Was ist Twirlingsport?
Der Twirling-Sport, so wie er heute weltweit ausgeführt wird,
hat seine Wurzeln in den Auftritten der Majoretten um die
Jahrhundertwende. Aus diesen Auftritten bei Paraden und Umzügen
entwickelte sich der Majorettentanz. Hieraus entstand in den USA
dann während der siebziger Jahren der heutige Twirling-Sport.
Twirling-Sport ist das sportliche Arbeiten mit dem Baton, einem ca.
90 -110 cm langen Metallstab, dessen beide Enden mit Gummikappen
versehen sind. Der Baton muß während der zu Musik aufgeführten
tänzerischen und gymnastichen Übungen ständig in Bewegung gehalten
werden. Dieser Sport wird von Frauen und Männern betrieben.
Für den Solotwirler gilt es zwei Diziplinen zu erfüllen,
die zu einer Gesamtnote addiert werden:
Plichtübungen (25%) und Freestyle (75%)
Die Pflichtübungen
Diese fünfzehn
Grundübungen muß jeder Twirler beherrschen. Sie werden bei einem
Wettkampf in zwei Sets unterteilt, wobei dann ein Set für alle
Twirler ausgelost wird. Im zuge der Anpassung an die
internationalen Gepflogenheiten, kann sich ein Deutscher Twirler
weder national für eine Deutsche Meisterschaft, noch international
für Europa- oder Weltmeisterschaft qualifizieren, wenn er die
Pflichtübungen nicht zeigt.
Das Solo Freestyle
Hier wird, zu einer
frei wählbaren Musik in einer vorgeschriebenen Zeit, ein Tanz
aufgeführt. Dieser Tanz baut sich im wesentlichen auf den drei
"modes" (Schleudern / Rollen / Kontaktmaterial) auf.
- Schleudern
Dabei wird der Baton in die Luft geworfen und an verschiedenen Stellen wieder gefangen, zwischen Abwurf und fangen werden diverse Drehungen oder akrobatische Übungen wie Rad, Bogengang oder Überschlag dargeboten. - Rollen
Der Baton verlässt in der Regel beim Rollen nicht den den Körper. Er gleitet dabei auf den Armen oder auf dem Nacken wie aus Zauberhand. -
Kontaktmaterial
Zwischen den einzelnen Schleuder- und Rollübungen wird der Baton mit kleinen "Flips" (ein kleiner Abwurf max. in Kopfhöhe) an verschiedenen Stellen gefangen und im den Tanz mit eingebunden.
Je variantenreicher, schwieriger und ästhetischer die Ausführung dieser verschiedenen Übungen, desto höher ist die zu erreichende Note. Dabei wird jedoch auch auf die korrekte Körpertechnik, Interpretation der Musik, den Ausdruck sowie die Auswahl des Kostüms wert gelegt.
Twirling wird jedoch auch von Duos oder Teams aufgeführt. Ein Duo besteht dabei, wie es der Name schon sagt, aus zwei Sportlern, ein Team mindestens aus fünf Personen, egal welchen Geschlechts. Es gilt hier im wesentlichem das gleiche wie beim Solo Freestyle. Im besonderem wird aber auf die Gleichmäßigkeit und die Exchanges der miteinander Tanzenden geachtet. Ein Exchange ist eine Übergabe oder ein Wechsel des Batons zwischen den Tanzenden – je höher und je mehr Personen in diesem Exchange mit eingebunden sind, desto schwieriger.
Die Wertungsrichter:
Gewertet wird dabei
von einer Jury die sich mindestens aus drei Personen zusammensetzt.
Sie verteilen dabei jeweils eine A- und eine B-Note, wobei die
A-Note für den technischen die B-Note für den künstlerischen
Ausdruck steht. Die Notenskala reicht von 0 - 10 Punkte bzw. in
Duo/Team/Gruppe von 0-100 Punkten Es ist wichtig, dass der Baton
möglichst wenig zu Boden fällt, da dies immer zu direkten
Punktabzügen führt.
Twirlingsport ist in Deutschland eine anerkannte Sportart. Weltweit stellen sich folgende Nationen zu internationalen Wettkämpfen: Japan, USA, Kanada, Italien, Frankreich, Belgien, Schweiz, Norwegen, Australien, Schottland, England, Irland, Holland, Spanien, Schweden, Slowenien, Norwegen, Brasilien, Ungarn und Deutschland.
Bei uns ist Twirling Sport
Twirlingsport ist eine Tanzsportart, bei der ein Zusatzgerät,
der "Baton" benutzt wird.Geschicklichkeit und ausgereifte Technik
im Umgang mit dem Baton stehen ebenso im Mittelpunkt, wie die nicht
zu unterschätzenden tänzerischen bzw. gymnastischen Fähigkeiten.
Die Heimat dieser Sportart ist die USA.
Seit ca. 30 Jahren wird Twirlingsport auch in Europa
betrieben. Im Deutschen Twirling-Sport Verband, der dem Deutschen
Tanzsportverband im Deutschen Sportbund angehört, wird dieser Sport
auch in Deutschland betrieben.
Der Baton besteht aus einem 12 mm dicken Metallstab mit zwei Hartgummiabschlüssen und sollte in der Regel der Armlänge des Sportlers entsprechen. Eben dieser "Stab" macht einem Twirler das Leben nicht immer leicht. Höchste Vollkommenheit beim trainingsintensiven Twirling ist hergestellt, wenn Körperbeherrschung und der sichere Umgang mit dem Baton einen harmonischen Einklang gefunden haben.
Der SportDie sportlichen Darbietungen, für Zuschauer ein höchst
ästhetischer Augenschmaus werden bei Wettkämpfen von den
Wertungsrichtern nach nationalen bzw. internationalen Richtlinien
beurteilt.
Die Musik, die beim Twirlingsport ebenfalls einen wichtigen
Bestandteil darstellt, wird von den Twirlern und Trainern
sorgfältig ausgesucht. Durch die freie Musikwahl ergibt sich eine
große Vielfalt an Ausdrucksmöglichkeiten in den
Twirlingtänzen.
Akrobatische Übungen, Sprungkombinationen alle Arten von
tänzerischen Bewegungsformen werden beim Twirlingsport groß
geschrieben. All dies ist immer in Kombination mit der Stabarbeit
zu präsentieren.
So kann man sich vorstellen, daß die sportliche Karriere so früh wie möglich beginnen sollte. Die jüngsten Twirler beginnen bereits mit drei Jahren, denn durch Twirlingsport wird nicht nur die körperliche Fitness gefördert, sondern auch Selbstbewußtsein, Musikalität und Teamgeist. Die Auswahl an verschiedenen Disziplinen erlaubt es, Twirlingsport als Leistungssport oder auch als Freizeitsport zu betreiben.
Ohne Fleiss kein PreisErscheint für den Betrachter das Spielen mit dem Stab besonders leicht, dann hat ein Twirlingsportler sein Ziel erreicht. Nur mit viel Disziplin und ständigem Trainieren kann ein Twirlingsportler mit Hilfe eines gut ausgebildeten Trainers Erfolge erzielen.
Sollten wir Interesse an dieser interssanten Sportart
geweckt haben,
lohnt sich ein Besuch auf einer unserer
Meisterschaften.










