (an)sehen lassen. Besonders die Junior Men von den Franzosen- Joffrey Cappi und der „kleine Clown“ waren super! J So langsam werden die Kostüme der Männer, den der Frauen aber immer ähnlicher – na ja, so lange sie keine Body´s tragen. *lach*
Zwischendurch hatten wir auch kleine Sichtprobleme. Die Holländer haben wohl geglaubt, dass sie durchsichtig und die Einzigen wären, die die Finaltänze sehen wollten. Also haben sich mal ganz schnell zehn von solchen orangenen Gestalten direkt vor unserer Nase an das Geländer gestellt – TOLL!...und so vorurteilsfrei wie wir sind, haben wir gedacht, dass die sich dort nur kurz aufhalten wollten. Falsch gedacht!... Nach zahlreichen Aufforderung aus unseren Reihen haben sie es endlich geblickt und sind zur Seite gegangen. Dann hatten wir endlich Ruhe – dachten wir! Der einzige männliche Slowene „VILI“ wollte anscheinend ein paar schöne Fotos machen. Also hat er sich – weil das Geländer ja gerade von den Holländern freigeräumt wurde – auch direkt vor uns aufgehalten und schön ein Foto hier, ein Foto da gemacht und ist rumgetänzelt…soooowas von schwul ^^ …bis Mimam, natürlich vom Rest der Mannschaft angefeuert, sich erbarmt hat, den netten Kerl mal darauf aufmerksam zu machen. Er hat sich zutiefst erschreckt und ist traurig und eingeschüchtert zurück getreten. Toll, Mimam;-) Für den Rest des Tages war die Aktion das Gelächter pur.
Bei den Teams haben wir einige „Blender“ entdeckt. Sogar die Franzosen hatten in der Gruppe zwei Mädels, die zum Schluss nur Doppelillusion ohne Stab mitgemacht haben. Tja, die Franzosen sind halt auch nicht perfekt und wir ein wenig beruhigt. Denn die Gruppe war schon wirklich sehr gut. Leider waren viele Tänze sehr ähnlich von ihrem Stil, da viele Länder die Tänze von den Franzosen einstudieren lassen. WIR NICHT!!!!! Von daher kann man es schon bald nicht mehr Europameisterschaft nennen, denn bald werden wahrscheinlich nur noch wir als einziges „Nicht-Franzoseneinstudierland“ übrig bleiben. Aber dafür haben wir dann auch einzigartige Tänze


Gewonnen hat bei den…

  • Junior Free Woman: Elodie Kupke, Frankreich
  • Junior Free Man: Joffrey Cappi, Frankreich
  • Senior Free Woman: Marina Bernard, Frankreich
  • Senior Free Man: Adrien Sellier, Frankreich
  • Duo Junioren: Morine Carro & Florine Mercier, Frankreich
  • Duo Senioren: Coralie Mappus & Laura Medjahedi, Frankreich
  • Team : Frankreich
  • Gruppe: Frankreich


Positives:

  • Wir haben uns als Deutschland wieder einen Platz nach vorne erkämpft (Platz 9)
  • Die Ergebnisse unserer im Vergleich wenigen Tänze verbesserten sich zu den Tänzen und auch Plätzen der letzten Jahre
  • Unsere deutschen Tänze hoben sich positiv hervor, da sie sich von den Franzosen-Tänzen unterschieden.
  • Wir hatten sehr viel Spaß und einen guten Gruppenzusammenhalt
  • Speziell das Team kann stolz auf die Leistung sein, wurde man doch komplett neu zusammengewürfelt
  • Wir hatten mega viel Spaß und man kommt sich näher (schade, dass die EM so kurz war.. L)

Negatives:

  • Das Semi-Finale dauerte viel zu lange und ist auch nichts besonderes mehr, da so gut wie jeder rein kommt.
  • Dieses Jahr gab es sehr viele gleiche/ähnliche Musiken bzw. Musikrichtungen, was auf die Dauer langweilig wurde
  • Viele Tänze waren langweilig, da so gut wie alle einen Franzosenstil hatten.
  • Die “Twirling-Stars” fehlten, man vermisste doch so einige Franzosen (u.a. Catherine Moua oder Francois Leboucher)
  • Eine zweistündige Siegerehrung durchzuführen hat auch noch niemand geschafft
  • Die Siegerehrung war viel zu lange (2,5 Stunden). Zwar haben die Franzosen eine schöne Aufführung gemacht aber die Zeit im Ganzen hat diese ganz schöne Show wieder wett gemacht
  • Es wurden Athleten geehrt und wir und auch viele andere Länder /Personen wurde einfach vergessen.

Gut zu wissen...
Die Twirlingfreaks unter euch und die, die schon sehr lange dabei sind, werden ihn vielleicht kennen. Der nette junge Mann, der den Kostümcheck gemacht hat und vor dem Tanzen noch einmal die Kostüme geprüft hat, war einer DER MÄNNER aus dem Franzosenteam „Engel und Teufel“ von 1999. Als Mimam dieses Insiderwissen Svenja mitgeteilt hatte, war sie völlig „aus dem Häuschen“, weil sie sich damals die Twirling Video’s mehr als 80.000mal (Zahl Zitat von Bina) reingezogen hatte. Das sind DIE STARS, wie sie es früher einmal für die jetzt „älteren Athleten“ von uns waren. Echt Klasse!
Charlie Luka war da!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Da wurde Svenja noch einmal zum Teenager…aber er sieht auch wirklich gut aus!


Alles in allem
Für uns fast das erste im Gesamten gelungene internationale Turnier. Wir können stolz auf unsere Leistungen sein und sind auf dem richtigen Weg. Das haben wir zum größten Teil unseren tollen Trainern, Juroren und natürlich auch Organisatoren zu verdanken. Ohne euch wäre es nie so schön gewesen.
Die Ergebnisse der EM 09 waren spitze und uns allen hat die EM sehr viel Spaß und manchen auch neue Erfahrungen bereitet.

Anekdoten

  • Bea: “Hat jemand was spitzes????” - Carina: “Ja! Meine Nippel sind spitz!”
  • Svenja: „Wer ist denn der Klöckner“… - „Mimam,...die Maske...“

Noch mal an das N-Team:
Ich bin so stolz auf uns und sehr positiv durch euch aus dieser EM gegangen. Hätte ich am Samstag nicht das Team gehabt, wäre die EM nicht so toll gewesen, wie sie jetzt war. J Es hat mir super viel Spaß mit euch gemacht und ich bin schon ganz traurig, dass es jetzt schon vorbei ist. L  (Tiny)

Fahrt zur WM nach Irland

Ann-Kristin Hildenhagen hat es ja dieses Jahr mit ihrem Freestyle und dem Duo geschafft, sich für die WM in Irland zu qualifizieren, obwohl es lange Zeit nicht sicher war, ob sie nach ihrer Krankheit im April dieses Jahr überhaupt noch mal tanzen darf. Ann-Kristin bekam dieses Jahr Anfang April den EBV-Virus (Pfeifersches Drüsenfieber), bei dem die Leber und die Milz stark betroffen sind. Der Virus lässt diese Organe anschwellen und wenn man Sport macht kann z.B. die Milz reißen und dann besteht Lebensgefahr.

Die ersten Symptome bekam sie kurz vor dem Wettkampf in Mannheim, allerdings dachte da noch niemand an das Virus, sondern alle Ärzte dachten es wäre eine Allergie bzw. nach dem Wettkampf es wäre eine Angina. Leider stellte sich dann doch recht schnell heraus, das es das Pfeifersche Drüsenfieber ist und das kann bedeuten das man bis zu einem Jahr keinen Sport mehr machen darf. Sie musste auch gleich nach dem Wettkampf ins Krankenhaus, weil sie so stark geschwollene Mandeln hatte, das sie nicht mehr alleine trinken konnte und das dann über Infusionen gemacht werden musste. Ann-Kristin hat gekämpft und immer gesagt, bei ihr wird das nicht so schlimm, sie schafft das und wird wieder fit, allerdings hatte sie am Anfang auch stark mit ständiger Müdigkeit und Erschöpfung zu kämpfen, was auch Begleiterscheinungen vom dem Virus sind.

Auch hab ich mir als Mutter natürlich ständig große Sorgen um sie gemacht, weil sie immer wieder gesagt hat, ich schaff das. Zu der Zeit waren wir Dauergast bei Arzt und endlich 4 Tage vor der Deutschen Meisterschaft Ende Mai hat sie vom Arzt das OK bekommen, bei ihr wären alle Werte wieder in Ordnung. Natürlich hat sie immer noch mit der Müdigkeit gekämpft, denn die würde noch eine Zeitlang bleiben meinte der Arzt. Ebenfalls hatte sie natürlich nach fast 8 Wochen ohne Sport, keine Kondition mehr und auch die Konzentration war noch nicht wieder wirklich vorhanden, aber sie hat es geschafft und hat sich durchgebissen und am Ende hieß es sie darf mit ihrem Freestyle und dem Duo nach Irland fliegen.

Natürlich war auch das Training danach noch immer für sie sehr anstrengend und auch die Kadertrainings, aber Susanne meinte, es würde jedesmal besser werden. In Irland selber hat es ihr sehr gut gefallen, die Trainingseinheiten waren manchmal durchwachsen und manchmal gut. Auf der Fläche jedenfalls hat es ihr einen rießengroßen Spaß gemacht und bei ihrer ersten Teilnahme an einer WM im Freestyle hat sie den 22. Platz erreicht, was ich finde schon sehr gut ist. Im Duo konnte man ihnen auch den Spaß ansehen und so haben sie trotz einiger Drops den 8. Platz erreicht, nur 1,76 Punkte hinter dem 6. Platz, der die Finalteilnahme bedeutet hätte.

Als Mutter kann ich nur sagen,
das ich total stolz auf meine Tochter bin,
denn sie hat sich durchgebissen und es geschafft.

Twirling Baton Weltmeisterschaft 2.–8. August ,Limerick, Irland

Zur diesjährigen Twirlingsport Weltmeisterschaft konnten sich 4 deutsche Sportler über den LT sowie die Turniere qualifizieren:

  • Beatrice Adelmann, TV Langenselbold
  • Ann- Kristin Hildenhagen , TV Langenselbold
  • Katharina Kling, TSG Niedergirmes
  • Stephanie Wagner , TV Langenselbold


Als Nationalcoach wurde, wie in den letzten 15 Jahren Stephanie Paulus-Reschke vom D.T.S.V. Präsidium ernannt. Erstmals seit Jahren wurden 2 deutsche Juroren – Sabrina Irion und Larissa Werlein- zur Ausbildung zum WBTF – Juror an dem in Limerick stattfindenden Master Training Program angemeldet. Beide kämpften sich tapfer 2 komplette Tage durch die Disziplinen sowie die Prüfung. Die größte Hürde war für beide die Pflichtübungen sowie das Shortprogramm – Pflicht für Senioren.
Neue Erkenntnisse des Lehrgangs wurden sofort den angereisten Sportlern und Trainern weitergegeben. Ein schönes Gefühl besonders auch für die Sportler. Ihnen wurde deutlich gemacht wo die Bewertungsschwerpunkte für ihr Level liegen. So konnten sie die verbleibende Zeit nutzen genau daran zu arbeiten.

Der sportliche Höhepunkt des Jahres 2008 bildete die Twirlingsport Weltmeisterschaft.

Die besten Sportler aus 19 Nationen stellten sich dem Wettkampf. Für unsere Sportler immer wieder ein absoluter Höhepunkt . Twirlingdeutschland ist eine kleine Twirling -Nation im Vergleich zu Japan- USA- Canada- Frankreich. In diesen Ländern wird der Twirlingsport schon allein durch die Anzahl der Twirler professioneller ausgeübt. Für unsere Sportler immer recht nett zu beobachten wenn z.B. Japaner scheinbar perfekt ausgeübte Übungen wieder und wieder trainieren.


Die von unseren Sportlern erreichten Platzierungen kann man als erfreulich bewerten.

  • Beatrice Adelmann im Juniorfreestyle erreichte das Halbfinale und belegte dort Platz 18.
  • Ann-Kristin Hildenhagen erkämpfte sich bei ihrer ersten WM-Teilnahme im Juniorfreestyle den 22. Platz
  • In der Disziplin Juniorenduo erreichen beide Platz 8.
  • Katharina Kling- Seniorfreestyle- konnte nach schwachem Shortprogram mit einem Kampffreestyle in der Vorrunde doch noch das Halbfinale der besten 20 Sportler erreichen und belegte dort dann den 18. Platz.
  • Stephanie Wagner – Seniorfreestyle – belegte Platz 24 in einem Starterfeld von 39 Sportlern.


Für den Deutschen Twirlingsport Verband ist diese Ausbeute von 2 Semifinalteilnahmen sowie den vorgenannten Plätzen bei einer Mannschaftsgröße von 4 Sportlern erfreulich.
Die Rechnung Qualität geht vor Quantität ist aufgegangen. Schön wäre es, wenn auch in Deutschland mehr Sportler den Twirlingsport leistungsbetont und leistungsorientiert ausführen würden.

Lasst euch von der WM-Teilnehmern erzählen wie es dort abgeht. Das Gefühl an einer Weltmeisterschaft zu tanzen – auf der Fläche mit vielen, sehr guten Sportlern zu stehen wird euch ein ganzes Leben lang begleiten.

Hier findet Ihr Impressionen von der WM 2008:

http://www.youtube.com/watch?v=I4dz4Hv-koE&feature=related

WM-Semifinale im Doppelpack

Mit nur vier Twirlerinnen im Gepäck reiste Deutschland zur WM. Die Entscheidung Beatrice Adelmann, Ann-Kristin Hildenhagen, Stephanie Wagner und Katharina Kling zu nominieren war gut. Qualität vor Quantität. Durch die relativ guten Pflichtübungen hatten die Mädels Startnummern in der Mitte erhalten. Ein gutes Zeichen. Zum Horror von den beiden Coaches Susanne Henkel und Stephanie Paulus-Reschke kam es so, wie es kommen musste. Junioren und Senioren kamen direkt hintereinander. Aber es gelang die Deutschen Twirlerinnen gut an den Start zu bringen.

Alle präsentierten sich gut, wenn auch hier und da mal etwas daneben ging, konnten sie sich durch die nicht immer freiwillige Einsicht, im Schwierigkeitsgrad etwas zurückzuschrauben schnell wieder in Ihr Freestyle einfinden. Mit der dadurch zu erkennenden Choreografie konnten sie sich optimale Ergebnisse sichern. Die Rechnung mit: „...die gleichen Punkte kann man auch mit weniger Stress bekommen“ ging auf. Andere zum Teil auch technisch bessere Twirlerinnen konnten so toll in Schach gehalten werden.

Ann-Kristin Hildenhagen zauberte ein für sich selbst optimales Freestyle hin und belegte einen tollen 22. Platz bei ihrer ersten WM-Teilnahme. Stephanie Wagner, die durch den Pflichttanz eine gute Startposition hatte, patzte leider bei 2 Aerials, die sie aber gekonnte abcancelte und erreichte dadurch trotz allem den 24. Rang bei den Seniorfrauen.

Für Beatrice Adelmann und Katharina wurde der Traum wahr, ins Semifinale bei einer Weltmeisterschaft einziehen zu dürfen. Beatrice verzichtete auf einige Kleinigkeiten und präsentierte sich so überzeugend, dass sie von Platz 20 auf den 18. Platz vorrückte. Auch Katharina zeigte einen schönen Tanz und konnte ihren 18. Platz ohne Probleme in diesem starken Starterfeld halten.

Im Junioren-Duo zeigten sich Beatrice Adelmann und Ann-Kristin Hildenhagen trotz kleinerer „Missverständnisse“ mit einer guten Leistung. Beide konnten sich schnell wieder in ihr Programm einfinden. Am Ende belegten sie einen glücklichen 8. Platz.


Fazit für den Deutschen Twirlingsport Verband

Die Tänze wurden dieses Jahr etwas besser durchgebracht und konnten als ganzes erkannt werden. Dies ist für Deutschland schon ein großer und erfreulicher Fortschritt. Falls Deutsche Sportler in Zukunft einmal den Ehrgeiz besitzen sollten weiter nach vorne kommen zu wollen, sollte noch an drei Dingen gearbeitet werden:.

  1. Wenn es an einem Internationalen Turnier gestartet wird sollte das Ziel sein, keine gute -sondern persönliche Bestleistung - zu bringen.

  2. An der Basistechnik am Baton als auch am Körper konzentrierter Arbeiten.

  3. Die Trainingseinheiten effektiver und konstanter gestalten und zwar von der ersten Trainingseinheit im September bis zur letzten kurz vor dem Tanz an der EM oder WM.


Auch beim Trainieren gilt: Qualität geht vor Quantität. Wobei auch klar ist, dass bei nur 2 Trainingseinheiten in der Woche keine nennenswerte Leistungssteigerung zu erwarten ist. Aber ein richtiger Twirlingfreak hält es ohne sein Stäbchen doch nur max. 1 Tag aus :-)))

WM 10er im Dreierpack

Bei den Seniorenmännern ging die Post ab. Die drei Japaner haben es sich gegeben. Das Nesthäckchen hat einen technisch perfekten Säbeltanz gezeigt. 4-fach Illusion und 3-fach Illusion. Cool. Suishi kam mit seinem Westsite Story Story auch richtig gut an – Ihr wisst ja der Stabschwache ;-)) auch 10er

Und dann kam unser lieber Sasaki mit einem total abgedrehten Buddhistischen Singsang, wo er mit der Hand anfing sich zu bewegen in geraden Bahnen nach vorne lief und mit geschlossenen Augen ---- ich schwöre es ---- ein paar Kontakte machte. Nach einer andächtigen Gebetspose warf er mal ein dreifach Element ein und zog weiter seine geometrischen Bahnen. Ich meinte zur Sanne, die auch völlig aus dem Häuschen war „Der läuft bestimmt ein Mandala!“ Es war totgeil... dann war die Musik fertig und man dachte er sei zu spät mit einem dreifach Element. Fing er in der Hocke, dann stellte sich ganz gerade auf und hielt einfach seinen Arm hoch und kuckte stoisch gerade aus... und genau.....also totalgenau.... kam der letzte Bäng. Wir sind fast abgebrochen.

Ich hoffe, Sie tauchen recht bald auf youtube auf. Wenn die Herren gefunden wurden bitte eine Nachricht an mich. Die habe ich schon gefunden:

Auch die kleine Juniorkatze war entzückend.: schaut mal unter youtube nach:
http://www.youtube.com/watch?v=KnWU4Rc584M


Das war "die", die bei den Junioren gewonnen hat: http://www.youtube.com/watch?v=jS3TJYFh-WM


auch der Schwan kam bei uns gut an: Er war ein toller Schwan und kann sogar "english"

http://www.youtube.com/watch?v=iir3xZCeK48&feature=related

Imaging – das Japan Team Weltmeister 2008

Konsequent ziehen sie ihren neuen Stil durch und haben sich mehr verbessert. GETANZT wurde auf einer coolen Version von John Lennons imaging. Im Jurymeeting bereits bis zum erbrechen besprochen mit Videobespielen aus anderen Sportarten, das Tempobased nicht so anspruchsvoll ist wie das Rhythmische... Na bitte, es besteht Hoffnung, dass sich der Sport eher Tänzerisch auf eine andere Ebene bewegt. Allen voran gilt es bei den Teams auf eine ordentliche Basistechnik zu achten. Des weiteren ist es von oberster Priorität, dass sich ein Team wie eine Einheit - als Team eben – sicher präsentiert. Daraus ergibt sich die Choreo, die erst wenn die zuvor genannten Dinge von allen beherrscht und entsprechend dargeboten werden können.

Zurück zu den Japanern. Ich muss schon sagen, allein für diesen Tanz, den ich als einzigen magischen Moment (so haben sie es in den meetings gerne genannt und abgefragt) bezeichnen würde, hat sich der Weg nach Irland gelohnt. Diese Männer und Frauen haben den Rhythmus von vorne bis hinten komplett durchgehalten... ich fand die 95 glatt zu niedrig. So souverän, so viele coole Details, die ich gar nicht beschreiben kann, die auch beim ersten Blick gar nicht alle wahrgenommen werden können. Fasziniert hat mich das perfekte Timing und wie sie für sich allein, aber doch in einer Einheit punktgenau standen und die Stäbe platzierten. KLASSSSSSSSE - Auf Video kommt es sicher nur halb so gut rüber.

Ich erinnere mich nur noch an eine Diagonale in Bewegung, wo sie direkt in meine Richtung liefen - auf den Takt - die Diagonale selbstverständlich wie eine Schnur und alle gleich ein Perfektes Schulter – Schulter Kopf so nebenbei – 3 kleine Töne einwarfen. Ganz toll. Für mich haben die Japaner ein eigenes Level aufgemacht, welches gar nicht mit den anderen Teams zu vergleichen ist. Die USA hat mir auch sehr gut gefallen. Interessante Choreo super gestellt. Mit ebenso guten Timing. Schluß exchange hat mit klasse gefallen. Ein Kreis Exchange der sich plötzlich aufgetan und totesmutig macht die Powerfrau Wimberly einen kleinen Flickflack mitten in den Exchange hinein. Nicht schlecht. Die Franzosen waren auch ganz toll. Sehr harmonisch zeigten sie ein tolles und funktionierendes Team. Dennoch muss ich sagen, auch ich hätte die Weltmeister 2006 mit dieser tollen Leistung auch auf den dritten Platz gesetzt. Es war ein spannender Wettkampf und alle drei waren gut. Schaut es euch an:

http://www.youtube.com/watch?v=SdaZdqiiApw

Internationale Cup in Irland

Also zugegebenermaßen war ich nicht lange da. Aber eine 3/4 Stunde habe ich mir das ganze schon reingezogen. Die gehen dort zu dritt auf die Fläche, dann geht die Einheitsmusik los und alle hektiken wie von der Biene gestochen mal mit einem, zwei oder drei Batons herum. Die Batons purzeln auch bei denen unkontrolliert über die Fläche und wenn es dumm läuft attackiert der abtrünnige Baton auch mal jemanden aus der anderen „Lane“. Ich fand es die erste 1/5 Stunde auch interessant, danach eher langweilig. Also mein Ding ist es nicht. Jörg meinte: „Das hat doch eher etwas mit Zirkus zu tun, als das was an einer WM läuft“ Dem kann ich nur beipflichten. Ich bin mir sicher, dass man schon seine Freude daran entwickeln kann und das es für den ein oder anderen die perfekte Disziplin ist, aber im Moment ist außer Solo bei uns in Deutschland eher nicht durchführbar. Also, wenn man es kann sieht es gut aus. Es ist ein schnelles Wirbeln, um in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Übungen zu zeigen, ohne Raumaufteilung. Nächstes Jahr ist der Cup in Australien, vielleicht will es sich jemand mal anschauen. Wir haben EM, das ist schöner.

Ein tolles Erlebnis

Der Cup war einfach nur toll. Die ganze Woche, wo wir in Rüsselsheim waren, war so super, die werde ich so schnell nicht mehr vergessen! Unser Haus, in dem wir gewohnt haben, war total schön. Am Waldrand und direkt neben einem Waldschwimmbad. In den 9er Zimmern konnte man sich echt richtig wohl fühlen. Für 18 Leute mussten wir jeden Tag ohne Küche auf einer kleinen Herdplatte auf dem Balkon kochen und im Bad spülen... und es ging auch, sogar richtig gut! Mit Spüldienst, Kochdienst usw. war alles perfekt organisiert. Die Woche war einfach von vorne bis hinten super lustig!!

Unser toller Stimmung-mach-Tanz in den Pausen hat mir, wo dann zum Schluss alle mitgemacht haben, total Spaß gemacht. Zuerst haben nur die Katalonier mitgemacht, dann kamen die Holländer dazu und zum Schluss hat fast die ganze Halle mitgemacht.

Am Aufregensten war natürlich der Tag, an dem wir getanzt haben. Das erste Mal international zu starten war schon ein tolles Gefühl! Unser Fanbus mit den Fan T-Shirts hat so gejubelt und uns angefeuert... einfach klasse. Nach dem Tanz fiel dann erst mal die ganze Last von einem ab.

Die Eröffnungsfeier war auch ein sehr tolles Gefühl. Alle 15 Länder hinter ihren Fahnen, die Nationalhymnen wurden gespielt. Die Siegerehrung natürlich genauso. Und ich glaube wir waren alle sehr zufrieden mit unserem 7. Platz!

Jana Weber

Six Pack & Co allein im Haus

Trotz langer, langer, langer Nächte und unzähligem Blödsinn ist es zu einer der geilsten Wochen meines ganzen Lebens geworden... Wir, die Mädels aus Stockhausen, hatten so viel Spaß zusammen und sind echt total zusammen gewachsen und gemeinsam stärker geworden!

Es fing schon morgens am Frühstückstisch an...
‘’Kann mir mal jemand die Halbfett-Margarine geben?’’,... Sara:’’ Soll ich euch mal erklären was Halbfett-Margarine eigentlich ist?’’ Alle ganz gespannt auf die Erklärung... Sara: ’’Halbfett- Margarine ist Margarine mit halb so viel Fett!’’
Ja ne, ist klar oder?!^^

Am Besten war ja immer noch das ‘Ich-mache-Klamotten-nur-mit-Zeitungspapier-und-Tesa-Spiel’
Leo kam ins Zimmer mit einem überdimensionalem Zeitungsvorrat (an dem sie bestimmt schon ein paar Jahre gesammelt hatte :-D) ‘’So Mädels, ihr bastelt euch jetzt Klamotten aus Zeitungspapier! Ihr habt 30 Minuten Zeit! Wenn die Zeit abgelaufen ist sagen wir euch bescheid und ihr müsst die Klamotten vorstellen.... Wie so eine kleine Modenschau! Viel Spaß^^’’ Leere Gesichter... Wie jetzt? Da Leo uns nicht mehr sagen wollte, machten wir uns ans Werk^^ Es war ganz interessant^^ Röcke, Hosen, Kleider, BH’s und Tanga kamen bei der ganzen Geschichte bei raus :-D Die Zeitungspapier-Klamotten sind zwar nicht alttagstauglich, aber ich muss schon sagen schlecht sahen sie nicht aus ;-) 

Das Kochen war ja noch eins der schwierigsten Dinge...
Wir hatten keine Küche und wir waren 18 Leute!!! Ei ja gut... Kochplatten raus und ab geht’s :-D Schnitzel mit Kartoffeln und Salat für 18 Personen auf 2 Kochplatten ist schon ne Leistung oder?!^^
Ich bin so verdammt stolz auf uns alle das wir es auf den Cup of Club geschafft haben!!! Und es war mir echt eine Ehre mit so geilen Persönlichkeiten eine Woche zusammen gewohnt zuhaben=)

Mädels ich liebe euch :-*

Eure Nadine

Einblicke am Cup 2008 oder wie es ist ein Springer zu sein

Als die Einteilungen für die Dienste am Cup of Clubs gemacht wurden, hab ich gesehen, das ich gleich in mehreren Bereichen eingesetzt werden sollte. Das hat mich am Anfang doch etwas beunruhigt. Ich sollte an der Musikanlage sitzen, sollte Drops zählen und noch einiges mehr.

Als dann der Montag, 30.06.08 kam begannen die finalen Vorbereitungen für den Cup. Auch hier war noch einiges zu erledigen, es mussten noch verschiedene Sachen fertig aufgebaut werden, die Schilder an die Umkleidekabinen gehängt werden, die Küche auf Vordermann gebracht werden und natürlich auch Massen an Wertungsbögen für die Jury geschrieben werden. Dies setzte sich natürlich auch am Dienstag so fort. Zwischendurch immer mal die Musikanlage für die Mädels anwerfen, weil noch schwer geübt wurde.

Am Mittwoch dann fingen die Musiktests für die Länder an. Dort habe ich dann mit Antje Hedrich und Sabine Rühl zusammen an der Musikanlage gesessen und die Zeit gestoppt, CDs eingetütet und mit allen wichtigen Informationen, wie Musiklänge, Lautstärke und Geschwindigkeit der Musik versehen. Die Umschläge mussten dann von den jeweiligen Trainern unterschrieben werden und wurden dann weg gepackt. Dasselbe passierte auch am Donnerstag bis alle 15 Länder durchwaren. 

Freitags, als die Wettkämpfe anfingen, hatte ich dann meinen Job oben am Haupteingang, in der Kasse. Dort mussten Eintrittskarten verkauft werden, die Lucia Schneider vorher schon nach Eintages, Zweitages oder Dreitages Tickets sortiert hatte. Ebenfalls konnten schon über das Internet vorbestellte Karten abgeholt werden. Bei dem Ansturm am Anfang, war es nicht immer leicht den Überblick zu behalten, aber wir haben es geschafft. Nachdem der erste Ansturm vorrüber war ging ich nach unten in die Wettkampfhalle, wo schon mein nächster Job auf mich wartete. Für den Rest des Wettkampftages zählte ich Drops, was auch sehr interessant war, denn jetzt konnte ich sehen wie so die anderen Länder ihre Tänze hinbekommen haben. Leider haben die deutschen Mädels etwas unter Nervosität gelitten und ihre Tänze nicht ganz so gut hinbekommen, ausser Dominique die super war und es ins Halbfinale schaffte, ebenso wie Diana Eisenzapf und Julia Marksteiner mit ihrem Junior Duo, die es ins Finale geschafft haben.

Am Samstag bekam ich dann wieder einen neuen Job, ich durfte den Range ausrechnen. Eine sehr interessante Tätigkeit, wo man sehen kann, wie Juroren doch einen Tanz bewerten und wie weit sie teilweise auseinanderliegen. 

Sonntag durfte ich dann wieder am Musiktisch sitzen und mit bei den Umschlägen der CDs helfen. Am Ende haben wir dann die ganzen Cds noch nach Ländern sortiert, damit sich die Länder dann ihre Cds wieder abholen konnten. Am Ende ging es noch darum wieder einigermaßen klar Schiff in der Halle zu machen. Es war eine anstrengende Woche, die aber viel Spaß gemacht hat. Langweilig wurde es mir auf jeden Fall nicht, da ich ja jeden Tag etwas anderes machen konnte.

Ein unvergesslich schönes Erlebnis - Weltmeisterschaft 2006 in Rom

Sonntag den 30.07.2006

In der Nacht zum Sonntag starteten wir alle Richtung Frankfurt/Hahn. Endlich ging es los. Unsere Vorbereitungen waren alle getroffen. Früh morgens flogen wir mit Ryan Air nach Rom. Kleine Bedenken kamen auf wegen der Koffer. Jeder hoffte, dass sein Koffer heil ankam. Immerhin waren wir voll ausgerüstet mit tollen Klamotten etc.! Es musste ja schon mal optisch alles stimmen an so einer WM. Der Flug verlief ruhig und wir sind pünktlich nach Plan angekommen. Mit einem Transfer von unserem Hotel wurden wir vom Flughafen abgeholt. Die Fahrt war wie zu erwarten nicht wirklich entspannend. Ob links oder rechts überholen in der Stadt, ist den Italienern recht gleichgültig. Gott sei Dank überlebten alle Fußgänger Im Hotel angekommen stellten wir alle Koffer in einem Zimmer ab, denn unsere Eincheck- Zeit war erst ab 14 Uhr mittags. Nun bis dahin brachten wir die Zeit nur zäh herum indem wir zur Wettkampfhalle liefen. Leider durften wir noch nicht reinschauen, da die ersten Nationen ihren Musik- Test hatten. Aber von außen sah sie schon mal sehr vielversprechend aus. Daraufhin fuhren wir mit der Straßenbahn Richtung Stadt. Wir hatten alle mächtig Hunger und suchten nach einem Restaurant das billig war und geöffnet hatte- ein recht schwieriges Unterfangen sonntags zur Mittagszeit in Rom. Die Chancen standen schlecht. Wir waren alle sehr müde und wollten uns möglichst schnell einfach nur irgendwo hinsetzen und etwas zu uns nehmen. An jeder Ecke fanden wir ein Eislokal, es lächelte uns immer zu… doch leider mussten wir immer nur vorbei gehen. Denn Sportler sollen sich ja möglichst gesund ernähren!  . Um 14 Uhr checkten wir in unserem Hotel ein und hatten den Rest des Nachmittags Freizeit. Die einen testeten das Bett und schliefen eine Runde, die anderen richteten das Zimmer Deutschlandmässig ein und wieder rum andere erkundigten sich schon nach einem Restaurant für Abends. Gegen Nachmittag dann starteten Anne und ich (Kath) eine kleine Tour noch mal zu der Halle. Weshalb wohl?  Ja genau…. Richtig… die Japaner hatten nämlich Costume-Check um diese Uhrzeit. Nicht, dass wir irgendwie neugierig waren.  Als sie dann eintrafen, ging bei mir das Herz auf. Endlich begann alles. Und auch schon dort war „er“ Shuichi Kawazu. Es war wohl das tollste Gefühl nach 2 Jahren ihn endlich wieder sehen zu dürfen. Wir betrachteten von allen die Kostüme ganz gespannt. Gegen Ende brachte ich’s übers Herz und habe ihm gewunken und schon ein wenig Kontakt zu seiner Trainerin aufgenommen. Anne versuchte einiges im Hintergrund per Kamera festzuhalten, aber leider lief sie mit der Kamera noch nicht so rund wie sie wollte! Das war das Highlight dieses Tages. Gegen Abend versuchten wir unser Glück in dem Restaurant in der Nebenstraße. Aber so ganz optimal war es nicht, also entschieden wir uns an den nächsten Tagen für ein anderes Restaurant. Abends fielen wir alle recht platt in unsere Betten und schliefen super bis zum nächsten morgen. Mit unserem Hotel haben wir wirklich einen Glücksgriff gemacht.


Montag den 31.07.2006

Um 9 Uhr morgens trafen wir uns an einem gemütlichen Platz in der Nähe unseres Hotels und starteten das erste 2- stündige Training. Wettertechnisch war es wie zu erwarten recht warm. Aber das war uns ja schon klar! Ab 11 Uhr hatten wir bis 14 Uhr Freizeit. Jedoch mussten wir uns in dieser Zeit schminktechnisch und haartechnisch auf Zack bringen, denn heute stand unser Costume und Musik Check an. Es verlief nicht perfekt, aber es war in Ordnung für einen Musik Test. Bei den einen liefs gut, die anderen vergossen ein paar Tränen. Alle Tänze waren verbesserbar! Danach duschten wir alle erst einmal in unserem Hotel und machten uns frisch. Denn heute begann unsere erste Tour mit unseren Rom- Guides Lara und Bina  Sie hatten die Aufgabe uns verschiedene Sehenswürdigkeiten zu zeigen. Heute standen die spanische Treppe und der Trevi- Brunnen auf dem Plan. Ohne sich ein einziges Mal zu verlaufen, führten sie uns durch Rom. So manch einer fühlte sich schon wie ein Japaner, jede Zeit die Kamera in der Hand und ganz viele Fotos schiessen. Auf der spanischen Treppe machten wir alle zusammen ein Gruppenfoto als Andenken und liefen weiter zum Trevi- Brunnen. Hier verewigten wir uns alle indem wir Geld in den Brunnen warfen und uns natürlich etwas Besonderes wünschen durften. Der erste Abend wurde super genutzt und kaputt vom weiten durch die Stadt gehen, gingen wir dann auch wieder Richtung Hotel. An diesem Abend versuchten wir uns in einem anderen Restaurant mit vollem Erfolg möchte ich es nennen.


Dienstag den 01.08.2006

Heute hatten wir unser erstes Training in der teuren Trainingshalle oder besser Trainingszelt. 2 Stunden trainierten wir noch mal an unseren Tänzen für die WM. Von einer Klimaanlage ganz zu schweigen, gingen wir verschwitzt danach wieder in unser Hotel und kühlten uns unter unserer Dusche erst mal ab. Unseren freien Nachmittag gestalteten wir locker. Wir besuchten mit unseren 2 Tour Guides das Pantheon in Rom. Den Rest des Nachmittags teilten wir uns in 2 Gruppen und begannen unsere Shopping Tour. Denn beide Gruppen bekamen eine Aufgabe, jeweils einen Glücksbringer für jede Person der anderen Gruppe zu kaufen. Somit hatten wir doch einiges zu tun. Durchquerten Souvenirs Geschäfte, Schmuck Geschäfte und vieles mehr. Nach 1 ½ Stunden durch die Stadt laufen, schmerzten die Füße schon ein wenig. Danach trafen wir uns alle wieder an der spanischen Treppe und gingen zusammen zurück zu unserem Restaurant. Immerhin bekommt man von so einer langen Tour auch ziemlich Hunger. Abends fielen wir dann wieder müde ins Bett und schliefen wie tot.


Mittwoch den 02.08.2006

Von 10 Uhr bis 12 Uhr fand heute wieder Training in unserem Zelt statt. Wir waren voll bereit. Die Pflicht wurde noch mal geübt, sowie das Shortprogram. Alle Tänze liefen relativ gut. Wir wussten, wir können alles. Aber leider fehlt bei uns noch der letzte Weg im Kopf. Wir sind schon sehr viel mutiger geworden, aber wir müssen uns noch steigern. Gegen Nachmittag besuchten wir den Petersplatz – Vatikan. Hier teilten wir uns in kleine Grüppchen. Die einen stellten sich an um in den Petersdom reinzukommen, aber der Rest begnügte sich draußen bei 40° Grad. Es war wirklich klasse. Abends besuchten wir unser Stammrestaurant wieder und ein Teil der Athleten gingen zur sog. Welcome Party. Doch kurz gesagt- ein Reinfall. Die Siegerehrung des International Cups war noch in den Anfängen und auch nur ein Teil aus Belgien war bereit für eine Welcome Party. Der Rest der Nationen fehlte. Kurz saßen wir draußen doch es änderte sich leider nichts. Gegen halb 10 gingen wir wieder zurück zum Hotel. Das war dann mal wohl nix mit der Welcome Party in diesem Jahr. Schade. 


Donnerstag den 03.08.2006

Heute war der Tag der Tage für uns. Mit einer Opening Cermonies begann alles. Deutschland hatte das Glück in der Mitte von Japan und Frankreich zu stehen. Das war wohl mit das Tollste an dieser Begrüßung. Lynda Garland sprach auch in diesem Jahr wieder jeden an ob Coaches, Judges und nicht zu vergessen die Athletes. Denn wir sind die, die die Weltmeisterschaft leben. Das Motto war einfach: Enjoy it and have fun. Jede Sekunde, jede Minute jedes kleinste Details an diesen Tagen genießen. Wow… was ein verdammt gutes Gefühl. Los ging es heute mit den Pflichtübungen und dem Shortprogram. Anne war die erste von uns und legte eine richtig gute Pflicht hin. Hier schaffte sie sich schon mal mit dem 19.ten Platz eine gute Ausgangsbasis. Die nächste von uns war Step, leider lief es nicht ganz optimal, denn ein Drop im Shortprogram wollen die einfach nicht sehen. Nicht schlimm. Im Anschluss folgten Lara und Bea. Lara absolvierte das Shortprogram mit 0 Drops, gute Vorraussetzung. Bea war leider zu nervös und die Pflicht lief auch nicht optimal für sie. Als letzte Starterinnen von uns kamen noch Anita und ich (Kath). Da Anita ja nicht unbedingt unser Pflichtkönig ist, konnte man nicht sehr viel erwarten. Aber es war für das erste Mal wirklich Ok – Platz 39. Für mich lief es wirklich genial. Anfangs noch hochkonzentriert, doch dann lief es einfach weiter. Wirklich klasse- Platz 23! Nun war für uns Pause angesagt. Denn jetzt kamen ja auch noch die Männer. Favorit Toshimichi Sasaki und Shuichi Kawazu legten ein klasse Shortprogram hin. Beide machten das Shortprogram zu seinen eigenen Tanz. Cool war’s! Weiter geht’s im Programm. Duo Junioren und Senioren. Bea und Tini starteten wirklich gut, bis es dann zu den ersten Drops kam die sie ein wenig aus dem Konzept brachte. Bina und Carina sahen wieder wirklich schön zusammen auf der Fläche aus, aber leider konnten auch sie kein optimales Programm durchziehen. Trotzdem war’s gut. Bea und Tini belegten Platz 11 und Bina/ Carina Platz13. Danach gingen wir hungrig zu unserem Restaurant und so endete auch schon der erste Tag der Weltmeisterschaft 2006.


Freitag den 04.08.2006

Heute standen auf dem Programm, die Freestyler Junioren und Senioren Women. Als erste aus Deutschland ging Anita an den Start. Sie hat es wirklich für ihre erste WM richtig gut hingebracht und sooo schön präsentiert. Durch ihre guten Noten im Freestyle wurde sie um 11 Plätze nach vorne katapultiert. 28.ter Platz! Das gab es noch nie, geil gemacht! Danach startete Step, leider lief es bei ihr nicht so wie gewollt, nicht schlimm. Am Ende kam Platz 28 raus. Als nächste von uns war nun auch Lara dran, konzentriert ging sie auf die Fläche und hat es wirklich schön gemacht. Zufrieden endete sie auf Platz 26. Anne folgte als nächstes, brachte es auch nicht optimal hin, aber immer noch gut genug. Sie wurde mit dem Semi- Finale belohnt 18.Platz. Klasse! Als letzte von Deutschland ging ich nun an den Start. Auch hier lief es nicht perfekt, aber diese guten Noten sicherten mir den 19ten Platz, also auch das Semi- Finale. Cool! Leider konnte Beatrice von uns nicht an den Start gehen, da sie sich im Vorfeld schon eine Zerrung zugezogen hat. Schade! Der Tag ging nun für uns alle recht zufrieden zu Ende. Wir schauten uns den Rest der Freestyler noch an und waren wieder so erstaunt von den Japanern. Wie genial die sich doch in ihre Rolle schmeißen können. Und wie korrekt der Stab läuft. Eine ganz andere Klasse! Respekt.


Samstag den 05.08.2006

Heute war ein großer Tag. Es begann mit den Teams. Im Vorfeld trainierten wir noch ein bisschen, machten uns danach fix und fertig und dann ging es auch schon für uns alle los. Im Großen und Ganzen hätte es besser laufen können, aber zwischendurch fühlte man sich recht geordnet. Aber der Schluss war ein kleines Desaster! Naja, auch wir sind irgendwann dran und können allen zeigen, dass wir’s doch können. Am Ende mussten wir uns mit Platz 10 begnügen.

Im Anschluss der Teams kam wohl der Höhepunkt des Tages für einige.

Die Männer 

Bei den Junior Männern ging Keisuke Komada als Favorit an den Start. Er zwirbelte den Tanz runter als wäre es das einfachste von der Welt. Und nur 1 dummer Drop, wow. Bei den Senioren gingen Shuichi Kawazu und Toshimichi Sasaki an den Start. Shuichi Kawazu, der die Geschichte des hässlichen Entleins zum wunderschönen Schwan uns zeigte, wurde sogar mit der 9,9 in der B-Note belohnt. Hier sicherte er sich Platz 1 vor Toshimichi Sasaki, der in diesem Jahr wieder etwas „cooles“ präsentiert.

Im Anschluss ging es nun dann zu den Semi- Finalisten. Anne und ich waren doch richtig froh, dass wir noch einmal tanzen durften. Wir zwei konnten noch einmal das Gefühl auf dieser Fläche zu stehen genießen. Mir persönlich hat es das zweite Mal richtig gut gefallen. Am Ende konnte sich Anne noch ein Platz vorschießen und endete auf Platz 17. Ich konnte meinen 19.ten Platz halten.

Am Abend war wohl unser Kellner unseres Stammrestaurants leicht aus dem Häuschen, denn heute stand Pizza auf dem Programm. Die lang ersehnte Pizza, richtig lecker 

An diesem Abend feierten unsere Trainer noch ein bisschen in die Nacht hinein und ließen es sich gut gehen! 


Sonntag den 06.08.2006 / Montag den 07.08.2006

Heute startete ein ganz besonderer Tag: das Finale! Mit den Freestylern angefangen sahen wir so viele richtig gute Tänze. Jeder wollte gewinnen, jeder gab alles…einfach gigantisch. Bei den Senioren setzte sich Chiho Honjo „der alte Kater“ durch. Gänsehaut pur!!! Bei den Junior Männern legte Keisuke noch ein Zacken drauf und zauberte den Tanz mit 0 Drops. Er hat sogar sein 4-fach Illusion gefangen. Fassungslos freudig stolzierte er von der Fläche und fiel seiner Trainerin um den Hals. Mit dieser perfekten Leistung wurde er belohnt und zwar mit einigen 10ern.

Wow  Bei den Senioren lief es nicht optimal Toshimichi Sasaki baute 2 dumme Drops rein, wurde jedoch mit dem 1.Platz belohnt. Denn Shuichi war ein wenig von der Rolle, mental gesehen hat er es noch nicht drauf. Ziemlich schade! Aber ich bin mir sicher, bald ist er dran. Bei den Duos sicherte sich Japan den 1.Platz vor Frankreich und den USA. Bei den Teams war es am spannendsten. Im Endeffekt wurde Frankreich Weltmeister 2006 vor Japan und den USA. Mit nur 2 Drops gaben sie alles. Super! Das war ein Tag, viel zu schön um dies alles nun zu beenden. Mit der Closing Ceremonies beendete Lynda Garland diese Weltmeisterschaft. Noch einmal sprach sie uns Athleten an und bedankte sich für diese schönen Tage, die wir gemacht haben. Toll!

Diese 4 wunderschönen Tage gingen viel zu schnell um. Man war so mitten drin und jetzt sollte man das alles wieder abgeben, sich davon verabschieden. So schade. Es war wohl das tollste Erlebnis in diesem Jahr und es bleibt immer in mir drin.

Am Abend packten wir noch unsere Koffer, da es in der Nacht zum Montag schon wieder los ging Richtung Deutschland.

Der Flug mit Ryan Air verlief glimpflich gut, kamen ohne Verspätung in Frankfurt Hahn an und wurden alle freudig von unseren Bekannten empfangen und nach Hause gefahren.

Ob Erleichterung oder ein klein bisschen Trauer, so endete diese wunderbare Weltmeisterschaft 2006 in Rom.

Danke an meine Trainerin Ste, dass du immer für mich da bist. Du hast mich in jeder Situation unterstützt und gestärkt. Ich habe schon so viele Erfahrungen machen dürfen und bin begeistert. Ich bin voll bereit, möchte besser werden und mich steigern für die nächsten Jahre. Denn ich habe in den letzten 2 Jahren schon ein bisschen dieses Gefühl verlernt an so einer tollen Weltmeisterschaft starten zu dürfen. Jetzt weiß ich wieder wie wunderbar es ist und ich möchte es nicht missen!!!

DANKE !!!

Katharina Kling




Pausenclowns:-)

Der Cup of Club 2009 war der Hammer^^ Die Stimmung in der Turnhalle war so toll... so was hab ich noch nie erlebt! Als Leo uns fragte ob wir in den Pausen einen kleinen Tanz aufführen wollen, um Stimmung zu machen haben wir, der Six Pack & Co, natürlich nicht nein gesagt! Wir, die Partykracher überhaupt^^

Nach jeder Aufwärmphase sind wir auf die Tanzfläche gerannt und dann gings ab^^
Die ersten paar Male haben die Leute nicht so unbedingt verstanden was wir da von ihnen wollten... Doch so nach dem 3. Mal ungefähr, machten die Leute alle mit! Es war so ein geiles Feeling, echt mal^^

Vor allem hat mir der Stimmungstanz auch total geholfen mit der Nervosität umzugehen. Man stand schon mal auf der Tanzfläche und konnte sich die Jury angucken, wo sie genau saßen, wie sie aussahen... Das war echt so geil^^ Und vor allem hat mir das rießen Spaß gemacht=)

Ich würds sofort wieder machen!!!

Manche haben uns sogar angesprochen wie geil das wäre wenn wir nach der Aufwärmphase auf die Tanzfläche laufen und Party machen... Das war echt toll!!!

Nadine Friedrich, Majoretten Stockhausen

Mein Freestyle am Cup in Belgien

Dieses Jahr durfte ich zum 3. Mal mein Freestyle am Cup tanzen.
Beim Musiktest klappte mein Tanz ganz okay. Am Abend vor meinem Tanz war ich richtig aufgeregt, weil ich wegen der Mückenplage und der Hitze nicht schlafen konnte und mir deshalb viele Gedanken über meinen Tanz am nächsten Tag machte. Während meiner Aufwärmphase am nächsten Morgen war ich ziemlich zuversichtlich und ich versuchte mich nicht von den 3fach Illusions der Franzosen beeindrucken zu lassen, während ich Spin-Illusion übte :)

Als ich dann endlich dran war, versuchte ich die Aufregung zu verdrängen und freute mich an diesem internationalen Turnier tanzen zu dürfen. Als ich tanzte machte es mir Spass und ich freute mich über jede gefangene Schwierigkeit mehr und mehr. Nach meinem Tanz war ich zufrieden, denn ich hatte alle Schwierigkeiten+Rollen gefangen, die 3 Drops zwischen durch fand ich nicht so schlimm, da mein Tanz ja Spaß gemacht hatte :)

Später erfuhren wir dann unsere Plätze, ich war 16. geworden. Dieses Jahr kamen aber die ersten 20 Freestyler ins Semifinale, also musste ich am nächsten Tag nochmal tanzen. Dieses Mal war ich viel aufgeregter, weil ich unbedingt nochmal besser sein wollte als am vorherigen Tag, denn ich wusste dass ich meinen Tanz eigentlich auch noch besser konnte (ohne Drops). Während der Aufwärmphase tat ich mir weh, was meine Aufregung leider auch noch verstärkte. Irgendwie konnte ich mich vor meinem Tanz noch mal motivieren und ich tanzte für mich den besten Tanz in diesem Jahr. Ich hatte nur einen Drop und freute mich sehr darüber, weil ich mich auch noch auf den 14.Platz verbessern konnte. Über meine Wertungen freute ich mich auch, denn sie waren viel besser als letztes Jahr am Cup. (Carmen Lops)

Belgien Freestyler berichtet

Name:Dominique "Mimam" Hedrich

Was habe ich vor meinem Auftritt gedacht?
Eigentlich nicht viel. Hab gehofft, das es gut läuft. Wie habe ich mich motivert: Im Kopf hab ich meinen Tanz durchgemacht und durch meine "Lieblingsstellen" hatte ich immer mehr Lust gleich dranzukommen. Ich hab immer dran gedacht, wie es gleich ist, wenn ich auf der Fläche stehe bis ich bei dem Gedanken war, du machst das jetzt gut!!!

Was war während dem Tanz?
Ich hab mich gut gefühlt. Wenn ich meine erste Schwierigkeit fange, bin ich noch motivierter, den Tanz weiter so gut zu machen. Und das hat ja gleich 2x geklappt! Es hat Spaß gemacht zu tanzen!

Was danach:
Erleichterung, das es rum war und das ich es so gut hinbekommen habe. Freude über die Wertung (ich war zufrieden damit!)

Fazit:
STE, dein, mein und Jutta's Fazit spaßigerweise war ja: Auch mit wenig Training kann man soviel erreichen, oder "Leben nach dem Minimalprinzip".
Mein ernsthaftes Fazit ist: Auch wenn ich mich mit meinen Trainingseinheiten immer hinten angestellt habe, dadurch das ich das Jun.-Team und das Sen.-Duo trainiere, hat es sich gelohnt wieder als Solist an den Start zu gehen. Der CoC in Belgien hat mich motiviert, noch ein bisschen beim Freestyle zu bleiben! :-)

Fußball WM-Fieber in Belgien

„Die Welt zu Gast bei Freunden!“

2006 fand die Fußballweltmeisterschaft in Deutschland statt. Das Fußballfieber reiste mit uns sogar bis nach Belgien. Trotz des verlorenen Spieles gegen Italien freuten wir uns auf den Cup.

An unserem ersten Tag in Belgien verfolgten wir das Spiel Frankreich gegen Portugal. Zumindest Isa, Sassi, Lisa und ich informierten die „Großen“ ständig über die gefallenen Tore. Na ja, so viele Tore wurden es dann doch nicht, denn das Spiel endete 0:1. Unser Gegner um Platz drei stand also fest: Portugal.

Endlich war es dann auch so weit. Unser Team war getanzt und nun konnten wir uns völlig in Ruhe auf das große Spiel vorbereiten. Mit Fahnen, Deutschland T-Shirts, Hüten und geschminkten Gesichtern und Armen machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant mit Fernseher.

Eigentlich wollten wir in unserem „Ballack-Restaurant“ (weil der Ober dort ein Doppelgänger von Michael Ballack war) schauen, was aber nicht klappte, vermutlich konnten sie es nicht mit ansehen, wie wir den Sieg feiern würden. Irgendwie auch verständlich… Also ging die Suche weiter. Zuerst wollten wir in eine Pizzabude gehen, aber das ließen wir dann doch lieber bleiben. Schließlich fanden wir dann doch noch ein passendes Restaurant und schauten zusammen mit den Niedergirmesern das Spiel.

Belgien-Rap


Und jetzt geht die Fahrt schon los

Alle tragen eine Hos’

Sanji mit ihrem Audi

Muss aufpassen, dass sie nicht fährt wie ein Raudi


Wo ist Janine’s Beauty-Case???

Denn nur damit hat sie ein schönews

Denn nur damit hat sie ein schönes Face!

In Neckarburg kommt dann der Manne schnell vorbei

Er hat das Beauty-Case auch mit dabei.


Wir haben schon im Hotel eingecheckt

Während Sanji (dank Navi) noch in Holland steckt

Sogar den Ballack ham wir schon gesichtet

Im Fernsehen und beim bringen unserer Gerichte


Der Musikcheck ist nun auch vorbei

Die Drops, die sind uns einerlei

Am nächsten Tag, da geht’s dann los

Und wir alle tragen die Germany Hos’


Da warn dann auch Caro und Dany dran

Und wir alle hatten daran ganz viel Fun.

Sie trugen beide ein Kleid

Und waren für ihr Freestyle bereit.


Am Samstag spielte dann der Klose

Und im Team trugen wir auch wieder eine Hose

3 :1 so ging das Spiel dann aus

Und Deutschland freute sich wie eine Maus.


Am Sonntag waren die Finaltänzer ganz gespannt

Und wir alle sahen zu, wie gebannt

Am Montag fuhren wir dann ab nach Haus,

Der Cup, der war jetzt leider aus.


In zwei Jahren, wenn in Deutschland ist der Cup

Geht die Party wieder ab

Weil wie ihr wisst:

Dann die Welt zu Gast bei Freunden ist! 




Lisa Hildebrandt

EM in Genf – Tagebuch Claire Lops (14 Jahre) & Annemarie Schulz

Wir waren einfach Klasse


Sonntag, 3.Juli – Ab nach Slowenien

Zu früh ging alles los. Gegen 7 Uhr morgens brachen wir nach Slowenien auf. Die Langenselbolder hatten einen 9er Bus & Pkw’s am Start. Ebenso die aus Girmes. Die Fahrten liefen mehr oder weniger spektakulär. Im 9er Bus jedoch (bestehend aus Simone, Gabi, Anke, Lara, Carmen, Claire, Christiane und Stephi) ging es schon recht heiter zu. Ein einziger Kaugummi (!) hielt uns sehr auf Trapp. (Sorry Leute der Insider musste hier rein gepackt werden.) Na ja, jedenfalls fuhren wir im Durchschnitt um die 7 Stun?den. Als wir an der Slowenischen Grenze ankamen waren alle bester Laune, bis... Anke Mankel eine sms erhielt, die alle sehr schockierte. Die sms stammt von Susanne, welche bereits im Hotel war. ’’Mr. Bed ist Luxus dagegen.’’ Die Leute, die damals im Hotel Mr. Bed nicht dabei waren wurden erst mal von den damaligen Anwesenden aufgeklärt. Ein kleines Bad, in dem man gleichzeitig duschen & auf die Toilette gehen konnte. Und es waren auch keine 2er Zimmer, wie eingeplant, sondern 3er. Das hieß im Klartext, dass unsere ganzen tollen Pläne noch einmal umgeschmissen werden mussten. Also. Als wir ankamen saßen einige schon draußen vor dem Hotel (?! Konnte man es so nennen, na ja gut es war ein Studenten?wohn?heim) und grinsten uns an. Manche begrüßten uns auch mit einem „Viel Spaß in euren Zimmern!“ Das machte uns nicht gerade Mut. Aber O.K. So schlimm waren die Zimmer jetzt auch nicht. Es ließ sich aushalten. Wir gammelten bloß draußen rum, unterhielten sich, und ein paar erkundeten die „schöne“ Umgebung oder fuhren zur Halle.

Montag 4. Juli – Musiktest & Kostümcheck / CoC

Schminkstress. Alle wurden vor dem Hotel geschminkt, dann gings ab in die Halle. Die EM Teilnehmer sind illegaler Weise auch mit gekommen, um in der Halle zu trainieren. Der Musiktest verlief eigentlich O.K., bis auf kleine Zankereien. Natasha und Anne fingen beide ihr Dop?pel?illusion mit Musik (was sich aber nachher auch nicht mehr als nützlich herausstellte). Danach gingen wir mit den slowenischen Twirlern essen. Dies war leider etwas verplant, da es nur Essen für 5 Leute gab und wir einige mehr waren. Alle gingen früh ins Bett, weil am nächsten Tag CoC war.

Dienstag 5. Juli – Freestyle/Duo Grandprix

Für die Cup Leute gings heute los. Carmen war mit der Startnummer 2 als erstes an der Reihe. Der Tanz klappte richtig gut, nur ein Drop. Wir waren stolz auf unsere „Evita-Kostüm-Sprengerin“ (Carmen unser Engel ;-)). Bea?trice kam sehr gut an, bei den Juroren (11. Platz!). Simone zeigte zwar Nerven, bekam aber doch einen tollen 20. Platz :-). Sanjia’s Free verlief Dropfrei, und war ein?fach nur klasse! Ramona bekam es auch gut hin, vor allem dafür, dass es ihre erste Internationale Meister?schaft (mit dem Freestyle) war. Leider zeigte auch Mimam Nerven. Viele Deutschen waren der Ansicht, sie wäre zu niedrig bewertet worden. Weiter ging es dann mit den Duo’s. Carmen & Natascha tanzten mit Null Drops (wer hätte das gedacht? ;-))- was zur Final Teilnahme führte. Mimam & Nena konnten sich auch einen Platz im Finale sichern (jiiiihaaaa). Bald waren auch schon die Junior Teams an der Reihe. Unser Junior Team war – haben zumindest die anderen gesagt – total geil (am Anfang wenigstens). Na ja, jedenfalls konnten wir stolz auf uns sein & Anke Mankel erst Recht, denn wir bekamen ein Lob aus Italien für unsere tolle Choreographie. Hätte Frank?reich nicht noch ein 3. Ersatzteam nach Slowenien ge?schickt, wären wir ins Finale gekommen :-D

Loooosseeer? Bunniiiieeez!!! ;-D Nun war das Team von ?Niedergirmes dran. Sie haben gut getanzt und waren 12.

Somit war auch der heutige Tag beendet, und wir gingen zu Bett.


Mittwoch, 6.Juli – Cup Finale

Der erste deutsche Tanz heute war das Senior Team von Villingen. Auch sie haben den 7. Platz erreicht! :-) Weiter ging es mit Freestyle. Leider durften wir hier keinen deutschen Tanz sehen, dafür aber Franzosen die mal wieder schöne Tänzchen hatten ;-). Duo: Carmen & Natascha mussten nun noch einmal auf die Fläche. Leider haben die Slowenier irgend etwas mit der Organisation nicht auf die Reihe bekommen (die Juroren waren noch nicht da, als sie schon aufgerufen wurden oder so ähnlich), was Carmen & Natascha etwas aus dem Konzept warf. Sie be?hielten jedoch ihren 4.Platz. Nena & Mimam gingen auf die Fläche und fingen an zu Rocken was das Zeug hält. Nachdem die erste Schwierigkeit gefangen war wussten alle: Das würde geil werden. Die Deutschen gingen ab wie noch nie. So soll es in einem 10. Duojahr sein, jawohl! Bald war es auch schon Zeit für die Closing Ceremony. Der CoC war nun vorbei, und wir kamen der EM näher.

 

Donnerstag, 7.Juli – Musiktest & Kostümcheck EM!

Und wieder einmal ging es los mit der Schminkerei. Carmen war das Versuchskanninchen für die Gruppenfrisur und bekam schwarze Haare :-) Das sah sogar richtig gut aus. Musikcheck- wie immer, einigermaßen O.K.

Danach Training in der Trainingshalle. Jeder gab sich noch mal den letzten Schliff, es war schließlich das letzte Training bevor es los ging. Heute ging es „zur Abwechslung“ mal früh ins Bett. Morgen war der große für die Freestyler.

Freitag 8. Juli - Freestyle Vorrunde

EEEEEEEEEEEM :-) ENDLICH! Gemischte Gefühle: Man war aufgeregt, und doch freute man sich auf die ganzen tollen Twirler (Franzosen ...hihi...) In der ersten Aufwärm?phase war Dany dran. Alle anderen von uns waren erst später dran, deshalb konnten wir uns den ersten Block anschauen, wo die ganzen Senior Französinnen getanzt haben. Catherine Moua und Geraldine Lebret waren mal wieder total geil! Daniela’s Tanz klappte nicht so gut wie erwartet. Natascha und Lara tanzten in der 2. Auf?wärm?phase, in der Natascha sich eine Zerrung holte. Auf Grund der Verletzung konnte sie nicht starten. Das hieß für Anita: Sie musste tanzen. (Unsere kleine Ani brach vor Aufregung in Tränen aus).

Lara’s Tanz war ganz gut, sie wurde 25. Ani lief, ohne eine Aufwärmphase gehabt zu haben, todesmutig auf die Fläche. Sie fing sogar ihr Doppelspagatsprung-Überschlag, und ihre Trainerin (Katharina) brach ihn Tränen aus. Gut gemacht Anita!! :-)

3. Aufwärmphase: Bei den Junior waren es wir (Claire& Anne), bei den Senioren Katharina & Svenja. Anne über Claire: Go claire goo :-) war richtig gut! Zum Glück hat sie das Improvisieren drauf ;-)) Claire hat sich echt mal wieder gerettet. Aber egal, was sie macht, es sieht eh immer gut aus, von daher :-) Bin stolz auf dich Laire Bär <3 (Claire: Anne ist gut im Übertreiben). Aber na ja. Nun zu ihr. Anne hat einen total tollen 0-Drop Tanz hingelegt. Ihr Tanz war einfach komplett. Das, was man fast schon als perfekt bezeichnen kann. :-) Ärmel (Französischer Juror) heulte, weil er’s so schön fand. Anne/Ste wurden von Frankreich,Italien, Holland, Schott?land und England gelobt. War ja auch nicht anders zu erwarten!

Nun zu den Senioren. Natürlich bekam es Katharina wieder klasse hin. Sie tanzt halt gerne. Das ist immer auf der Fläche zu sehen! Svenja’s Tanz war gut. Ihr Ausdruck war mal wieder übelst abgefahren :-D Jetzt war nur noch Stephi dran. Sie hat mal wieder gezeigt was sie drauf hat. Die Schwierigkeiten haben alle geklappt, sogar Annes Lieblingsübung (Rad-Sprung-Rad :-)) Es war einfach nur toll! Frauen waren jetzt vorbei. Nun kamen die Männer (das Beste an der ganzen EM ^.^) Der kleine Junior war sooo goldig :-), aber die Senioren..... hui! Alex, Thomas alias Brisko, und Francois. Alle drei waren klasse.

Danach war nur noch freies Training und wir bekamen die Ergebnisse. Hey, wir haben richtig gut abgeschnitten.

  • Anita 30.
  • Daniela 29.
  • Claire 28.
  • Anne 9.
  • Svenja 27.
  • Lara 25.
  • Katharina 11.
  • Stephi 10.

Somit hatten wir drei im Semifinale. Klasse!


9. Juli – Duo/Team/Gruppe/Semifinale

Stresstag – manche hatten drei Tänze. Es fing mit Team an. Es hat aber recht gut geklappt. Es waren nur Dusseldrops dabei (aber das kennen wir ja ;-)). Als nächstes kamen Bina&Carina. Das Duo war einfach schön. Carina und Sabrina halt :-D Gruppe: Noch mal mentales Training bevor wir versuchten die Fläche zu rocken :-) Als die Nationalgruppe an der Reihe war, wurden alle plötzlich mega aufgeregt. Würde es klappen .. Und vor allem: Wird auch nur irgendwer unsere Geschichte verstehen („Phantom of the Opera“)? Die Gruppe wurde natürlich übernatürlich viel angefeuert! :-) Und?- Unsere Mädels waren auch gar nicht mal so schlecht. Hier und da Mal kleine Patzer, aber sie haben sich richtig angestrengt Der 2. EM Tag ging somit auch vorbei. Nur noch auf die Ergebnisse warten. Und wieder waren sie richtig gut.




  • Duo 6.
  • Team 4.
  • Gruppe 4.

Also haben wir es mit den Tänzen ins Finale gekappt. Toll! :-) Endlich dürfen wir mal im Finale tanzen.

Anne hat sich im Semifinale um einen Platz verbessert und wurde 8. (yeah) Katharina und Stephi verloren leider ein paar Plätze. Katharina wurde 13. (wie im Vorjahr) und Stephi 16.

Im Wohnheim angekommen, fielen alle müde ins Bett.

 

10. Juli – Finale

Der Tag der Besten ^.^ Heute wurden die besten Freestyles noch mal genau betrachtet. Die senior Frauen waren ALLE richtig geil. Bei den Junioren tanzte unsre geliebte Marina Bernard mit null Drops (die ging schon ab ;-)) und wurde Europameisterin.

Männer- jaja, wie immer halt x) Bei den Senioren wars richtig knapp, aber am Ende hat Francois Leboucher gewonnen, 2. wurde Thomas Gogendeau und 3. Alexandre Claveau.


Jetzt waren Bina&Carina noch mal dran. Es klappte eigentlich wieder recht gut. Sie blieben auf dem 6. Platz. Team und Gruppe klappte genau so wie in der Vorrunde. Im Team fielen wir ein Platz nach hinten und wurden 5., in der Gruppe konnten wir den 4. Platz behalten :-)

So ging die Europameisterschaft zu Ende. Die Krönung des Tages: Italienisch Essen :-) –lecker-

Claire&Anne


Tagebuch über den Cup of Club in Slowenien

Caroline Knoch, MMC Villingen

Vorgeschichte
Die EM und der Cup of Club in Slowenien rücken immer näher. Unser Senior-Team wird sich wohl, wie auch schon vor zwei Jahren, für den CoC qualifizieren. Alle freuen sich und das Team klappt mittlerweile auch gut, es ist ja schon das zweite Jahr, dass wir es tanzen. Dann der Schock: Am CoC werden keine Startge mein - schaften zugelassen. Was nun? Entweder müssen Dany (TTSG Niedereschach) und Ramona (TLSV Herxheim) wirklich zum MMC wechseln und nächstes Jahr auch für diesen starten, oder unser Team verlassen. Bedenkzeit für die beiden: bis zur Süddeutschen Meisterschaft in Villingen. Bei Ramona ist es schon ziemlich früh klar, dass sie nicht wechseln kann, da sie von ihrem Verein gebraucht wird und diesen nicht im Stich lassen möchte. Dany sagt schon von vornherein: „Ja klar wechsele ich zu euch!“ Doch nach einigen Gesprächen mit dem Vorstand der TTSG, ihrer Mutter und einigen Trainern ist sie auf ein- mal nicht mehr so sicher. Den Verein wechseln, ihre TTSG in der sie sozusagen „aufgewachsen“ ist, nur für einen Tanz zu verlassen? Dany ist unsicher, doch mit meinen Argumenten („Stell dir vor, du siehst uns am CoC tan- zen und bist nicht dabei, sondern musst auf der Tribüne sitzen und alles von außen anschauen. Bist nicht dabei, wenn wir uns freuen, wenn wir eine gute Wertung bekommen oder wenn wir traurig sind, weil wir so viele Drops gemacht haben, …“) gelingt es mir dann doch, sie nochmals umzustimmen. „Euer Trainingsanzug ist auch viel cooler!“, ist dann ihre Meinung und wir stellen uns darauf ein, dass Franzi Schramm anstelle von Ramona tanzt, sonst aber alles gleich bleiben wird. Eine Woche später kommt Dany wieder in unser Training, leider mit schlechten Neuigkeiten. Sie hatte sich nun endgültig entschieden, nicht im Team mitzutanzen. Warum sie sich jetzt wieder umentschieden hatte, verstehe ich bis jetzt eigentlich nicht so richtig. Wir sind alle ziemlich enttäuscht. Das ganze hin und her und dann doch nicht. Im ersten Teamtraining, ohne die beiden herrscht schlechte Stimmung. Die kleinen trauen sich kaum etwas zu sagen, obwohl sie sich eigentlich freuen, denn jetzt be kommt noch eine von ihnen die Chance, international zu tanzen (auf einmal sind alle so ehrgeizig und trainingsfreudig wie noch nie.)
Doch trotzdem stellt sich die Frage, wen wir für Dany tanzen lassen. Isa Roth oder Sassi Mauch? Sicher, wer es wohl besser hinbekommen wird, ist sich niemand und so wird das Team erstmal allen dreien beigebracht. Franzi hat nun Danys Platz und die anderen teilen sich Ramonas. Das Team ist ja nicht schwer, die kriegen das schon hin, war damals meine optimistische Aussage im ersten Training. Vielleicht ein bisschen zu optimistisch, denn das erste mal auf Musik war die reinste Katas - trophe. Nichts klappt, sogar die Großen lassen auf ein- mal die einfachsten Übungen fallen. Wenn wir wirklich nach Slowenien wollen, haben wir noch ein hartes Stück Arbeit vor uns.
Dann die Deutsche Meisterschaft. Das erste mal mit den kleinen auf einem Turnier. Kostüme wurden weitergegeben und Hosenbeine gekürzt. Kurz bevor wir tanzen müssen, kommen Dany und Ramona zu uns und wünschen uns viel Glück. Sie sind aufgeregter als sonst und ich bin im Vergleich zu den anderen Malen auch etwas aufgeregt. Schaffen die kleinen das auch mental? Auf den CoC schaf- fen wir es auf jeden Fall, da hinter uns kein anderes Team mehr ist, versuche ich mich zu beruhigen, doch uns blamieren (oder durch die Drops ins Minus kommen) wollen wir ja auch nicht!
Es klappt einigermaßen gut und nun bin ich wieder etwas zuversichtlicher und dann geht’s ab in die Schweiz, sozusagen unsere Probe für den CoC. Dort können wir nicht nur unser Team sondern auch unsere Freestyles tanzen. Es ist ein schönes Turnier und gute Stimmung. Das Team klappt richtig gut, nur zwei Drops.
Na jetzt kann Slowenien kommen!
Doch im nächsten Teamtraining, der zweite Schock! Unser Team ist nur drei Minuten lang, also eine halbe Minute zu kurz. Irgendwie muss das Team innerhalb von drei Wochen noch verlängert werden. Keine Schwierigkeiten mehr, die Rollserie etwas länger und sonst nur noch „herumtanzen“, sagt Daniela und nach mehreren Trainings ist unser Team um 30 Sekunden länger. Jetzt müssen wir aber noch einmal ran. Trotz Hitze und eigentlichem Schwimmbadwetter trainieren wir bei Regenwaldtemperaturen in der Halle und bald können sogar die kleinen das Team im Schlaf. Jetzt muss einfach alles klappen, und wenn es doch nicht so ist, wird auch niemandem der Kopf abgerissen. Slowenien, wir kommen!!!

3 Wochen später… Sonntag 03.07.05,
Zugfahrt mit Hindernissen?! Um 6:52 fährt der Zug, also Treffpunkt am Bahnhof Villingen spätestens um 20 vor Sieben. Sogar einigerma- ßen pünktlich stehen alle aus unserem Team erwartungs - voll am Gleis, vor allem die jüngeren. Bei den „Oldies“ überwiegt wohl eher die Müdigkeit. Im zweiten Zug auf dem Weg nach Ulm (wir mussten fünfmal umsteigen) werden nach zahlreichen Komplikationen beim Umsteigen sofort die Ohrstöpsel von MP3-Playern oder nicht ganz so „coolen“ Discmans in die Ohren gesteckt. Es sind ja noch mindestens elf Stunden Fahrt und so werden Aufgaben, die eigentlich noch für die Schule gemacht werden müssten, auf später verschoben. Nach kurzen Aufenthalten in Graz, Bischofshofen und anderen zahlreichen Orten in Deutschland und Osterreich kommen wir endlich im slowenischen Maribor an. Müde und erschöpft von der Fahrt sind wir gespannt auf unsere Zimmer im Studentenwohnheim, doch die stellen sich wohl leider als totaler Reinfall heraus.
Meiner Ansicht nach sind die Zimmer noch schlimmer als Mister Bed (EM 2002 in Straßbourg). Es gibt weder Decken noch Kissen und die Wände sind übervoll mit Postern von Stars. Wohnen hier normalerweise Studenten oder verrückte Teenager? Ich bin ziemlich geschockt und keiner von uns hat jetzt noch Lust etwas zu essen.
Also richten wir uns in unseren Zimmern ein, mit Hoffnung auf den morgigen Tag, dass die Trainingshalle mehr verspricht.

Montag 04.07.05, Musiktest und Kostümcheck
Vor dem Musiktest ist für alle, die am Cup of Clubs teil- nehmen, noch Training in der hauseigenen Halle. Sie ist zwar klein und niedrig aber besser als nichts. Zuerst ist das Training ziemlich chaotisch, weil drei Teams gleichzeitig auf der Fläche sind, doch danach wird auf Musik getanzt und die Lage entspannt sich. Nach dem Training geht’s in die Wettkampfhalle. Da wir mit dem Zug gefahren sind, haben wir nun kein Auto, doch dank Vera Neu, Jutta, Frau Restivo und den Schneiders sind wir auch pünktlich da. Ich bin schon auf die Reaktion der „Kleinen“ gespannt, die ja zum ersten Mal bei einem internationalem Turnier dabei sind und dementsprechend weder eine so große Halle gesehen haben, noch wissen, wie ein Musiktest abläuft. Ich bin überrascht, denn entweder beeindruckt sie das gar nicht oder sie wollen es nicht zeigen. Auf Musik klappt unser Team nicht wirklich. Zu viele Drops, ungleichmäßig, („wo sind die Köpfe?“) Aber wie heißt es doch so schön? Wenn die Generalprobe nicht klappt, klappt der Wettkampf dafür umso besser!

Dienstag 05.07.05, Jetzt geht’s los! („Oh Allehle…!“)
Ich habe das Gefühl, dass die Slowenier ein wenig über- fordert sind, denn wir müssen eine Ewigkeit warten, bis wir einlaufen dürfen. Endlich ist es soweit, der Coc 2005 beginnt! Wahrend der Reden der Offiziellen und dem Präsidenten („…the president of the C.E.T.B…“ wird mir wohl immer in den Ohren bleiben) dürfen wir uns sogar setzen. Wahrscheinlich haben sie sich noch an die letzte EM erinnert…
Sanji ist die einzige Freestylerin vom MMC und da das Team erst morgen tanzt, ist sie heute die einzige aus Villingen auf der Fläche. Nicht nur Janine und ich hof- fen, dass sie es gut hinbekommt, denn sonst müssten wir wieder einmal ihre schlechte Laune ertragen…Wow, sie tanzt wirklich cool! Sogar null Drops!!! (Naja, das Doppelillusion war nicht wirklich ein Doppeltes aber ansonsten wars super!) Nun sind wir anderen irgendwie auch zuversichtlich und freuen uns auf morgen, denn dann sind wir endlich dran. Doch zuerst schauen wir uns noch die Duos an, wobei es uns das Seniorduo aus der Schweiz besonders ange- tan hat…ich kann sogar Isa überreden, dass sie mir ein Foto macht, als sie die Wertung bekommen!

Mittwoch, 06.07.05, Team und Siegerehrung des Cocs
Heute dürfen wir endlich tanzen und weil wir in der Halle schon gerichtet sein wollen, müssen Janine und ich ziemlich früh aufstehen. Ich mache die Frisuren und sie schminkt, alle 15 Minuten wird gewechselt und nach dem Frühstück geht’s ab in die Halle. Alle Versuche, auf der Fläche noch etwas zu trainieren scheitern, da wir alle zehn Sekunden von Italienern oder Franzosen, wie zum Beispiel Alexandre Claveau (gell Kadda…) überrannt oder abgeschossen werden. Es herrscht schlechte Stimmung unter den Teammitgliedern und wir müssen wohl oder übel auf unsere Aufwärmzeit warten. Bis wir an der Reihe sind, können wir noch in die Aufwärmhalle doch dort reißen sich Sanji und ich fast „die Haare aus“.
Nicht einmal die Schweizer, die auch in der Trainingshalle trainieren, können uns jetzt noch aufheitern. Nun ist es Zeit, endlich. Irgendwie will sich das „auf-internationalen-Turnieren-tanzen-Gefühl“ nicht einstellen und der Tanz geht viel zu schnell vorbei. Während wir auf die Wertung warten, zählen wir unsere Drops zusammen während die Enttäuschung immer größer wird, dass sogar manche Tränen fließen. Hoffentlich ist die Wertung nicht ganz so schlecht, geht es mir durch den Kopf und nach einigen Rechnereien steht fest: wir sind auf dem siebten Platz. Leider knapp das Finale verpasst und das nicht mal um einen Punkt. Vor uns sind sie Engländer, denen wir im Finale nicht wirklich mit Begeisterung „zujubeln“. Die anderen Finaltänze können wir uns jetzt in Ruhe anschauen. Die Siegerehrung der Freestyles und Duos wird getrennt von den Teams und Gruppen abgehalten und so können Janine und ich auf die Fläche, um Fotos zu machen, bevor wir unsere Siegerehrung haben. Nun ist das Turnier für uns zu Ende. Nach dem Essen setzen wir uns vor den Eingang unserer „Absteige“ und feiern noch ein wenig unseren siebten Platz.

Donnerstag, 07.07.05, freier Tag!
Wir haben uns alle im Vorfeld entschieden, bis Montag in Maribor zu bleiben, um die Tänze der EM noch anschau- en zu können. Da am Donnerstag der Musiktest stattfindet, haben wir einen freien Tag um uns die Stadt anzu- schauen. Wir können alle ausschlafen, verpassen aber unglücklicherweise das Frühstück. Wir beschließen, in die Stadt zu laufen und beim Mittagessen in einer Pizzeria, sehen wir sogar den Bruder von Allysson Vilaca mit seiner Familie. Unsere „Kleinen“ sind hellauf begeistert!
Später erfahren wir, dass in Maribor noch ein Fest stattfindet. Natürlich gehen wir abends dorthin, Vera Neu ist von der Idee auch begeistert. Es ist ein total schöner Abend inmitten von feiernden Slowenen. Dany wäre auch gern mitgekommen, aber sie musste ja früh ins Bett. Am Abend sitzen wir alle noch zusammen im Zimmer der „Reds“ (Janine und Isa) und freuen uns auf die kommenden Tage voller Tanz und Musik, an denen wir ganz entspannt auf der Tribüne sitzen können und anderen zujubeln! Sanjia Biedermann vom MMC Villingen Präsentierte sich beim Cup guter in Form.