Bei uns ist Twirling Sport!
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© 2010 Bei uns ist Twirling Sport!

Keine Nachwuchssorgen

… hat derzeit die Twirling-Abteilung der TSG-Niedergirmes.

Nach einem Aufruf im Frühjahr in den Kindergärten und Grundschulen und einem Schnupper-Nachmittag tummeln sich etwa zwanzig Mädels im Alter von vier bis acht Jahren jeden Freitag in der Sporthalle der August-Bebel-Schule. Seit kurzer Zeit ist auch ein Junge mit im Team.

Die Truppe wird von unseren Trainer-Assistenten Julia und Jannika Rühl sowie Diana Stahl spielerisch in die Welt des Twirling-Sports eingeführt und trainiert.

Dass es den Kindern Spaß macht, zeigt nicht zuletzt, dass sie nach den großen Sommerferien wieder komplett auf der Matte standen.

Schon für die kommende Meisterschafts-Saison, die im Februar 2010 beginnt, werden die ersten Tänze einstudiert. Wünschen wir der Mannschaft gutes Gelingen und vielleicht schon den ersten kleinen Erfolg.

Sportverein und Schule – Gemeinsam für eine gemeinsame Zukunft!

6. Ausschreibung des Deutschen Schulsportpreises

Der Sportverein steht im Zuge der aktuellen Schulentwicklungen vor neuen Herausforderungen, die es gilt – im Sinne der Kinder und Jugendlichen – zu lösen. Der Deutsche Schulsportpreis richtet sich daher zielgerichtet an Partnerschaften zwischen Sportvereinen und Schulen, die sich durch ein innovatives und beispielhaftes Konzept auszeichnen. Zu gewinnen gibt es insgesamt 10.000 Euro, die dann auch für die Kooperation eingesetzt werden sollen.

Mit Nina Eggert (ehemalige Profitriathletin Langdistanz und Trainerin) und Pascal Roller (Basketballspieler und ehemaliger Nationalspieler) begleiten zwei bekannte Profisportler die aktuelle Ausschreibung. „Nicht jede Schülerin oder jeder Schüler hat das Glück, dass die Eltern den Weg in die Sportvereine ebnen und ein bewegungsreiches Leben fördern. Der Schulsport allein kann dann Bewegungsanregungen geben, ist von seinem Zeitrahmen aber natürlich sehr begrenzt. Daher finde ich es sehr wichtig, dass man gemeinsam die Bewegung der jungen Menschen fördert und damit einen Teil zu ihrer Gesundheit und Entwicklung beiträgt. Als ehemalige Leistungssportlerin weiß ich, dass Sport nicht nur dem Körper gut tut, sondern dass man durch den Sport auch seine Persönlichkeit positiv entwickeln kann,“ so Nina Eggert zu der Zusammenarbeit zwischen Sportverein und Schule. Pascal Roller ergänzt: „Kooperations- und Netzwerkarbeit ist in Zeiten von Ganztagsschule und Gymnasialer Schulzeitverkürzung für jeden Sportverein besonders wichtig, um auch in Zukunft erfolgreiche Nachwuchsarbeit leisten zu können. Dabei liegt mir der Nachwuchs im Basketball natürlich ganz besonders am Herzen.“

Die beiden Sportpaten werden den Preisträgern bei der im Mai 2010 geplanten Preisverleihung in Berlin persönlich gratulieren. „Wir freuen uns auf zahlreiche Bewerbungen“, schließt Ingo Weiss, Vorsitzender der Deutschen Sportjugend.

Bewerbungen sind noch bis zum 15. Dezember 2009 möglich. Weitere Infos unter www.dsj.de/Schulsportpreis.

Kunden der GEMA: Gehören wir dazu?

Die GEMA ist eine Verwertungsgesellschaft, die in Deutschland die Aufführungs- und Vervielfältigungsrechte von denjenigen Komponisten, Musikern und Verlegern von Musikwerken vertritt, die in ihr Mitglied sind. In der Schweiz ist die SUISA und in Österreich unter anderem die AKM dafür zuständig.

Wer Musik komponiert, Musiktexte schreibt oder Musik?werke verlegt, hat einen Anspruch auf angemessene Bezahlung. Dies ist weltweit durch nationale Urheberrechts-Gesetze geregelt. Kein Komponist, Textdichter oder Verleger kann allerdings selbst in ausreichendem Maß überprüfen, wo, wann, wie oft und wie lange sein Titel gespielt wird. Zudem kann sich der einzelne nicht darum kümmern, dass er die Entlohnung für seine Leistungen auch tatsächlich erhält. Genau dies ist in Deutschland Aufgabe der GEMA.

Wer in Deutschland Musik der Öffentlichkeit zugänglich macht, ist damit im Normalfall automatisch Kunde der GEMA. Bei Radio- und Fernsehsendern, Kinos oder Herstellern von bespielten Ton- und Bildträgern ist dies auf den ersten Blick einleuchtend. Kunden der GEMA sind aber auch alle Veranstalter von öffentlichen Musikdar?bietungen. Dazu steht im Urheberrechtsgesetz: “... die Wiedergabe eines Werkes ist öffentlich, wenn sie für eine Mehrzahl von Mitgliedern der Öffentlichkeit bestimmt ist. Zur Öffentlichkeit gehört jeder, der nicht demjenigen, der das Werk verwertet, oder mit anderen Personen, denen das Werk in unkörperlicher Form wahrnehmbar oder zugänglich gemacht wird, durch persönliche Beziehungen verbunden ist ...“. Stark vereinfacht heisst dies: Praktisch jede Situation ist öffentlich, in der zwei oder mehrere Personen gemeinsam Musik hören. Davon ausgenommen ist natürlich der Fall, dass diese alle miteinander befreundet oder verwandt sind. Eine Vereinsveranstaltung ist desshalb öffentlich, eine private Party ist es dagegen nicht.

Dies bedeutet, dass alle Aktivitäten mit urheberrechtlich geschützter Musik entsprechend vorher bei der GEMA angemeldet werden müssen, egal ob Trainingsstunden, Vorführungen, Turniere usw. Kommt jemand seiner Anmeldepflicht nicht oder zu spät nach, hat die GEMA grundsätzlich einen Schadenersatzanspruch.

Was haben wir Kunden von den Vergütungen, die wir an die GEMA zahlen? Ganz einfach: Wir haben legalen Zugriff zum riesiegen, urheberrechtlich geschützten, musikalischen Weltrepertoire. Und ein gute Gewissen, weil Komponisten, Text?dichter und Verleger ihren gerechten Lohn erhalten.

Die Zusammenarbeit mit der GEMA ist ganz einfach:

• melden Sie die geplante Musiknutzung vorher an

• bezahlen Sie den Vergütungsanspruch.

Damit ist die Angelegenheit erledigt. Bei Livemusik wird noch eine Musikfolge der aufgeführten Werke benötigt.

In vielen vielen Fällen gibt es reduzierte Tarife. Der Nachlaß beträgt in der Regel 10-20%. Die Rabatte gelten z.B. für Mitglieder von Nutzervereinigungen (z.B. für ordendliche Mit?glieder des D.T.S.V. über den Deutschen Tanzsportverband), Berufsvertretungen und andere Verbände (Musikvereinigungen), mit denen die GEMA sogennante Gesamtverträge abgeschlossen hat. Einzelheiten gibt es bei den jeweils zuständigen GEMA-Bezirksdirektionen. Man wird dort auch gut beraten. Die zuständige Adressen des jeweiligen Bundeslandes gibt es unter www.gema.de.

Wer sich nicht sicher ist, ob in seinem Fall überhaupt ein Vergütungsanspruch besteht, sollte ebenfalls rechtzeitig mit dem GEMA-Berater sprechen. Aber auch wer sich absolut sicher ist, dass er kein urheberrechtlich geschütztes Repertoire nutzt, sollte dies der GEMA unter der Nennung der Titel der Werke, Namen der Komonisten, Textdichter, Bearbeiter und Musikverleger mitteilen. Man erspart sich so unnötige Rückfragen und Missverständnisse. Die Augen und Ohren der GEMA sind überall, und: „Unwissenheit schützt bekanntlich nicht vor Strafe...“. Werner Stein

Nachwuchsstipendium - für uns eine klasse Sache!

Ein Kind mit einem choreographisch gut gestellten Tanz zum Turnier zu schicken ist nicht nur für mich als Trainerin, sondern auch für die Mädchen eine tolle Voraussetzung. Wenn man sich das Einstudieren der Tänze so betrachtet ist es schon

erstaunlich, wie unterschiedlich ein und dieselbe Pose aussehen kann! Im seltensten Fall merkt es der Betreffende. Während die Mädels voll damit beschäftigt sind sich in so kurzer Zeit die Reihenfolge zu merken, bin ich als Trainer am speichern, wie es wirklich aussehen soll. Das können echt Welten sein!

Auch wenn wir von den gewählten Musikstücken nicht immer gleich begeistert sind, kann man schon feststellen, dass die Kinder durch die verschiedenen Stilrichtungen besser werden. Und aus manch einem Lied kann man durch den Tanz doch mehr machen, als man zunächst dachte.

Richtig spannend wird es dann immer gegen Ende des ersten Tages, wenn sowohl Trainer, Aktiver, als auch Begleittrainer nicht mehr wirklich Auseinander halten können, was wann wie in welchen Tanz gehört. Das Wort Chaos könnte hier kurzzeitig zutreffend sein, aber es gibt ja witzige Spiele, um den Kopf wieder klar zu bekommen. Spätestens wenn man die Nacht drüber geschlafen hat geht es doch. Am Ende

erntet dann der den meisten Applaus, der es schafft wenigstens ein Drittel der Übungen zum richtigen Zeitpunkt anzudeuten!

Für uns ist es die beste Gelegenheit, neue Übungen für unseren Verein zu lernen. Wir bekommen jede Menge Tipps zu Dingen, die uns bis dahin nicht einmal aufgefallen sind. Die eigentliche Arbeit beginnt dann ja erst zu Hause, wenn die Mädels schneller werden und Löcher gestopft werden müssen.Was nicht geht wird gecancelt,...

Aufgrund unserer großen Anzahl an Tänzen, profitieren wir von jedem

Stipendiumsplatz den andere Vereine nicht nutzen! Gruß Leona

Erlebnisbericht Nachwuchsstipendium

Wir vom TTV Kehl besuchten das Nachwuchsstipendium in Langenselbold. Wir, das waren insgesamt vier Personen, nämlich drei Aktive und eine Trainerin. Uns Aktiven wurde jeweils ein Tanz beigebracht. Die beiden Jungs (Christoph und Denis) lernten je ein Freestyle Stück à ca. zwei Minuten und das einzige Mädchen (Mareike) lernte ein Dance-Twirl-Solo (ca. 1.30 min).

Unsere Eindrücke waren zunächst geteilt. Wir empfanden das Samstagsprogramm als sehr anstrengend, aber auch als sehr lehrreich. Das harte Aufwärmtraining und die ungewohnte, kontinuierliche Gedächtnisarbeit beim Lernen dieser Tänze hat sich jedoch gelohnt. Im Gegensatz zum angespannten Samstag, war die Atmosphäre am Sonntag viel lockerer. Es gab merkliche Unterschiede zu unseren Vereinstänzen, angefangen von der Haltung, oder dem Haltungbewahren, bis hin zu der Disziplin und Ausdauer, mit denen der die Dinge angepackt wurden. Da wir nur eine Trainerin (Tanja) für uns mit dabei hatten, wäre es besser gewesen, wenn es mehr D.T.S.V.-Trainer gegeben hätte, die sich somit intensiver mit uns beschäftigen hätten können. Dies wäre jedoch der einzigste Kritikpunkt, den wir vorzubringen hätten. Alles in Allem haben wir viele neue Stabtechniken und -übungen gelernt und als Fazit können wir sagen, dass es uns wirklich sehr viel Spaß gemacht hat.

Die Aktiven des TTV Kehl

Über Mercedes und more Basics

Bei der Siegerehrung traf ich die Trainerin von Suishi, die überglücklich war, dass Ihr Schützling den Tanz einmal hinbekommen hat und auch ein paar 10,0 Noten bekommen hat. Ich beglückwünschte Sie für den tollen Erfolg. Wer sich bei den Seniormännern auskennt, weiß dass Suishi so hier und da – NUR für japanische Verhältnisse!!!!! - ) etwas Stabschwach ist.
Sie hat uns wie es sich für einen Japaner gehört für unsere Intelligenz und Technik gelobt.... weil wir ja den Mercedes haben. Hätte ich nicht vor kurzem eine Reportage über die Japaner/Chinesen wie die uns angeblich sehen, schwöre ich, hätte ich nie gerafft was sie mir versuchte freundliches zu erzählen.
Sie sagte wie in der Reportage Mercedes. Zu unseren Twirlern hat sie gesagt, dass es doch vielleicht gut wäre, wenn wir mehr Trainer hätten... als ich sagte das wir gerade mal 50 Freestyler haben – was für uns eine tolle Steigerung ist – meinte sie, dass es vielleicht gut wäre, wenn wir ein bisserl mehr an den Basics arbeiten würden. Japan hätte ein sehr gutes Basis Programm. Dass dieses Basis.Programm offensichtlich erfolgreich ist, sieht man daran, dass die ersten 3 Plätze bei den Junioren und Duos immer an Japan gingen.

Also liebe Deutsche Twirlerinnen arbeitet mal ein bisschen an den Basics und hört auf den Rat einer Trainerin die Weltmeister trainiert und ca. 300 Schüler hat. Wie wäre es zum Beispiel mit den Graden für Anfänger oder der LT.

So langsam, dürften die, die an diesem LT-Projekt teilnehmen doch gemerkt haben, dass das Stäbchen sich besser kontrollieren lässt. Den Trainern ist die Verbesserung zumindest nicht entgangen. Dabei hat die Japanische Trainerin nur die erfolgreichen LT-Absolventen gesehen. Mich hat ihre Feststellung schon erfreut, da wir als „intelligente Deutsche Mercedesfahrer“ zumindest theoretisch wissen, dass wir an genau dem arbeiten müssen.

Trainingskonzept von IVANA VACCAROLI (ITA)

Ich werde nun meine 10/11 –jährige Arbeit mit Athleten beschreiben, die im Alter von 6 Jahren das Twirling begonnen haben.

Das wöchentliche Training umfasst drei verschiedene Aufgabenbereiche:

    • körperliche Vorbereitung

    • technische Vorbereitung ohne Stab (Freestyle-Übungen)

    • technische Vorbereitungen mit Stab


Die körperliche Vorbereitung dient dazu, die körperlichen Fähigkeiten und Talente eines jeden Athleten auf allen Levels so gut wie möglich zu entwickeln und wachsen zu lassen: Geschwindigkeit, Kraft, resistance (Widerstandsfähigkeit?), generelle Koordination “and the special one“ (?)

Die technische Vorbereitung ohne Stab basiert auf schrittweise aufgebauten Übungen um die notwendigen Elemente zu realisieren. Diese sind:

    • choreographische Vorbereitung (Übungen an der Stange, in der Mitte der Halle...)

    • technische Vorbereitung ohne Stab (Sprünge, Spins,...)


Die technische Vorbereitung mit Stab beinhaltet das Üben von Basiselementen, Fangvarianten und die Genauigkeit der Bewegungen.


  1. Die Athleten haben 4 bis 5 mal die Woche Training.

  2. Jedes Training umfasst 2 bis 3 Stunden.

  3. In den letzten 10/15 Minuten eines Trainings werden die Muskeln durch ein leichtes Rennen und Dehnen gelockert und entspannt. Wenn danach noch genügend Zeit vorhanden ist, legen sich die Athleten mit geschlossenen Augen auf den Boden und hören ruhige Musik zur psychischen Entspannung.

  4. Die Wettkampfzeit (agonistic time?) beginnt im September, aber oft auch schon Ende August.

  5. Ich plane immer einen Monat vor den Wettkämpfen zu kommen, um mit meinem Athleten jene Bewegungen zu ändern , die er noch nicht kann. Zu diesem Zeitpunkt ist der Athlet schon zu 90% vorbereitet.

Die Zeit vor den Wettkämpfen besteht hauptsächlich daraus, sich ausgiebig mit dem Freestyle zu beschäftigen, damit sich der Athlet sicher fühlt, wenn er den Tanz performt.

  1. Das Körper- und Stabaufwärmen vor einem Wettkampf beginnt immer mit einigen Minuten Laufen um den Blutkreislauf anzuregen. Dann folgen einige Übungen für die Geschicklichkeit. Was den Stab betrifft, fängt der Athlet immer mit dem Aufwärmen des Handgelenks an: zunächst Flips, dann Schleudern. An diesem Punkt kann der Athlet mit den Wiederholungen seiner Freestylebewegungen beginnen.

  2. Ich stufe die mentale Vorbereitung eines Athleten als sehr wichtig ein, da meiner Meinung nach der Athlet nicht nur im sportlichen sondern genauso gut im menschlichen Bereich wachsen muss. Mit jüngeren Athleten ist es schwieriger solche mentalen Techniken an zu wenden, deshalb suche ich den Dialog mit ihnen, basierend auf Ansporn und Aufmunterung, um ihr Selbstwertgefühl zu festigen und es als ihre Stärke einzusetzen. Meinen Athleten sage ich immer, dass ihnen kein Jurymitglied Glauben schenken kann, wenn sie nicht selbst an ihre Fähigkeiten glauben. Dieser Glaube an ihr Können darf auch nicht aufhören, wenn sie einen Fehler gemacht haben. Es ist wichtig, die Einstellung „Jeder darf einen Fehler machen... auch die Besten!“ auf die Athleten zu übertragen. Diese Aussage ermöglicht, die Angst beim Tanzen zu kontrollieren. Dieses Angstgefühl ist auch meist vom Level und von den Übungen beeinflusst. Je höher im Level und schwieriger die Übungen, desto größer wird die Angst und deshalb verlange ich von meinen Athleten auch nie Unmögliches.

Das ist meine Methode, um ihnen dabei zu helfen eine natürliche, mentale Balance zu finden. Dadurch ist es ihnen möglich, sich vor dem Freestyle mit Atemtechniken (u.a.) zu konzentrieren, um die Nervosität und die Anspannung zu bekämpfen. Diese Techniken helfen ihnen auch, sich das Freestyle bildlich vorzustellen. Somit wächst ihre Konzentration und sie performen ihren Tanz automatisch.

  1. Twirling hat mir viele Momente großer Zufriedenheit gegeben, ob nun aus sportlicher oder menschlicher Sicht. Aber es gab natürlich auch Momente großer Enttäuschung. Aber ich glaube, meine eigene Fehleranalyse und diese Enttäuschungen haben mir dabei geholfen zu wachsen sowie neuen Ansporn und Energie zu finden, um weiter zu machen.

Trainingskonzept von CHIARA STEFANAZZI (ITA)

Das generelle Standardtraining setzt sich aus verschiedenen Teilen zusammen, wobei vor allem die Körpertechnik eine große Rolle spielt:


a) Körpertechnik:
Kräftigung, Geschicklichkeit, Flexibilität, das Wiederholen von akrobatischen Bewegungen unter dem Stab

b) Stabtechnik und Freestyle-Training

c) Pflicht: Schwerpunkt bei der Körpertechnik und der Geschwindigkeit um mehr Körperkontrolle zu bekommen

  1. Während der Schulzeit waren 4 Trainingseinheiten in der Woche geplant, aber wenn internationale Wettkämpfe anstanden, wurde das Training auf 6-mal in der Woche (außer Sonntags) erhöht.
  2. Während der Schulzeit dauerte das Training 3,5 Stunden und vor internationalen Wettkämpfen 4 Stunden. Seit 1993 kamen zu dem normalen Training mit Ivana Vaccaroli 3 weitere Trainingseinheiten von je 2-2,5 Stunden hinzu, in denen vor allem der Körper mit einem “rhythmic gymnastic trainer“ trainiert wurde.
  3. Der Anfang eines Wettkampfjahres basierte hauptsächlich auf der physischen Vorbereitung und dem Erlernen der neuen Bewegungen. Die physische Vorbereitung braucht sehr viel Zeit, bis sich der Körper zum Besten entwickelt hat. Dieser Moment war immer sehr wichtig für den Erfolg bei den Wettkämpfen: wenn der Körper gut vorbereitet ist und auf das trainiert ist, was der Athlet gebraucht hat, dann hat der Athlet weniger Mühe mit seinem Tanz und es können Verletzungen vermieden werden, die den Athleten in seiner Vorbereitung stören und ihn wieder an den Anfang seiner Vorbreitungen und Mühen katapultieren würden.
  4. Das Standardtraining vor Wettkämpfen basiert immer auf Wiederholungen. Wir fangen zunächst an den Körper mit einem unspezifischen, aber kompletten und effizienten Warm-up zu formen. Dieses Aufwärmen endet immer mit den Wiederholungen von grundsätzlichen akrobatischen Bewegungen, die aber nicht zu den Freestyle-Übungen gehören.

Schließlich folgt das Wiederholen des Freestyles mit Musik, aber ohne den Stab, damit man sich auf die Details konzentrieren kann.

Darauf folgt das Stab-Warm-up, bei dem fünfmal alle Übungen des Freestyles wiederholt werden. Dann werden alle Parts (Körper, Stab) nochmals fünfmal wiederholt und anschließend das ganze Freestyle dreimal.

Im letzten Teil wird die Pflicht, mit besonderem Augenmerk auf die Verbesserung der Geschwindigkeit und spezifische Bewegungen, geübt.


  1. Das Körpertraining setzt sich aus einem unspezifischen Warm-up (rennen, springen…) und einer spezifischen Kräftigung zusammen. Diese Kräftigung basiert nicht nur auf Armen und Beinen, sondern auch auf den Bauch und den Rücken. Dafür benutzen wir Instrumente wie Sprungbretter, Trampoline, etc. An diesem Punkt kommen die generelle Dehnung und Übungen für die Flexibilität der Beine und des Rücken hinzu. Meiner Meinung nach ist es ziemlich einfach, wenn man sich eine Liste mit den Aufgaben/Übungen erstellt, weil man somit einen Überblick darüber hat, mit welchem Athlet wie trainiert werden muss, damit er sein Bestes erreicht. Was den Stab betrifft, fangen wir mit Figur Acht, Pretzeln und dann den Flips (vw, rw, li, re, lateral, frontal) an. Darauf folgt eine kurze Sequenz mit Kontaktmaterial. Alles wird in einer bestimmten Zeit und zu einer bestimmten Musik ausgeführt, um die Geschwindigkeit zu verbessern. Nach diesem Part üben wir die Abwürfe (horizontal, vertikal, im Stehen und auf den Knien) sowie mit unterschiedlichen Fangvarianten, um diese in das Freestyle zu integrieren.
  2. Das mentale Training basiert auf der Visualisation des Freestyles und seinen Bewegungen. Während dem Aufwärmen fangen wir an, uns unser eigenes Freestyle auf die Musik perfekt vor zu stellen (Stab, Körper, Interpretation). Aber das war noch nicht alles: ehe wir das Freestyle performen, versuchen wir während der Vorstellung von unseren richtigen Bewegungen unseren Körper zu fühlen, damit wir später beim Tanzen unsere Fehler bemerken.
  3. Die ganzen Jahre über hatte ich im Training immer ein Notebook dabei, in das ich mit Ivana meine Fehler, mein Können, ihre Verbesserungsvorschläge, meine Gefühle und Kommentare eintrug! Bis heute habe ich dieses Notebook und wenn ich lese was ich damals schrieb, erlebe ich nochmals unvergessliche Momente.

Ohne Dehnung geht nichts!

Twirlingsport besticht durch eine Vielfalt des Körpers und des Stabes. Die Entwicklung geht immer weiter, neue Übungen werden konzipiert, der tänzerische, körperliche Bereich – nicht nur zur Freude der Zuschauer – separat immer deut- licher in den Blickpunkt.
Es ist nicht weiter verwunderlich, dass Sportler, die ihren Körper in allen Be- reichen bearbeitet haben: Kräftigung, Mobilisierung + Dehnung gerade beim Twirlingsport viel schneller Erfolge erzielen können. Wie schön kann z.B. ein Illusion aussehen, aber wie oft sehen wir es? Meist wird sich todesmutig mit dem Oberkörper nach unten geworfen, der Rücken anmutig gerundet, das Standbein zur besseren Fixierung eingeknickt und das Spielbein befindet sich, im optimalen Fall, gerade einmal in Höhe des unteren Rückens, der Fuß des Spielbeins bildet im 90 Grad Winkel den Abschluss dieser wunderschön anzuschauenden Illusion. Und warum????

Ganz einfach: Die Muskulatur des Sport- lers ist einfach nicht in der Lage sich dementsprechend zu dehnen. Die Rückenmuskeln sind verkürzt.Vielen Sportlern ist ein nicht möglich aufrecht mit gestreckten Beinen auf dem Boden zu sitzen. Der Beinbiceps – hinterer 2 köpfiger Beinmuskel ist verkürzt – die Sportler können im Stehen mit gestreckten Beinen nicht die Hände flach auf dem Boden aufsetzen. Die Hüftmuskulatur wird vom Sportler überhaupt nicht wahrgenommen:“ wie ??? Da ist auch ein Muskel??“ Genau so ist es, werden nun viele sagen aber… was soll ich dagegen tun? Nun, eigentlich ganz einfach in jedem Training Dehnungsübungen einbauen. Es nützt allerdings überhaupt nichts und ist in diesem Fall auch schädlich sich im Training mit voller Kraft 1–2 Mal in eine Dehnung hereinzupressen.

Der Muskel ist mit einem Gummiband vergleichbar – langsam in die Dehnung hineingehen – an der Stelle wo es nicht mehr weitergeht – halten !!!! nicht nur 2 Sekunden – sich selbst den Befehl geben weich zu werden mit der Dehnung mitgehen, nicht dagegen arbeiten.Wenn man es geschafft hat, einige Zeit in dieser Stellung zu bleiben,wird es möglich sein ein Stückchen weiterzukommen. Genauso langsam muss aus dem Dehnungszustand wieder herausgegangen werden.Unterbricht man abrupt eine Dehnungsübung – schnellt das Gummiband zurück das tut weh und ist auch gefährlich. Dehnung ist zeitaufwändig!!!! Schafft man es jedoch kontinuierlich an der Dehnung zu arbeiten, wird man in kürzester Zeit Erfolge bei sich feststellen können.
Einige Übungsbeispiele: Auf dem Boden mit gestreckten Beinen sitzend die Hände flach neben die Beine aufsetzen. Der eine kommt vielleicht mit den Händen nur in Kniehöhe der andere bewegt sich schon in Richtung Fußknöchel – Trainingsziel ist erreicht, wenn die Hände flach neben den gestreckten Fußspitzen – der Oberkörper auf dem Oberschenkel und das Kinn auf dem Schienbein liegt. Dies kann in kontinuierlicher Arbeit bei 2–3 maligem wöchentlichen Training in ca. 8 Wochen erreicht werden !!!! Auf dem Boden mit gespreitzten, gestrek- keten, Knie nach außen gedrehten – Beinen sitzen. Hände wieder, so weit es möglich ist, nach vorne flach auflegen. Rücken lang machen, warten bis der Schmerz etwas nachlässt, dann mit den Händen ein Stück weiter nach vorne rutschen, warten bis der Schmerz nachlässt usw. Ziel: der Oberkörper liegt flach auf dem Boden auf – die Beine sind fast zum Männerspagat gespreizt, die Schnürsenkel zeigen nach oben außen. Man glaubt es nicht jeder (!!) kann es schaffen. Zähigkeit siegt Keine Brachialgewalt – lieber langsam aber kontinuierlich arbeiten. Ausfallschritt nach vorne beide Hände setzen neben dem Fuß auf, nun wird das hintere, gestreckte Bein langsam immer weiter zurück geschoben. Immer zwischendurch halten, Dehnung wirken lassen und dann weiter. Langsam aus der Dehnung zurückkommen und mit dem anderen Bein beginnen. Nach ca. 4-8 Wochen konsequenten Übens führt diese Übung zum Erfolg – Spagat! Man kann diese Übung auch mit tiefem Ausfallschritt zur Seite ausführen.

Der D.T.S.V möchte die körperliche Entwicklung weiter fördern und hat neue Gradübungen entwickelt. Der Spagat z.B muss nun für Grad 1 gezeigt werden! Also los, fangt an die Dehnungsübungen in euer Programm aufzunehmen. Dann sind die neuen Grade körperlich kein Problem für euch und wir sehen beim Turnier ein Illusion,wie es sein soll – Oberkörper flächig am Oberschenkel und die Beine zum Spagat gespreizt.

Eltern am Turnier Fluch oder Segen?

Brauchen die Sportler elterliche Unterstützung am Turnier, oder ist sie aus sportlicher Sicht eher hinderlich? Ein guter Trainer wird alles tun, um seinen Sportler auf ein Turnier vorzubereiten. Dazu gehört, neben dem rein sportlichen Aspekt – körperliche Vorbereitung, Einstudieren des Tanzes, Überarbeitung des Tanzes – auch die mentale Vorbereitung auf ein solches Ereignis.

  • Was passiert da an dem Turnier?
  • Was ist anders als bei einem normalen Training, an dem der Tanz mit Musik geübt wird?

Ein Trainer wird versuchen seinem Schützling die dort vorherrschende Situation zu schildern, ohne ihn zu beunruhigen. Plötzlich sind da Zuschauer – Fremde! auf der Tribüne. Die Halle ist mehr oder weniger geschmückt. Da sitzen eine ganze Reihe Juroren, die sich darauf freuen den Tanz anzuschauen und zu bewerten. Alle Sportler sehen im Kostüm und geschminkt plötzlich ganz anders aus. All das sind Punkte, die einen Sportler, vor allem wenn es das erste Turnier ist, oder er noch sehr jung ist (kann aber auch bei „alten Hasen“ passieren), so beeindrucken kann, dass er seine Trainingsleistung am Turnier nicht abrufen kann.

Das Resultat: Der Tanz ist verpatzt!

              

Wie sollten die Eltern reagieren , wenn sie erfahren,
dass ihr Kind an einem Turnier starten darf?

  • Freuen sie sich darüber.
  • Machen sie ihrem Kind Mut.

Oder projizieren Sie ihre Ängste oder Erwartungen in ihr Kind? So kann es passieren, dass ein Kind, obwohl es seinen Tanz aus Trainersicht ganz gut hinbekommen hat, völlig verzweifelt ist, da es den elterlichen Erwartungen nicht gerecht geworden ist. Die Eltern hatten doch gesagt: “Aber diese Übung musst du auf jeden Fall hinbekommen…“ oder: „Wenn du mit 0 Drops tanzt bekommst du… geschenkt.“ Nun hat es nicht mit 0 Drops getanzt und ist dementsprechend enttäuscht. Das sind die Momente, wo man als Trainer ziemlich hilflos vor der Situation steht. Sieht man die Weiterentwicklung des Sportlers durch übergroße Erwartungshaltungen oder den Perfektionismus der Eltern gefährdet.

Schlimm ist es auch, wenn nach dem „verpatzten Tanz“ – das Kind ist ohnehin am Boden – ein Elternteil sich so nette Bemerkungen wie: „Na das war wohl mal nichts“ nicht verkneifen kann. Anstatt zu sagen: „Ich bin stolz auf dich, dass Du alles versucht hast, den Tanz hinzubekommen und diese + diese Übung hast du ganz prima hingekriegt.“ Wenn man das als Elternteil in der Stresssituation – Turnier – nicht hinbekommt, ist es besser, sein Kind einfach nur in den Arm zu nehmen und nichts zu sagen.

 

Eltern sind aus Trainersicht manchmal recht komische Wesen.

Während der Trainingssaison sieht man sie recht selten, manchmal nie in der Halle. Am Turnier, da wird die elterliche Fürsorge geballt wirksam. „Hast Du dein Haargummi? Wie sieht denn deine Strumpfhose aus, Du hast da einen Fleck auf dem Kostüm – Du musst noch etwas essen – Wann bist Du denn dran … Die Reihe ließe sich unendlich fortsetzen. Der Trainer hat genau erklärt, wann und von wem es Haare gemacht bekommt, wann das Kostüm endgültig angezogen werden muss – den Fleck kann man ohnehin nicht mehr ändern, also wird er ignoriert.

Am tollsten sind die Eltern, die ihrem Kind bis fast auf die Fläche folgen. Dort ist eigentlich die Zone – kurz vor dem Start – in der der Trainer oder Betreuer den Sportler nochmals mental auf seinen Tanz einstellt – das geht natürlich nicht, wenn die Mutter/ Vater, um ihr Kindchen herumturnen. Das Kind ist in dem Moment hin und hergerissen und kann sich nicht wirklich auf seinen Tanz vorbereiten. Wissen wir doch das dies alles nur in bester Absicht geschieht… Aber manchmal ist weniger mehr.

 

Oder die Eltern sind überhaupt nicht da!

Manchmal beruflich bedingt, oft einfach aus Desinteresse an dem, was das Kind in seiner Freizeit macht. Was geht denn in euerm Kind vor, wenn es sieht, wie viele Eltern am Turniergeschehen teilnehmen? Und für sie ist niemand da. Es ist wichtig, dass eine Betreuungsperson (Vater, Mutter, Onkel, Cousine etc.) an dem Turnier auf der Tribüne sitzt. Das gibt dem Kind eine gewisse Sicherheit. Da oben sitzt jemand, der mich gerne hat, der mich unterstützt…sich mit mir freut oder auch mit mir traurig ist… der mich tröstet – der mich auffängt! Eltern decken einen ganz andern mentalen Bereich ab. Diese Dinge kann kein Trainer auffangen.

Auch Sportler eines gewissen Alters – Pubertät! im Vorfeld völlig cool, ich kann das alles alleine – ihr braucht da nicht mitfahren, sieht man als Trainer kurz vor dem Tanz mit suchenden Blicken die Tribüne auszuspähen. Und wie erleichtert sie ist, wenn er dort ihre Mutter/ Vater erspäht. Selbstverständlich kann und wird sie das nie zugeben.

                              

Trainer und Eltern müssen zusammen arbeiten!

Am besten schon im Vorfeld sollten die Eltern sich ab und an in der Trainingshalle sehen lassen. Dort können sie in Ruhe ihr Kind beobachten, sich an Fortschritten erfreuen, sehen wie sehr sich das Kind an der einen oder anderen Übung abmüht, einfach Anteil nehmen an der sportlichen Entwicklung. Der Trainer wird gerne mit dem Elternteil spezifische Ziele, was will ich dieses Jahr mit dem Kind erreichen- das kann eine verbesserte Technik sein- größere Bewegungsvielfalt, Stabilisierung des bis jetzt Erreichten- Haltungsverbesserung – mehr Spaß am Turnier etc. sein, erläutern.

Nun, da die Eltern wissen woran gearbeitet wird, können sie ihr Kind dementsprechend fördern. Sie sind in der sportlichen Entwicklung integriert, verstehen so auch besser wovon das Kind da spricht, wenn es vom Training erzählt.

 

Und am Turnier …..?

Eltern habt Vertrauen zu dem Trainer und zu euerm Kind. Ein Trainer wird alles tun, damit der Sportler seinen Tanz gut darbieten kann- auch dafür steht er nämlich Woche für Woche in der Halle. Eltern und Trainer haben doch das gleiche Ziel – den Sportler/ Kind weiterzuentwickeln und dadurch die vom Kind heiß geliebte Sportart Twirling weiter voranzubringen.

Und wie schön ist es doch, wenn nach dem Tanz ob verpatzt oder gelungen der Sportler auf die Tribüne wackeln und sich einfach in die weit geöffneten Arme werfen kann. Alles ist gut!

Der Blick von der Tribüne

... oder die Gefühle einer Mutter

Antje Hedrich TSG Niedergirmes

Eigentlich sollte man annehmen, dass man nach so vielen Jahren nationalen und internationalen Meisterschaften keinen Grund mehr hat, bei verschiedenen Tänzen und ganz besonders bei seinem eigenen Kind, große Emotionen zu zeigen. Schon gar nicht, wenn das eigene Kind inzwischen erwachsen geworden ist und schon selbst den Nachwuchs trainiert. Aber weit gefehlt. Immer wieder erwische ich mich, wenn ich mir ein Tränchen verkneife oder ein kleiner bis mittelgroßer Kloß im Hals steckt. Wenn man auf der Tribüne sitzt, wird es immer wieder richtig spannend. Da hört man die Musik, die man vielleicht im Training schon hundert Mal gehört hat plötzlich ganz anders, da ist auf einmal eine Ausstrahlung beim Tanz, die man im Training überhaupt nicht gesehen hat, dann fällt bei dieser Übung auch kein Stab, der im Training immer gefallen ist. Und dann steigt die Spannung, denn jetzt kommt das eigene Kind. Wie wird es klappen, wie viele Drops sind es heute – und dann: die große Freude oder die Enttäuschung. Man sitzt da oben und fiebert mit, man freut sich, wenn alles gut gegangen ist und man überlegt, was soll ich tun, wenn der Tanz schief gelaufen ist.

Besonders an der EM in Genf ging es mir so. Musiktest – das Team ist dran. Bei Dominique klappte gar nichts. Hatte sie sich so hineingesteigert oder woran lag es. Sie selbst war fix und alle und am Boden zerstört. Da sitzt man dann als Mutter am Rand, schluckt und schluckt und möchte eigentlich sofort irgendwie helfen. Aber ich habe es mir verkniffen, habe es runtergeschluckt und auch später nichts dazu gesagt. Ich habe mir gedacht, das ist nicht deine Aufgabe, dafür sind die Trainer und vielleicht auch die Teamkolleginnen zuständig. Ich habe nur gehofft, dass es am Wettkampftag klappt – und es hat geklappt. Wir haben alle zusammen auf der Tribüne die Daumen gedrückt; die Musik fing an; die Schauer kamen über mich; wir haben uns riesig gefreut und ich habe ein paar Tränchen verdrückt. So ist das halt – und wer noch nicht dabei war, kann überhaupt nicht mitreden.

So fiebern wir Mütter alle wieder den kommenden Meisterschaften entgegen und werden sicher auch im nächsten Jahr unsere Gefühle .......